Schrekliche Diagnose

      Schrekliche Diagnose

      Mein Tiger wurde am Ohr operiert, weil er Polypen hat/te, leider hat sein Gehörgang einen Knicks. Um die verbleibenden Wucherungen zu entfernen, müsste ihm ein künstlicher Gehörgang gelegt werden, da der alte aufgeschnitten und ausgekratzt würde.

      Nun war ich wieder beim TA, weil Tiger komische Erstickgeräusche machte. Nachdem ich mit dem Erklären der Geräusche nicht weiterkam, fragte mich meine TA, ob es sich denn anhören würde wie "rückwärts niesen" - und ja, das trifft es genau! Er niest rückwärts und keucht vor sich hin, manchmal mehrmals am Tag, manchmal vergehen ein paar Tage ohne daß er das macht.

      Rückwärts niesen: Nehmt einen Nieser auf und spielt das Geräusch anschließend rückwärts ab - als ob man in sich hinein niesen würde.

      Das Ganze ist mit einem echt ekligen Geruch verbunden, so richtig nach Verwesung.

      Die Diagnose hat mich umgehauen: Er hat die Wucherungen nicht nur im Ohr, das hat sich bis auf den Rachen ausgeweitet.. Um die Krankheit zu beseitigen, müsste ihm sein Kiefer auseinander genommen werden, also aufschneiden, aufmeißeln, Reste anschließend zusammenbasteln.. :sad:

      Die Chance, daß 1. die Operation wirksam verläuft und die Polypen weg sind und 2. daß Tiger das Ganze überlebt, liegt bei 35%. Anschließend müsste er eine Halskrause tragen für 3-6 Wochen. :cry:

      So arg mir des weh tut, ich werde ihn wohl einschläfern müssen, um ihm diese Qualen zu ersparen.. Das Problem ist, ich ziehe Ende November um, das bedeutet für meine Katzen Extra-Streß, also weiß ich nicht weiter.. Einschläfern vor dem Umzug oder danach? Was würde mit Katze passieren (seine Mutter)? Sie hat den totalen Mutterinstinkt und will ihn immer ablecken wenn er vor sich hinkeucht..
      Ich MUSS ihr nach Tigers Abschied auf jeden Fall eine andere (junge) Katze besorgen, alleine geht sie ein, soviel ist sicher. Args, das ist so als würde ich mich schon damit abfinden, daß Tiger bald weg ist, aber ich muß nun mal auch weiterdenken..
      Tiger ist erst 4! Und leidet und leidet :<
      Wo ist die Wunschfee wenn man sie so dringend braucht...
      I hob mi eingetint X(
      Wenn er so leidet,kann warte nicht länger und lass ihn erlösen. Ich weiß,es fällt schwer,aber wenn er so jetzt noch lange vor sich hin leidet tust du ihm keinen Gefallen damit.
      Laß dich mal unbekannterweise :hug:.

      lg
      Anny


      Schaut doch mal rein Lucien würde sich freuen.
      www.lucienjoel.milupa-webchen.de
      Hmm.. ich weiss nicht... das hört sich schlimm an. aber ich mag dir eine geschichte erzählen.

      Die Schwester meiner Arbeitskollegin hat mal eine Katze gefunden, noch ganz jung, vielleicht ein paar Monate und total Krank. Abgemagert, hat nichts mehr gefressen, ganz struppig krank aussehendes fell . Der TA hat gesagt das man sie nur noch einschläfern lassen kann, sie würde sich nur noch quälen, da könne man nichts mehr machen.
      Ein Abend ist die Schwester ausgegangen und meine Arbeitskollegin hat Catsitting gemacht. Machte sich ne Dose Thunfisch auf und die Katze hob den Kopf und schnupperte. Sie hat die ganze Dose verputzt, meine Kollegin war so begeistert und hat ihr noch eine gegeben.

      Die Katze hat sich mit der Zeit erholt und ist im Endeffekt 18 Jahre alt geworden und war ihr Leben lang sehr dankbar.

      Ich hab immer so 2 Meinungen.. ich krieg nicht mit, wie deine Katze leidet, aber andererseits gibts immer wieder wunder.... :rolleyes:

      Ich wünsch dir und deinem Kater alles alles liebe und gute und hoffe das du die richtige entscheidung triffst.. auch wenn du ihn einschläfern lassen musst, wirds richtig sein, weil du mit deinem Herzen entschieden hast und du deinen Kater und die Situation einfach besser kennst.

      Bitte halte uns auf dem laufenden

      Alles liebe

      :hug:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Tanja84“ ()

      Ich kann mich den Worten von Tanja einfach nur anschließen.
      Es gibt immer wieder wunder, aber es werden auch immer wieder Tiere am Leben gehalten und quälen sich, wo es besser wäre sie gehen zu lassen.

      Wie du es auch machst, wenn du mit dem Herzen entscheidest und mit deinem TA besprichst, dann wirst du für dich und Tiger das richtige tun.

      Ich drück Dich :hug:
      ..........
      ich würd mich jetzt den anderen anschließen aber egal was du machst dein kater wird dir dankbar sein da er die zeit die er schon da ist bestimmt genießen konnte und egal was du amchst entscheide mit herz und verstand
      füll dich unbekannterweise :hug: .
      Liebe Grüße von Stefanie, Julie und Lucy und dann noch Lucys 4 Kinder (Chico, Luna, Marlu und Tommy) :D
      Sprich doch einfach mal mit dem TA, was der kleine nach der OP für Schmerzmittel bekommen würde und wie lange der Ausheilungsprozess dauern kann.
      Vielleicht holst du dir auch mal die Meinung von 1 oder 2 anderen Tierärzten ein, oder fährst in eine richtige Tierklinik. Schaust im Netz mal nach Kliniken und Erfahrungsberichten
      oh, das hört sich ganz furchtbar an................

      ich möchte so eine Entscheidung nie treffen wollen, aber manchmal muss es ja so sein........

      wäre ich an Deiner Stelle..................auf keinen Fall würde ich der Katze zu den Schmerzen jetzt auch noch einen Umzug zumuten. .....
      und weil ich nicht weiss wie stark Deine Katze leidet, weis ich auch nicht, wie lange ich überhaupt noch den Qualen des Tieres zusehen würde.........

      sehr schwieriege Situation in der Du nun bist.........ich wünsche Dir dass Du die richtige Entscheidung für Euch triffst und das Ihr alle schnell über den Schmerz hinwegkommt...............

      vergessen werdet ihr Tigeer nie und solange er in Euren Herzen weiterlebt....................Alles Gute für Euch
      Andere Meinungen, darauf spekuliere ich - ich meine, meine TA ist spitze, aber vielleicht weiß ein anderer mehr. Und wenn ich umziehe, wird es eh in eine andere Stadt sein, also zwangsweise neuer TA. Deswegen ja auch der Gedanke, ihn noch den Umzug mitmachen zu lassen..

      Ich erfüll Tiger jeden Wunsch, der fühlt sich bei mir bestimmt wie ein Pascha :) Als wir die beiden aus dem Tierheim holten, waren sie total verwarlost, wir haben sie ja schon einmal praktisch ganz von unten hochgepäppelt. Es gibt aber nun mal leider Sachen, da kommt man ohne OPs nicht weiter.
      Er bekäme natürlich Schmerzmittel, der Heilungsprozess kann sich bis auf ein halbes Jahr ausweiten, nach 6 Wochen gibt es keine Schmerzmittel mehr, da muß er dann halt weiter leiden -.-
      Und das mit der Halskrause.. Tiger ist halt strunzdumm ^^ Katze würde damit klar kommen, Tiger dagegen würde nichts unversucht lassen das Ding loszuwerden.. Vorhin die Halsbandgeschichte gelesen mit den Pfötchen drunter *grusel* Kann ihn ja auch nicht 24h am Stück beobachten..
      I hob mi eingetint X(
      Oje du arme

      Das erinnert mich an die letzen 4Tage von unseren Anton. Unser TA meinte auch er müsse eingeschläfert werden. Wir wollten das nich wahrhaben und haben ihn in ne Tierklinik gebracht. Dort wurde er nochmal untersucht und uns wurde gesagt das es sehr sehr schlecht für ihn ausschaut. Am nächsten Tag wollten sie ihn nochmal Röntgen und Ultraschall machen ... dazu kam es leider nie.

      Die Rechnung dafür war emenz aber ich bereue es nicht. Ich würde es immer wieder tun in der Hoffnung es würde wieder werden.

      Letztendlich musst du es mit dir ausmachen und du bist diejenige welche deine Katze sieht und weiß wie sie leidet ... ich kann da wie gesagt nur von mir sprechen und ich hätte damals nie sagen können "ok gib ihm die Spritze" ...

      Grüßle
      Dankeschön für euer Mitgefühl und den Beistand, fühl mich jetzt nicht mehr so allein mit der Entscheidung.. Kannte das noch gar nicht bis jetzt :|

      Meistens gehts ihm eigentlich super gut, aber dann tritt das Keuchen auf und mir rutscht das Herz in die Hose - wird er jetzt ersticken? Oder noch nicht? Was machen kann man da nicht, außer Streicheln und beruhigend irgendwas daherlabern..

      In der restlichen Zeit tobt er herum und ist ziemlich kuschelig, redselig und spielwütig. Nach der letzten Absprache mit der TA ihre Diagnose: Wenn keine OP stattfindet, kann er noch bis zu 3 Jahren leben, irgendwann wird er ersticken! Also das geht nun wirklich nicht, einer der schlimmsten Tode überhaupt. Dann lieber sanft entschlafen..

      Moralische Bedenken habe ich nicht, ich finde es toll daß man seinen leidenden Lieblingen diese Option bieten kann.

      @ joelina: Anton ist einfach gestorben? An was wenn ich fragen darf? Und natürlich sollte man (fast) nichts unversucht lassen, um das Leben seines Lieblings zu retten! Kosten hin oder her..
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      Aber das hört sich doch gut an, wenns ihm meistens gut geht. vielleicht kann man ihn ja wirklich retten. wenn er nicht vor sich hin vegetierend in der ecke liegt und sich net mehr rührt....

      unser kater hatte auch mal ne ganz schlimme zeit. 2 wochen fieber, nicht mehr aufgestanden, nicht gefressen, sich eingemacht im körbchen. aber er hats geschafft obwohl wir auch dachten das ist das ende.
      den thread gibts auch noch, ist vom oktober letzten jahres.
      das liest sich ja als wenn es ihm eigentlich gut geht und er leben will ... versteh nicht ganz warum du ihm diese OP nicht zumuten willst.

      Anton hatte ein Nierenleiden wovon wir leider bis 4Tage vor seinem Tod nichts wussten. Er war auf einmal ganz komisch hat nichts mehr gefressen ist nicht mehr zum Schmusen gekommen und hat nur noch gespukt. Diagnose Nierenleiden (normwerte von keine Ahnung mehr wie das heißt hatte er um das 10fache überschritten ... eigentlich ein Wunder das er noch lebt meinte der TA) ... Wie gesagt unser TA wollten Anton auch einschläfern da hat mein Mann ihn gefragt ob er schon noch ganz ok ist und hat den Kater wieder mit heim. Ich bin dann sofort mit ihm in die Tierklinik gefahren die haben ihn klar noch behandelt aber auch gesagt das es sehr sehr schlecht ausschaut, sie aber natürlich alles versuchen werden. Am nächsten Tag um 10Uhr in der Früh kam dann der Anruf "Anton ist heute morgen leider gestorben" ... er ist ohne Spritze gestorben, er war einfach schon zu krank.
      Sicher stellt sich in dem Fall die Frage ob es wirklich gut war ihn noch 2Tage leiden zu lassen. Aber für uns wie gesagt gab es da nie eine Diskussion für uns stand fest das wir ALLES versuchen werden um ihn wieder gesund zu bekommen, und wir würden es immer wieder tun.

      Klar die Kosten sind die eine Sache ... aber auf der anderen Seite finde ich darf man sein Tier auch nich so schnell aufgeben.

      Grüßle
      ich finde auch das er sich normal verhält. das op´s ein risiko beherbergen ist ja normal. Unser Hund wurde letztens Operiert und die TÄ meinte das er es zu 50% nicht überlebt, weil eine Herzklappe nicht richtig schließt. Aber das ist jetzt ein paar Wochen her und ihm gehts besser als je zuvor.

      Ich würds versuchen. Ich könnt nicht so einfach den "Todesbefehl" geben... :cry:
      Nimm doch mal mit Dr. Eickhoff in Weissach Verbindung auf, wenn du willst :wink:. Mein Oldie hat einen bösartigen Tumor unter der Zunge, wurde teilentfernt, alles war nicht möglich. Bogi ist 14.5 Jahre alt, hat den Eingriff gut überstanden. Dr. Eickhoff ist für solche Eingriffe im Mund-Kieferbereich - auch für alte Hunde (und sicherlich auch Katzen!) - sehr gut ausgerüstet. vet-dent.com.
      :zustimm: I love Pulis :zustimm:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Apaly“ ()

      Also ich wüsste auch nicht wie ich mich entscheiden sollte. Irgendwie hat jeder hier Recht.
      Ich würde es nicht an den Zahlen der Überlebungschance fest machen, manchmal sagen die Ärzte das die Chance bei 30% liegt und es gibt Tiere die einen starken Willen haben und es schaffen :zustimm:. Wenn dein Kater sonst in Ordnung ist, also keine Herz-, Nieren- oder Leberbeschwerden hat, denke ich, ist die Narkose nicht das Problem. Ich weis nur nicht ob ich es wollen würde das man meiner Katze den halben Kiefer ''auseinander'' nimmt. Ist meine Meinung. Und du weist nicht wie er sich hinterher erholt, 6 Monate sind eine lange Zeit und wenn er dann ohne Schmerzmittel klar kommen muss ist das sicher nicht einfach. Und dann noch der Umzug, wenn du ihn vorher operieren lässt ist es bestimmt enorm Stress und wenn hinterher muss er sich in der neuen Umgebung erst zurecht finden, was auch Stress bedeutet.
      Möchte nicht in deiner Haut stecken, um diese Entscheidung zu treffen.

      Ich hatte mal die gleiche Situation. Meine Häsin Laila hat plötzlich nichts gefressen, wir zur Tierklinik, dort bekam sie Krampfanfälle. Der TA meinte wir haben 2 Möglichkeiten. 1. Infusion und Medikamente, Chancen aber sehr schlecht oder 2. Einschläfern. Habe mich für 2. entschieden :cry:, obwohl es für mich nicht leicht war, aber wie mein Tier da gelitten hat und so hilflos war, denke ich war es besser so. Bin heute noch sehr traurig obwohl es 2 Jahre her ist, aber ich glaube sie musste nicht so leiden als wenn ich ihr noch die Infusion usw. angetan hätte :zustimm:.
      Und mit meiner Penny, ebenfalls ne Häsin, hatte ich auch so ein Problem. Allerdings habe ich da zugestimmt alles zu unternehmen, weil es von den Chancen besser aussah. Leider hat es nichts geholfen. Habe sie stationär da gelassen. Morgens habe ich angerufen, da sagte man mir das sie die Nacht gut verbracht hat und es Bergauf geht. 3 Stunden später dann der Anruf, ihr Allgemeinzustand hat sich rapide verschlechtert als sie Ultraschall machen wollten. Da war ich gerade im Seminar. In der Pause bin ich dann gleich zur Tierklinik gegangen, es war ca. ne halbe Stunde vergangen, da war sie soeben eingeschlafen :cry:.
      Also, es gibt nie die richtige Entscheidung wenn man sich auf irgendwelche Prozente verlässt. Triff die Entscheidung vom Herzen aus, ich bin sicher das du es schaffst. Tiger zu Liebe. Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und viel Kraft. Und denk dran: ''Du bist nicht alleine :hug:!''