und da bezweifel ich ganz stark, daß dort auch die "guten" eier drin sind aus der freilandhaltung...
ich bin in der glücklichen situation,daß eine freundin von meinen eltern noch selber hühner hat und wir von dort die eier bekommen
Original von Nathalie
Habe im Supermarkt in der"Milchstrasse" ganz aussen neben den Sojaprodukten Biomilch entdeckt von Kühen aus Weidehaltung, ohne spritzmittelverseuchtes Futter und prophylaktische Medikamentengabe (ist wohl in Massenhaltung nötig) für 77cent / Liter. Die Milch schmeckt Klasse und ich fühle mich gut dabei. Denn es reicht ja wohl, dass man den Kühen nach der Geburt die Babys wegnimmt, damit der Mensch die Milch haben kann. Ja das ist mein Kompromiss an die Tiere!
) und wie stellst du dir massentierhaltung bei bio vor ? so viel besser als massentierhaltung unter normalen bedingungen ? bio aus dem supermarkt ist auch massenproduktion - nur unter anderen voraussetzungen. die schweine und kühe stehen immer noch in ihren ställen. da ist nichts mit weide, weil man viele bullen nicht mit kühen auf der weide halten kann. das wird dir jeder bauer bestätigen können. Dass Biobauern keine synthetischen Gifte benutzen, bedeutet nicht, dass sie kein Gift benutzen. Ökobauern dürfen schädliche Insekten, Unkräuter und Pilze mit einer ganzen Palette von Stoffen bekämpfen, die in der EWG-Verordnung für den ökologischen Landbau (Nr. 2029/91) aufgeführt sind. Die Liste umfasst mehrere Dutzend Mittel, darunter pflanzliche Substanzen, Mineralöle, Bakterienstämme und Chemikalien wie Kaliumpermanganat. Zu den pflanzlichen Wirkstoffen zählen beispielsweise die Insekten tötenden Phyrethrine und das Zellgift Quassin, das aus Bitterholz gewonnen wird.
Kupfer- und Schwefelpräparate werden insbesondere im Obst- und Weinbau häufig eingesetzt. Da sie schlechter wirken als moderne chemische Mittel, müssen die Ökobauern sie häufiger spritzen. Etliche Winzer, die in den 90er-Jahren zum Ökoanbau konvertierten, sind inzwischen zu konventionellen Methoden zurückgekehrt. Einer der Gründe dafür ist die starke Belastung der Böden durch Kupfer. Es tötet Bodenlebewesen und wird, wie alle Schwermetalle, im Erdreich nicht abgebaut.
Eine ziemlich heikle Umweltbilanz haben allerdings die Tiere, die auf Ökobetrieben gemästet werden. Bioschweine und Biobroiler wachsen langsamer und leben länger. Daher verbrauchen sie mehr Futter (Ackerfläche), mehr Trinkwasser und scheiden mehr Fäkalien aus. Kühe setzen durch ihre Darmgase Methan frei. Geben sie weniger Milch, wie es die Ökokühe tun, fällt die Methanbilanz pro Liter deutlich schlechter aus.
Die vielleicht risikoreichste Umweltveränderung durch Ökobauern ist die biologische Schädlingsbekämpfung. Dabei werden Scharen räuberischer Kleintiere ausgesetzt, die Ackerpflanzen von Schadinsekten befreien sollen.Eine schweizerische Studie brachte an den Tag, dass eine häufig eingesetzte aus Moldawien stammende Schlupfwespenart ungeahnte Nebenwirkungen zeigt. Sie verdrängt heimische Schlupfwespen und fällt harmlose Schmetterlinge an. Auch eine im Ökolandbau beliebte asiatische Marienkäferart entwickelte sich zur Landplage.Ein seltsamer Widerspruch: In den Erklärungen der Ökoverbände gegen die Pflanzen-Gentechnik wird in grellsten Farben davor gewarnt, neue Organismen freizusetzen, selbst wenn diese vorher gründlich getestet wurden. Im Ökolandbau werden jedoch landauf, landab fremde Organismen freigesetzt, ohne dass jemand danach fragt. Dabei ist bereits ökologischer Schaden entstanden.
Original von sass
Original von Kobold
Ich versteh ehrlich gesagt bis heute nicht, warum sich nicht mehr Leute selbst Hühner halten. Eine Voliere für ein paar Tockis nimmt nicht so sehr viel Platz in Anspruch, dass es völlig unmöglich wäre.
2 worte:
stadt und mietwohnung![]()
Original von Minimucki
Wir können hier noch so viele Pro und Contra aufzählen, ändern wird sich nix. Jeder Einzelne ist für sich selber verantwortlich. Und ich find´s gut, wenn sich doch noch einige mit dem beschäftigen, was sie essen.
Nachdem die Deutschen sowieso immer fetter werden braucht man sich ned wundern, dass immer mehr immer schneller produziert werden muss.
Wenn ich den Leuten zusehe was die sich in den Korb packen…! Hauptsache es geht schnell und macht satt. Wenn man sich wieder ein bisschen mehr mit dem, was man sich so täglich hinter die Kiemen stopft, befasst – und wo es herkommt, dann wäre doch schon mal ein erster Schritt getan.

Es sind wohl nicht nur die Hühner die Leidtragenden unserer Konsumgesellschaft. Die Reihe wäre lang, wenn wir hier mit Aufzählen loslegen würden.

Und Gott sei Dank kommt das nicht allzu oft vor. 
Jules
Lilly
EnniDieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Skandalette“ ()

Original von sass
und wie stellst du dir massentierhaltung bei bio vor ? so viel besser als massentierhaltung unter normalen bedingungen ? bio aus dem supermarkt ist auch massenproduktion - nur unter anderen voraussetzungen.
Nein da muß ich Dir widersprechen. Die Produkte aus Biohaltung werden streng kontrolliert und wer sich nicht daran hält kann seinen Betrieb dicht machen.
die schweine und kühe stehen immer noch in ihren ställen. da ist nichts mit weide, weil man viele bullen nicht mit kühen auf der weide halten kann. das wird dir jeder bauer bestätigen können.
Bullen und Kühe stehen immer getrennt. Die Kälber werden direkt nach der Geburt den Müttern weggenommen. Da die Milch sonst nicht für den menschlichen Verzehr freigegeben wird wegen Verkeimung. Die Kälber stehen in anderen Ställen und Weiden als ihre Mütter und werden mit Milchpulvergetränk aus dem Eimer großgezogen. Die Bullen werden geschlachtet (es sei denn man stellt den einen oder anderen herausragenden Bullen der Körkommission vor) , die eine oder andere Kuh rückt als Milchkuh nach. Ich habe schon Rinder und Schweinehaltung im Freien gesehen. Es sind keine in Massen gehaltenen Tiere - das geht auch nicht vom Platz her. Lieber 50 Kühe auf der Weide als 300 in einer Halle. Ich habe auch schon Haltungen auf Stroh und auf Betonboden gesehen. Es kommt immer auf den Betrieb an.
die kühe sind schon sehr lange so gezüchtet worden, dass sie wesentlich mehr milch geben als für ein kalb notwendig ist (und kalbsfleisch bekommt man ja auch genügend). die hühner (egal ob bio oder nicht) sind so gezüchtet, dass sie jeden tag ein ei legen. es geht hier um industrievieh, dass einen zweck erfüllen soll.
Richtig aber mit seinem Kaufverhalten kann man Betriebe, die ihre Tiere vernünftiger und artgerechter halten unterstützen. Hühner legen von Natur aus jeden Tag ein Ei. Natürlich geht es letztendlich um Vermarktung und Gewinnerzielungsabsicht. Deshalb sind die Bioprodukte auch in der Regel teurer. Ich weiß von meinem Bekannten das er kein Tiermehl verfüttert.
es geht nicht ums tier. und es kann mir niemand erzählen, dass er niemals fertigproduktie konsumiert. allein wenn ich eine gaststätte gehe bekomme ich garantiert etwas mit fertigprodukt vorgesetzt. (kaffemilch, fertig kekse, cappuccino, kuchen, eis, schokolade usw usf.)
Ja es geht auch nicht darum dass Du auf alles verzichten sollst. Aber durch das Kaufverhalten kann der Käufer (auch hier macht es letztendlich die Masse) die Produktion und Verarbeitung beeinflussen. Denn die Nachfrage steuert auch das Angebot.
ich kann nicht nachvollziehen, warum man sich auf die schulter klopft, weil man 10 bio eier kauft, aber dann zu den fertig kuchen geht und ordentlich zuschlägt. da sollte das schlechte gewissen eigentlich gleich 3 fach zurück kommen.
Ich finde Dich sehr bissig. Du kennst mich gar nicht. Ich esse keinen Fertigkuchen und wenn ich backe nehme ich meine guten Landeier und die gute BioMilch. Wie gesagt aus vielen kleinen Schritten kann ein grosser werden. Wenn man natürlich den Kopf in den Sand steckt und sagt ist mir eh alles scheissegal wird sich nie was ändern.
.....und wenn ich will klopfe ich mir im halbstundentakt 50mal auf die Schulter - ja und wenn ich mich mit meinem Kauf- und Konsumverhalten somit besser fühle und mit vollem Genuß die wesentlich besser schmeckenden Produkte zu mir nehme!!!! Fakt ist das durch diese ganze beschissene Massentierhaltung (z.B. Verfütterung von Tiermehl) wir jede Menge Tierseuchen immer wieder vorfinden, die uns auch nicht unbedingt gesünder machen.