Angstaggression?Angsthund?unsicherer Hund?

      Angstaggression?Angsthund?unsicherer Hund?

      Hallo liebe Forianer!

      Seit es diese Schwemme an Auslandhunden gibt und die Tierheime mit Abgabetieren überfüllt sind tauchen auch immer häufiger Begriffe wie Angstaggression Angsthund usw. usf. auf.


      Gern wird ein Hund, der an der Leine massiv andere Hunde oder sogar Menschen angeht als "Angstaggressiv" bezeichnet.
      Man hört Schlagworte wie "Angsthund" "schlechte Sozialisation" usw. die wohl alle in diesen Kontext mit hinein spielen sollen.

      Doch wo fängt Angst an? Durch was kennzeichnet man eigentlich Angst?

      Ich selbst lebe nun seit 2 1/2 Jahren mit einem echten Angsthund der eine ganz spezifische Phobie entwickelt hat (leider, ich Unfähige habe nicht rechtzeitig die Auswirkungen erkannt - jetzt arbeiten wir dagegen an).
      Ich bekam ihn als Hund, der sich nicht mal ansehen lies, sofort verschwand, keine Nahrung zu sich nahm, im Stehen einschlief und erst aufschreckte, als er am umkippen war.

      Niemals habe ich erlebt dass er auf Kinder (vor denen er eine wirkliche, eine echte Angst hat) mit Aggression reagiert.

      Gibt es denn verschiedene Formen der Angst? Ja! ABer eine Angst kennzeichnet sich dadurch, dass derjenige der Angst hat, versucht die Quellen der Angst zu umgehen, zu meiden und bei Ansichtig werden in ein typisches Muster verfällt. (Denken wir dabei doch nur mal an uns selbst! Wer Angst vor HÖhen hat wird doch gewiss nicht auf eine hohe Felskante stehen und hinunterbrüllen - ganz aggressiv - wie beschissen er jetzt seine Angst vor der Höhe findet... Ein echter Phobiker k a n n sich der Angst nicht stellen!Jedenfalls nicht ohne jede Hilfe oder einen dermaßen eisernen Willen und Selbsterkenntnis. Ich sprach neulich mit einer Person die eine echte Spinnenphobie hatte,. was sehr interessant war. Denn auch dieses Beispiel zeigte: Wer tatsächliche Angst hat, schlägt auch keine Spinne tot. das ist dann nur affiges Theater. Der echte Phobiker traut sich teilweise nicht mehr aus dem Haus, weil draußen Plakate angebracht sind, auf denen Spinnen zu sehen sind und das ist kein w#itz. Das stammt aus erster Hand)

      Thorin zeigt sie alle: Zuerst flieht er, er rennt, er sucht sich einen Ausweg, er sucht sich ein Versteck... kann er nicht fliehen, erstarrt er. Sein Atem fliegt, die Augen sind aufgerissen, je nach Nähe der bedrohung zittert er am ganzen Leib. Futter wird in so einem Moment nicht angenommen, egal, wie hochwertig und lecker es ist. Er verliert massiv Haare. Er schaut weg. Kommen dann Kinder (vor denen er diese Angst zeigt) auf ihn zu und streicheln ihn, ergibt er sich völlig. Wird schlaff. Wehrt sich in keiner Form. Knurrt nicht mal.
      Das ist Angst

      Nun gibt es Menschen und auch leider Hundetrainer die sagen, ein Hund der massiv in die Leine geht mache dies auch aus Angst :rolleyes:
      Ja, der alltägliche Wahnsinn geht sogar so weit, dass Hunde, die frei laufen und andere Hunde die weit weg sind, angehen, dort hinrennen und sie stellen udn verbellen, sogar einer rauferei nicht abgeneigt sind als Angsthunde bezeichnet werden was wohl der Oberhohn für jeden menschlichen und hündischen "Angsthasen" ist.



      Und genau hier können wir gern anfangen zu diskutieren... denn es steht mir bis über beide Ohren, dass solche unsicheren Hunde als Angsthunde bezeichnet werden.
      DAs diese Leinenaggressiven nicht gerade souverän sind steht wohl außer frage. Aber sie sind auch keine ängstlichen Typen. Sie sind schlicht unsicher oder unbegrenzt oder beides zusammen.

      Oft wird eine Leinenaggression damit begründet, der Hund müsse schreckliches erlebt haben. WArum? Das geht mri nicht so ganz rein.
      Meist sind es Hunde von bestimmten Typen Mensch. Meist reicht ein bloßer Halter-Wechsel und der Hund benimmt sich anständig. Das Problem beio Leinenaggression ist oft der Mensch der den Hund hält.


      Gedanken dazu?

      Ich bin gespannt


      Gruß
      Thora
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      Hallo Thora,

      ja, hab Gedanken dazu, stammen aus eigener Erfahrung...

      Angsthunde gehen durchaus auch nach vorne. Angstaggressionen gibt es durchaus. Und zwar, wenn (und nur dann wenn) ein ängstlicher Hund gelernt hat, dass er sich den angstauslösenden Reiz durch aggressives Verhalten vom Leib halten kann. Zum Beispiel durch Verbellen / Verjagen / Angehen von anderen Hunden, Schnappen nach Kindern und Erwachsenen, Anbellen von Flugzeugen, die ja dann in seinen Augen 'von ihm wegfliegen' (was sie ohnehin täten, aber egal für den Hund).

      Einem Reiz, der sich nicht durch aktives Verhalten 'vertreiben lässt' wird der Hund niemals mit Aggression begegnen. Schlicht, weil er da oben genannten Lernprozess nicht machen konnte. Zum Beispiel bei Gewitter, großen Höhen, dunklen Tunnel etc. Da bleibt ihm dann nur Vermeidung bzw. die Flucht. Deswegen brüllt der Mensch mit Höhenangst auch den Abgrund nicht an.

      Wenn dein Hund zwar ein Angsthund ist, aber nicht gelernt hat, nach vorne zu gehen, dann sei doch froh! Dieses 'nach-vorne-gehen' ist nur mit viel Mühe und Geduld zu ändern. Außerdem hat man durch dieses Verhalten massive Probleme mit seiner Umwelt, weil die Leute Angst vor dem Hund bekommen und Abstand von dir und dem Hund halten (was ja seine Absicht war). Einen Hund mit einem solchen Verhalten, der sich durch bloßen Halterwechsel geändert haben soll, habe ich persönlich noch nicht gesehen.

      Ein Draufgänger, der keine Regeln kennt oder nicht annehmen will, geht auch nach vorne. Das ist natürlich kein Angsthund und das hat mit Angstaggression nichts zu tun. Angstaggression folgt nicht aus der Tatsache, dass der Hund Angst hat, sondern nur aus der Tatsache, dass er gelernt hat, wie er sich den angstbesetzten Reiz vom Leib halten kann.

      Grüße
      Lena
      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast
      Also Mona ist aus Spanien, sie ist ängstlich und unsicher.

      Als sie zu mir kam, hat sie bei lautem Gerede oder gar Geschrei unter sich gepullert. Wenn Menschen sie anfassen wollten, hat sie sich mit eingezogenem Schwanz auf den Boden geschmissen, ebenso bei erhobener Stimme. Verkrochen hat sie sich auch gerne.

      Die Flucht hat sie allerdings nie ergriffen, meist hat sie sich zu mir verkrochen. Zwischen meine Beine oder sie hüpfte an mir hoch.

      Wir haben viel gearbeitet an diesem Verhalten und im Gegensatz zu vor ein paar Jahren hat sich ihr Verhalten auch stark verändert. Durch Lotte -unseren Zweithund- ist ihr Verhalten Menschen gegenüber noch viel besser geworden. Wenn Lotte auf einen Menschen freundlich losgeht, geht Mona hinterher und lässt sich sogar von Männern normal anfassen. Das ging anfangs wirklich nur bei ausgewählten Personen.

      Da wurde von ihrer Seite aber immer einen Unterschied gemacht. Manche Männer sind bis heute ein Problem für sie, obwohl sie sich unbedingt mit ihr anfreunden wollen und sie sie 100 mal gesehen hat. Bei anderen geht es sofort relativ problemlos.



      Ehrlich gesagt ist mir der Unterschied zwischen extremer Unsicherheit und Angsthund nicht wirklich klar.

      Dass Mona heutzutage ab und an ganz schön an der Leine pöbelt, hat meiner Meinung nach nichts mit ihrer Angst zu tun. Im Gegenteil, ohne Leine ist ihr Verhalten bei manchen Hund auch nciht korrekt, aber dann ist sie viel vorsichtiger und zurückhaltender, ergreift schnell die Flucht. Mit Leine benimmt sie sich manchmal... nunja.... daran ist zu arbeiten, wir sind dabei. Habe auch den Eindruck, dass sie sich teilweise von ihrem "besten Freund" abgeschaut hat in ihren Anfangsmonaten bei mir. Da ich wohl damals nicht richtig reagiert habe, hat sie das ausgebaut.


      Soweit erstmal von mir.
      LG Anna



      *** Tadler und Spötter lass ich lachen - wünsch nur , dass sie`s besser machen ***
      llo,

      meine Pflegehündin ist ebenfalls unsicher, aber sie hat keine Angst.
      Ihr Motto scheint zu sein "Angriff ist die beste Verteidigung", manchmal ist es auch einfach purer "Müll", der ihr gerade durch den kopf spukt.

      Sie hat, soweit ich weiß, nie schlimme Erfahrungen mit irgendetwas gemacht, ist von Anfang an bei ihren Besitzern.

      An der Leine pöbelt sie gerne fremde Menschen an, allerdings mittlerweile (fast) nur, wenn diese Menschen sie angucken, ansprechen oder schnurstracks auf sie zugehen.
      Sie reagiert auch unsicher, wenn Menschen freundlich auf sie zugehen, ist zögerlich und so. Werden ihr Leckerchen angeboten, schnappt sie sich die und weicht wieder zurück. Fühlt sie sich in die Enge getrieben, schnappt sie - aber erst, wenn sie keine Ausweichmöglichkeit mehr sieht.

      Auch bei anderen Hunden ist sie unsicher, lässt die Rute hängen (normalerweise ist die aufm Rücken gekringellt) und schiebt sie teilweise unter den Bauch - je nach Aufdringlichkeit des Hundes.
      Schnuppert der andere Hund nur kurz und geht dann weiter seines Weges (auch wenn Besitzer und ich zusammen laufen), ist Maja entspannt und gar nicht unsicher. Oft guckt sie mich auch an, als ob sie meine Meinung wissen möchte, wenn ich nicke und lächle und ein "Ist OK" hinterherschicke, bleibt sie auch nochmal viel sicherer.

      Als Angsthund würde ich sie nicht bezeichnen, einfach als unsicher und mit wenig Selbstbewusstsein (was aber auch schon viel besser geworden ist).

      Tja, und manchmal hat sie einfach "einen an der Waffel", ist übermütig und hat Spaß daran, Leute anzupöbeln, hat zu viel Energie. Auch dann guckt sie mich an, als ob sie ne Belohnung erwartet, aber DAS wird ignoriert.


      Ich glaube auch, ein wahrer Angsthund würde so wie meine unsichere! Pflegehündin nicht reagieren. WIE er reagieren würde, kann ich aber nicht sagen, so einen Hund habe ich zum Glück noch nicht kennengelernt.
      Das Leben ist ungewiss - iss den Nachtisch zuerst!
      Ich glaub Rübennase hat schon das meiste über Angstreaktionen gesagt, dazu gibt es vielleicht noch zu sagen, das neben der Erfahrung auch die unterschiedlichsten Rassen verschieden reagieren können.
      Und so unterschiedlich die Charaktereigenschaften jedes Hundes sind, ist eben der Umgang mit der Angst genauso verschieden.
      Hm, ja, hab das, was ich denke, dazu geschrieben. Könnte jetzt noch ellenlange Berichte schreiben, wie sich meine Hündin verhalten hat, als sie bei mir angekommen ist. Und dass da kein Vorbesitzer im Spiel war (hatte vorher keinen) sondern "einfach nur" ein ziemlich übles Tierheim, in dem sich die Hunde gegenseitig zerbeißen und die Menschen die Hunde schlecht behandeln und kaum Futter da ist, noch nichtmal regelmäßig Wasser für die Hunde etc pp.

      Aber ich verabschiede mich an dieser Stelle von euch... Hab das Forum ganz zufällig beim Googlen entdeckt und fand's eigentlich ganz spannend, weil hier offensichtlich einige Leute sind, die genau wie ich einen "Auslandshund" mit schlimmen Vorerfahrungen haben. Dachte, man könnte sich mal ein bißchen austauschen, voneinander lernen. Besonders auch, was Desensibilisierung angeht, da haben wir noch eine Menge Baustellen anzugehen. Hab den Hund ja erst seit knapp neun Monaten.

      Aber hier im Forum geht's vordergründig wohl eher ums Recht haben, und darum, dass sich eine eingeschworene Clique gegenseitig bestätigt. :rolleyes:

      Bin nicht der Typ, der sich durch so etwas durchbeißt, also macht's gut!
      Lena
      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast
      Hallo,


      Original von Thora
      Gibt es denn verschiedene Formen der Angst? Ja! ABer eine Angst kennzeichnet sich dadurch, dass derjenige der Angst hat, versucht die Quellen der Angst zu umgehen, zu meiden und bei Ansichtig werden in ein typisches Muster verfällt. (Denken wir dabei doch nur mal an uns selbst! Wer Angst vor HÖhen hat wird doch gewiss nicht auf eine hohe Felskante stehen und hinunterbrüllen - ganz aggressiv - wie beschissen er jetzt seine Angst vor der Höhe findet... Ein echter Phobiker k a n n sich der Angst nicht stellen!Jedenfalls nicht ohne jede Hilfe oder einen dermaßen eisernen Willen und Selbsterkenntnis. Ich sprach neulich mit einer Person die eine echte Spinnenphobie hatte,. was sehr interessant war. Denn auch dieses Beispiel zeigte: Wer tatsächliche Angst hat, schlägt auch keine Spinne tot. das ist dann nur affiges Theater. Der echte Phobiker traut sich teilweise nicht mehr aus dem Haus, weil draußen Plakate angebracht sind, auf denen Spinnen zu sehen sind und das ist kein w#itz. Das stammt aus erster Hand)



      Angst und Phobie ist etwas anderes. Eine Phobie ist immer zielgerichtet, während Angst keine bestimmte Ursache haben muss. Panikattacken treten ohne vernünftigen Grund auf und überfallen einen Menschen aus dem Nichts heraus.

      Ständige Angst kann durchaus zu Aggressionen führen. Wer Angst hat und dadurch unsicher ist, fühlt sich bedroht und kann darauf mit Aggression reagieren. Jede(r) AltenpflegerIn z.B. wird hiervon ein Lied singen können.

      Auch im Arbeitsleben lässt es sich beobachten, dass wenn Arbeitnehmer z.B. um ihren Job bangen müssen, das Arbeitsklima rasant in den Keller geht: die Stimmung ist gereizt, schnell eskaliert es zum Streit, Mobbing tritt auf usw.

      Und letztendlich ist es keine Seltenheit, dass aggressive Menschen über ein äußerst mangelhaftes Selbstbewusstsein verfügen und ihre Unsicherheit mit Aggression kompensieren.

      Die Angst eines Hundes kann durchaus durch schlechte/falsche Behandlung in der Vergangenheit herrühren. Wenn er durch mehrere Hände gegangen ist oder im Tierheim war, ist dies ja durchaus möglich.
      :think:
      Aber ein Hund der eine generalisierte Angst aufweist muss doch dennoch alle Anzeichen einer Angst zeigen. Schon allein die Körperhaltung eines solchen Hundes spricht Bände.

      Ein Hund der "nur" an der Leine nach vorn geht, der hat doch i.d. R. auch gar keine ängstliche KÖrpersprache. Die wirkt oft nichmal mischmotiviert sondern ganz klar aggressiv und offensiv. Kklar kann ein Hund auch mischmotiviert oder defensiv drohen. Meist sehr schön zu beobachten, wenn es um Futterverteidigung geht. Ich schrieb es oben schon mal: Ein ängstlicher Hund reagiert erst dann aggressiv, wenn er zuvor erfolglos versuchte, der Gerfahr aus dem Weg zu gehen. Erst ein in die Enge getriebener, nicht in frieden gelassener Angsthund wird eventuell Aggressiv. Aber selbst in die Enge getrieben reagiert nicht jeder Angsthudn mit Aggression.
      Anders ist das wohl beim sog. Deprivationssyndrom... aber dieser Hund stellt ja dann generell eine Gefahrenquelle dar... :think:

      Komme schon ins Grübeln..... denke dennoch, dass die wenigsten Leinenaggressiven Hunde auch tatsächlich Angsthunde sind.
      Angenommen, ein Hund wurde ständig von anderen Hunden in die Ecke getrieben und musste sich wehren... er hatte Erfolg mit der Gegenwehr... ann könnte es durchaus sein, dass er lernt, dass er durch vorwärts gehen Erfolge erzielt.
      Dabei kommts doch dann aber wieder auf die ganze Körpersprache an - und auf das, wie es zuvor aussah. Würde ein wirklicher Angstund nicht immer zuerst versuchen zu fliehen? Fragen über Fragen.


      Zudem muss immer noch beachtet werden,w as bei Angst im Körper vor sich geht. Und diese Zeichen lassen sich nicht missdeuten, wenn man sie kennt.

      Du schreibst selbst @Susa, dass Menschen mit wenig Selbstbewusstesein ihre "Unsicherheit" mit Aggression kompensieren. Schon. Aber: Unsicherheit ist keine ANgst.



      Übrigens ist Phobie eine Art von Angst. Sie gehört mit zu Ängsten (generalisierte Angst, Panik, Phobie).
      auch haben viele Ängste "keinen vernünftigen Grund". Oft ist das, was die Angst mit uns oder den Hunden macht, schlimmer als das, vor was sie die Angst zeigen. Und darum kann Angst auch wieder verlernt werden. Oder man kann dem Hund helfend so viel Sicherheit bieten, dass er leichter damit klar kommt.

      Mich würde schon ein detailierter Bericht über Rübennases Hund interssieren, wie er sich verhielt usw. usf.


      Denn: Auch mein Hund kommt aus einem TH. Auch er lebte im Gehege mit sehr vielen Hunden. Er lies sich anfangs alles von anderen Hunden gefallen. Auch er wird situationen erlebt haben, in denen er sich hätte wehren müssen.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      @ Oli

      Huhu zurück, hatte eben nochmal etwas Erklärendes dazu geschrieben, was auch mit dem "Don Sullivan"-Thread zusammenhängt, aus dem dieser Thread ja entstanden ist, aber der Beitrag ist "verschwunden". Ich geh dann mal... :wink:
      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast
      Bitte lies Deine PN Nachrichten @ Rübennase. Diskussionen über das Forum haben nun wirklich nichts in diesem Thread verloren

      @ Alle: Hier sieht man mal, was so alles lax als Angst bezeichnet wird :rolleyes: wobei ich hier doch schwer hoffen will,d ass die Leute wissen, dass der Hund eben keine Angst hat:

      youtube.com/watch?v=F9-fHg2NoKI&feature=related
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      Original von Thora:
      Übrigens ist Phobie eine Art von Angst.


      Natürlich ist sie das - und zwar eine solche, de an ein bestimmtes Objekt oder an eine bestimmte Situation gebunden ist und daher die Möglichkeit zur Vermeidung bietet. Die allgemeine Angst hingegen ist diffus, z.B. Zukunftsangst, Angst Fehler zu machen, Angst dass irgendetwas passieren könnte usw.
      Dieser Angst kann man nicht einfach mit Vermeidung begegnen, sondern man lebt mit ihr, bei allem was man tut.
      Ich widerspreche, dass man einem Menschen zwingend seine Angst ansehen muss - eher das Gegenteil ist der Fall.
      Angstempfinden ist auch subjektiv - man kann niemandem absprechen, der Angst empfindet, dass er keine echte Angst erlebt :think:

      Vielleicht leiden auch Hunde unter dauernden, diffusen Ängsten? Das weiß ich nicht.

      Original von Thora:

      Unsicherheit ist keine ANgst.


      Aus was entsteht denn Unsicherheit? :wink:

      Original von Thora:


      Oft ist das, was die Angst mit uns oder den Hunden macht, schlimmer als das, vor was sie die Angst zeigen. Und darum kann Angst auch wieder verlernt werden. Oder man kann dem Hund helfend so viel Sicherheit bieten, dass er leichter damit klar kommt.


      Dem stimme ich zu!
      Man muss nicht resignieren mit der Begründung, dass der Hund halt ein Angsthund ist.
      Wie auch Menschen nicht bis ans Ende ihrer Tage mit Ängsten und Phobien leben müssen.
      Ja, Hunde werden relativ schnell als Angsthunde abgestempelt. Ich mußte mir das über meine Goldie auch schon anhören.

      Obwohl ich definitiv der Meinung bin, dass sie keineswegs ängstlich ist, sondern nur sehr sehr vorsichtig und eben unsicher.

      Sie mag keine Menschenmassen und Fremde brummelt sie gern an. Sie läßt sich auch nicht von jedem anfassen. Und auf Grund dieses Verhaltens wurde mir schon oft gesagt, dass sie ein Angsthund ist.

      Wir arbeiten hart daran...gehen häufig unter Menschen und ich nehm sie auch mit wenn der Briefträger klingelt oder der Schornsteinfeger..so das sie lernt, dass es ganz normal ist und man nicht jeden anbrummeln muß. Sie läßt sich aber eben auch leider von Fremden nicht inihr Schnäuzchen schauen und als meine Hundetrainerin das mal versucht hat, wurde aus dem leisen Brummeln schon mal ein lautes Brummeln. auch daran arbeiten wir, sie muß sich das ja nun mal leider - wenigstens zweimal - gefallen lassen. Sie ist ein absolut typischer Pei! Meine anderen sind eher die, die allem und jedem gegenüber aufgeschlossen gegenübertreten. Allerdings mögen sie das getätschele fremder Menschen auch nicht. Aber daran finde ich jetzt auch nicht unbedingt was Schlimmes.

      Lg. Maja
      "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut." (Goethe)

      Maja und Ihre Rasselbande!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „pumuckel“ ()

      @ Thora

      Mich würde schon ein detailierter Bericht über Rübennases Hund interssieren, wie er sich verhielt usw. usf.


      Jetzt auf einmal? Wundert mich schon, dass du jetzt nachfragst...

      Ist mir mittlerweile zu viel, noch detaiiliert dazu zu schreiben, was ich definitiv sagen kann, ist: Dass sie ein Angsthund ist! Sie hat vielfältige Ängste, die ich alle nach und nach desensibilisieren muss und das klappt auch ganz gut, dauert natürlich entsprechend, ich darf ja keinesfalls zu schnell dabei vorgehen.

      Ihr Verhalten ist hauptsächlich davon gekennzeichnet, dass sie entweder versucht, kopflos die Flucht zu ergreifen oder sich flach auf den Boden drückt und in eine Art "Starre" verfällt (dies hauptsächlich bei Reizen, die sie an ihre Misshandler erinnern: laute Stimme, Arme heben etc.). Ihr Verhalten ist in geschlosssenen Räumen grundsätzlich anders als draussen, drinnen ist sie wesentlich(!) ängstlicher.

      Draussen ist sie anfangs anderen Hunden gegenüber nach vorne gegangen, aber das haben wir mit entsprechendem täglichem Training nach circa vier Monaten in den Griff bekommen. An den anderen Ängsten arbeiten wir nach und nach, jetzt sind Bindung und Vertrauen da, das klappt dementsprechend gut..

      Zu Leinenaggression und Angsthund: Siehe meinen ersten Beitrag in diesem Thread.

      Ich bin heilfroh, sie aus dem Tierheim herausgeholt zu haben, sie ist ein super Hund, sehr lieb, immer bemüht, alles richtig zu machen und sie lernt außerordentlich schnell. In dem Tierheim hätte sie sterben müssen, hier hat sie ein gutes Leben und macht große Fortschritte!

      Weil ich mich hier im Forum nicht so richtig wohl fühle, war das mein letzter Beitrag. Wollte noch kurz auf deine Frage antworten, und damit wäre das jetzt geklärt von meiner Seite.

      Grüße
      Lena
      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „rübennase“ ()

      Naja also ich finde das Angst und Unsicherheit schon irgendwie dasselbe ist, bzw. miteinander verknüpft ist, das eine resultiert doch aus dem anderen. Habe ich aber oben in meinem Thread schon geschrieben.
      LG Anna



      *** Tadler und Spötter lass ich lachen - wünsch nur , dass sie`s besser machen ***
      @ Rübennase:
      Wo habe ich denn je geschrieben, dass es mich nicht interessiert? :eh: Ich habe lediglich manches angezweifelt, da ich zuerst doch nur von der Leinanaggro wusste. DA darf man dann doch ganz souverän aufklären.... :eh: Auch wenn Du vorhast zu gehen (vielleicht überlegst du es dir ja nochmal), würde mich interessiren, vor was der Hund diese Ängste zeigt. Ab welcher Entfernung/ Sicht-Hörweite? Usw. usf. Ob sie dann zu Dir kommt, oder ob sie immer zuerst versucht zu fliehen -
      vielmehr, wann sie zu Dir kommt und wann sie versucht zu fliehen.

      Mich interessiert das wirklich. Sonst hätte ich auch nicht diesen Thread eröffnet. Weil echte Angsthunde eben recht selten sind.
      Mich interssiren auch sehr die Ansätze zur Angst-Therapie.


      @Pumuckel: Ich denke, du kannst das sehr schön einschätzen. Meine Hündin war auch nicht so der "Menschenfreund" sie war sich sehr unsicher und auch etwas ängstlich in Bezug auf fahrende autos.
      Doch das hat sich alles binnen Tagen und Wochen gegeben. Sie brummelt heute noch ganz gern.
      Man muss ja aber auch die RAsse bedenken. Sie ist ein Schäferhund Mix , sie darf melden, wenn jemand kommt.
      auch der Shar Pei ist ja nu nicht der Hund, der alle Menschen lieben muss.
      Ehrlich gesagt kenne ich nur Peis und auch Chows die sehr "eigenartig" sind. Aber nicht ängstlich. Einfach nur "eigenartig" :D :wink:
      als ich Kind war wollte ein Chow auf mich los und nun, da ich erwachsern bin begegne ich immer einer Frau, die ihren Pei pingelig von anderen Hunden fern hält. Du bist der offenste Pei Halter den ich kenne - wenn man hier von kennen reden darf. Aber allein Dein offener Schreibstil lässt vermuten, dass Du nich tmit argwöhnischem Blick auf alle anderen Hundehalter äugst und Deine Peis da gleich mitamchen :lol:

      @Wuschel: Ein unsicherer Hund verhält sich doch aber anders als ein Angsthund.
      Bestes beispiel ist das blödliche Video. Der Hund ist sich was das Spieli angeht nur unsicher, würden die ollen Menschen im Hintergrund nicht nur gackern, sondern dem Hund zeigen,d ass das was ganz tolles ist, würde der Hund sicher bald seine Unsicherheit überwinden. Ein ängstlicher Hudn würde erst gar nicht so nah hingehen. Er würde sich ind ie Ecke verkrümeln und evtl zittern. Er würde sich auch nicht ohne gründliche vorarbeit vom Besitzer da mir nichts Dir nichts hinlocken lassen.

      anderes beispiel: Hund und Menschenmengen. Ein mit menschen unsicherer Hund klebt sich an seinen Besitzer und geht da durch. Guckt vielleicht verdrießlich, brummelt die Menschen an, wenn sie ihn beachten.
      Ein Angsthund ( der vor Menschenmengen angst hat) wird niemalsnicht freiwillig da rein gehen, sofern er nicht schon vorgearbeitet ist.
      Angsthunde suchen auch eher in der Flucht ihr Heil und suchen nicht Schutz beim Menschen.

      @Susa: Unsicherheit muss nicht aus Angst entstehen. Unsicherheit ist Unsicherheit und Angst kann evtl. aus Unsicherheit entstehen, wenn man den Hund falsch behandelt, wenn er sich unsicher zeigt.. Oder wie meinen?
      :wink:

      Finde bei einem Menschen zu beurteilen, ob er nun die oder die Art von Angst hat ist schwieriger als beim Hund, da Menschen (und da spreche ich auch von mir - habe nämlich - pst, auch ne Phobie) sich auch mit enormer willenskraft zwingen können. Klar könnte man sagen: Dann ist es keine z.B. Phobie. Ist es aber doch. Eine Zeit lang habe ich es geschafft, mich dahingehend selbst zu therapieren und dann ging es auch mit willensanstrengung - leider habe ich dann wieder was unschönes erlebt und seit dem geht gar nichts mehr.

      Jetzt kann man sagen: super, wie will eine Frau die ne Phobie hat einen phobischen Hund "heilen" - naja.. wir haben ja zum Glück völlig unterschiedliche Ängste :D
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      @Thora, nein, ich bin niemand, der seine Hunde vor anderen abschottet, warum auch! Sie brauchen auch außerhalb "Ihres Rudels" andere Hunde als Sozialpartner. Das ist mir sehr wichtig.

      Sag mal, wie verhält sich denn Talba Kindern gegenüber? Ist nur mal so ein Gedanke, wenn Du Jenny besuchst, vielleicht schaut sich Thorin ja ein bißchen bei Gizi und Amy ab. Hiro wird ja sicherlich auch noch nicht so den Kontakt zu Maya haben.

      Läuft Thorin weg oder klebt er dann eher an Dir?

      Lg. Maja
      "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut." (Goethe)

      Maja und Ihre Rasselbande!
      Wenn er kann haut er ab. Kinder auf so engem Raum hatten wir noch nie. Manchmal klebt er, wenn wir auf dicht gedrängten Veranstaltungen sind. Da bleibt ja nichts anderes übrig, für ihn zumindest nicht.
      Aber abschauen kannst Du bei ihm knicken. Talba hat keine Probleme mit Kindern die freundlich sind. Talba hat sowieso so gut wie mit nichts probleme und gewöhnt sich auch relativ schnell an Ungewohntes. Es kam schon vor das TAlba mit Hundekumpels spielte und Thorin bibbernd am Boden lag, weil irgendwo kinder kreischend rumgerannt sind.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      DAs ist Angst! Hm...schwierig...! Ins kalte Wasser willst Du ihn sicher nicht werfen oder? Ich dachte da jetzt mal an einen Schulhof!

      Oder wie wärs mal mit nem Kinderspielplatz, wo er von weitem schauen kann.

      Goldie läuft nicht weg..egal ob sie die Möglichkeit hat, sie geht entweder dich an mich gedrängt oder siie versucht zwischen meine Beine zu gelangen.

      Anders gefragt, wieviel Umgang hast Du zu Kindern? Ich meine jetzt körperlichen ..so mal Schoß sitzen?
      "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut." (Goethe)

      Maja und Ihre Rasselbande!