Junghund macht sich selbstständig

      Aaron setzt sich hin, wenn er einen Radfahrer sieht - allerdings dort, wo er gerade steht. Manche finden das toll, andere regen sich auf, weil er sich nicht an den Straßenrand setzt.

      Eben raunzte mich wieder eine schicke Radfahrerin mit Dialekt der Landeshauptstadt an, es wäre ja wohl nicht normal, einen Hund frei auf dem Radweg rennen zu lassen. Ich wies sie darauf hin, dass es ein Rad- und Fußweg sei und man da sehr wohl seinen Hund frei laufen lassen kann. :evil:
      Aaron hat überhaupt nichts gemacht, als die Dame von hinten angeschossen kam, aber seine bloße, unangeleinte Anwesenheit scheint schon störend gewesen zu sein.

      Ich kann es echt nicht verstehen: wenn man mit dem Rad unterwegs ist und sieht einen Hund, dann kann man doch auch mal das Tempo verlangsamen und achtsam sein. Aber das schaffen viele ja nicht mal bei Kindern, sondern meinen, alles müsste sofort auf die Seite stürzen :evil:

      Schade, dass ich keine Flexileie dran hatte, he he :wink:
      Hi Susa,

      ich lese schon länger still mit und denke, ihr seid mit der Schleppe auf nem konsequent-effektiven Weg. Lästig ist sie, keine Frage.

      Sag mal, hast du eine Geschirr für Aaron? Fox rührt sich an der Schleppe keinen cm, wenn diese an ihrem Halsband befestigt ist. Allerdings bewegt sie sich frei und uneingeschränkt, wenn die Schleppe auf ihrem Rücken, also am Geschirr befestigt ist. Die Gefahr, sich selber "auf den Schlipps" zu treten, ist ja um Längen geringer. Eigentlich sollte man bei der Schleppleinenarbeit grundsätzlich ein Geschirr verwenden...

      Vielleicht hift dir bzw. Aaron dieser Tipp in Punkto Hinnahmebereitschaft der Schleppe?

      Liebe Grüße - Tine


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
      ... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...
      Hallo Tine,

      nein, wir haben kein Geschirr.
      Ich oute mich und gebe zu, dass wir nicht mal ein ordentliches Halsband haben, sondern nur ein schmales Kunststoff-Welpen Ding :oops:
      Da wir bisher eh kaum Halsband plus Leine benutzten und wenn, Aaron nie an der Leine zieht, habe ich es immer vor mir hergeschoben, ihm ein Halsband machen zu lassen (ich hätte gerne ein breites Lederhalsband).

      Kann man ihm jetzt schon ein Geschirr anpassen lassen? Ich meine, dass der Spaß nicht billig ist und wenn er noch "in die Breite" geht, dann passt es womöglich nicht mehr?

      Übrigens habe ich das Buch bald durch ... ich bin gerade echt lahm, sorry :oops:
      ...das macht das Wetter :wink: .

      Vielleicht tut's ja für's Erste auch so'n günstiges Nylongeschirr aus dem Zoogeschäft? Die wachsen ja ne Zeit lang mit. Nach Zughundarbeit hört sich Aarons Leinenarbeit ja wirklich nicht an. Wahrscheinlich mag er sich deshalb auch mit Schleppe nicht wirklich bewegen. Genau wie Fox scheint er jemand zu sein, dem das Leinengezerre zuwieder ist. Und ne hinterhergezogene SL ist ja fast wie Leinengezerre :wink: .

      Zurück zum Geschirr: Ich hatte ja Carry und Beauty als Maßstäbe. Beide tragen die selbe Geschirrgröße - daher entschied ich, selbige Größe auch für Fox zu kaufen. Sie wuchs wunderbar hinein.

      Möchtest du wirklich so viel Geld für ein angefertigtes Geschirr oder ein Halsband ausgeben? Ich schätze dich so ein, dass du beides in ca einem bis zwei Jahren gänzlich an den Haken hängen wirst. Wär doch schade drum, oder :wink: ?


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Rudeltier“ ()

      Danke für die Ausrede mit dem Wetter :wink: :lol:

      Du hast es gut erkannt Tine - Aaron ist ein echter Zug-Gegner.
      Ohne dass ich da je großartig mit ihm habe trainieren müssen, ging er schon immer mit lockerer Leine neben mir her.

      Was das Halsband angeht: wir sind ein wenig Mittelalter-Freaks und haben entsprechende Kleidung (unsere Hochzeitsgewänder :wink: ), in denen wir ab und zu zu mittelalterlichen Veranstaltungen gehen. Ich hätte da für Aaron gerne ein schönes, mittelalterliches Halsband (wobei ich jetzt gar nicht weiß, ob es im Mittelalter Halsbänder gab), schönes Leder mit Beschlägen, ähnlich wie unsere Gürtel :lol:

      Meinst Du, ich sollte so ein banales Geschirr aus dem Zooladen nehmen und nach eigenem Gutdünken einstellen? Ist das ähnlich wie bei Pferden? Da kenne ich mich nämlich aus.


      LG
      Susa
      Da Aaron doch nicht zieht, muss es meiner Meinung nach kein exakt vermessenes Geschirr sein.

      Pack den Aaron ein und nimm ihn mit ins Zoogeschäft - dann kannst du anprobieren und wirst ggf. noch (gut) beraten. Aber auch ein Vermessen zu Hause und Kauf "nach Maß" wird schon in Ordnung sein. Da Aaron so gut wie keine Belastung auf dem Geschirr haben wird, muss es ja 1000%ig exakt sitzen...

      Soso, Mittelalterfreaks :lol: : ich hab ein Schwesterchen, das eure Leidenschaft dann wohl teilt! Trugen Hunde im Mittelalter nicht einfach nur schnöde Ketten oder gar nichts?


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
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      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...
      Mittelalterliche Hunde kenne ich eigentlich nur aus der Kunst und da trugen sie oft weder Halsband noch Leine (z.B. in der Münchner Frauenkirche "Anbetung der Könige" von Ulrich Loth oder die Zeichnungen von Dürer) oder breite Lederhalsbänder im Spätmittelalter / Renaissance.

      Im Gegensatz zu anderen Tieren, galt der Hund auch in dieser Zeit als Gefährte, aber auch als Status-Symbol. Und ich denke, dass letzteres das Halsband bestimmte. Wir sind aber jetzt auch nicht so sehr pingelig was Authentizität betrifft.

      Dann werde ich mal bei Gelegenheit mit dem Riesenkuckucksschaf zum Zooladen fahren und ihm ein neuzeitliches Geschirr verpassen lassen.
      BTW da fällt mir ein: in unserem hiesigen Fachgeschäft müssen Hunde draußen bleiben! :lol:
      Mich hat es schier umgehauen, als die neue Inhaberin mich barsch darauf hinwies, als ich dort mit Aaron eingelaufen bin. Begründung: ihr eigener Hund verträgt sich nicht mit anderen, obwohl er jetzt extra kastriert wurde. Na so was! :evil:
      Hallo Susa,

      unter den Windhundhalsbändern finden sich häufiger schöne breite Lederhalsbänder mit Beschlägen. Kann man sich anfertigen lassen, nach eigenen Vorstellungen, soo teuer ist es häufig gar nicht. :wink:

      Wegen Geschirr: Solltet ihr nicht fündig werden unter den Geschirren im Zoogeschäft könnte vielleicht ein fünffach verstellbares Geschirr etwas für euch sein (z.B. von Feltmann). Aaron wird ja sicher noch etwas in die Breite gehen, das Geschirr lässt sich an Hals und Bauch und an der Brust anpassen. Ist nicht viel teurer als im Zoogeschäft.

      Für Schleppleinen find ich Norweger ja auch ganz gut, durch den Bügel mit dem beweglichen Ring verrutscht das Geschirr nicht so sehr. Abgeleint find ich Norweger eher unpraktisch, man muss immer befürchten, dass der Hund irgendwo hängenbleibt. Aber an der Schleppleine ziemlich praktisch, auch wegen dem breiten Brustgurt.

      Viele Grüße!

      P.s.: Mensch, euer "Fachgeschäft" hat es ja gut raus, wie man sich die Kundschaft vom Leib hält. :D
      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast
      Hallo Susa!

      Ich habe jetzt auch schon eine Weile still mitgelesen und mir lange überlegt, ob ich etwas schreiben soll, aus dem einfach Grund, dass meine Ansichten zur Erziehung gerade in deinem Beispiel ganz andere sind, aber vielleicht möchtest du meine Meinung trotzdem hören.

      Wenn vielleicht auch recht ungeschickt ausgeführt, so fand ich die Reaktion deines Mannes im Grunde gar nicht sooo falsch und ich bin daher der Meinung, dass Aaron in dieser Situation mehr gelernt hat, als er es jetzt mit deinem Schleppleinentraining tut.

      So wie Jenny, sehe ich dein Vorgehen mit dem Abrufen und bei Nicht-Kommen Absitzen lassen als völlig falsch an, der Hund manipuliert dich erfolgreich. Du möchtest ihn aus einer Situation herausholen, doch er entscheidet sich dazu drin zu bleiben und zwingt dich noch dazu, ihm das nochmal zu bestätigen.

      Grundsätzlich gilt für mich, dass ich meinem Hund NUR dann einen Befehl gebe, wenn ich weiß, ER kennt ihn und die Situation erlaubt es.

      So würde ich meinem Hund z.B. NIE befehlen sich "Platz" zu legen, wenn drei Hunde auf ihn zustürmen, das wäre kaum wieder gut zu machen von meiner Seite, ihn so zu beschneiden in seinen Möglichkeiten (die Ausführung nur zum Verständnis).

      Ich habe mit Zorro alle WICHTIGEN Befehle spielerisch im Garten geübt, hier könnte man, was die Worte an sich angeht auch von Konditionieren sprechen und habe den Einsatz der erlernten Worte vom Garten in den Alltag ausgeweitet, aber auch das ging eigentlich Hand in Hand, nicht einzeln hintereinander.

      So, ich weiß, dass Zorro weiß :D, was "Hier" heißt. Wenn ich ihm diesen Befehl gebe und der Außenreiz jetzt nicht gerade so groß ist wie sein bester Kumpel (obwohl es da auch geht, nur mit "Wiederworten" :wink:), dann erwarte ich ALLERSPÄTESTENS beim zweiten Mal eine Reaktion von meinem Hund, erfolgt die nicht, dann bin ich schlicht und ergreifend im sofortigen Zugzwang und spiele nicht mit meinem Hund rum, denn dann kann ich eindeutig davon sprechen, dass mich mein Hund zum Narren hält und eindeutig meine Führungsqualität in Frage stellt, sonst würde es ja nicht soweit kommen.

      Natürlich bekommt mein Hund dann einen Anpfiff der sich gewaschen hat. Ich weiß auch, dass mein Hund schneller ist, als ich und mein Hund weiß das auch. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass Zorro es JEMALS drauf angelegt hat, dies zu testen, wenn ich wirklich sauer wurde.
      Und ich werde ja nicht zum Spaß sauer, die Situationen haben Ernstbezug und ein Hund merkt das SOFORT.

      In so einer Situation mache ich richtig wütend einige schnelle Schritte auf ihn zu und schreie ihn da auch mal an, ich lasse ihm aber IMMER die Möglichkeit sich richtig zu entscheiden, nämlich zu mir zu kommen, tut er das dann auch, hat dies für ihn keine Konsequenzen und er wird gestreichelt und darf dann wieder weiter, als wäre nix gewesen, ich bin NIEMALS nachtragend.

      Ich muss dir ganz ehrlich sagen und ich meine das wirklich nicht böse, ich finde es schon bedenklich, wenn Aaron wegrennt und trotz realer Gefahr auch mal auf die Straße zu laufen, was sein Leben bedroht, sich nicht abrufen lässt, zumal ich dich so für einen guten Hundehalter halte, mit gutem Verhältnis zu deinem Hund.

      Daher auch meine Meinung, dass du ihm einfach auf zu unhundlichem Wege deinen Standpunkt versuchst klarzumachen und er zeigt er auf sehr hundlichem Wege, was er davon hält.


      Auf keinen Fall sollte ein Hund zu 100% höhren. Diese Tiere haben meistens eine lange Leidensgeschichte in Sachen Erziehung böse Die hören dan ja nur aus Angst und kommen mit eingezogenem Schwanz daher.


      Ich finde es schade, dass einige bei solchen Threads immer meinen, dass die Hunde, die gut hören ganz verängstigte, unterwürfige und missverstandene Kreaturen sein müssen.
      Mein Hund folgt mir, weil er meine Führungsautorität anerkennt und nicht weil ich ihn jeden Tag verprügele.
      Im Gegenteil, ich baue das Weichei jeden Tag auf, weil er ruhig mehr Köter sein dürfte, der ist viel zu brav. :D :evil:

      Und diese Prozentspielchen, die bringen gar nix, ich höre auch nicht zu 100 Prozent und trotzdem halte ich mich für einen zuverlässigen Menschen, nicht mehr und nicht weniger erwarte ich von meinem Hund.

      Auf einige Dinge lege ich mehr wert, z.B. die Verkehrssicherheit, einzig und alleine um meinen Hund zu SCHÜTZEN.
      Wer auf Nummer sicher gehen will nimmt seinen Hund an die Leine, ich erwarte von meinem Hund aber, dass ich mich auch ohne Leine an ner Straße auf ihn verlassen kann, denn nicht jeder Hundehalter kann seine Leine immer festhalten. :rolleyes:

      So, das wars jetzt aber.

      Ciao Mimi
      ..........
      Hallo Mimi,

      natürlich bin ich an Deiner Meinung interessiert.
      Es ist ein wenig schwierig, weil Du Aaron nicht kennst und ihn noch nie erlebt hast. Vielleicht kannst Du mir aber auch einfach so glauben, dass, wenn ich zornbebend und schreiend auf Aaron zustürmen würde, er garantiert flüchten würde und Angst vor mir hätte. Ich bilde mir das jetzt nicht ein und bin auch nicht die Tüttel-Mama, die nur Dutzi-Dutzi macht. Und mir ist auch bewusst, dass meine anderen Hunde nicht so empfindsame Mimosen waren wie Aaron und dass das nun nicht zwangsläufig an meiner missratenen Erziehung liegt.

      Er war in dieser Beziehung einfach schon immer so, von Anfang an, selbst als kleinster Welpe. Ich habe es ja schon mal geschrieben, dass in jedem 0-8-15-Ratgeber geschrieben steht, dass man aus einem Wurf nur die extrovertierten, freudig rumhopsenden Welpen nehmen soll und nicht die, die in der Ecke sitzen bleiben. Ich hab den Eckensitzer :wink:

      Dass Aaron über die Hauptstraße gerannt ist, finde ich auch bedenklich - jedoch wundert es mich nicht, wenn mein Mann und mein Sohn zornbebend hinter ihm hergerannt sind, wahrscheinlich noch wild schimpfend. Nach der Lektion, die ihm erteilt wurde, hat er wahrscheinlich gelernt, dass er sich das nächste mal besser nicht mehr einfangen lässt und es schlauer anstellen wird :wink:
      Wenn mein Mann ihn ruft, kommt er inzwischen sofort zu mir gedackelt.

      Mir selbst ist er noch nie abgehauen, allerdings renne ich auch nicht wild gestikulierend hinter ihm her. Ich sehe da schon einen Zusammenhang.

      Ich gehe davon aus, dass Aaron ein "Hier" kennt und er den Befehl ab und an deshalb nicht befolgt, weil ihn ein Trieb daran hindert. Das soll jetzt keine Ausrede sein und keine Entschuldigung und natürlich werde ich auch dennoch daran arbeiten.
      Seit dem wir täglich mehrmals Auto fahren, kommt er auch wieder heran, wenn er das Auto sieht. Hier stand ihm wohl zweifelsfrei seine Angst im Weg. Er wusste wohl schon, dass er kommen müsste, aber die Angst war einfach größer. Was bringt eine Abreibung, wenn ein Hund aus Angst nicht auf ein Kommando hört? :eek:

      Und beim Spiel mit manchen Hunden ist wohl sein Trieb, weiter bei dem anderen zu bleiben, einfach größer als sein Gehorsam. Die anderen Hunde in etwa seinem Alter lassen sich übrigens überhaupt nicht vom Spielen abbringen, viele schauen ihren Halter nicht mal an, wenn sie beim Namen gerufen werden. Natürlich ist auch das keine Entschuldigung für das Fehlverhalten meines Hundes, aber ich denke, dass es so ungewöhnlich jetzt auch nicht ist :wink:

      Wirklich panisch bin ich nicht, dass nun alles aus dem Ruder laufen wird und Aaron dazu übergeht, mich zu manipulieren. Ich gestehe ihm auf Grund seines Alters auch gewisse Flausen zu und bin guter Hoffnung, dass wir das hinbekommen werden.

      Alles wird gut! :lol:
      Susa65:Seit dem wir täglich mehrmals Auto fahren, kommt er auch wieder heran, wenn er das Auto sieht. Hier stand ihm wohl zweifelsfrei seine Angst im Weg. Er wusste wohl schon, dass er kommen müsste, aber die Angst war einfach größer. Was bringt eine Abreibung, wenn ein Hund aus Angst nicht auf ein Kommando hört?
      Nichts, das sehe ich genauso,
      und auch das Herankommen zum Auto würde ich so betrachten wie du.
      Er hatte ja immer schon ein Problem mit dem Auto fahren..
      Wer einmal erlebt hat,wie in ein "altes Hundegesicht" das Lachen zurückkehrt,
      nur der kann nachvollziehen,dass es nicht traurig ist, wenn man die Welpen-Zeit nicht mit seinem Hund verbracht hat..
      Wuselrudel=Mopsmom :wink:
      Hallo!


      Was Mimi geschrieben hat, finde ich wieder einmal sehr gut.
      Aber ich finde, man muß da auch noch ein wenig differenzieren!

      Vielleicht ist das nicht jedem gleich bewußt!
      Wenn man einem Hund etwas beibringen möchte, dann muß der Hund das auch erst einmal verstehen UND begreifen!
      Sonst ist schimpfen natürlich völlig unangebracht.

      Dann muß man berücksichtigen, daß Ungehorsam verschiedene Gründe haben KANN!
      Austesten des Halters ist nur einer davon; allerdings "verschleißen" aus welchem Grund auch immer nicht befolgte Kommandos den Gehorsam!
      So hat Mimi absolut Recht, daß man einem Hund nichts befehlen sollte, was man nicht durchsetzen kann oder gar womit er bestraft wird, das wäre regelrecht kontraproduktiv für den Gehorsam.

      Ein Hund hat unterschiedliche Interessen! :smile:
      Das Ziel sollte zwar sein, daß sein Halter an erster Stelle steht, es existieren aber Dinge, die man als höhere Gewalt sehen muß und bei denen man an seine Grenzen stoßen kann.
      Paarungstrieb und Jagdtrieb sind zwei Beispiele.

      In der Regel möchte ein Hund seinen Halter nicht "ärgern".
      Der Halter muß dem Hund aber zunächst eine Motivation geben, daß dieser einen Grund hat zu gehorchen!


      Ein Hund gehorcht wenn
      er das Kommando kennt, er also weiß, was der Halter möchte,
      das Kommando eine genügend hohe Priorität hat, was durch Konditonierung (im besten Fall durch schließliche Ritualisierung) und kluge Wahl des Kommandozeitpunktes erreicht werden kann,
      und nicht zuletzt wenn der Halter mit den richtigen Mitteln kommuniziert.


      Thallus.