Willi

      Hallöchen!
      Bin mehr oder weniger zufällig auf diese Seite gestoßen und muss mir meine Trauer von der Seele schreiben. :cry:
      Mein Kater Willi wird heute mittag eingeschläfert. Er ist 16 1/2 Jahre alt geworden, was sicherlich ein stolzes Alter für Katzen ist. Auf der einen Seite muss man in diesem Alter sicherlich mit rechnen, dass es irgendwann vorbei ist. Auf der anderen Seite ist der Abschied aber wirklich super hart, da ich ihn hatte, seit ich 5 Jahre alt war. Er war für mich absolut mehr als ein Haustier, sondern eher ein richtiges Familienmitglied.
      1988 hatten wir eine Wildkatze im Garten, die 2 Junge bekommen hat. Die beiden haben wir dann als es kalt wurde eingefangen und in die Wohnung geholt. Einer war Willi, der andere sein Bruder Joshi, der leider schon im Jahr darauf von einem Auto überfahren wurde. Willi wurde schnell mein absoluter Schatz. Er war tierisch verschmust und ich habe ihn oft in meinem Puppenwagen durch die Gegend geschoben, weil er darin immer geschlafen hat. Nachts kam er zu mir ins Bett und hat sich immer auf mein Kopfkissen gelegt. Er wurde ein richtiger Brummer (hatte bestimmt 9 Kilo drauf) und vermöbelte sogar unsere Nachbarshunde, wenn die bellend an den Zaun kamen! :wink:
      Doch letztes Jahr fing es dann an, dass er ganz plötzlich abgenommen hat. Er hat immer noch genauso gefressen wie früher, doch war er bald echt nur noch Haut und Knochen. Seit einem halben Jahr hat er beim Luftholen komische Geräusche gemacht und mehr oder weniger nur noch geschlafen.
      Seit Samstag Abend nun ging es ihm sehr schlecht. Er hat sich nur noch auf die kalten Fliesen oder die Fensterbank gelegt, war total unruhig, ist immer hin und her gewandert und hat gejammert. Gestern Morgen haben ihn meine Eltern zum Tierarzt gefahren. Der sagte, dass er nach ihm schaut und ihn, falls es nicht besser würde, noch am Abend einschläfern will. Seine erste Diagnose war "multiples Organversagen". Da war für mich schon klar, dass es nichts mehr werden würde. Gestern Abend meldete sich der Tierarzt aber nicht mehr, deswegen hatten wir noch Hoffnung, dass er ihm helfen könne. Wir riefen heute Morgen bei ihm an und er sagte uns, dass er beim Röntgen noch einen Tumor an der Lunge festgestellt hat (daher auch die Atemgeräusche) und dass er ihn einschläfern wird.
      Natürlich ist es besser für ihn, da er so keine Schmerzen mehr haben wird, aber ich bin heute wirklich am Boden zerstört. Ich versuche mich schon den ganzen Tag abzulenken, aber zwischendurch überkommt es mich einfach. Egal, wohin ich schaue, immer denke ich an ihn! Vorhin habe ich zum Beispiel seine Katzenfutterdosen im Regal stehen sehen und bin in Tränen ausgebrochen. Wenn ich aus der Wohnung ging, habe ich immer einen Blick ins Schlafzimmer meiner Eltern geworfen, weil Willi dort oft mittags gelegen hat. Dieser Blick erfolgt auch jetzt noch automatisch, wenn ich dort vorbei gehe, aber ich weiß genau, dass er dort nie wieder liegen wird.
      Heute Abend werden wir ihn vom Tierarzt abholen und im Garten begraben.
      Eure zutiefst traurige Lisa
      liebe lisa,

      fühl dich gedrückt. jeder kann deinen schmerz nachfühlen, was dich natürlich nicht trösten kann. wir haben keinen trost und der schmerz wird dich noch lange begleiten

      mein mann vor 20 jahren eine katze verloren, die er überaus geliebt hat. wenn er davon erzählt, wie sie gestorben ist, steigen ihm immer noch die tränen in die augen.

      es wird besser sein, alle dinge die dich an ihn erinnern erst mal weg zu tun. sonst tut es noch mehr weh.

      nimm heute abend abschied und behalte ihn im herzen. irgendwann wird der schmerz milder

      ganz liebe grüße
      sabine
      Hallo Lisa!

      Auch von mir ein herzliches Beileid.
      Es ist zwar sehr hart aber besser für Willi (der Schmerzen wegen).
      Wir hatten auch 15 Jahre einen Kater, der leider an Nierenversagen litt und auch eingeschläfert werden musste. Heul dich am besten richtig aus und rede viel über Ihn. Das hat uns zwar auch tagelang beschäftigt (heulen und lachen), hilft aber ungemein und ist besser als alles zu verdrängen!
      Sabine hat recht, am besten räumst Du erst mal alles von Willi weg.
      Und halte dir immer vor Augen, was er für ein schönes und liebevolles Zuhause bei euch hatte und dafür mit Sicherheit stets dankbar sein wird!

      Gruss Schmokolosini
      Hallo ihr Lieben!
      Danke für eure tröstenden Worte!
      Habe schon so ziemlich alle Sachen weg geräumt, aber die leeren Stellen, wo seine Decke oder der Katzenklo waren, tun schon sehr weh. Noch schlimmer ist allerdings echt die Leere, die er in mir hinterlassen hat. Ihr habt aber recht! Von ihm zu reden hilft wirklich! Die Erinnerungen können zwar auch traurig machen, aber es ist besser, als wenn man alles in sich hinein frisst.
      Ich war heute Mittag viel unterwegs, was mich auch wirklich abgelenkt hat, aber kaum war ich wieder zu Hause, schossen mir die Tränen erneut in die Augen. Ich weiß jetzt, dass es keinen Sinn hat, von dieser Trauer davon zu laufen, sondern dass ich sie raus lassen muss!
      Danke noch mal!
      Lisa
      liebe lisa

      ich habe in meiner therapie gelernt, dass man trauer ausleben muß.

      das ist hart. den schmerz runterzudrücken, damit man erst mal ruhe hat, ist bequem aber das hilft auf dauer nicht

      leiste deine trauerarbeit, so hart das ist

      mein hund ist damals auch biblisch alt geworden und als er dann ging, war das grausam

      heute kann ich an ihn denken mir einer träne im knopfloch. ich denke, er ist im hundehimmel und jagt luftballons nach und frisst seine geliebten knochen. der wartet auf mich. und wenn es für mich so weit ist, läuft der mir entgegen, das glaube ich ganz fest.

      dich abzulenken ist schon richtig, aber verdräng die trauer nicht. da mußt du durch.

      helfen können wir hier kaum, nur verstehen. auf jeden fall bist du nicht alleine

      ich denk an dich
      sabine
      hi lisa
      ich hoffe du wirst nicht länger traurig sein ich war auch ma traurig wo ich mein lieblings hund einschläfern musste :(( aber ich weine zwar nicht mehr die musste ja auch 2003 eingeschläfert werden aber vergessen werde ich meinen hund nie darfür mochte ich sie zu sehr aber weinen tuhe ich ja auch schon längst mehr hoffe du weinst auch nicht mehr lange.....
      und auserdem ich bin die lena bin neu hier bin sein heute erst hier angemeldet :D ich werde hoffentlich vielle leute hier kennenlernen ;) und ich hoffe ihr seit auch nett zu mir..
      und ich habe auch schon viele einträge gelesen von euch ;) aber die sind auch nicht so schlecht die einträge von euch ich hoffe das wird auch so immer beiben ;) :D naja ok leutz schreibt mir ma :)bye
      Hallo Lisa,haustiere.de/forum/images/smilies/cry.gif

      ich kann dir gerade sehr gut nachfühlen, wie es dir geht. Gestern wurde meine Katze Rafi eingeschläfert, ohne dass ich es wusste. Habe auch schon in einem eigenen Thema darüber geschrieben.
      Ich bin gestern auch fast wahnsinnig geworden vor lauter traurig. Und wie du glaube ich auch mal geschrieben hast, hat es auch mir geholfen, raus zu gehen. In meinem Zimemr bin ich fast durchgedreht. :cry:
      Wie geht es dir jetzt? So zwei Wochen später? Es wäre schön, wenn du mir schreibst.
      Bis dann

      Carolin