Übervorsichtig?

      Übervorsichtig?

      Hi ihr,

      ich komme gerade vom Maibaum aufstellen (einschließlich Waldpurgisnacht) :wink:
      Nun, natürlich darf da meine Jessy nicht fehlen (sie wird jetzt 11 Monate alt). Ich hab dannn meine eltern überredet, dass ich sie mit ins Dorf(platz) nehmen darf. Immerhin waren/sind wir dort höchstens 35 Leute und ich dachte halt das es für Jessy mal was anderes ist, da wir sonst mit ihr (auser Café und See) nichht viel unternehmen (können).

      Meine Eltern hatte natürlich bedenken, dass das alles viiiiiiiieeeel zu anstrengend, aufregend und stressig für Jessy ist :gähn:
      Ich war nicht der Meinung - sicher stressig ists auf jeden fall auch etwas, aber ich denke das es Jessy gut tut, wenn sie mal etwas raus vom Alltag kommt.
      Letztendlich hatte ich in allem recht :cool: aber dazu schreibe ich gleich.
      Meine eltern waren auch der Meinung, dass sie ganz bestimmt sehr an der Leine ziehen wird und sobald wir bei den vielen Leuten sind sie Panik bekommt. Na ja, ich hab ihr dann vorsichtshalber das Geschirr angezogen. Nicht weil sie da nicht ziehen würde, sondern eher weil es besser für ihre Knochen/rücken wäre.

      Jedenfalls ging ich dann mit Jessy und ein paar Freundinnen ins Dorf zum Maibaum. Jessy super mega doll brav bei fuß gelaufen, und sie hat sich gaaanz sicher auch nicht von den vielen tätschelten Händen stören lassen :rolleyes: :D (und obwohl ich einen sehr guten eindruck mit meinem Hund im Dorf habe, fragen mich alle noch bevor sie jessy streicheln: "Beißt die?" worauf ich grundsätzlich antworte "Ja, aber nur diejenigen, die ihr die Hand ins Maul stecken!" :D )
      Jessy hat es mehr oder weniger richtig genossen, so viele neue Menschen kennenzulernen und den einen oder anderen happen semmel zu stibitzen :D :angel: Ich will nicht sagen das sie keinen Stress hatte, oder in der Zeit überhaupt nicht nervös war, aber ich denke schon das es eine gute Idee war sie mitzunehmen.

      Na ja, auf jeden fall schickte mich mein Vater nach 30 min mit Jessy heim, begründung: "Die wird noch ganz verrückt wenn sie länger bleibt" oder "Die kennt sich doch gar nicht mehr aus was los ist"
      Mich hat das sehr gestört, jedoch hat das gleiche mein Bruder (24) behauptet.

      Was ist denn so schlimm daran wenn ich meinen Hund ab und zu wohin mitnehme?
      Ich hatte nicht vor eine ewigkeit in dem Trubel zu bleiben, sonder wollte nach einer Stunde, spätestens, auf jeden fall Jessy heim bringen.

      Ich denke nicht das es sonderlich stressig für sie war, auserdem verstehe ich die argumente von meinem Vater nicht :think:

      Ich bin der meinung, das ich doch sehr wohl von einem fast 1-jährigen Hund erwarten kann, auf einem Fest etwas ruhe und displizin erwarten kann, vorrausgesetzt natürlich er ist gut erzogen, sozialisiert.

      Sind die bedenken meines Vaters und von meinem Bruder nun gerechtfertigt?

      lg chicka
      Eigentlich kann man von einem fast 1-jährigen Hund schon erwarten, dass er sich dort aufhalten kann, wo mehrere Menschen sind.
      (denke ich zumindest?!)

      Wenn Jessy aber so einen Trubel noch nicht kennt, würde ich sie langsam an so eine Situation gewöhnen nicht so plötzlich.

      Hat sie denn schon "Erfahrungen" mit Menschenmassen gemacht?
      Oder war dass das erste Mal?
      Also ich weiß ja nicht was das für ein Hund ist, aber gerade auf solche Situationen sollte man den Hund auch vorbereiten, man kann nie wissen was man mal machen muss und wo man den Hund dann nicht daheim lassen kann. Meinem Patenhund schadet der viele Trubel nich, im Gegenteil er ist total glückliche Menschen (egal wieviel) um sich rum zu haben. Er ist ja auch ein Teilzeitbürohund und da er sooooo lieb ist und auch fast immer gut erzogen, macht er da auch nie Probleme (Bellen, Beißen oder was auch immer). Nun ist es auf soner Verantstaltung sicher auch ziemlich laut, das muss man bedenken und ihn nicht in die lautesten Ecken schleppen. Auch scheint er es ja nicht gewohnt zu sein, deshalb sollte man ihn gut beobachten, wie er sich fühlt und gibt. Also würde ich ihn ruhig öfter überall hin mitnehmen und ihm ruhig auch solchen Situationen aussetzen und wenn er wirklich so entspannt war (außer natürlich die normale aufgeregte Freude), dann hätte er ruhig ne Stunde bleiben können. Mein Patenhund ist ja nun auch fast 1 Jahr alt und musste schon so einige stressige Situationen aushalten, für die wir oft auch nichts konnten, weil es unvorhergesehene Situationen waren. Und das Resultat ist einfach nur, dass er vor keinem Menschen Angst hat (was natürlich manchmal auch doof ist, weil er mit jedem Menschen mitgehen würde) und dass er selbst in den verworrensten Situationen nicht austickt.
      Du solltest deinen Eltern einfach erklären, dass Hunde ruhig viele verschiedene Situationen miterleben sollen und müssen, damit sie im Notfall dann nicht austicken. Natürlich ist beim ersten Mal keine 3 Std. Party drin, aber 1 Stunde ist, wenn er keine auffällige Reaktion zeigt OK.
      Leo und Lisa unsere zwei Liebsten!
      ich denke auch das es für jessy ein großer vorteil war, das die umgebung eben nicht fremd, sondern vertraut war.

      stimmt schon, so oft sind wir mit ihr nicht fort. Also in so ner ähnlichen situaton war sie bis jetzt auch nur 4-5 mal.

      mfg
      Hei Chicka

      Mal vorweg: nichts gegen deine familie ABER:

      solche Sprüche mag ich überhaupt nicht hören, so wie du die Argumente deines Vaters und Bruders schreibst. Mein erster Gedanke beim Lesen war:
      Typisch- nur auf`s eigene Wohl bedacht.
      Dein Hund hat genauso ein Recht darauf unters Volk zu kommen wie Deine Familie. Sicherlich wird ein Maifestbesuch mit einem Hund anders, als wenn man alleine geht, aber genau sowas, weiß man doch vorher,bevor man sich einen Hund anschafft. Ich nehme mein Hund überall mit hin wo es geht, genau deshalb habe ich ihn gekauft, er ist ein Familienmitglied und wird nicht ausgeschlossen. <- Das ist meine Meinung

      Und gerade weil du schreibst, daß er solche Situationen nicht so oft hat, finde ich es toll, daß Du mit Jessy dort warst! Das war ein schönes Erlebnis für deinen Hund und er freut sich schon auf`s nächste Mal ganz sicher.

      Liebe Grüße Sappi :hug:

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sappi“ ()

      :D :D :D
      ich musste schon beim 1. satz grinsen - natürlich erwartest du jetzt nicht von mir, das ich mich gegen meine familie stelle, oder?

      du hast schon recht :zustimm:

      ok, nun ich bin froh das die argumente meines vaters und von meinem bruder nicht zutreffen :smile: und ich hoffe, das es bald wieder eine möglichkeit gibt, sie irgendwohin mitzunehmen.

      lg chicka
      die frage ist doch eher: wie wurde der hund sozialisiert, wenn ihn 35 leute schon nervös machen ?!

      und wenn du sagst: "wenn sie mal etwas raus vom Alltag kommt." bedeutet das, dass das tier die ganze zeit auf dem grundstück ist ? dann ist das definitiv keine gute sozialisation. normalerweise hätte der hund ab dem du ihn hast mitgenommen gehört, weil er dann alles spielerisch hätte kennen lernen können. woher soll der hund wissen, dass er ruhig sein muss, wenn die situation völlig neu für ihn ist ? und es würde mich sehr wundern, wenn sie sich still unter den tisch gelegt hätte, weil sie ein junger hund ist und die situation nicht kennt.

      wenn z.b. laute musik (wie blaskapellen) spielt, dann hat der hund da nichts zu suchen. das gleiche gilt für schützenfeste. allgemein finde ich nicht, dass man seinen hund auf volkfeste unbedingt mitschleppen muss. was hat er davon ? es wird erwartet, dass er sich ruhig hinlegt. hinz und kunz grapschen ihn an. die musik ist laut. wenn ein hund das nicht gewohnt ist, dann ist das natürlich stress pur.

      ich glaube nicht, dass dein vater oder dein bruder das aus spaß gesagt haben oder weil sie dich ärgern wollten. nur können wir ihre sicht der dinge hier nicht lesen.
      vorweg, da war keine Musik, sonst hätte ich sie wahrscheinlich auch nicht mitgenommen.

      ich sag mal so, ich erwarte keineswegs von meinem Hund, das er sich still und unauffällig verhält! Es ist für uns nicht wichtig, das wir ihn überall mithin nehmen können. Wir wohnen in nem Caff mit ungefähr 87 Einwohnern - also auser kreischenden Kindern und ab und zu mal n Fest nix los.
      Und wenn wir ihn irgendwo mithinnehmen, dann nicht auf riesen Volksfeste mit lauter Musik usw.

      Ja klar, weist du, mein hund ist von morgens bis abends nur auf dem hof und im garten :rolleyes:
      natrlich nicht. Ich gehe ,wie jeder andere, mit meinem hund 2 mal spazienen und im Sommer auch mal in eiscafés und zum baden. Gelegentlich nehm ich se auch mit in die nächste stadt.

      es reicht für mich völlig, wenn mein hund bei 35 leuten ruhig bleibt, ich erwarte NICHT das er mit auf n Volksfest kann, ohne irgendwie nervös zu werden.
      Hallo!

      Ein Hund ist glücklich wenn seine Familie bei ihm ist, er ein paar gute Hundefreunde hat, viel Gassi-gehen kann und hin und wieder sein Hirn anstrengen darf. Ich würde sagen, das sind die wichtigsten sozialen "Grundbedürfnisse" für einen Hund.

      Inwieweit man den Hund jetzt aber weiter in die menschliche Gesellschaft einbezieht, das liegt dann an den Ansprüchen und Prioritäten des Halters.
      Wenn der Hundehalter nicht viel aus seinem "Kaff" herauskommt und zufrieden ist, dann MUSS der Hund ja nicht unbedingt mal in die Stadt.

      Es gibt Leute, die nehmen ihren Hund nie mit in die Stadt, dafür gehen sie jeden Tag 4 Stunden-Gassi, ich glaube nicht, dass dieser Hund die Stadt vermisst.

      Für mich persönlich und meine Eltern war es immer sehr wichtig, dass Zorro wirklich IMMER dabei ist und daher musste er natürlich alles kennenlernen. Er war auch schon auf dem Volksfest dabei. Keine Frage, das fand er gar nicht toll eine gigantische Reizüberflutung, aber eben auch eine Riesenerfahrung. Sowas kann man einem jungen Hund schon ein paar mal antun.
      Stress ist ja nicht immer negativ zu bewerten, durch solche Erlebnisse kann ein Hund dann auch besser Stress bewältigen.
      Ein Hund der viel kennt, viel erlebt hat, hat keine Angst, bewegt sich selbstbewusst und dann eben stressfrei duch den Alltag auch wenns mal hektischer wird. Er "weiß" ja alles, ein "Hundeakademiker" quasi.

      Also nochmal: es schadet einem jungen Hund gar nicht, wenn er mal ein bisschen Trubel ertragen muss, je früher er solche Erfahrungen macht, desto gelassener und abgeklärter ist er im Alter.

      Ich habe immer das Gefühl, die Leute wollen gar keine ERWACHSENEN Hunde, die selbstsicher und selbständig sind, sie wollen ewige Kinder, die sie verhätscheln und an der Leine zurückreißen können und bloß keine Erfahrungen machen lassen, sonst merkt der Hund irgendwann noch, dass er der Intelligenteste in der Familie ist und eigentlich Chef sein sollte.

      Ich war immer stolz auf meinen alten Rüpel, der alles im Griff gehabt hat, ich konnte mich auf ihn verlassen, egal in welche Situation wir geraten sind, verstehe nicht das so viele Menschen das nicht wollen oder einfach nicht erreichen können.

      Ciao Mimi
      ..........
      nochmal ich:

      natürlich soll der hund in der lage sein überall mit hingenommen zu werden (abgesehen jetzt davon, dass man hunde nicht überall mit hinnehmen kann). ABER:
      ich kann nicht einen hund von jetzt auf gleich ins kalte wasser schmeißen. wenn der hund nicht langsam an situationen gewöhnt wird, dann kann das auch mächtig in die hose gehen. sprich: der hund macht zu viele negative erfahrungen auf einmal. das ist ja auch der grund, warum man in hundeschulen auch ein stadttraining macht oder machen sollte.

      wenn ein einjähriger hund bei 35 leuten probleme hat, dann passt was nicht. und es geht nicht darum, chika, was du möchtest. es geht darum, was die leute drum herum möchten. und wenn du einen hund neben dir sitzen hast, der die ganze zeit an der leine zieht, fiept, jault oder bellt, dann ist das nicht sonderlich prickelnd. weder für das tier, noch für die anderen leute. wenn er still dagelegen hätte, dann hätten dein papa und dein bruder wohl nichts gesagt.

      und nein, ich denke nicht, dass ein hund alle erfahrungen machen muss. ich muss in ein lautes menschengedränge wirklich kein tier mitnehmen. (das bezieht sich jetzt auf volksfeste für mehr menschen als 35 leuten...) selbstbewusstsein lässt sich auch durch andere erfahrungen sammeln anstatt angerempelt und unerträglich laut beschallt zu werden.

      ich glaube nicht, dass mein hund kein selbstvertrauen hat (terrier, kann man nichts machen :D ). er ist seit der 8. woche fast überall dabei. aber dennoch muss ich doch abschätzen können, wo die situation unnötig für den hund ist und wo ich ihn mit gutem gewissen mitnehmen kann. wenn der hund nur rumliegen muss und keinen mux sagen darf, dann würde ich mir sehr überlegen, ob er es daheim nicht doch besser hat.
      Also ich weiß ja nicht, ob du dir unter diesem Fest nicht etwas zu großes vorstellst Sass. Ich stelle mir das nicht allzu groß vor, ich bin Städter und da ist ne Feier mit 35 Leuten eher ziemlich klein.
      Es ist sicherlich und ich denke dass chicka das auch so sieht, nicht so dass sie den Hund mit auf laute und räumlich eng begrenzte Veranstaltung mitnimmt, ich denke es ist jedem klar das z.B. in der Disko kein Hund was zu suchen hat.
      Außerdem hat sich das in chickas Beschreibung nicht so angehört, als habe sich der Hund ängstlich nervös gezeigt, sondern ich empfand es, weil ich ihn mit meinem Patenhund vergleiche, eher als freudige Nervosität und das muss man dem Hund auch lassen. Also mein Patenhund ist auch immer sehr aufgeregt, wenn er was neues kennelernt, aber nicht schlecht aufgeregt sondern wie gesagt freudig. Wenn ich das falsch verstanden habe, dann korrigiert mich.
      Leo und Lisa unsere zwei Liebsten!
      Hallo!

      warum man in hundeschulen auch ein stadttraining macht oder machen sollte.


      Ich muss ehrlich sagen, ich finde so etwas furchtbar lächerlich, dass Leute nicht einmal in der Lage sind ihren Hund selber in die Stadt mitzunehmen und auf dem Gebiet zu sozialisieren. Das ist so banal, ein so anpassungsfähiges und intelligentes Tier an etwas neues zu gewöhnen.
      In der Zwischenzeit werden sogar schon Seminare für Mitarbeiter angeboten wie Frauen mit Männern in ihrer Firma reden müssen, was kommt denn noch? Ein Kurs wie ich mir mit der rechten Hand, anatomisch korrekt den Hintern abputze?

      und nein, ich denke nicht, dass ein hund alle erfahrungen machen muss. ich muss in ein lautes menschengedränge wirklich kein tier mitnehmen.


      Warum entscheidest DU welche Erfahrungen ein Hund machen darf oder kann. Überlasse es doch dem Hund. Natürlich wird den meisten Hunden das nicht gefallen, aber ich kenne Hunde, eine Hündin ganz besonders, die ist erst glücklich ab 50 Personen aufwärts um sie herum. Die findet Trubel total klasse.
      Einmal, vor allem als junger Hund sollte man seinem Hund versuchen jede Situation zu zeigen, dazu gehören auch unangenehme, so kann man seinen Hund auch selbst besser einschätzen, denn man kennt genau seine Reizschwellen und sonstigen Reaktionen.

      Die Menschen heutzutage kennen ihre Hunde doch gar nicht mehr und sind dann in jeder etwas ungewöhnlichen Situation total überfordert.

      Ciao Mimi
      ..........
      Original von Mimi
      Ich muss ehrlich sagen, ich finde so etwas furchtbar lächerlich, dass Leute nicht einmal in der Lage sind ihren Hund selber in die Stadt mitzunehmen und auf dem Gebiet zu sozialisieren. Das ist so banal, ein so anpassungsfähiges und intelligentes Tier an etwas neues zu gewöhnen.

      ja und genau das ist doch der punkt. die leute machen sich nicht die mühe ihre tiere zu sozialisieren und wundern sich, wenn schon bei kleineren menschenmengen das tier nicht mehr ruhig bleibt. ein hund, der diese situationen von klein auf kennt, wird nicht mehr alles anspringen und überall hinwollen.

      das ist ja auch chikas problem...


      Warum entscheidest DU welche Erfahrungen ein Hund machen darf oder kann.

      ich entscheide, weil ich für das tier verantwortlich bin. weil mein hund ein kleiner hund ist, und nicht ständig getreten werden muss. weil ich nicht will, dass ihn ständig leute ohne fragen angrapschen.


      Überlasse es doch dem Hund. Natürlich wird den meisten Hunden das nicht gefallen, aber ich kenne Hunde, eine Hündin ganz besonders, die ist erst glücklich ab 50 Personen aufwärts um sie herum. Die findet Trubel total klasse.

      mein hund darf auch zu größeren veranstaltungen mit. er darf sogar in der uni frei rumrennen. er ist seit der 8 woche überall dabei. sei es bei der arbeit, bei uni veranstaltungen, bei planungstreffen, usw. usf. der hund hat kontakt zu anderen menschen - JEDOCH NUR wenn die anderen menschen das auch wollen. ich frage die leute immer, ob der hund ok für sie ist. die meisten sagen ja, andere sagen nein. das ist ok, wird akzeptiert und dann wird der hund eben an die leine gemacht.

      aber: ich würde ihn nicht zu volksfesten mitnehmen, wenn ich weiß: diese menschenmenge ist zu viel für ihn, weil alles neu ist und er nur an der leine sein kann. was hat der hund von so etwas ?!


      Einmal, vor allem als junger Hund sollte man seinem Hund versuchen jede Situation zu zeigen, dazu gehören auch unangenehme, so kann man seinen Hund auch selbst besser einschätzen, denn man kennt genau seine Reizschwellen und sonstigen Reaktionen.

      ja und chikas hund ist fast ein jahr und hat bei 35 leuten schon probleme ruhig zu bleiben. sorry, aber du willst mir nicht erzählen, das hier 12 monate perfekt sozialisiert wurde, oder ?! und du willst mir auch nicht erzählen, dass ein fest, wo der hund nur schauen darf, stressfrei für ihn ist....aber nützlich, weil er auch mal negative erfahrungen kennen lernen muss. als halter hab ich verantwortung und muss auch mal abschätzen können was zu viel stress ist. wie gesagt: wir kennen nicht die fassung von ihrem vater und ihrem bruder. ich glaube nicht, dass sie das grundlos gesagt haben.


      Die Menschen heutzutage kennen ihre Hunde doch gar nicht mehr und sind dann in jeder etwas ungewöhnlichen Situation total überfordert.

      und genau weil ich meinen hund kenne muss ich ihn nicht überall mit hinnehmen. vor allem nicht, wenn ich weiß, dass er von dieser situation nichts als stress (und evtl schmerzen vom anrempeln, auf den schwanz treten usw.) hat.

      es geht in keinster weise darum, dass der hund isoliert gehalten wird. nur sollte man vllt vor einem jahr schon häufiger das tier mitnehmen.
      HI Chicka,

      ich finde schon das dein Vater und auch dein Bruder mit Recht gesagt haben, dass du den Hund bitte nach Hause bringen sollst.
      Du hast deinen Hund szusagen ins kalte Wasser geschupst, in eine Situation die für den Hund absolutes Neuland war, ohne Vorwarnung, ohne das sie an soetwas im Vorfeld schonmal heran geführt wurde.
      Da ist eine halbe Stunde, denke ich, schon absolut ausreichend, gerade weil sie ja auch nervös war und stress hatte (wie du selbst sagtest) und das hat dann in meinen Augen auch nichts mit übervorsichtig zu tun.

      Man sollte vielleicht auch mal überlegen, dass es für den Hund auch in so großen Stress ausarten kann, dass er in Zukunft schon bei einer kleineren Menschenmenge Panik bekommt...

      Ich versuche auch immer meinen Hund so oft es geht möglichst überall mit hin zu nehmen, aber dennoch gibt es auch Veranstaltungen wo mein Hund (in meinen Augen) nichts zu suchen hat.
      So gehe ich mit ihr immer auf den Schulhof und dort warten wir gemeinsam, um meinen Sohn abzuholen und für sie ist es eine große Freude, wenn 20 Kinder aus dem GEbäude stürmen und mindestens die Hälfte davon dann an ihr hängt zum durchknuddeln.
      Es wäre aber der pure Stress für sie, wenn es 20 Erwachsene Leute wären und nur 5 davon würden sie nacheinander antatschen und begrapschen....
      "... und wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!"

      Also hoffen wir das Beste und denken das Schlimmste, LG Anke
      Original von hummel128
      HI Chicka,

      ich finde schon das dein Vater und auch dein Bruder mit Recht gesagt haben, dass du den Hund bitte nach Hause bringen sollst.
      Du hast deinen Hund szusagen ins kalte Wasser geschupst, in eine Situation die für den Hund absolutes Neuland war, ohne Vorwarnung, ohne das sie an soetwas im Vorfeld schonmal heran geführt wurde.
      Da ist eine halbe Stunde, denke ich, schon absolut ausreichend, gerade weil sie ja auch nervös war und stress hatte (wie du selbst sagtest) und das hat dann in meinen Augen auch nichts mit übervorsichtig zu tun.

      ....



      Hei Hummel,

      Chicka schreibt anders als du zitierst. Sie hat ihren Hund nicht ins kalte Wasser geschubst. Es war nicht das erste Mal für Jessy. Diese Dorffeste sind keine Feste wie in der Großstadt. Ich spreche aus Erfahrung. Und bei dieser geringen Anzahl von Menschen ist das genau das richtige Maß, für Jessy, da sie erst 4-5 Mal mit solchen Situationen konfrontiert wurde. Chicka wollte ohnehin nur 1 Std. bleiben und das ist völlig ok!

      Ihr wißt schon, daß man Stress in Negativ und Positiv unterscheidet. Doch wenn man sich damit nicht beschäftigt, wie sich positiver Stress äußert, kann man falsche Schlußfolgerungen ziehen. Und Chicka bitte korrigiere mich, wenn ich daneben liege, aber ich glaube nicht, daß sich dein Bruder und Vater sich schon einmal über das Thema Stress bei Hunden eingehend informiert haben.

      Und so wie Chicka schreibt, glaube ich das Jessy positiven Stress gezeigt hat.

      Liebe Grüße Sappi

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)
      Ich wohne selber am Dorf und kann daher schon nen Dorffest von einem Fest in der Großstadt unterscheiden.

      Gut dann habe ich wohl übersehen, dass Chicka mit ihrem Hund schonmal in Cafés geht oder an nen See, sorry, kann mal vorkommen.
      (und zitiert habe ich sie übrigens nicht).

      Auch will ich jetzt nicht auf ner halben Stunde oder ganzen Stunde rum kauen, aber wenn ihr Dad meint, sie solle bitte den Hund nach Hause bringen, weil er der Meinung ist, dass es für den Hund zuviel ist, dann verstehe ich das Problem nicht.
      Meinst du jetzt der Vater hätte null Ahnung, bloß weil er sich in dem Moment, wie er seinen nervösen Hund gesehen hat, nicht wirklich gedanken darum gemacht hat, ob der Stress nun positiv oder negativ ist?

      Also wenn MEIN Hund nervös wird, dann hat sie keinen positiven Stress, dann wird es für meinen Hund Zeit, dass ich sie aus der Situation raus bringe, die sie eben so nervös macht...
      "... und wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!"

      Also hoffen wir das Beste und denken das Schlimmste, LG Anke

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      Original von hummel128
      ...aber wenn ihr Dad meint, sie solle bitte den Hund nach Hause bringen, weil er der Meinung ist, dass es für den Hund zuviel ist, dann verstehe ich das Problem nicht.
      Meinst du jetzt der Vater hätte null Ahnung, bloß weil er sich in dem Moment, wie er seinen nervösen Hund gesehen hat, nicht wirklich gedanken darum gemacht hat, ob der Stress nun positiv oder negativ ist?

      ...



      Ja, genau das will ich damit sagen, deshalb Chicka korrigiere mich wenn ich falsch liege.
      Wenn Jessy nervös war wurde leider von Chicka nicht beschrieben wie sich das geäußert hat...Chicka schrieb:
      es reicht für mich völlig, wenn mein hund bei 35 leuten ruhig bleibt, ich erwarte NICHT das er mit auf n Volksfest kann, ohne irgendwie nervös zu werden. und genau so sehe ich das auch. Nervosität hat viele Gründe; Nervosität bei Freude auf etwas Schönes z.B.(Urlaub, das nächste Wochenende etc.)
      Aber wie schon mal erwähnt, Klasse - Chicka das du sie mitgenommen hast auch wenn es nur ne halbe Stunde war.

      Jedenfalls wirken auf mich die Äußerungen des Vaters "Die wird noch ganz verrückt wenn sie länger bleibt" oder "Die kennt sich doch gar nicht mehr aus was los ist" so, als ob er keine Lust mehr hatte, weil man mit einem Hund ziemlich auffällig bei so einem kleinen Fest ist. Einhergehend wahrscheinlich noch ein ungewolltes Gespräch führen zu müssen und Gesprächsstoff für die Anderen zu sein.


      Da muß ich nochmal was loswerden: Chicka - wenn es Dir zu unangenehm wird, über die nun von mir etwas familär gewordene Ansicht zu schreiben, habe ich vollstes Verständnis dafür. :hug:

      LG Sappi

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sappi“ ()

      man kann ein eiscafe nicht mit einem dorffest vergleichen. die stimmung ist anders (und lauter). es sind mehr menschen auf einen haufen (35 leute wäre schon viel für ein eiscafe im dorf). am see steht man auch nicht im pulk zusammen und der hund muss sich ruhig verhalten. und wenn chika den satz schreibt:

      Ich war nicht der Meinung - sicher stressig ists auf jeden fall auch etwas, aber ich denke das es Jessy gut tut, wenn sie mal etwas raus vom Alltag kommt.


      dann bedeutet das für mich, dass der hund eben nicht jeden tag mit vielen menschen in kontakt tritt. deshalb ist für ihn die situation neu und anstrengend. warum muss man das ganze überstrapazieren ? wie gesagt: niemand weiß wie der hund sich verhalten hat. vorstellen tu ich mir das ganze so:
      der hund zieht an der leine, will jeden begrüßen und beschnuppern. bleibt alles andere als ruhig. zieht und jammert evtl. das wäre das typische verhalten für einen aufgeregten hund.
      und wenn bei so einem verhalten, chikas papa gesagt hat: "komm, es reicht jetzt", dann ist das absolut einleuchtend. der hund hat die erfahrung ja jetzt auch gemacht. nur muss man es nicht übertreiben, wenn man monate vorher eben nicht vorgebaut hat.
      In die zwei Sätze lässt sich ziemlich viel rein interpretieren wenn man nur will, also ich glaube daran kann man nun nicht fest machen, ob ihr Vater um den Hund besorgt war, oder ob er einfach nur keinen Bock drauf hatte...
      Hätte mein Vater nur den ersten Satz zu mir gesagt, hätte ich gewusst, dass es ihm um das wohl seines Hundes geht und er sich sorgen macht.
      Niemand hier kann sagen, ob Chicka´s Vater schlicht und ergreifend in Sorge war, oder ob er einfach keinen Bock mehr drauf hatte, außer vielleicht Chicka selbst.
      Und ganz ehrlich, selbst wenn er einfach nur keinen Nerv und keinen Bock mehr drauf hatte, könnte ich daran nix schlimmes feststellen.

      (Und würde ich zu meinem Sohn sagen, dass er bitte den Hund heim bringen möchte, dann würde er das machen ohne noch ne großartige Erklärung von mir haben zu wollen und ohne Diskussion)
      "... und wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!"

      Also hoffen wir das Beste und denken das Schlimmste, LG Anke
      Original von hummel128
      Und ganz ehrlich, selbst wenn er einfach nur keinen Nerv und keinen Bock mehr drauf hatte, könnte ich daran nix schlimmes feststellen.

      (Und würde ich zu meinem Sohn sagen, dass er bitte den Hund heim bringen möchte, dann würde er das machen ohne noch ne großartige Erklärung von mir haben zu wollen und ohne Diskussion)


      Sicher schlimm in dem Sinne ist es nicht, aber wenn es so ist, finde ich es etwas egoistisch gedacht. Zumal Chicka Jessy an der Leine geführt hat und nicht der Vater selbst. Also könnte ihm das ja eigentlich "Wurscht" sein ob der Hund dabei ist oder nicht.

      weiß ja nicht wie alt Dein Sohn ist :think:, als ich noch bei meiner Familie gelebt hatte, hatte jeder das Recht seine Denkensweise zu äußern (wenn auch nicht immer erwünscht :D), aber das gehört zu einer Familie dazu. Wenn meine Eltern mir etwas gesagt haben, habe ich immer nachgefragt, warum sie so und nicht anders entscheiden und manchmal wurde auch das umgesetzt, was ich vorgeschlagen habe, auch auf unseren damaligen Hund bezogen!
      Und diese Diskussionen gehören in ein Familienleben, weil jedes Kind in einer Familie ein Mitspracherecht hat. Nur wenn man zum Mundhalten und Tun was die Erwachsenen sagen, erzogen wird, kann ein Kind natürlich nicht wissen, daß es auch anders sein kann. Aber ich möchte damit keine Familiendebatte -Wie erziehe ich mein Kind richtig- in Gang setzen.(fühle Dich bitte nicht angegriffen,meine Dich hummel128 nicht persönlich, das ist meine allgemeine Meinung)
      Möchte wie gesagt auch nichts dem Vater von Chicka unterstellen, es ist eben nur meine Auffassung wenn ich Chickas Beiträge zu diesem Thema lese.

      LG Sappi

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)

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