heute eröffne ich mal einen Beitrag. Mein herzallerliebstes Foxitier ist nunmehr drei Jahre alt und zeigt leider einige Verhaltensweisen, die ich nicht so gerne habe. In den letzten Wochen und Monaten hat sie sich zu einer extrem territorialen Ziege entwickelt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, "die Familie" zu schützen. Dabei scheint sie mit dieser Aufgabe extrem überfordert.
Ja, wo anfangen? Die meisten kennen ihre Geschichte. Durch ihre Erkrankung musste sie sehr früh sehr viel "Gepiesacke" durch Fremde "ertragen". Ihr Vertrauen in fremde Menschen schwand zur Mitte des zweiten Lebensjahres immer mehr. Zudem erfuhr sie eine ständige Umsorgung durch eine - mitunter sogar zwei - extrem verhätschelnde ältere Hündin(nnen). Fremden Hunden gegenüber zeigte sie sich von jeher eher rotzig - sie hat ja immer die Sicherheit, dass sie im Zweifelsfall "rausgehauen" wird. Unterordnen fällt ihr extrem schwer!
Inzwischen gibt es die Tendenz, dass sie sich nicht mehr nur in "Pöbeleien" verwickeln lässt, sondern auch extremen Spaß daran hat, Hunde, die eher devot oder auch dummbaselig-spielauffordernd daher kommen, stramm stehen zu lassen. Sofern ein Hund einen Toleranzbereich von 20m unterschreitet, wird Madame laut und rennt erstmal hin. Stellt sich der "Dreistling" als flirtwilliger Rüde heraus, der sich gerne anmotzen lässt, ist die Situation halb so wild. Ein sozial unsicherer Hund wird aber auch gerne mal gejagt. Nach gut 20m kommt sie dann mit wehenden Fahnen und Siegeszügen im Gesicht zurück und fühlt sich so richtig gut. Nun, zum Glück ergab sich dabei noch nie ein Problem, wenngleich mir dieses Verhalten echt unangenehm ist.
Leider traf sie nun aber schon zwei Mal auf einen Hund (beides Rüden), der ihr resolut gegenübertrat und sie für ihr Verhalten "absaute". Beim zweiten Mal beschädigte sie den anderen Hund nun. Wir spielten fernab des Weges mit dem Ball, als ein fremder Rüder heranraste und quasi ohne zu bremsen, also ohne sich vorzustellen o.ä. spielend in sie reinrannte. Foxi fackelte nicht lange und rannte keifend hinterher, erwischte den Hund mit der Brust am Heck, der wiederum ins Straucheln kam und fiel. Am Boden liegend begann der ein Riesengebell, schnappte einige Male in die Luft und kam wieder hoch. Fox kniff ihm zu guter Letzt in den Pöbbes. Dann rannte er von Dannen, Foxi schnappte sich den Balli und ging zum Tagesgeschehen über.
Später stellte sich heraus, dass sie dem andere Hund einen kleinen Riss zugefügt hatte. Doof! Auch Begegnungen mit fremden Menschen in unseren vier Wänden sind seit einiger Zeit leider nicht mehr ganz friedvoll. Mit "Hundemenschen" gibt es keinerlei Probleme - aber bei einigen völlig Hundeunerfahrenen zeigt sie gerne nennen wir es Mal "Präsenz".
Ich würde diese Schnöseliene gerne auf den Boden der Tatsachen zurückholen, bevor ich die Fäden aus den Händen verliere. Da aufgrund ihrer Infektanfälliigkeit eine Hundeschule nicht in Frage kommt, bin ich um jeden Rat, jede Trainingsempfehlung oder ähnliches sehr dankbar. Ich sehe derzeit nicht, wo oder vor allem WIE ich anfangen soll...
Liebste Grüße - Tine

Seelenhunde hat sie jemand genannt...
... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...
... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Rudeltier“ ()

. All deine Anmerkungen lesen sich sooo vertraut!





. Inzwischen liegt sie meckernd im Korb oder ind er offenen Box, motzt vor sich hin und wird dann bei Zeiten zur Begrüßungszeremonie hinzugebeten.