Was haltet ihr von Rütter ?

      @semiramis

      darauf zu antworten würde den Rhamen sprengen - kurz gesagt, er ist ein Hundetrainer der durch seine Hundeschulserie im Fernsehen bekannt wurde!

      Gib doch einfach mal in die Suchmaschine Martin Rütter ein - und du wirst Infos ohne Ende bekommen!


      Tini
      Hi dogmali!

      Ich geb auf, Du hast eine zu festgefahrene Meinung, die meiner Meinung nach, nicht ganz richtig ist, aber gut.

      Ich wollte Dir nur noch etwas von meinem Zorro erzählen:

      Als wir Zorro bekamen (unser erster Hund), waren wir nicht in einer Hundeschule, denn zu der Zeit war der SV das A und O und der war schon damals nichts für uns.

      Daher haben wir alles alleine gemacht.

      Wir waren und sind nach wie vor der Meinung, das wir unseren Hund persönlich niemals mit Leckerlies erziehen werden, insofern bin ich eigentlich Deiner Meinung.
      Zorro wurde also ganz ohne Leckerlie erzogen.

      Zorro wurde aber auch niemals über Leinenruck erzogen, da er sowieso die meiste Zeit unangeleint war und ist.

      Das einzige was einen Hund meiner Meinung nach, ohne Hilfsmittel (wie Leckerlie) wirklich gehorsam macht, ist eine enge Rudelbindung, die von Anfang an aufgebaut werden muss, das haben wir mit unserem Zorro getan, er war immer dabei, er war von Anfang an ein echtes Familienmitglied.

      Und deshalb kann Zorro überall hin mit, er ist super sozialisiert, er hört aufs Wort, er jagt nicht, ich kann mit ihm ohne Leine an anderen Rüden vorbei laufen, er rennt wegen einer läufigen Hündin nicht davon, ich kann sogar (habe ich aber nur einmal gemacht) mit ihm an einer Bundesstraße (ohne Leine) durch den Ort maschieren und mich darauf verlassen, er rennt nicht rüber wenn auf der anderen Seite ein Hund ist.

      Ich glaube nicht, dass dieses vorbildliche Verhalten nur an seinem guten Charakter liegt, sondern, dass unsere Familie ihren Teil dazugegeben hat.

      Aber bitte zeige mir EINE Familie die so eine perfekte Bindung zu ihrem Hund hat, der auch so bedingungslos in die Familie integriert wird und nicht einfach nur ein Haustier ist.
      Du wirst lange suchen müssen.
      Wenn solche Leute mit ihrem Hund nicht zurechtkommen, wirst Du hingehen und den Hund über Leinenruck "gefügig" machen?
      Einen an sich lieben Hund, der nur nicht genau weiß wo er steht?

      Zum einen sprichst Du von Tierquälerei wenn man seinem Hund das Fressen reduziert, denn bis man von richtigem Hunger bei einem Hund sprechen kann dauert es lange, Du sprichst auch von Tierquälerei, einem Hund den Willen zu brechen, doch ich frage dich ganz ernsthaft, was ist denn das Leinenrucken anderes als "Willen brechen, oder gefügig machen"?

      Leinenrucken, eine Verhaltensweise, die ein Hund nicht kennt, die ihm Schmerzen bereitet an Körperregionen (Hals), in die Hunde auch in einem Rangordnungskampf niemals beißen würden, weit entfernt, durch die Leine, vom Herrchen, der Hund ist sicher stark beeindruckt, was der Herr, bewirken kann, doch das ist dann kein Respekt vor der Autorität, keine Anerkennung der zweibeinigen Überlegenheit, sondern nichts als Meideverhalten vor weiteren Schmerzen!

      Die Zeiten wo vernünftige Menschen geglaubt haben, ihren Hund gnadenlos unterordnen zu müssen sind vorbei, da liegen bereits neue Erkenntnisse vor, ich verweise da nur auf das Buch: "Timberwolf Yukon & Co." von Günther Bloch.

      So, das war es für mich jetzt auch (höchstwahrscheinlich) endgültig, das ist nur noch ein Ping-Pong-Spiel von Meinungen, das zu Nichts führt.

      Ciao Mimi
      ..........
      @Mimi und Tini
      Ich finde es super , dass du nicht mit Zorro auf einen SV-Platz gegangen bist , diese Plätze finde ich schlimmer als jede andere Erziehung ! Es mag vielleicht gute SV-Plätze geben , aber ich kenne bis jetzt keinen .

      Ich schätze du weißt nicht , dass Günther Bloch auch E-Geräte etc. bei Problemhunden verwendet .

      Ich glaube ihr denkt , dass ich wie blöd die ganze Zeit an der Leine rucke , dass ist aber Schwachsinn ! Ein paar Korrekturen an der richtigen Stelle und fertig . Dabei "breche" ich den Hund nicht ! Erziehung besteht aus Lob und Tadel . Der Hund wird korrigiert und danach sofort überschwänglich gelobt . Z.B. bei der Leinenführigkeit wird geruckt sobald der Hund den Hundehalter führt und nicht erst wenn er zieht , bei erwünschtem Verhalten sofort gelobt , nach ein paar hundert metern ist die Sache gegessen und nicht erst nach Stunden !

      Was ich bei euch vermisse ist das Wort Rangordnung . Ein Hund der weiß wo sein Platz in seinem Menschenrudel ist , nämlich ganz unten , macht keine Probleme !
      Mir kommt es so vor , als würdet ihr nur Symptome bearbeiten , durch positive Konditionierung , aber nicht die Rangordnung zwischen Mensch und Hund klären .
      Hi dogmali!

      Ich kanns nicht lassen, aber irgendwie schon interessant mit Dir zu diskutieren.

      Ich versuche jetzt auch mal kurz und knapp zu antworten, wollte mir eigentlich nen gemütlichen Abend vor der Glotze machen.

      Das mit den E-Geräten ist mir schon bewusst und ich glaube bei Dir auch nicht unbedingt, dass Du den Leinenruck (was Du darunter verstehst) falsch anwendest.
      Doch das ist es ja worauf ich ständig hinaus will, wer kann denn mit solchen Hilfsmitteln richtig umgehen?
      Wie schnell wird so ein Umgang zur Gewohnheit. Stell Dir mal vor, Du kommst als Hundetrainer zu Leuten und zeigst ihnen vollkommen korrekt, wie sie Leinenruck und E-Gerät anwenden, klappt alles super, doch dann bist Du weg, die Leute machen es sicher noch eine zeitlang richtig, doch dann werden sie wieder bequem und faul, sie passen nicht auf den richtigen Moment auf, vernachlässigen den Hund wie früher und dann gehorcht er nicht und schnell schnell wird an dem Hund herumgedoktert und mehr kaputt gemacht als am Anfang das eigentliche Problem war.

      Das ist auch der Grund, warum ich, man könnte wirklich schon sagen Angst habe, Leuten Hilfsmittel dieser Art zu empfehlen, deshalb weiche ich auf die Konditionierung über Leckerlie aus, wobei meine Prioritäten: Lob, Spiel und dann erst Leckerlie sind.

      Noch kurz (ich versuche es) zum Thema Rangordnung:
      Ich persönlich nehme bei meinem Hund das Wort Rangordnung nicht in den Mund, man muss immer sehen, dass in einem intakten Rudel, sei es jetzt Wolf/Wolf, Hund/Hund oder Mensch/Hund, nie eine lineare, unabänderbare Rangordnung gibt.
      Es besteht Arbeitsteilung.
      In dem Moment, wo mein Hund beim Spaziergang vorausläuft und sogar entscheidet welchen Weg er gehen will, ist er in der "Rangordnung" über mir.
      Wenn ich zu Zorro "Fuß" sage, weil ich an einem angeleinten Rüden ohne Leine mit Zorro vorbeilaufen will, dann bin ich der Chef.

      Ich bin INNERLICH bereit bis ans Äußerste zu gehen, wenn mein Hund in einer gefährlichen Situation (für ihn oder andere) nicht folgt. Ich wäre sogar bereit ihn ordentlich zu verprügeln, aber wie gesagt, nur in mir drinnen. Man spricht ja oft von innerer Stärke, die der Hund spürt, das ist nicht nur ein Ammenmärchen.

      Doch ich wiederhole mich, wer ist denn bereit, seinem Hund mit allem was er hat entgegenzutreten wenn die Situation es verlangt, die wenigsten, da sie Angst vor ihrem eigenen Hund haben.
      Die Menschen sind gar nicht in der Lage, ihre Rangordnung auf die Weise zu klären die Du ansprichst, weil sie ihrem Hund schlichtweg nicht gewachsen sind.
      Daher weichen Hundetrainer auf Methoden aus, die auch einem "schwachen" Menschen ermöglichen in der Rangordnung über dem Hund zu stehen.
      Beispiele: der Hund wird nur noch direkt aus der Hand des Besitzers gefüttert, der Hund darf nicht mehr als erster durch die Tür, der Hund hat keine Spielsachen mehr, nur das Herrchen bestimmt wann gespielt wird und wann das Spiel beendet wird.

      Für einen guten Hundehalter klingt das wie alberne Spielchen, für mich auch. Ich sage: "Ein gut erzogener Hund darf alles!"
      Für die betroffenen Menschen sind diese "Spielchen" aber die einzige Möglichkeit, sich den Respekt und damit die Rangordnung zu verschaffen.

      Mir ist es vollkommen egal, ob mein Zorro beim ersten Mal rufen oder beim 5. Mal kommt, wenn er nach dem Spaziergang ins Auto soll, kommt er halt nicht, ist keine wichtige Situation und wir beide wissen das ganz genau.

      Wenn es aber an einem fremden Hund vorbeigeht, dann wissen wir beide, hier gibt es keine Diskussion in der Rangfrage.

      Ist doch wieder (viel) länger geworden :biggrin:, aber ich möchte, dass Du endlich verstehst worauf ich eigentlich hinaus will.

      Ich habe Deine Einwürfe durchaus verstanden, doch ich denke mal wir gehören zu den Haltern, die sich mit ihren Hunden leicht tun und daher leicht reden.
      Ich glaube auch ich war früher mehr wie Du, doch seit ich mich als Trainerin im Hundeverein engagiere, musste ich erkennen das nicht alles Gold ist was glänzt, ich musste erkennen, das eben viele Halter mit ihren Hunden nicht zurechtkommen ohne sie, wie Du schon mal formuliert hast "sie zu veräppeln".
      War für mich auch hart, ich war entsetzt über so viel Menschen ohne Verständnis für ihren Hund, doch irgendwie musste ich ihnen helfen und das klappte halt gerade über Leckerlies am Besten, habe auch gelästert: "Futterzahmheit", würde ich selbst nie tun, aber ich verstehe meinen Hund auch vollkommen, im Gegensatz zu den restlichen 90% von "Möchtegern-Hundehaltern".

      Ciao Mimi
      ..........
      Sooo, dazu muß ich jetzt auch mal was sagen!

      @ dogmail

      Erst mal muß ich ein wenig ausholen!
      Argo ist mein erster Hund.
      Ich war von anfang an mit ihm in der Hundeschule, er hat Welpenspielstunden gehabt und Erziehungsunterricht.
      Leider funktionierte die Art und weiße der Erziehung in der ersten Huschu nicht bei Argo, also ging ich zur zweiten.
      Dort wurde mir vermittelt da ich meinem Hund den Willen brechen müsse.
      Was auch nicht meiner Ansicht entsprach.
      Also habe ich mir einen privaten Hundetrainer genommen, der sich nur um meinen Hund und mich kümmert, da ja das Prob in den meisten Huschus ist das sie überlaufen sind.
      Dieser Hundetrainer zeigte mir wie ich Argo mit rucken Leinenführig bekommen sollte.
      Leider ist mein Argo ein sehr sensiebler Hund, der noch dazu Angst vor fremden Männern hat.

      Das Resultat von dem Rucken ist das Argo sehr lange Angst beim Gassigehen hatte.
      Weil er immer damit rechnete wieder einen ruck zu bekommen.
      Es war viel Arbeit ihm diese Angst wieder zu nehmen.
      Die Angst vor Männer hat sich nicht vermindert und ich hab auch keine Ahnung wie ich das noch mal raus bekommen soll!

      Also ich finde das Rucken kein Mittel für alle Hunde ist.
      Überhaupt finde ich das Rucken keine angemessene Erziehungsmethode ist.
      Es gibt andere Wege einem Hund zu zeigen das er nicht zu ziehen hat.
      Auch wenn diese länger dauern, sind sie doch am Schluß besser für ihn.

      Sagga
      Unbequemer USER :cool:
      Hallöchen!

      Ich bin heut hundemüde und muß mich gleich zu meinen Süßen aufs Sofa fläzen und mich abknutschen und bekuscheln lassen..


      Aber einen Satz möchte ich noch dazu sagen:

      Wußtet ihr, daß nach neuesten Erkenntnissen klar geworden ist daß es überhauptkein Rudelverhältnis zwischen Mensch und Hund gibt?

      Daher ist auch das ganze Rangordnungsproblem ziemlicher Humbuk. Die wenigsten Hunde wollen "Chef" sein und das Sagen haben (laut Statistik sind 2% absolute Leithunde)...

      Daher - ein Hund kann problemlos irgendeinen Platz in der Familie einnehmen - es muß nicht der sogenannte berühmte "letzte" sein!!

      Liebe Grüße

      Tini
      Oh ja , die neusten Erkenntnisse , blablabla ...
      Es kommt immer wieder irgendso ein Guru der alles auf den Kopf stellt .
      Bald erzählt uns jemand , dass Hunde gar keine Rudeltiere sind und es in einem Wolfsrudel auch keine Rangordnung gibt . Oh Mann .....

      @Sagga
      Du hast schlechte Trainer erwischt , wie es leider die meisten sind .
      Entweder sie "brechen" die Hunde oder sie lassen sie machen was sie wollen " komm hundi ... feine Wurst ..."
      Wie ich schon sagte in Deutschland darf sich jeder Hundetrainer schimpfen !

      Ich finde die Rangordnung zwischen Mensch und Hund zu klären ist das wichtigste überhaupt , um stressfrei miteinander leben zu können !

      Was glaubt ihr warum Nickys DSH sie anknurrt und ignoriert ? Weil sie unter ihm steht !


      Bei uns auf dem Hundeplatz wird immer über Lob und Tadel gearbeitet .( Stachelhalsbänder , E-Geräte usw. sind verboten , weil so manch einer in Versuchung kommen könnte auf diese Weise Bei Fuß beibringen zu wollen usw.)
      Wir haben natürlich auch ängstliche Hunde , die aber aufgebaut werden ( durch Rangordung , Mensch ist Alpha und nimmt dem Hund die Entscheidungen ab , somit kann Hund sich auf Mensch verlassen und fühlt sich sicher ). Bei uns siehst du keine Hunde , die vor angst auf dem Boden kriechen . Es geht alles über die Rangordnung .

      @mimi ( macht mir übrigens auch spaß mit dir zu diskutieren )
      Ich bin kein Hundetrainer . Ich helfe den Leuten auf dem Hundeplatz und zeige und erkläre ihnen , wie man den Hund am besten führt , tadelt und lobt . Klar macht das nicht jeder auf Anhieb richtig ( ich denke Tini wird das bestätigen können ) , aber dafür sind sie ja da , um zu lernen . Es wird zu spät gelobt , Kommandos werden nicht richtig durchgesetzt usw. Wer das zu Hause vernachlässigt und falsch macht , ist selbst Schuld . Aber in den meisten Fällen geben sie sich große Mühe . Mit dem E-Gerät habe ich noch nicht gearbeitet , dass überlass ich Leuten die Erfahrung und Erfolge damit haben .
      Einen ängstlichen Hund rucke ich nicht , bei ängstlichen Hunden reicht ein strenges Nein , wenn sie überhaupt mal was falsch machen . Diese Hunde brauchen eigentlich nur Lob , wenn sie keine Angst zeigen und Ignoranz wenn sie Angst zeigen .


      Achso nochmal zum Thema Rangordnung : In diesem Punkt stimme ich Rütter zu . Es gibt eine Rangordnung , auch zwischen Mensch und Hund und diese muss geklärt werden , sonst gibt es früher oder später Probleme .
      Gurus? Ich folge keinen "Gurus" - absolut nicht!

      Aber das Thema Hund ist immernoch sehr unerforscht und es gibt ständig neue Erkenntnisse die man zur Kenntnis nehmen und mit denen man arbeiten sollte!

      Außerdem kommt immer mehr ans Tageslicht daß sich Hunde sehr wohl deutlich vom Wolf unterscheiden und im laufe der Jahrtausende eine ganz eigene "Lebensart" entwickelt haben.

      Mit der Rangordnungsgeschichte ist schon sehr viel kaputt gemacht worden - und ich muß ehrlich gestehen - ich begrüße die Erkenntnis daß der Mensch mit dem Hund garnicht in einer Rangordnung stehen kann!

      Der Hund unterscheides sehr wohl zwischen Hund und Mensch - und geht Rangordnungen nur mit seinesgleichen ein!

      Der Mensch steht als Futterspender sowiso über dem Hund - es geht lediglich um den richtigen Umgang mit dem Hund!

      Dinge die lange propagiert wurden wie: der Mensch isst zuerst, geht zuerst durch die Tür, Hund darf nicht aufs Sofa etc.... kann man getrost ad acta legen - und das finde ich gut so!

      Daher - wenn diese Nicky so selten daheim ist, und die Mutter eben die Hauptperson ist - dann muß sie sich wichtig für den Hund machen.

      Ich weiß nicht - ich will das nicht vermenschlichen - aber Hunde haben eine ganz starke Territoriumshaltung (manche mehr und manche weniger) - aber stell dir vor, es lebt jemand in deiner Mitte wie ein Gast. Er ist fast nie da - aber wenn er kommt sollst du parat stehen, auf ihn hören, dir von demjenigen das Futter wegnehmen lassen etc...

      Also ich würde sagen - NEIN - so nicht!
      Und genau das sagt der Hund!

      Wenn also die Mutter die Hauptbezugsperson ist, dann sollte nicht die Tochter korrigierend auf den Hund einwirken wenn er ihr blöd kommt - sondern zuerst die Mutter!

      Und wenn sich etwas an der Beziehung des Hundes und der Tochter ändern soll, dann muß sie ganz klar mit dem Hund arbeiten!

      Ich finde das einfach logisch - man muß eigentlich garnicht mehr darüber wissen!

      @Nicky - ich finde es schade daß du dich hier nicht äußerst - wäre interessant was du denkst und wie es bei euch so aussieht zu Hause...

      Liebe Grüße

      tini
      @Tini
      Natürlich haben Hunde eine andere Lebensart als Wölfe . Schließlich leben sie zum größten Teil mit uns Menschen zusammen und besitzen die Fähigkeit sich anzupassen . Aber das Rudelverhalten ist das gleiche , auch mit uns Menschen . Hunde können ohne Probleme mit Wölfen zusammenleben , weil sie die gleiche "Sprache" sprechen .
      Wenn ich mich nicht täusche , hast du selbst drei Hunde . Erzähl mir nicht , dass es zwischen deinen drei Hunden keine klare Rangordnung gibt ! Und da du selbst ein Teil dieses Rudels bist , wirst du in die Rangordnung miteinbezogen , außerdem jeder , der noch mit euch zusammenlebt .

      Warum versucht eigentlich jeder Hunde zu Demokraten zu machen ? Das funktioniert einfach nicht , weil jeder Hund , ohne Ausnahme , sozusagen ein gezähmter Wolf ist und diese leben nun mal nicht gleichberechtigt zusammen . Der psychisch und physisch stärkste bekommt alle Privilegien !

      Es ist absoluter Quatsch , dass der Mensch nur weil er Futterspender ist , automatisch über dem Hund steht ( hier gibst du übrigens selbst zu , dass es somit eine Rangordnung auch zwischen Mensch und Hund geben muss ! ) .
      Die meisten Hunde haben ihre Besitzer gut im Griff !



      Wenn also die Mutter die Hauptbezugsperson ist, dann sollte nicht die Tochter korrigierend auf den Hund einwirken wenn er ihr blöd kommt - sondern zuerst die Mutter!
      In diesem Punkt gebe ich dir recht ( ich habe soweit ich mich erinnern kann , nie das Gegenteil behauptet) . Da der Hund anscheinend ( weiß es ja nicht , weil Nicky sich nicht mehr meldet ) schon bei Kleinigkeiten die Tochter korrigiert , wird er sich wehren , wenn sie versucht ihn maßzuregeln und dies könnte mit einer nicht so schönen Bisswunde enden .


      Und wenn sich etwas an der Beziehung des Hundes und der Tochter ändern soll, dann muß sie ganz klar mit dem Hund arbeiten!
      Auch hier gebe ich dir Recht . Sie muss sich mehr mit ihm beschäftigen und gleichzeitig durch kleine eindeutige Signale , wie z.B. dass nur gespielt wird , wenn sie es möchte , dem Hund klar machen , dass sie das Sagen hat . So ist nachher auch gewährleistet , dass sie heil und unversehrt bleibt .
      Hier würde ich auch nie vorschlagen , dass sie sofort mit korrigierenden Maßnahmen ( auf den Rücken werfen etc.) anfangen soll , dass würde nur zu weitern Problemen ( Bisswunden) führen .

      LG
      Dogmali
      Hi,

      ich denke nicht das unsere Haushunde mit Wölfen leben könnten!
      Wölfe haben, ich bin mir nicht ganz sicher, 50 Signale zur Komunikation mehr als unsere Hunde.
      Die wichtigsten können sie vielleicht noch, aber das war es auch!
      Ausserdem beruhen die meisten Erkenntnisse des Rudelverhaltens von Wölfen die nicht in freier Natur lebten.
      Und es ist doch wohl klar das es einen gewaltigen Unterschied gibt zwischen freien und eingesperrten Tieren!
      Ich glaube auch nciht das ein Hund einen Menschen als gleiches ansieht.
      Und wenn er dies nicht macht, dann kann es auch keine solche Rangordung geben wie unter Hunden!


      Sagga
      Unbequemer USER :cool:
      @ dogmali

      Nun, dann sind wir uns ja in der Vorgehensweise - wenn auch nicht in der Wahl der Mittel - ja einig! :wink:

      Aber um nochmal zu den Hunden und Wölfen zu kommen...

      Ich lese da zufällig gerade die Beobachtungen von Dorit Feddersen-Peddersen - sie beobchtet seid Jahrzehnten Wölfe in Verbindung mit Hunde, Wölfe in Verbindung mit Schakalen, Hunde in Verbindung mit Schakalen u.s.w.

      Und hat herausgefunden, daß zwar Hunde recht problemlos mit Wölfen leben können, sich aber Wölfe bevorzugt mit Wölfen und Hunde sich bevorzugt mit Hunden paaren.

      Es ist also eine Lebensgemeinschaft möglich - aber für beide Parteien ist die ander zweite Wahl...


      Und zum Rudelverhalten - ich habe ja nicht behauptet daß Hunde an sich kein Rudelverhalten haben - klar haben sie das - und wie!

      Aber meine drei z.B. haben unter sich ein typisch hündisches Rudelverhalten - aber in dieses hündische Verhalten werde ich so nicht einbezogen!
      Mir gegenüber verhalten sich alle drei ganz anders. Ich bin ich - ein Mensch - an mich schmust man hin, mich fordert man zum Spiel auf oder anderstrum, mich bettelt man an....

      Also ich kann mir gegenüber gaaanz andere Verhaltensweisen beobachten wie bei meinen Mädels untereinander....

      Ich gehöre nicht zum Hunderudel - ich bin vielleicht eine menschliche Erweiterung - aber wirklich Zugehörig - das bin ich nicht!

      Liebe Grüße

      Tini
      Hi Tini!

      Wo Du recht hast, hast Du recht.

      Ich denke für Leute mit nur einem Hund (wie bei uns) in der Familie, ist es schwerer dieses unterschiedliche Verhalten von Hunden dem "Rudelmitglied"-Mensch gegenüber und den Hundischen-Rudelmitgliedern gegenüber, zu erkennen, ja überhaupt zu erleben und beobachten zu können.

      Aber es stimmt, z.B. das Betteln, ein Hund würde den anderen Hund in der Familie sicher nie anbetteln, weil er weiß, er kriegt eh nichts, aber beide Hunde wissen, der Mensch hat die "Macht" dazu den Kühlschrank zu öffnen und.... (weiß jeder was kommt :wink:).

      Ich habe auch ein Buch von Dorit, finde ich auch sehr gut.

      @ Sagga
      Tini hat es ja schon geschrieben, Wölfe und Hunde können ganz gut zusammenleben, es gibt ja auch immer wieder Menschen, die aus zwingenden Gründen Wölfe aufziehen und die dann zusammen mit ihren Hunden halten oder Wölfinnen, die keinen Partner finden und dann zur "Not" auf einen Hund ausweichen, das gibt ja auch wieder fruchtbare Nachkommen.

      Ciao Mimi
      ..........
      @ Mimi,

      ich denke aber das es nicht normal ist!
      Den es ist nunmal so das Hunde einige Sachen einfach nciht mehr so können wi Wölfe, ich meine damit die Körpersprache!
      Und ich denke auch das ein Wolfs Hundgemisch nicht normal ist!
      Und das es auch wirklich nur in Ausnahmen vorkommt!

      Sagga
      Unbequemer USER :cool:
      Mensch, Mensch, Mensch!!!!

      Was für ne heiße Diskusion!!!!

      WOW!!!!

      Also, ich denke

      Die meisten Trainer haben weniger das Problem, dass sie zu wenig Ahnung haben oder zu ungeschickt sind, nen Hund zu erziehen. Es gibt viele, viiiiiiiieeeele Methoden, und das ist gut so!

      Mein erster Trainer konnte den Leinenruck, er ruckt nicht viel und die Hunde lernen schnell und FREUDIG (!!!!!), doch wir????
      Wir, die Schüler???

      Also:

      Egal welche Methode man nimmt, man muss sie selber lernen. Und man lernt am besten, was einem selber liegt. Der eine ruckt, der andere lockt.
      Und auch beim Locken kann man was falsch machen!!!!

      Der Ruck liegt mir nicht. Mir persönlich!

      Anfangs wurde mein Hundchen eher schlimmer!!!
      Also habe ich anders gearbeitet, auch wenn ich versucht habe ihn zu lernen.

      Mir viel folgendes leichter:
      - Als erster durch die Tür gehen,
      - "Sitz" verlangen bevor man Futter gibt.
      - Der Hund gehört nicht auf das Sofa
      ...

      Und: es gibt Leute, die sich leichter im Hau-Ruck Verfahren durchsetzen, auch beim Rotti oder ner Dogge, und andere erklimmen die Leiter lieber Stufenweise, na und????

      Und manche brauchen einen Rütter, die Huschu, die Nachbarn, die Verwandschaft und drei Anzeigen, bevor sie anfangen zu lernen.

      Es gibt halt auch Dickkopfe auf der Welt, dafür kann der Herr Rütter nix, oder????

      Ich find gut, was er macht, denn die beste Huschu nützt nix, wenn es zu Hause drunter und drüber geht, und genau DA setzt er an. :biggrin:

      Grüße
      Streuner
      Hallo Streuner!

      Hm - also ich muß gestehen - mir liegen alle Formen mit Gewaltanwendung in irgendeiner Form nicht - und dazu gehört für mich wesentlich das Rucken - wenn man bedenkt daß durch das Rucken immer wieder Hunde böse verletzt werden, daß ihnen Schleudertraumen zugefügt werden etc...

      Dann muß ich sagen - NEIN!

      Klar gibt es viele Methoden - aber um einen Hund zu erziehen brauche ich keine Methode bei dem ein Hund sogar verletzt werden kann - und dazu gehört ganz klar das Rucken, das Stachelhalsband, der Würger, das Elektrohalsband und natürlich jegliche Form von Schlägen...

      Liebe Grüße

      Tini
      @Tini

      find ich gut, dass du so denkst.

      :biggrin:

      Ich denke zwar, dass es Leute gibt, die den Ruck so geschickt machen, dass der Hund nur aufmerksam und nicht gequält wird.
      Diese Leute wissen auch wann man Rucken sollte, und erreichen etwas beim Hund, denn der Hund wird ja auch belohnt und gelobt, wenn er was richtig macht und nicht nur mit Rucken bearbeitet.

      Viele, die es aber versuchen/lernen, machen es falsch, sind dann frustriert und was das schlimmste ist:
      Um selber zu Rucken brauch ich eine gewisse Aggression. Bin ich auch noch frustriert, steigert sich meine Aggression und werde DANN brutaler.

      Einige scheinen dann zu denken, wenn ich mit nem 'einfachen' Ruck nichts erreiche, muss man heftiger werden und wählen dann ein brutaleres Halsband...

      Wie gesagt, die Hunde liefen beim Trainer freudig, ohne Angst, und tänzelten teilweise herrum. Und das find ich gut!

      In der Eskalation sehe ich die eigentliche Gefahr.

      Andersherum, steckt auch eine Gefahr in der Leckerlie-Methode.
      Auch hier zählt das Timing. Der Hund muss schließlich verstehen, wofür er gelobt wird. Auch dazu braucht man ein Feeling. Ich sehe immer wieder Leute die ihrem Liebling eigentlich nur das Betteln beibringen und sonst nix.

      Folge:
      Erziehung = Null.
      Der Hund kann, aber ...

      Es braucht seine Zeit, bis man seinen Hund verstehen gelernt hat. Leider verlassen sich einige zuuuuuuuu sehr auf die Ausbilder, nach dem Motto: "Der wird es schon richten"

      Oder: "Ich mach alles richtig, weil ich zur Hundeschule gehe"

      Der HH muss selber was tun!
      Und das Gelernte zu Hause anwenden!!!!
      Allein DAS jemanden klar zu machen, kann seeeeeehhhhhr lange dauern und viel Nerven kosten.

      Wer genau DAS begriffen hat, lernt schnell, und wer nicht....

      Tja, armer Bill, gell?

      Und mal sehen, ob er die Boxerlady belehren kann, oder?

      Ach ja, am meisten Erfolg hatt ich mit Methoden ohne Ruck.
      Würger oder Stachel hab ich nicht, und mein Teilwürger ist zu locker um zu würgen.
      Nicht, dass du jetzt falsch von mir denkst :wink:

      Streuner
      Hallo Ihr Lieben,

      Sehr interessante Diskussion. Aber ich wollte schnell mal etwas zur Sendung "Eine Couch für alle Felle" gestern Abend schreiben.

      ENDLICH!!!!!! Endlich hat Martin Rütter Bill's Leuten mal gesagt, was schon lange fällig war. Bill ist der falsche Hund für sie. Und warum? Weil sie nicht bereit sind sich an die "Regeln" zu halten. Einerseits wollen sie, dass Bill sich ändert, aber sie sind nicht bereit etwas dafür zu tun.

      Der arme Bill tut mir wirklich leid. Wie wird es weiter gehen? Wird irgendwann keiner mehr mit ihm rausgehen, weil er alles anbellt? Ich möchte die Frau übrigens nicht bei Glatteis mit Bill sehen. Denkt ihr, sie kann ihn dann noch halten? Sie fliegt ja schon bei normalen Straßenverhältnissen beinahe in Briefkastenhöhe hinter Bill her.
      Ich hoffe, da passiert nicht mal etwas. Und dann heißt es wieder. Dobermänner - die gefährlichen Kampfhunde.
      Ich hoffe, dass die Leute sich doch noch besinnen, und IHR Verhalten ändern oder Bill in gute Hände geben. Bill zuliebe.

      :angry: Grrrr, ich weiß auch nicht, aber wenn ich soetwas sehe, dass ein Hund "verdorben" (mir fällt kein besseres Wort ein) wird, weil die Leute nicht mit ihm umgehen können, werde ich soooo wütend! :evil:
      Und noch wütender werdeich, weil ich weiß, dass es vielen Hunden wie Bill geht.

      Liebe Grüße
      Melanie
      *~*~*~*~*~*Man kann ohne Hunde (Tiere) leben, aber es lohnt sich nicht*~*~*~*~*~*
      Hiho!

      Also - Rütter hat es Bills Frauchen WIEDER gesagt ob nicht ein anderer Hund gescheiter wäre!!

      Kurz vor Bills 4wöchigem Aufenthalt bei Rütter hat er das nämlich auch schon gesagt und hat die Leute gebeten - die Zeit ohne Bill auch für solche Gedanken zu nutzen!+

      Ich tippe mal - wir können ja Wetten abschließen :| - daß die Leute sich weder ändern noch Bill hergeben werden.

      Wenn sie ihn hergeben - dann nur weil das Fernsehen dahinter steht - aber nicht weil sie es einsehen. Im normalen Leben - würden solche Leute spätestens nach der 10. Stunden nicht mehr kommen...

      Hunde sind so ausgeliefert - das macht doch das Beispiel Bill wieder mal sehr deutlich - sie sind uns ausgeliefert! Dessen sollten wir uns sehr bewußt sein bei allem was wir mit unseren Tieren anstellen!


      Liebe Grüße

      Tini
      @Tini:

      WIE BITTE!!!!! Bill war 4 Wochen OHNE seine Besitzer bei Rütter!?!?
      Da hab ich wohl was verpaßt. :sad:
      Ich hab die Sendung nämlich nicht von Anfang an gesehen. Ich könnte mir heute noch dafür in den Allerwertesten treten. Ich hoffe, die Sendung wird mal wiederholt. Auch die Geschichte mit der schwarzen Chow-Hündin habe ich nämlich verpaßt.

      Jetzt mal eine dumme Frage: Warum sind die Besitzer nicht mit zu Rütter gegangen? Mir kam es nämlich von Anfang an so vor, als hätten die den Unterricht nötiger als Bill.

      Meine Wut auf diese Leute wird als größer! So etwas unverantwortliches!
      Klar ist es hart ein geliebtes Tier abzugeben, aber hier stellt sich die Frage: Wie groß ist die Liebe wirklich? Bill ist unglücklich und wenn ich merke, dass es meinem Hund nicht gut geht, dann tue ich doch etwas, dass es sich ändert, oder?

      @dogmail:
      Woher weißt Du dass Bill nicht mehr dort ist?
      Das wäre ja wirklich zu schön um wahr zu sein. Ich hoffe bloß, dass Bill nicht weg ist, weil etwas passiert ist.

      Liebe Grüße
      Melanie
      *~*~*~*~*~*Man kann ohne Hunde (Tiere) leben, aber es lohnt sich nicht*~*~*~*~*~*