Kot fessen - Vitaminmangel?

      Hallo!

      Ich hatte schon einmal hier gepostet, dass meine knapp 8 Monate alte Hündin immer das Katzenklo plündert. Ich habe daraufhin erfahren, dass das öfter vorkommt, der Kot von Fleischfressern wie Katzen aber gefährlich für den Hund ist. Ich habe es auch geschafft, ihr den Zugang zum Katzenklo mit einigen Tricks zu versperren.
      Wenn wir allerdings irgendwo zu besuch sind, wo es Katzen gibt, steuert sie immer zielstrebig das Katzenklo an. Auch Zuhause beißt sie den Beute mit der katzensch... auf, wenn man nicht aufpasst. Sie frisst auch Kuh oder Pferdekot. Und auch auf Vogelkot steht sie offenbar, leckt daran oder wälzt dich darin.
      Ich habe jetzt von mehreren Leuten gehört, dass das auf einen Vitaminmangel zurück zu führen sein kann. Welches Vitamin ich da zugeben soll wusste aber keiner mehr so genau. Ich habe eigentlich extra hochwertiges Premiumfutter für Junge Hunde gekauft, damit sie während des Wachstums optimal versorgt wird.
      Kann es wirklich ein Vitaminmangel sein???
      Wenn jemand mehr darüber weiß, wäre ich über eine Auskunft dankbar!
      Es ist der Tod der wie ein Stern unverhofft vom Himmel fällt....

      Lina 20.10.03 - 22.01.06
      Hallo Frisko,

      habe kürzlich folgende Stellungsnahme gelesen:
      "Warum frisst mein Hund soviel Gras? Aus welchem Grund zieht er Wasser aus Pfützen oder Teichen seiner mit frischem Wasser gefüllten Wasserschüssel vor? Igitt, was veranlasst ihn Kot von fremden Tieren (oder Menschen) oder gar seine eigenen Hinterlassenschaften aufzufressen?

      Für uns Menschen tut der Hund hier Dinge, die wir nicht verstehen, dabei versucht er sich auf diese Weise nur das zu holen, was sein Körper braucht, z.B. Bakterien!

      Bakterien – welchen Zweck hat das? Diese Kleistlebewesen (es gibt „gute“ und „böse“ davon) besiedeln den Darm unseres Hundes (natürlich trifft dies auch für alle anderen Tiere und auch auf uns Menschen zu), sie sind sozusagen die Darmflora.

      Würde unser Hund in der „Natur“ als Wildtier leben würde er als Mahlzeit auch Aas zu sich nehmen und somit auch seinen „Bakterienbedarf“ stillen. Diese Nahrungsquelle steht unseren Haustieren nicht zur Verfügung, denn das Futter, welches sie von uns erhalten, sei es nun Fertigfutter oder frisches Fleisch ist weitgehend bakterienfrei.

      Darmflora – für was wird sie gebraucht? Sie ist entscheidend für die körperliche Abwehrkraft. Täglich gelangen Pilze, Viren und „böse“ Bakterien in den Körper. Die körpereigenen Abwehrkräfte bekämpfen nun diese Eindringlinge. Die „guten“ Darmbakterien haben die Aufgabe, die Erreger, welche die Magenpassage überstehen, im Darm zu vernichten. Damit die Darmflora diese Arbeit erledigen kann, muss sie natürlich intakt sein. Dies ist aber häufig nicht der Fall. Schon eine einzige Antibiotika Behandlung (Antibiotika tötet nicht nur die „bösen“ sondern auch die „guten“ Bakterien ab) kann die Darmflora für mehrere Jahre stark schädigen. Chronische Durchfälle oder Verstopfung zeigen häufig eine gestörte Darmflora an.

      Verschiedene Firmen haben bereits Produkte entwickelt, welche die Darmflora unserer Heimtiere im Kampf gegen die gesundheitsfeindlichen Mikroorganismen unterstützen. Neben Darmbakterien werden auch Lactobazillen zugeführt. Diese natürliche Bekämpfung von „bösen“ durch „gute“ Organismen wurde bereits am Ende des 19. Jahrhunderts durch den russischen Biologen und Medizin Nobelpreisträger Ilja Merschnikow entdeckt, gewinnt aber erst in jüngster Zeit an Bedeutung, da man sich aufgrund zunehmender Resistenten nicht mehr auf die Wirkung von Antibiotika verlassen kann.

      Nun will die Darmflora aber nicht nur „aufgebaut“ werden, sondern auch „gepflegt“. Die zugeführten Bakterien können nämlich nur dann optimal arbeiten, wenn sie alle notwendigen Stoffe erhalten. Sie benötigen Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Bei den Vitaminen ist vor allen Dingen darauf zu achten, dass eine ausreichende Menge an Vitamin K1 zugeführt wird. Beobachtet man Raubtiere in der Natur, so fressen diese bei ihren Beutetieren (vornehmlich bei Wiederkäuern) sehr oft den Magen- und Darminhalt zuerst. Sie tun dies, um neben anderen Vitaminen und Mineralstoffen das für die Darmflora enorm wichtige essentielle Vitamin K1 (und die beim Wiederkauvorgang aus Vitamin K1 entstehenden K2 - Formen) aufzunehmen.

      Vitamin K1 ist nicht zu verwechseln mit dem leider noch immer in der Tiernahrung verwendetem, potentiell toxischen Menadion oder Vitamin K3, von dem zahlreiche Schadwirkungen bekannt sind!"

      Auf Grund dessen solltest Du Deinem Trockenfutter mit frischen Pansen ( 2x wöchentlich ) und Harzer Käse sowie frischen Kräuter aufwerten. Das Ergänzungspulver (Bio-Darmpulver) der Fa. Vet-Concept ssl.kundenserver.de/s38088968.…shopdata/index.shopscript soll auch schon Wunder verbracht haben.

      Viele Grüsse
      Frank


      Lass die Medizin im Gefäß des Apothekers, wenn Du Deine Patienten durch Nahrung heilen kannst. (Hippokrates, berühmter griechischer Arzt des fünften Jahrhunderts)