Schäfernase gerät aus den Fugen!?

      Schäfernase gerät aus den Fugen!?

      Ihr Lieben,

      heute eröffne ich mal einen Beitrag. Mein herzallerliebstes Foxitier ist nunmehr drei Jahre alt und zeigt leider einige Verhaltensweisen, die ich nicht so gerne habe. In den letzten Wochen und Monaten hat sie sich zu einer extrem territorialen Ziege entwickelt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, "die Familie" zu schützen. Dabei scheint sie mit dieser Aufgabe extrem überfordert.

      Ja, wo anfangen? Die meisten kennen ihre Geschichte. Durch ihre Erkrankung musste sie sehr früh sehr viel "Gepiesacke" durch Fremde "ertragen". Ihr Vertrauen in fremde Menschen schwand zur Mitte des zweiten Lebensjahres immer mehr. Zudem erfuhr sie eine ständige Umsorgung durch eine - mitunter sogar zwei - extrem verhätschelnde ältere Hündin(nnen). Fremden Hunden gegenüber zeigte sie sich von jeher eher rotzig - sie hat ja immer die Sicherheit, dass sie im Zweifelsfall "rausgehauen" wird. Unterordnen fällt ihr extrem schwer!

      Inzwischen gibt es die Tendenz, dass sie sich nicht mehr nur in "Pöbeleien" verwickeln lässt, sondern auch extremen Spaß daran hat, Hunde, die eher devot oder auch dummbaselig-spielauffordernd daher kommen, stramm stehen zu lassen. Sofern ein Hund einen Toleranzbereich von 20m unterschreitet, wird Madame laut und rennt erstmal hin. Stellt sich der "Dreistling" als flirtwilliger Rüde heraus, der sich gerne anmotzen lässt, ist die Situation halb so wild. Ein sozial unsicherer Hund wird aber auch gerne mal gejagt. Nach gut 20m kommt sie dann mit wehenden Fahnen und Siegeszügen im Gesicht zurück und fühlt sich so richtig gut. Nun, zum Glück ergab sich dabei noch nie ein Problem, wenngleich mir dieses Verhalten echt unangenehm ist.

      Leider traf sie nun aber schon zwei Mal auf einen Hund (beides Rüden), der ihr resolut gegenübertrat und sie für ihr Verhalten "absaute". Beim zweiten Mal beschädigte sie den anderen Hund nun. Wir spielten fernab des Weges mit dem Ball, als ein fremder Rüder heranraste und quasi ohne zu bremsen, also ohne sich vorzustellen o.ä. spielend in sie reinrannte. Foxi fackelte nicht lange und rannte keifend hinterher, erwischte den Hund mit der Brust am Heck, der wiederum ins Straucheln kam und fiel. Am Boden liegend begann der ein Riesengebell, schnappte einige Male in die Luft und kam wieder hoch. Fox kniff ihm zu guter Letzt in den Pöbbes. Dann rannte er von Dannen, Foxi schnappte sich den Balli und ging zum Tagesgeschehen über. :eek: Später stellte sich heraus, dass sie dem andere Hund einen kleinen Riss zugefügt hatte. Doof!
      Auch Begegnungen mit fremden Menschen in unseren vier Wänden sind seit einiger Zeit leider nicht mehr ganz friedvoll. Mit "Hundemenschen" gibt es keinerlei Probleme - aber bei einigen völlig Hundeunerfahrenen zeigt sie gerne nennen wir es Mal "Präsenz".

      Ich würde diese Schnöseliene gerne auf den Boden der Tatsachen zurückholen, bevor ich die Fäden aus den Händen verliere. Da aufgrund ihrer Infektanfälliigkeit eine Hundeschule nicht in Frage kommt, bin ich um jeden Rat, jede Trainingsempfehlung oder ähnliches sehr dankbar. Ich sehe derzeit nicht, wo oder vor allem WIE ich anfangen soll...

      Liebste Grüße - Tine


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
      ... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Rudeltier“ ()

      RE: Schäfernase gerät aus den Fugen!?

      Zunächst dachte ich beim Lesen des Titels: WAs soll denn das nu sein: Eine aus den Fugen geratene Schäfernase :lol:
      Beim Lesen Deines Textes wurde aber schnell klar, dass es sich um keine wuchernde Nase als solche handelt sondern um das Foxmonster als wildweise Schäferzicke.

      Ich finde sowas immer ganz arg schwer zu beurteilen - es gibt Hunde die neigen von ihrer Natur heraus dazu so zu reagieren - sehr selbstbewusst find ich das aber nicht grade, eher kleinlich und oberdreist - wobei der eine Hund der nach der Foxbegegnung einen Riss hatte sich auch nicht grad fein benommen hat und den hätten meine auch erst mal untergebügelt... - un des gibt Hunde, die so sind, weil ihre Besitzer dieses Verhalten unbewusst fördern.

      In allen Fällen finde ich könnte zunächst einmal ein sicheres Abbruchsignal und ein sicherer Gehorsam helfen. Das kann jeder machen - ohne das man ins Psychologische gerät udn zu falschen Ansätzen rät.

      Manchmal ist es auch so, dass Hunde, die für ihr leben gern Bälle jagen und danach schon regelrecht süchtig sind, diese REsource drausen als bedroht ansehen, wenn diese nur im Jackentäscherl des Menschen steckt. Wie gesagt kann ich aber gar nicht beurteilen, an was das bei euch genau liegen mag.

      Mein Thorin ist ja nu auch ein bisschen so ein Dummbatz - er neigt jedenfalls schwer dazu - er ist ein eigenbrödlerischer Authist der im Grunde nur seine Ruhe will und diese aber sehr schnell als gestört ansieht. Immerhjin: Hunde die bei ihm eine feine Sprache sprechen kommen nicht unter seine Knute - die verstehen schon lange vor anderen Dummbatzen, dass er eben nicht spielen will.

      MAch doch mal ein Video von Foxie. Mich würde das brennend interessieren.

      Vielleicht würde es auch helfen zu sehen, woran das genau liegen mag.

      Auf alle Fälle kann man aber auf spaziergängen dem Hund auch klar machen, dass er , wenn Hund ekommen, erst mal hinter einem zurückbleiben muss und warten muss, bis man als Mensch die Lage gecheckt hat. hab ich auch schon mal so gemach tmit einer KRawallzwiebel - hat bei dieser ganz gut geklappt.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      Willkommen im Club

      Hallo,
      was du hier schreibst, klingt alles ein bischen nach meiner Surya.
      Sie hat zwar kein Rudel hinter sich aber sie testet so in etwa seit der 3. Läufigkeit aus, wer nun Respekt vor ihr hat und wer nicht.
      Gibt einer Kontra, gibt sie schnell auf.
      Große Rüden die Angst zeige,n werden untergebügelt.
      Mit fremden Hündinnen klappt es garnicht mehr inzwischen.
      War früher garkein Problem.
      Kleine Hunde mit Oma am Ende der Leine werden um Oma gejagt (falls ich nicht schneller bin) bis Oma und Hundi kurz vorm Herzinfarkt stehen.
      Ist absolut eine Scheißsituation die ich so niemals haben wollte.
      Ich lerne täglich dazu.
      Mein Hundi aus schlechter Haltung wird zum Monster, mit dem nur noch bestimmte Hundehalter spazieren gehen wollen.
      Hunde die sie mag sind ok, die Anderen werden ausgetestet.
      Sie hatte früher vor allem und jedem Angst und heute haben Viele vor ihr Angst und ich glaube, je mehr sie Oberwasser bekommt um so schlimmer wird es.
      Wenn ich eine Wurfkette dazwischen werfe, kann es sein, der andere Hund bekommt Angst. Würde mir als Halter eines ängstlichen Hundes auch nicht gefallen.
      Dauernd Schleppleine? So weit bin ich auch noch nicht.
      Ich versuche ständig alle eventuellen Probleme vorher abzuwägen indem sie vor jedern Kuppe Platz machen muß, damit ich vor ihre sehe, was kommt und schnell reagieren kann.
      Leider kann man nicht alles vorher sehen.
      Stöcke oder Ball darf sie nicht haben wenn andere Hunde in Sicht sind, die ich nicht kenne.
      Hinrennen zu anderen Hunden darf sie nicht mehr, wenn ich es verhindern kann. Tut sie es trotzdem, renne ich wie eine Furie mit Getöse hinter ihre her und renne zwischen sie und den anderen Hund. (wenn ich schneller bin) Das funktioniert manchmal.
      Wenn ich sie beim Randalieren zurecht weise und sie sich demütig zeigt, hat schon mal der andere Hund Oberwasser gehabt und sie beschnüffelt als ich sie weggezogen hatte.
      Dann verliert sie ihr Gesicht und ist erst recht stinkig.
      Jeder Fall ist anders und jedes Mal muß ich abwägen was zu tun ist.
      Kommt ein anderer Hund her wenn sie an der Leine ist, wird sie zum Tier. Dann muß ich verhindern dass er herkommt.
      Mach ich sie los, kriegt er Dresche.
      Sie hat aber noch nie einen anderen Hund verletzt und hat auch noch nie selber Verletzungen davon getragen außer ein ausgefranstes Ohr von einer Hovihündin der sie einfach zu frech war.
      Was mich bei deiner "Wildsau" interessieren würde, ob sie auch so frech ist, wenn deine anderen Hunde nicht dabei sind?

      Kuck mal ins Forum der Interessengemeinschaft altdeutscher Hütehunde.
      Da hab ich schon viel Info und Tipps bekommen zum Thema Altdeutsche Hütehunde etc,

      Grüßle Sukadeva
      Schön ist eigentlich alles was man mit Liebe betrachtet.
      (Christian Morgenstern)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sukadeva“ ()

      RE: Schäfernase gerät aus den Fugen!?

      Hallöle,

      Original von Thora
      In allen Fällen finde ich könnte zunächst einmal ein sicheres Abbruchsignal und ein sicherer Gehorsam helfen.

      Ein Rückruf ist in 95% der Fälle mit viel Energie in der Stimme möglich. Aber da sind dann noch die fehlenden 5%, da gibt sie einfach Gas - frei nach dem Motto "drauf gesch***** - zum Teufel mit der Alten..." Sie meistert auch ein Vorbeigeführtwerden an Fremdhunden angeleint inzwischen nur noch grummelnd, fast ohne Zug auf der Leine, sogar, wenn Carry die Fremdhunde begrüßt. Gehorsam ist sie - irgendwie :lol: .

      Mein Thorin ist ja nu auch ein bisschen so ein Dummbatz - er neigt jedenfalls schwer dazu - er ist ein eigenbrödlerischer Authist der im Grunde nur seine Ruhe will und diese aber sehr schnell als gestört ansieht.

      Kommt mir sehr bekannt vor, nur dass die Foxi auch ihre Carry ganz für sich will. Nur weil sie kein Bock auf Fremdhunde hat, sollte die Carry dass ihrer Ansicht nach wohl auch so handhaben - die schert sich allerdings nicht drum.

      MAch doch mal ein Video von Foxie. Mich würde das brennend interessieren.

      Werde ich mal versuchen. Ggf. hält der Goldie meiner Schwester ja als "Testobjekt" hin. Da geht sie nie zum Äußersten, da sich beide ewig kennen und er sie zu nehmen weiß, aber die "typische" Art der Begrüßung und der "normale" Umgang mit Rudelfremden ist da gut zu sehen. Kann allerdings dauern - steht auf der Hausaufgabenliste.

      Auf alle Fälle kann man aber auf spaziergängen dem Hund auch klar machen, dass er , wenn Hund ekommen, erst mal hinter einem zurückbleiben muss und warten muss, bis man als Mensch die Lage gecheckt hat.

      Das müssen beide Hunde schon immer in unübersichtlichem Gelände. Das Kommando "zurück" ist absolut sicher! Kommt uns was entgegen, kann ich Fox in aller Ruhe anleinen, schauen, wie entgegenkommender Hundehalter reagiert und ggf. Carry ins Fuß bringen, um den Entgegenkommer zu passieren. Und auf Ruhe lege ich hierbei Wert! Hektik und nach dem Hund grabschen um ihn schnell anzuleinen kommt eher gaaanz selten vor.

      @ Sukadeva - wahrscheinlich sind unsere Weibsen seelenverwandt :D . All deine Anmerkungen lesen sich sooo vertraut!

      Original von Sukadeva
      Gibt einer Kontra, gibt sie schnell auf.
      Große Rüden die Angst zeige,n werden untergebügelt.
      War früher garkein Problem. (...)
      Hunde die sie mag sind ok, die Anderen werden ausgetestet. (...)
      und ich glaube, je mehr sie Oberwasser bekommt um so schlimmer wird es.

      :zustimm:

      Dauernd Schleppleine? So weit bin ich auch noch nicht.
      Ich versuche ständig alle eventuellen Probleme vorher abzuwägen indem sie vor jedern Kuppe Platz machen muß, damit ich vor ihre sehe, was kommt und schnell reagieren kann.

      Jaaa, man gewöhnt sich eine "gewisse Aufmerksamkeit" während der Spaziergänge an. Die war mir mit Carry allein nie nötig gewesen und ist es auf Einzelrunden auch nicht. Anfangs war ich auch echt unzufrieden damit - aber nen Charakterkopf muss man annehmen, oder es eben lassen.


      Stöcke oder Ball darf sie nicht haben wenn andere Hunde in Sicht sind, die ich nicht kenne.

      Ist hier auch so. Bei der Auseinandersetzung war es nur so, dass ich bestimmt 150 m in einer Wildwiese abseits des Weges Apportübungen mit dem Ball machte, als der Fremdhund dazugeschossen kam. Durch die örtlichen Gegebenheiten (Hanglage) wäre Fox gar nicht von selbst auf die Idee gekommen, den Fremdhund anzugehen. Erst als er im Affenzahn ihren "Toleranzbereich" unterschritt und dann auch noch das Bremsen vergass, wurde sie rotzig. Ich hab sie absichlich nicht rangerufen bzw. angeleint, weil dazu a) wenig Zeit gewesen wäre und ich b) nicht ußte, ob sich der Fremdhund nu in Spiellaune oder als wahrer Angreifer nähern würde. Das Recht sich zu wehren lasse ich ihr!


      Kommt ein anderer Hund her wenn sie an der Leine ist, wird sie zum Tier. Dann muß ich verhindern dass er herkommt.

      Zum Tier wird sie nicht so ganz, aber trotzdem sind das echt ätzende Situationen. Ich hab das Glück, meine sozial-fitte Carry dazwischen schicken zu können. Die wehrt Dummbatzen galant ab und verwickelt Nette in ein Begrüßungsgeplänkel, was mir mir Foxi das Vorbeigehen ermöglicht.

      Was mich bei deiner "Wildsau" interessieren würde, ob sie auch so frech ist, wenn deine anderen Hunde nicht dabei sind?

      Ich antworte jetzt mal mit eigentlich nicht. Da ist sie auf Abstand bedacht, ja, manchmal sogar freundlich. Direkte Konfrontationen vermeidet sie. In den letzten Wochen hab ich allerdings keine Einzelrunden drehen können. Regelmässig tue ich das sowieso nicht mehr.
      Jedenfalls ist das auch ein festes Ziel, diese deine Frage deutlicher beantworten zu können, wenn ich sie allein beobachten konnte.

      Wie sieht es denn mit der "Präsenz" gegenüber Fremden zu Hause aus? Nachdem meine dumme Schäfernuss mal einen Gast gestellt und verbellt hat, der sich seine Jacke aus dem Schlafzimmer geholt hat, hockt sie bei Besuch nun erstmal im (offenen!) Kennel. Da hat sie zu bleiben, bis klar ist, ob ihr der Besuch sympathisch ist. Will heißen, ignoriert sie den Besuch oder ist sogar freundlich daran interessiert, darf sie raus und sich alle Betüddelungen und Streicheleinheiten abholen, die der Besuch austeilen mag. Belästigen oder Belagern darf sie niemanden, nur Männes besten Freund, aber die beiden sind irgendwie ein Kopp und ein Ar***. Also Fox und Männes Freund. Eigenartig...

      Mein Fazit ist schon fast, dass ich ihren Charakter einfach nicht ändere und ob sie nun aus Angst oder aus Prolllust so ist, wie sie ist, ändert wenig daran, wie ich mir ihr und den anfallenden Situationen umgehe, oder? Klar ist, dass sie nie eine Carry wird, die keiner Fliege und auch sonst niemandem etwas zu Leide tut.

      Viele Grüße - Tine


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
      ... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...

      RE: Schäfernase gerät aus den Fugen!?

      Ich finde es schön, Tine, dass Du das ganze wohl einigermaßen gelassen siehst. In der Tat gibt es eben seher unterschiedliche Hundepersönlichkeiten - und mal im Ernst: Muss denn ein Hund jeden anderen Hund mögen nur weil das für uns Menschen angenehmer wäre? :wink:
      Ehrlich gesagt finde ich das Verhalten von Thorin manchmal sogar fast noch"wölfischer" als von irgendsoeinem Liebhund der sich über alles und jeden freut - Thorin ist ein "Rudeltierchen" und außerhalb dieses Rudels bräuchte er nix anderes mehr. Wird er in Ruhe gelassen, lässt er auch in Ruhe.
      Ich höre und sehe es oft: Hunde die erwachsen werden mögen irgendwann nur noch die, die sie in ihrer Welpen - und junghundezeit kennengelernt haben - und völlig Fremdes wird erst mal abgelehnt. Es sei denn es ist furchtbar sympathisch.......

      Talba hatte auch eine Sturm- und Drangzeit. DA hat sie draufgängerisch bei jedem Hund wissen wollen, wer die Hosen anhat. Allerdings war sie dabei nie so wie der Hund von Sukadeva (den ich kenne) das sie blitzartig über Hunde hergefallen wäre mit mördergeschrei ( :wink:@Sukadeva). Mittlerweile sit sie (auch schon) 6 Jahre alt und meistens sehr gelassen (sie hat mir auch schon mehrfach bewiesen, wie gut und fair sie kämpfen kann, wenn es dazu kommt) - zwar oft schon der dominierende Part aber sie hat es einfach nicht mehr nötig , dauernd auszuprobieren, wo ihre Grenzen liegen, wo ihre Stärken sich befinden. kurz: sie weiß wer sie ist und sie weiß auch ganz genau (meistens, aueßr bei Zorro, da kenn ich sie gar nicht mehr, da ist sie so, wie sie sonst nie ist...) mit wem sie wie umspringen kann/darf/soll/muss.

      thjorin wird für immer ein Stinkstiefel bleiben - das ist einfach so seine Art. (plöder Kastrat)
      Allerdings, und das ist etwas, da bestehe ich auch drauf, dulde ich es überhaupt nicht, wenn ich schluß sage, und er weitermachen wollen würde... da kommt bei mir dann nämlich die Wildsau zu Tage und da ist es mir ganz wurscht ob das süße Ohrenwölfchen dann verschreckt von mir weicht. Wenn Schluß ist, ist Schluß und das wissen bei mir beide Hunde und das finde ich auch äußerst wichtig.

      wen es jedoch einer von meinen Beiden Nasen übertreiben würde, dann käme eindeutig die (lästige) Schlepp zum Einsatz wenn ich es nicht mittels meiner Person udn der heftigen Stimme die sich hinter dem Persönchen Thora verbirgt erledigen könnte - denn dann würde ich dem ohri schon helfen :evil:
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      hmm liest sich irgendwie vertraut
      Nami kann rudelfremde Hunde auch absolut nicht leiden, was mit dem älter werden nicht besser wird

      sehr schnöselige Hunde die einfach reinrennen, kriegen sofort ihr fett weg, aber sie ist dabei einfach unsciher, sie sucht meist schutz bei mir, aber wenn die fremden Hunde zu nah rankommen, klärt sie dies.
      was ich ihr auch zugestehe, ihre individualdistanz darf sie ruhig verteidigen.

      was ich allerdings nicht dulde, dass sie sich einmischt, wenn die anderen beiden mit anderen hunden kontakt haben. SIe meint nämlich dass die beiden anderen auch keinen Hundekontakt mit anderen zu haben haben. im gegensatz zu Nami sind Oujo und Saya nämlcih äußert sozial mit anderen Hunden.
      Im eigenen Rudel ordnet sie sich unter, auch bei fremden tut sie, bei weiten aber nicht mal annähernd so häufig.


      Allerdings hat Nami es nie übertrieben, sie ist immer bei reiner körpersprache geblieben
      BARFen ist gefährlich! Meine Hunde jagen mich jeden morgen in die Küche! :wink:
      Nichts ist so gerecht verteilt wie der Verstand, jeder denkt er hat genug davon :D
      Mußte gerade lachen liebe Thora über deinen Satz:

      wenn ich es nicht mittels meiner Person und der heftigen Stimme die sich hinter dem Persönchen Thora verbirgt erledigen könnte - denn dann würde ich dem ohri schon helfen

      Das heißt jetzt für mich, ich muß entweder an meiner Persönlichkeit oder an meiner Stimme arbeiten*schmunzel*
      oder eben die ungeliebte Schleppleine nehmen, von der ich nun behaupte, dass Surya genau weiß, wenn die dran ist und sich da nicht wirklich daneben benimmt.

      Sie muß auch nicht jeden Hunde mögen, keine Frage, auch darf sie sich gerne wehren, wenn der andere Hund unverschämt oder flegelhaft daherkommt.
      Was mich so stört, ist eben die Tatsache, dass auch Hunde die sich ihr freundlich nähern, (siehe Ari) angepöbelt werden und da möchte ich ihr ganz schnell (gerne mit deiner Hilfe) die Grenzen zeigen, damit sich dieses Verhalten nicht festigt.
      Da Surya, wie du schon geschrieben hast blitzschnell reagiert und ich meistens doch langsamer bin, sehe ich hauptsächlich in diesem Punkt unser Problem.
      Dass ich sie nie aus den Augen lassen kann wenn sie frei läuft, daran bin ich gewohnt aber sie sieht und hört halt allemal besser als ich langsamer Mensch.
      Aber ich glaube, das kriegen wir mit der Zeit auch noch hin, wie so Vieles davor ja auch.

      Grüßle, ich muß los.
      Ein andermal gerne mehr zu diesem wie ich finde sehr interessanten Thema.

      Sukadeva mit Suryaluder
      Schön ist eigentlich alles was man mit Liebe betrachtet.
      (Christian Morgenstern)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sukadeva“ ()

      Zitat Sukadeva: Kommt ein anderer Hund her wenn sie an der Leine ist, wird sie zum Tier. Dann muß ich verhindern dass er herkommt.

      Rudeltier: Zum Tier wird sie nicht so ganz, aber trotzdem sind das echt ätzende Situationen. Ich hab das Glück, meine sozial-fitte Carry dazwischen schicken zu können. Die wehrt Dummbatzen galant ab und verwickelt Nette in ein Begrüßungsgeplänkel, was mir mir Foxi das Vorbeigehen ermöglicht.


      :lol: Ach deine Carry, musste gerade wieder an meine Amy denken.
      Ich habe ja gerade einen Pflegehund, der gaaaaanz ähnlich rotzig ist, wie du deine Fox beschreibst, nur noch krasser in allem, verkorkster :rolleyes:
      Und auch noch ein wenig "formbarer" anscheinend, als dein Foxytier.. :lol: Denn Sie kriegt von mir nen Rüffel, wenn Sie sich nicht anständig benimmt und wird über alle Maßen gelobt, wenn Sie es ordentlich macht, ich schicke immer Amy vor Fremde begrüßen, dann darf der Rest. Würds ja auch selbst machen, aber Amy spricht halt besser hündisch als ich :doh:
      Und Amy macht es genau wie Carry, Dummbratzen werden galant abgewimmelt und mit freundlichen Gesellen "macht Frau Hund nett Konversation" und trollt sich wieder..
      Wenn Sie einen schlechten Tag hat und nicht mitkommen kann ist es echt erschwert für mich das "Rudel" zu führen.. Dann muss Gizmo ihren Job übernehmen, macht er aber auch schon echt gut, er hat viel gelernt. Nunja, mein Rotzeweib hier hat jedenfalls auch schon viel von Amy gelernt und macht es ihr eifrig nach.. (eigentlich ist das Rotzweib ne Wucht, nen Hund der sooo schnell lernt und sooo fein auf Signale von mir achtet habe ich noch NIE erlebt) Da wird dein Füchsen aus etwas anderem Holz geschitzt sein. :cool:

      Im Grunde denke ich, dass Du das schon gut deichselst, was ich so wie Thora sagen kann: GEHORSAM! Lass Sie doch grundsätzlich hinter dir laufen-wäre so meine erste Idee.
      Und wenn Fräulein Fuchs meint, Sie müsse auf Frauchen nicht reagieren hast du die Möglichkeit einzuwirken.
      Ansonsten noch eine ganz nette Idee :angel:
      Meiner Rotzgöre habe ich beigebracht mir "FREMDE" anzuzeigen. Und dann die Verantworung abzugeben. Dafür verteidige ich Sie dann auch, gibt Sie Die nicht ab, hat Sie Pech und ich dreh mich nur angepiselt weg, da spielt dann natürlich exaktes Timing eine Rolle. Sie hat mal mit dem Labbi meiner Schwägerin eine Auseinandersetzung im Garten gehabt, er hat ein bisschen "doof rumgemobbt" und Sie ist ausgerastet, konnte Sich aber nicht recht helfen. Meine Schwägerin wollte gerne eingreifen, aber ich bat Sie das nicht zu tun. Ich meinte: Sie soll Hilfe suchen um Sie zu bekommen.
      Und ich habe gewartet.. und gewartet. Und dann kam Sie kläffend und fauchend zu mir,hielt inne und blickte mir ins Gesicht. Dann musste prompt reagieren, was ich auch tat und mich umgehend vor Sie stellte und den Labrador ins Platz schickte. Das hat Eindruck geschunden bei Ihr. Wenn wir unterwegs gewesen sind, hat Sie alles verbellen wollen. ALLES.. :rolleyes: So richtig nett mit hinrennen, Gefahrwuffen, Zähne fletschen..
      Ich habe Sie anfangs ausschließlich hinter mir gehen lassen. Ganz kleine Strecken durfte Sie dann mal rennen, dann aber wieder ab nach hinten. Wenn Sie etwas gesehen hat habe ich Sie übrmäßig für den Moment gelobt, in dem Sie anhielt und in die Richtung starrte. Dafür hat Sie anfangs ihr ganzes Futter bekommen. Das wurden dann kleinere Portionen und irgendwann nur noch ein Leckerli. Und nach 3 Wochen konnte Sie frei laufen und zeigte mir Fremde/s (Hund-Mensch-Plastiktüte im Baum :rolleyes:) durch starres Stehenbleiben und gucken an und kam auf ein leises freundliches Wort von mir freudestrahlend bei mir angelaufen. Jetzt muss es auch des Öfteren ein "Feines Mädel" reichen statt Leckerli. Wenn Sie sich eine Verfehlung erlaubt hat gibbet Ärger, aber meine Hunde dürfen nach jedem "Anschiss" von Muddi :eek: "Entschuldigung" sagen. Ich hocke mich zu Ihnen und Sie dürfen sich um mich herumdrängen und "Maulwinkellecken" dann gehe ich weiter. Das macht Sie dann wieder entspannt. Ansonsten könnte es das Problem geben, dass Sie Ärger und Frust anstauen und an irgendetwas unbeteiligtem abreagieren oder oder..
      Boah, jetzt habe ich aber ganz schön viel geschrieben. Ich hoffe, dass dir irgendwas aus meinem Geschreibsel etwas bringt... :rolleyes: :lol: :hug:
      Wer einmal erlebt hat,wie in ein "altes Hundegesicht" das Lachen zurückkehrt,
      nur der kann nachvollziehen,dass es nicht traurig ist, wenn man die Welpen-Zeit nicht mit seinem Hund verbracht hat..
      Wuselrudel=Mopsmom :wink:

      RE: Schäfernase gerät aus den Fugen!?

      Hallo Tine,

      kann mich da den anderen anschließen: GEHORSAM einfordern ist jetzt sehr wichtig.

      Ich erkenne in deiner Beschreibung Zorro sehr gut wieder, bei ihm sind es nicht die Hunde, sondern Menschen (auch ihm bekannte), die uns besuchen oder wenn wir die Omas besuchen, es ist seine Marotte, sich teilweise aufzuführen wie eine reißende Bestie (auch oder gerade bei Menschen die er gut kennt und wirklich mag), er hört dennoch IMMER in solchen Situationen, wenn ich ihn ablege oder absitzen lasse, nur geht das in Sichtweite der Menschen nur mit permanentem rumgemaule, bis, ja bis ER endlich begrüßen durfte, auf diese "nette" maulige Art und dann, fährt dieser Mistkerl runter und ist der liebste Hund der Welt, wedelt mit der Rute und er kann kein Wässerchen trüben.

      Bewährt hat sich bei uns tatsächlich eine Art kurze Auszeit, indem ich ihn kurz vor die Tür schicke oder kurz außer Sichtweite der Situation runterfahren lasse.

      So wie deine Fox unterscheidet Zorro stark bei Hundemenschen und Nicht-Hundemenschen, zusätzlich noch ausgeprägter zwischen Männern und Frauen und auch im Alter.

      Junge, "geschlechtsreife", weibliche Teenager findet er geradezu super, junge Männer sind kumpelig und keine Bedrohung, erwachsene, ältere Männer sind "gefährlicher" und Konkurrenz, auf die hat er es besonders abgesehen (wie gesagt, es geht nur um die, die uns besuchen). Erwachsene "normale" Frauen sieht er neutral und werden oft ignoriert.
      Frauen, die sich wie Emanzen benehmen sind doof.

      Und Kinder, da ist mittlerweile durch die Schulbesuche viel angelernt sind super interessant und werden permanent um Leckerlies angeschnorrt.

      Wie schlimm war denn die "Verletzung", die Foxy dem anderen Hund zugefügt hat? Wenn ein Hund so trampelig angerempelt kommt, finde ich nen kleinen Schmiss jetzt nicht ungerechtfertigt oder tragisch.

      Ich würde die ganze Sache als halb so schlimm sehen, Weiber sind halt öfter so, um es mal ganz salopp auszudrücken.

      Zorro hat sich gerade in den letzten Monaten nochmal ganz schön verändert, er ist jetzt gute 3 1/2 Jahre alt und er ist jetzt richtig erwachsen geworden.
      Es war aber vor dieser Zeitspanne, also vor dem dritten Lebensjahr, auch eine Art "letztes Aufbäumen" bei ihm zu merken und wir hatten einige Diskussionen miteinander. Die letzte Zeit jetzt hat er sich SEHR positiv entwickelt und mir gefällt das reife Verhalten, das er an den Tag legt. Er hat nach wie vor seine eigene Meinung zu einigen Dingen, aber setzt sie jetzt viel Erwachsener und überlegter durch, so dass ich sie ihm auch hin und wieder durchgehen lassen kann, weil ich jetzt auch weiß, er weiß was er tut.

      Das Besuchsthema wird uns wahrscheinlich bleiben, wenn ich auch hier merke, das er sich mehr kontrolliert.

      Ich könnte dir jetzt einfach raten, lass Foxy erstmal richtig erwachsen werden, dennoch darfst du deine Konsequenz nicht vernachlässigen, eher noch etwas anziehen und den Gehorsam einfordern, bis Foxy anfängt sich sichtbar selbst zu regulieren.

      Wichtig ist, dass du dich nicht zu sehr emotional reinsteigerst, einfach Hund packen, emotionslos das nötige Kommando geben und Hund mal zum "Nachdenken" kurz vor die Tür setzen und dann darf sie ja wieder teilhaben.

      Ciao Mimi
      ..........

      RE: Schäfernase gerät aus den Fugen!?

      Wow, es tut schonmal sehr gut zu lesen, dass ich nicht allein auf weiter Flur bin und dass es mehr als einen einzigen reißenden Wolf gibt. :zustimm: Ganz ehrlich mag ich mein Füchslein sehr, aber diese Seite an ihr könte ich regelmäßig auf den Mond schießen. Tja, was soll's, sie gibt's halt nur im Paket mit all ihren Marotten :cool: .

      Original von Mimi
      (...) wenn ich ihn ablege oder absitzen lasse, nur geht das in Sichtweite der Menschen nur mit permanentem rumgemaule, bis, ja bis ER endlich begrüßen durfte, auf diese "nette" maulige Art und dann, fährt dieser Mistkerl runter und ist der liebste Hund der Welt, wedelt mit der Rute und er kann kein Wässerchen trüben.

      Diese Schiene fahre ich auch. Sie hat einige Zeit auch in der geschlossenen Zimmerbox sein müssen, bevor ich sie herausließ, um den Besuch zu begrüßen. Ich wollte ja die Chance haben, die Menschen ordentlich herein zu bitten. Manche wären bei dem Höllengebell wahrscheinlich nur allzu gern direkt wieder gegangen :oops: . Inzwischen liegt sie meckernd im Korb oder ind er offenen Box, motzt vor sich hin und wird dann bei Zeiten zur Begrüßungszeremonie hinzugebeten.

      Bewährt hat sich bei uns tatsächlich eine Art kurze Auszeit, indem ich ihn kurz vor die Tür schicke oder kurz außer Sichtweite der Situation runterfahren lasse.

      Das werde ich mal versuchen. Ich wollte halt nie, dass sie verknüpft, dass sie weg muss, wenn Menschen in unsere Wohnung kommen. Ich hatte immer die Angst, dass die Trulla Besuch mit "ausgeschlossen werden" verbindet und dann noch energischer versucht, diesen fernzuhalten.

      Wie schlimm war denn die "Verletzung", die Foxy dem anderen Hund zugefügt hat? Wenn ein Hund so trampelig angerempelt kommt, finde ich nen kleinen Schmiss jetzt nicht ungerechtfertigt oder tragisch.

      Der hatte ein Loch in der Haut, ca 3-4mm tief. Der "Gegenspieler" zu diesem Zahn hatte kein Loch hinterlassen. Prinzipiell doof, dass sie beschädigt, aber so furchtbar dolle war's ja dann auch nicht.

      Es war aber vor dieser Zeitspanne, also vor dem dritten Lebensjahr, auch eine Art "letztes Aufbäumen" bei ihm zu merken und wir hatten einige Diskussionen miteinander.

      Naja, Schäfer sind nunmal Spätentwickler. Und Foxi ist gerade drei geworden. Ich schätze, dass sie es eben auch nochmal wissen will.

      Die letzte Zeit jetzt hat er sich SEHR positiv entwickelt und mir gefällt das reife Verhalten, das er an den Tag legt.

      Zum Glück habe ich in Carry eine wahrhaft erwachsene, tolle Hündin. Ich weiß also, dass das möglich sein kann :cool: , und dass Hunde "bei mir" so werden können, wenn ihr vesteht, was ich meine :wink: .

      Das Besuchsthema wird uns wahrscheinlich bleiben

      Das glaube ich für uns hier auch. So isse halt...obwohl: gestern hat die Stinketrulla sogar Menschen- und Rüdenbesuch super gemeistert! Et geht also!

      Auf unseren Runden läuft sie nun noch konsequenter hinter mir. Danke an alle für den Hinweis. Ich werd' den Hund schon schaukeln. Lieben Dank für den Hinweis auf den richtigen "Takt". Schaukeln ist ja nicht gleich Schaukeln...

      Tine


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
      ... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...