Original von DieHilde
Was behinderte Menschen angeht - dasselbe in Grün. Ein Mongolloieder Mensch hat kein Recht zu leben? Lebensfreude zu haben? DAS ist nämlich die Hauptbehinderung die man vor einer Geburt feststellen kann - da gibt es nicht sooo viel was man vorher austesten kann. Vielleicht noch ein offener Gaumen (gut operierbar) - ein offener Rücken (auch heute reparabel)....
DAS Egozentrik pur. Hauptsache es geht einem selbst gut und man muss keine einschnitte ins eigene Lebenskonzept vornehmen!
In Puncto behinderte Menschen möchte ich mich Hilde anschließen. Ich bin Sonderpädagogin und erlebe jeden Tag, wie lebenswert das Leben von Menschen mit Behinderungen ist. Außenstehende urteilen nur über ihre optische Wahrnehmung. Behinderte sabbern unter umständen und reden nicht normgerecht. Sie sind der Mehrzahl unserer Mitmenschen unheimlich und werden gemieden, als sei ihr Handycap ansteckend.
Nur eine Woche der Hospitation in einer Einrichtung für Behinderte würde eines jeden Bildes über diese Menschen erheblich verändern.
Der Vergleich zum totkranken Hund macht mich echt traurig.
Die "Lebensunwert-Debatte" gehörte eigendlich in die Mitte des letzten Jahrhunderts.
Und aus kostengründen einen Hund töten zu lassen, nur weil ICH nicht für dessen Behandlung aufkommen kann, würde mir nicht in den Sinn kommen.
Dies hier ist ein höchst emotionales Thema. Ist man dafür, Behinderte nicht medizinisch zu versorgen, so hat man z.B. auch kein Recht, Alexander Epps wunderbares Werk über die Freundschaft zum Hund zu genießen.
Mal drüber nachdenken.

Seelenhunde hat sie jemand genannt...
... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...
... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...









