Sehr geehrte Forumsmitglieder und Leser!
Meine Familie und ich sind liebevolle Besitzer einer 8-jährigen Golden Retriever Hündin.
Nun hat uns anscheinend das Glück verlassen, denn es geht ihr meiner Meinung nach gesundheitlich ziemlich schlecht. Wir möchten gerne nachstehend unseren Fall schildern:
Sie bekam zu Beginn zweimal im Jahr ihre Regel. Ab dem dritten Jahr bekommt sie nun jährlich, ziemlich auf den Zeitpunkt genau, Ihre Tage.
Vor ca. 2 Wochen war es wieder soweit. Ich bemerkte einen kleinen Blutstropfen am Boden. Wir dachten uns bis vor 5 Tagen nichts weiteres dabei, da dies zeitlich uns nicht überraschte.
Dann bemerkten wir das die Blutungen stetig zunahmen.
Wir verständigten unseren Haustierarzt, welcher darauf sagte das er dies, aufgrund des bisherigen warmen Wetters, auch schon bei anderen Hündinnen bemerkte. Er verschrieb uns ein homöopathisches Präparat „Metro-Adnex-Injeel 1,1 ml“, welches wir Ihr oral einmal täglich verabreichen sollten.
Doch es wurde nicht besser. Die Blutungen sind seit diesem Zeitpunkt (5 Tage) so stark das wir täglich etwa 6 Höschen mit Damenbinden benötigen.
Vor 3 Tagen rief ich dann beim tierärztlichen Notdienst an und schilderte telefonisch das Problem. Der Arzt meinte das man dies mit einem hormonellen Präparat behandeln könnte. Sollte dies nicht helfen wäre eine „Totaloperation“ (Gebärmutter & Eierstöcke) der letzte Ausweg. Falls es nach weiterer Verabreichung des homöopathischen Mittels nicht besser wird, sollten wir Ihn am Donnerstag (Feiertag) anrufen.
Vorgestern fuhren wir dann auch in seine Ordination und der Tierarzt untersuchte sie.
Akute Blutarmut sei momentan nicht vorhanden. Bei der Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter sah man eine ca. 2,5 cm große Öffnung am oberen Bildschirmteil.
(Ich nehme an das diese „Öffnung“ bei einer Regelblutung normal ist, vielleicht jedoch erweitert.)
Auch war zu erkennen das „zwei Zuleiter“ mit Blut gefüllt waren, die Gebärmutter jedoch nicht übermäßig mit Blut gefüllt war.
Zu unserer Erleichterung war kein Krebs sichtbar.
Dies war vorweg einer meiner Gedanken, da die Blutung doch nicht „normal“ riecht, was der Arzt uns auch bestätigte. Dies könne jedoch von den Bakterien her stammen, und wir wurden dabei auch auf die momentane Gefahr einer Infektion hingewiesen.
Der Arzt schlug eine Behandlung mit Antibiotika und einem Hormonpräparat vor.
Er hat dabei auch ein blutstillendes Mittel erwähnt, wobei ich jedoch nicht weiß ob es sich hierbei um ein Kombinationspräparat handelt, da insgesamt lediglich zweimal gespritzt wurde.
Das „Metro-Adnex-Injeel“ könne man weitergeben, muss man aber nicht. Wir haben es nun abgesetzt.
Ich muss gestehen das ich zuvor mit dem Arzt über die hormonelle Behandlung diskutierte, da ich im Internet über evtl. später auftauchende Nebenwirkungen (Bildung von Tumoren) gelesen habe und mich dies doch etwas abschreckte. Von einer OP riet mir vorerst der Arzt einmal ab, denn primär sei es wichtig die Blutung zu stillen.
So wählte ich hoffentlich zu diesen Zeitpunkt das „geringere Übel“.
Wie vereinbart waren wir dann gestern zur Verabreichung eines weiteren Antibiotikums beim Arzt. Bei dieser Gelegenheit wurde auch Eisen und Vitamin K mittels Spritze gegeben. Die Messung der Körpertemperatur ergab einen erhöhten Wert von 39,8°C.
Der Arzt meinte das dies durch die starke Aufregung bei der Behandlung käme. Auch sah er die Blutung etwas am Boden. Sie schien erfreulicherweise heller bzw. fleischfarbener zu werden.
Doch zu Hause angekommen war es wieder der gleiche tiefrote Farbton. Wahrscheinlich hat sie vor lauter Aufregung dabei etwas Urin gelassen. Im Blut sind seit kurzem auch kleine gehärtete Blutklümpchen zu sehen. Die Stärke der Blutung hat bis jetzt nicht nachgelassen und wir nehmen ohne Übertreibung an das sie insgesamt ca. einen 1/2 Liter Blut verloren hat.
Generell war unsere Hündin bei beiden Behandlungen sehr stark aufgeregt. Ein ruhig halten auf dem Untersuchungstisch war trotz drei anwesenden Personen fast nicht möglich. Sie ist dort wie ausgewechselt. Man würde sich wünschen sie wäre zu Hause auch so kräftig und lebendig.
Statt dessen war sie an den Abenden nach dem Arztbesuch apathisch und sehr müde. Das Aufstehen und Gehen am Morgen fällt Ihr sichtlich schwer. Am Tag steht sie überwiegend und es hat den Anschein als ob sie sich nicht gerne hinsetzen bzw. hinlegen möchte.
Das Futter nimmt sie nur zaghaft und auch nicht immer an, jedoch trinkt sie in den letzten Tagen viel Wasser.
Sie dürfte auch zu Hause in Ruhe erhöhte Temperatur haben.
Wir haben Angst das unsere Hündin langsam verblutet. Sie läst erkennen das sie von Tag zu Tag schwächer wird. Sie hinkt mittlerweile mit der linken Vorderpfote. Sollte sich nicht bald eine Verbesserung abzeichnen, wissen wir nicht mehr was wir tun sollen.
Wären vielleicht noch andere Untersuchungen für eine Diagnose hilfreich?
Könnte es auch einen anderen Ursprung für die Blutungen geben?
Wäre schließlich eine andere Behandlung außer der Totaloperation möglich? Falls nicht, können Sie uns einen Rat vor dieser OP geben? Wie hoch wäre das Risiko bei so einer OP?
Wir wären sehr froh falls jemand einen Rat für uns hätte und bedanken uns vorweg für das Bemühen uns eine Antwort zu geben.
Mit freundlichen Grüssen
Alexander