Vom Hund der Angst vor Enten hat....

      Vom Hund der Angst vor Enten hat....

      Als es am Donnerstag sehr warm war, hatten wir einen Termin zum Fotoshooting am See.

      Schöne Wasserbilder wollten wir machen. Soviel zur Theorie.

      Wir gingen gemütlich zum Seeufer, als mich plötzlich etwas stoppte. Ein heftiger Ruck der Leine in entgegengesetzter Richtung. Der Hund blockierte, die Leine war straff. :snooty:
      Als ich mich umdrehte, saß da ein Häufchen Elend hinter mir. Das schleckte sich wie wild um den Mund, zitterte, legte die Segelohren auf Halbmast und kniff die Rute bis an den Bauchnabel. Die Augen gleichten einem Reh, dass vor einem Wolf steht. :eek:

      :eh: Ich war mehr als perplex, verwirrt und verwundert. Die Flugzeugangst hatten wir ja besiegt.
      :think:
      Da suchte ich das Objekt der Angst und entdeckte auf dem See zwei Enten, die friedlich auf den Wasser trieben.

      Neee, oder? :doh:

      Doch! :zustimm:

      Mein Hund blockiert tatsächlich wegen der Enten. :rolleyes:

      Die Wasserbilder fielen dann aus, und wir verlegten das Shooting in den Wald, in dem keine Enten sind.

      Auf dem Weg in den Wald, begegneten wir 2 Pferden. Wir ließen sie passieren mit einem großen Abstand. Danach brauchte mein Hund einige Minuten um wieder anspechbar zu sein.

      :shhh: Doch somit nicht genug. Nach ein paar Fotos, begann ein Kuckuck zu "singen". :whistle: Die Geräusche des Kuckucks, ließen ihn Angst und Bange werden.

      Den Kuckuck konnte ich mit sinnlosem Geträller übertönen, so wurde der Hund wieder entspannt.

      Es entstanden noch schöne Bilder und der Hund konnte sich richtig austoben. :cool:

      ---

      So als kleinen Einblick in den Tagesablauf mit einem Hund, der Gespenster sieht. :wink:
      :D

      Mein Hund hat ja schon Angst vor Katzen, Kaninchen und sonstigem Kleingetier wie Rennmäuse & Co.

      Aber das mit den Enten schockte mich dann doch etwas. :lol:

      Na demnächst wundert mich aber gar nichts mehr, wenn er Angst hat.

      Diesen Blick werde ich aber nie vergessen. Es war wie als würde er sagen: "Ohgott Frauchen guck mal da die Enten, die gucken mich an und die gucken so böse und die wollen mich beissen, MAMA Hilfe, die gucken schon wieder, die wollen mich fressen, Hach Frauchen nun hilf mir doch, wir müssen schnell weg hier, bevor die kommen und uns fressen. Schnell schnell weg hier! Ohje die schwimmen in unsere Richtung :eek: Hüüüülllllllffffeeeeeeeeeeeee"
      Original von bodytalk:
      Die Wasserbilder fielen dann aus, und wir verlegten das Shooting in den Wald, in dem keine Enten sind.


      Das hätte ich jetzt nicht gemacht. Aaron war anfangs ja auch hin und wieder sehr ängstlich, aber inzwischen ist sein Vertrauen zu mir so gefestigt, dass er sich schnell beruhigt, wenn ich ihm vermittel, dass alles okay ist.

      Ich weiß nicht, aber wenn der Rudelführer vor Enten "flüchtet", dann erscheinen sie dem Hund doch erst recht gefährlich. Stattdessen hätte ich mich ruhig hingesetzt oder die Enten vielleicht sogar gefüttert um dem Hund zu zeigen, dass man nicht wegrennen muss.
      Original von Susa65
      Original von bodytalk:
      Die Wasserbilder fielen dann aus, und wir verlegten das Shooting in den Wald, in dem keine Enten sind.


      Das hätte ich jetzt nicht gemacht. Aaron war anfangs ja auch hin und wieder sehr ängstlich, aber inzwischen ist sein Vertrauen zu mir so gefestigt, dass er sich schnell beruhigt, wenn ich ihm vermittel, dass alles okay ist.

      Ich weiß nicht, aber wenn der Rudelführer vor Enten "flüchtet", dann erscheinen sie dem Hund doch erst recht gefährlich. Stattdessen hätte ich mich ruhig hingesetzt oder die Enten vielleicht sogar gefüttert um dem Hund zu zeigen, dass man nicht wegrennen muss.


      Mit was sollte ich die Enten füttern? Mit Hundeleckerlies? :confused:

      Ich nehme meinen Hund lieber aus so einer Situation raus, als da zu verharren, mit einem Hund der sich schreihend rückwärts in die Leine wirft und fast einen Herzinfarkt erleidet. :sad:

      Vertrauen festigen tue ich seit er auf der Welt ist. Er hat einfach einen Knacks. Nicht erzieherisch. Das liegt bei dem in dem Genen. Da scheint wohl einiges schief und krumm gelaufen zu sein und nicht zu passen. :wink:

      Und es ist ein himmelweiter Unterschied, ob du einen Hund hast, der ängstlich ist, oder einen der panisch ist.

      Einen Angsthund habe ich auch schon wieder hinbekommen.

      Mein Hund ist in solchen Situationen nicht ansprechbar, lässt sich auf nichts ein.
      Nicht einmal eine läufige Hündin in der Stehzeit könnte ihn vom Gegenteil überzeugen. (Alles schon getestet). Er macht einfach dicht.

      Um ihm diesen Stress zu ersparen nehme ich ihn aus der Situation.

      Der kleine Poser soll auch zu keinem Shooting gezwungen werden. Er soll Spaß daran haben und entspannt sein. Nicht gezwungen, unter Stress.

      Wer der Meinung ist, er könnt meinen Hund vom Gegenteil überzeugen, in solchen Momenten, soll hier her fahren und es tun.
      Dieser einer wäre nicht der erste, der merkt, dass es nicht so klappt wie man immer sagt, wenn man diesen Hund nicht live gesehen hat. :wink:
      Hey Bodytalk,

      aus deinen älteren Threads kann ich mich noch erinnern, was für ein 'Schisser' du hast. :hug:

      Verhaltensbiologen diskusstierten früher heftig darüber, ob Verhalten in seiner Mehrheit angeboren oder doch erlernt ist! Heute weiß man, dass sich erworbene und angeborene Anteile gegenseitig beeinflussen.

      Manchmal muß ein Mensch einfach akzeptieren, dass sein Hund 'Verhaltensauffällig' ist, und dass dieser 'Gendefekt' niemals ganz zu 'reparieren' ist.

      Als Beispiel:
      Wenn ein Samenkorn als Summe der angeborenen, genetischen Verhaltensanlagen auf einem Asphaltboden fällt, so wird es in dieser Umwelt seine ererbten Anlagen nicht entwickeln können. :sad:
      Ist zwar fruchtbarer Boden vorhanden, aber dem Samenkorn fehlt es an entsprechender genetischer Anlage, so wird das Korn nur schwach aufgehen. :sad:
      Nur wenn ein Korn mit guten Anlagen auf fruchtbaren Boden fällt, zu gegebener Zeit die richtige Menge Regen und Sonne erhält, so wird es keimen und wachsen. :smile:
      Gute ANlagen können sich nur dann entwickeln, wenn sie vorhanden sind. Wenn sie fehlen, kann auch kein bestimmtes Verhalten entstehen.
      Angeborenes und ERlerntes bedingen und ergänzen sich also gegenseitig. Das eine ist nichts ohne das andere.

      Ich finde gut, dass du das Verhalten deines Hundes mit Humor nehmen kannst :hug:

      Edit
      Aus dem Buch: Die Welt in seinem Kopf. (Über das Lernverhalten von Hunden) von D. Schneider
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „neonworksii“ ()

      Original von neonworksii:
      Verhaltensbiologen diskusstierten früher heftig darüber, ob Verhalten in seiner Mehrheit angeboren oder doch erlernt ist! Heute weiß man, dass sich erworbene und angeborene Anteile gegenseitig beeinflussen.


      Ausgestanden ist die Anlage-Umwelt-Debatte noch immer nicht und es wird weiterhin kontrovers diskutiert.

      Ich möchte nun nicht den Behaviorismus zu 100% befürworten, aber ich bin doch eher davon überzeugt, dass die Genetik eine untergeordnete Rolle spielt. Es ist richtig, dass die Erbanlagen bestimmte Grenzen setzen, aber es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass "abnormale Angst" in den Genen verankert ist. Es mag eine genetische Disposition in diese Richtung geben, was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass daraus ein panischer Hund hervorgehen muss.

      Entscheidend sind immer die äußeren Umwelteinflüsse und gerade was Ängste betrifft, basieren diese überwiegend auf Lernverhalten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Susa65“ ()

      Bodytralk:
      Ich nehme meinen Hund lieber aus so einer Situation raus, als da zu verharren, mit einem Hund der sich schreihend rückwärts in die Leine wirft und fast einen Herzinfarkt erleidet.

      Vertrauen festigen tue ich seit er auf der Welt ist. Er hat einfach einen Knacks. Nicht erzieherisch. Das liegt bei dem in dem Genen. Da scheint wohl einiges schief und krumm gelaufen zu sein und nicht zu passen.

      Und es ist ein himmelweiter Unterschied, ob du einen Hund hast, der ängstlich ist, oder einen der panisch ist.

      Einen Angsthund habe ich auch schon wieder hinbekommen.

      Mein Hund ist in solchen Situationen nicht ansprechbar, lässt sich auf nichts ein.
      Nicht einmal eine läufige Hündin in der Stehzeit könnte ihn vom Gegenteil überzeugen. (Alles schon getestet). Er macht einfach dicht.

      Um ihm diesen Stress zu ersparen nehme ich ihn aus der Situation.



      Ok..
      Ich muss einfach was dazu schreiben.

      1. Ich bin die totale Spaßbremse gerade, das ist mir durchaus bewusst,
      aber ich bin in vielen Lebenslagen ein Mensch, der nicht lachen kann, wenn es Andere tun,
      also was solls..

      2. Ich habe ebenfalls einen "Angsthund".
      Einen Hund, der Phobien entwickelt hat.
      Und zwar genau so wie du es beschreibst, eventuell noch heftiger.

      Mein Hund kommt aus wirklich entsetzlichen Verhältnissen,
      das heißt aber nicht, dass er nicht lernen kann.
      Deiner kann das auch, das liegt an dir.

      Genauso wie es an mir lag, dass mein Hund sich erst so hineinsteigern konnte.

      Ich hatte folgende Probleme:

      fremde Hunde:
      Lösten bei ihm aus, dass er wegrannte.
      Habe ihn dann an der Leine führen müssen und was zeigte sich da:
      Der Hund nutzte den Radius seiner Schleppleine, riss und schmiss sich hinein, schrie wie am Spieß wie ich noch nicht gehört hatte, bepinkelte sich, war einfach nur von Sinnen, nichts mit Ansprechbarkeit, keine Bereitschaft Futter zu nehmen, einfach nur die blanke Panik.

      Und was hätte ich nun machen sollen? Jedem Hund ausweichen, damit er keinen Herzinfarkt erleidet?
      Nein. Ich habe ihn nicht aus der Situation genommen, ich habe ihn zu mir geholt, ja regelrecht geschliffen, da er sich so dagegen wehrte. Ich habe mich hingehockt, ihn zwischen meinen Beinen geparkt und festgehalten, bis er sich beruhigte und den Griff immer mehr gelockert.
      Natürlich habe ich darauf geachtet, das kein Hund ihn schikaniert, aber da sein durften sie schon und auch mal freundlich schnuppern.
      Irgendwann kam er von ganz alleine zu mir und bleib tapfer neben mir sitzen.
      Dann kam der Tag wo das Ganze ohne Leine ging,
      dann kam der Tag an dem ich ohne Leine einfach an einem riesigem Rottweiler (sein absoluter persönlicher Ober-Panikhund) vorbeiging und meine Schnuffel ganz tapfer zu mir aufsah.
      Und DANN kam der Tag, an dem mein Hund zusammen mit bekannten Hunden mit fremden Hund über Wiesen tobte und strahlte. Da habe ich geweint vor Freude.

      Er ist zudem halbseitig blind und ist die Treppe runter gefallen.
      Er hat genau das Gleiche Panikverhalten gezeigt, wenn wir uns der Treppe näherten.
      Der Hund drehte wirklich völlig durch.
      Nicht wieder zu erkennen, hat mir während des "Trainings" die ganze Treppe bepinkelt und so laut geschrien, dass mich die Nachbarn fragten, was denn nur passiert sei.
      Der Hund tat Allen leid, warum ichihm das antäte, es wäre besser ihn weiterhin zu tragen.
      Ich hab es durchgezogen, mit Ruhe und Geduld.
      Und nun läuft Er ganz von alleine auf Kommando herunter und wieder hoch, stoppt auf der Treppe und geht sogar eigenständig runter, wenn er raus muss.

      Auch hatte er aufgrund eines Stromschlages auf der Pferdekoppel eine Phobie gegen Pferde entwickelt auch gegen den Ort an dem es passierte. Er biss Leinen durch um von dort "zu entkommen"
      Er schrie, raste und tobte..
      Ich brauchte wirklich viel Geduld um das durchzustehen.
      War kurz davor aufzugeben und zu sagen: Ich kann ihn eben nicht mitnehmen, bleibt er zu Hause.
      Aber ich habs nicht und mittlerweile kann er wieder unangleint mitkommen und geht sogar am Pony spazieren.

      Nichts ist unmöglich.
      JEDER Hund kann lernen.

      Ich weiß, dass mein Hund immer mal wieder eine Baustelle sein wird.
      Ich weiß, dass er ein Hund ist, der extrem schnell Ängste aufbaut,
      Phobien entwickelt.
      Aber ich kann dem entgegenwirken und das sehr effektiv.
      Wer einmal erlebt hat,wie in ein "altes Hundegesicht" das Lachen zurückkehrt,
      nur der kann nachvollziehen,dass es nicht traurig ist, wenn man die Welpen-Zeit nicht mit seinem Hund verbracht hat..
      Wuselrudel=Mopsmom :wink:
      Hey Susa,

      du hast recht. Aus einem ängstlichen Hund muß nicht ein Panikhund werden, aber kann aus ihm ein selbstsicherer, mutiger Hund werden?

      Habe ich dieses Buch schon mal empfohlen? :think:

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      Wenn es sich tatsächlich 'nur' um Ängstlichkeit handelt, kann sicher regulierend eingeriffen werden. Der Hund kann lernen, dass das Angstauslösende Objekt nicht gefährlich ist. Wenn aber der Hund voller Panik sabbernd, speichelnd und schreiend in der Leine hängt, kann er nicht mehr lernen. Der Kopf ist dann blockiert. Dann kann man ihn nur noch aus der Situation befreien und warten bis er sich wieder beruhigt hat. So eine Angst ist nicht durch 'schönfüttern' zu beheben. Auch nicht durch wiederholtes 'Schönfüttern' !
      (@Susa Ich bin sicher das du dich aufgrund der Situation deines Sohnes damit auskennst. :hug: Bitte berichtige mich, falls das nicht stimmt)

      Emotionale Stressfaktoren die der ungeborene Welpe (bzw. seine Mutter) ausgesetzt ist, zusätzliche anstrengende Bedingungen kurz nach der Geburt führen oft zu lebenslangen nachteiligen Einfluss auf die Art und Weise, wie Hunde mit Angstsituationen umgehen.
      Natürlich kann man nicht sagen, zu wieviel Prozent sich die 'Charaktereigenschaft' Angst bereits vor der Geburt genetisch (nicht lern- und erfahrungsbedingt!) gefestigt hat, aber das ist sicher nicht ein kleiner Prozentsatz.
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)
      Original von Wuselrudel

      Mein Hund kommt aus wirklich entsetzlichen Verhältnissen,
      das heißt aber nicht, dass er nicht lernen kann.
      Deiner kann das auch, das liegt an dir.


      Ängste, die durch negative oder keine Erfahrungen entstehen, bekommt man durch positive Erfahrungen gut wieder in den Griff.

      Keine Frage, mein Hund wurde mehrmals heftig gebissen.
      Er rannte dann weg vor anderen Rüden.
      Nun ist es so, dass er sich zwischen meine Beine stellt oder setzt, da ist er sicher, so viel zu Vertrauen :wink:

      Aber Enten haben ihn nun wirklich weder angefallen noch gejagt, im Gegenteil. Er jagte letztes Jahr die Enten hier am Gewässer.

      Trotz keinerlei negativ Erfahrung hat der Hund nun Panik.


      Original von Wuselrudel

      ich habe ihn zu mir geholt, ja regelrecht geschliffen, da er sich so dagegen wehrte. Ich habe mich hingehockt, ihn zwischen meinen Beinen geparkt und festgehalten, bis er sich beruhigte und den Griff immer mehr gelockert.
      Natürlich habe ich darauf geachtet, das kein Hund ihn schikaniert, aber da sein durften sie schon und auch mal freundlich schnuppern.
      Irgendwann kam er von ganz alleine zu mir und bleib tapfer neben mir sitzen.



      Freut mich für deinen Hund, dass er so gelernt hat.
      Mein Hund hätte die anderen in dem Moment heftigst gebissen. Frauchen beschützt ihn ja nicht, als "Führer" somit nimmt er das selbst in die Hand.

      Wenn der Panik hat, macht der einfach dicht. Da geht nix mehr rein, der Hund ist voll im Glauben, ich zwinge ihn und schütze ihn nicht, somit kann er sich auf mich nicht verlassen.

      Am See.. wäre ich in Badesachen da gewesen, hätte nix vor gehabt, und viel viel Zeit, dann wäre ich schwimmen gegangen, zu den Enten hin. Da wäre er mir dann hinterher. Aber ich schicke ihn nicht alleine in die - für ihn - Gefahr. :confused:


      Ich liebe meine Scooby Doo, ja :D
      Du verstehst anscheinend nicht was ich meine.
      Mein Hund hat anfangs auch nichts annehmen können, gar nicht.
      Er hatte ausschließlich Panik und fühlte sich wohl auch "einfach nur gezwungen".

      Wenn ein Hund aber sein Verhalten schon so gefestigt hat, bleibt nunmal nichts Anderes übrig.
      Diesen Schritt heißt es auszuhalten und zu überwinden, wenn möglich eben mit einem versierten trainer an der Seite, der Erfahrung mit Angsthunden hat. (Zum Beispiel einen von Canis Kynos-Nadine Mathews gibt immer wieder Seminare und Workshops zu dem Thema)



      neonworski: Wenn es sich tatsächlich 'nur' um Ängstlichkeit handelt, kann sicher regulierend eingeriffen werden. Der Hund kann lernen, dass das Angstauslösende Objekt nicht gefährlich ist. Wenn aber der Hund voller Panik sabbernd, speichelnd und schreiend in der Leine hängt, kann er nicht mehr lernen. Der Kopf ist dann blockiert. Dann kann man ihn nur noch aus der Situation befreien und warten bis er sich wieder beruhigt hat. So eine Angst ist nicht durch 'schönfüttern' zu beheben. Auch nicht durch wiederholtes 'Schönfüttern' !


      Nein, denn ein Hund frisst auch nicht in einer solche Situation.
      ZU WARTEN, bis er sich beruhigt hat, empfinde ich als ebensolches "Im Stich lassen" wie zu warten, bis sich ein Kind aus einem hysterischen Anfall selbst herausholt.
      Das Einzige, was wirklich Sinn macht, ist einem hysterischem Kind, oder einem Hund mit Panikanfall sehr bestimmt und zutiefst überzeugt vom eigenen Tun einen Ausweg zu zeigen.
      ICH BIN DA, ALLES WIRD WIEDER GUT, DU WIRST DICH JETZT BERUHIGEN.
      Nichts anderes habe ich mit dem Schäfchen gemacht. Ich habe ihm absolut konsequent, vollkommen ruhig und überzeugt klar gemacht, dass die Flucht die schlechtere Wahl ist, dass ich weiß, was zu tun ist. Ich weiß was für uns gut und richtig ist, ich gebe den Weg vor.
      Und genauso wie ein Kind, dass zutiefst verwirrt ist und nach Antworten sucht, auf seine existentiellen Fragen, nimmt auch ein Hund diese Antwort sehr schnell an.

      Das ist es, das befreit den Hund aus der Situation.
      Die gemeinsame Flucht nicht.
      Das Zugeständnis an seine überwältigende Angst auch nicht.

      Negative Erfahrungen können manchmal so "nichtig" für uns Menschen aussehen,
      dass wir sie nichtmal bemerken.
      Das meinte ich eben damit, dass es Hunde gibt,
      die so leicht ängstlich reagieren, dass sie mir nichts dir nichts eine Phobie entwickeln.
      Das ist bei meinem Hund auch so.
      Deshalb schrieb ich auch, dass diese Hunde immer Baustellen bleiben,
      wohlmöglich nie wirklich saouverän, sicher und mutig werden.
      Aber mutigER und sicherER..
      Und man muss sehr wachsam sein, so ein Hund verknust Unachtsamkeiten nicht so einfach.
      Achtet man aber auf all das, kann es sein, dass der Hund sich in seine Ängste NICHT weiter hineinsteigert, sondern immer mehr ablegt.
      Wer einmal erlebt hat,wie in ein "altes Hundegesicht" das Lachen zurückkehrt,
      nur der kann nachvollziehen,dass es nicht traurig ist, wenn man die Welpen-Zeit nicht mit seinem Hund verbracht hat..
      Wuselrudel=Mopsmom :wink:
      Original von neonworksii:
      Aus einem ängstlichen Hund muß nicht ein Panikhund werden, aber kann aus ihm ein selbstsicherer, mutiger Hund werden?


      Angst und Panikreaktionen sind generell in den Genen angelegt. Wie schnell nun Angst / Panik beim einzelnen Hund hervorgerufen wird, ist individuell unterschiedlich. Durch entsprechende Stimulation kann man jeden Hund in Panik versetzen, den einen früher und den anderen später. Diese individuellen Unterschiede kann man nicht weg-therapieren oder ab-erziehen. Das ist beim Menschen ja auch so.
      Ein ängstlich veranlagter Hund kann also durchaus auch selbstsicher und mutig sein, nur wird er seine Grenze früher erreichen als einer, dessen Angstschwelle höher liegt.

      Eine gewisse Veranlagung zu stärkerer Ängstlichkeit ist durchaus gegeben (man nennt das Neurotizismus), wobei man davon ausgeht, dass der Anteil der Vererbung bei 30% liegt. Die Genetik hat also durchaus einen Einfluss auf das Angstverhalten, aber der Großteil ist eben NICHT genetisch erklärbar. Angst wird größtenteils erlernt und kann somit auch wieder verlernt werden.

      Original von neonworksii:
      Wenn es sich tatsächlich 'nur' um Ängstlichkeit handelt, kann sicher regulierend eingeriffen werden. Der Hund kann lernen, dass das Angstauslösende Objekt nicht gefährlich ist. Wenn aber der Hund voller Panik sabbernd, speichelnd und schreiend in der Leine hängt, kann er nicht mehr lernen. Der Kopf ist dann blockiert. Dann kann man ihn nur noch aus der Situation befreien und warten bis er sich wieder beruhigt hat. So eine Angst ist nicht durch 'schönfüttern' zu beheben. Auch nicht durch wiederholtes 'Schönfüttern' !


      Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es auch notwendig sein kann, einen Hund aus einer Situation zu nehmen.
      Generell aber lässt sich eine Angststörung nicht mit einer Vermeidenshaltung lösen, sondern man erreicht damit eher das Gegenteil.
      Das "Ausruhen" auf einem "Gendefekt" halte ich persönlich für den völlig falschen Weg.

      Ansonsten hat Wuselrudel alles ganz wunderbar erklärt :zustimm:
      Ehrlich hätte ich mich damit begnügt - mit den Worten, sind halt die Gene, könnte ich mit Tammi immer noch nicht vernünftig spazier gehn.
      Sie hatte vor allen Verkehrsmitteln, Drachen, Straßenabsperrungen, anderen Hunden etc. panische Angst.

      An Schön - Futtern war in solchen Situationen garnicht zu denken aber ich habe sie auch erstmal aus der Situation erlößt.

      Nächsten Tag aber genau den Panikmacher wieder gesucht und den Hund Stück für Stück näher heran geführt.

      Eine Menge Fingerspitzengefühl gehört neben Geduld dazu. Leider Gewitter und Feuerwerk sind bei meiner geblieben.

      Manchmal auch ein Nicht-Nachgeben - bei einem Knall (z.B Fehlzündung am Auto), wollte meine auch immer sofort zurück ,da gehe ich hinter Tammi und sage streng und Du gehst vorwärts (aber bloß nicht an der Leine ziehen).
      Das klappt aber nur weil sie bei einem Knall noch nicht in der Panikwelt ist. Feuerwerke werde ich wohl immer meiden müssen .

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Tammi H.“ ()

      Original von Wuselrudel
      sehr bestimmt und zutiefst überzeugt vom eigenen Tun einen Ausweg zu zeigen.
      ICH BIN DA, ALLES WIRD WIEDER GUT, DU WIRST DICH JETZT BERUHIGEN.


      Und praktisch heisst das was? :eh:

      Wie reagiert man bei einem Hund, der mal ganz entspannt bus fährt, manchmal ängstlich, manchmal nervös ist, manchmal richtig panik hat, und heute nervös rumfiebt, mir auf den Schoß klettert, schreit und zittert und mir auf die Schulter steigt?

      Dabei fragt ihn jemand NAAA du was hast du denn?, es macht RATSCH und die Nase des Mannes ist fast ab?

      Danach springt der Hund auf den Boden, hechelt stark, japst, fiept, schwanz bis an den Bauch geklemmt.

      Und das im Bus fahren kennt er seit er 5 Wochen alt war. Er hat es tatsächlich beherrscht. Bin nunmal darauf angewiesen und werde auch wie die letzten 3 Jahre immer wieder mit ihm im Bus fahren. Solange halt bis mich die Busfahrer alle rausschmeissen.

      Über praktische Tipps zum Umsetzen freue ich mich.

      Genauso wie er Enten vor nem Jahr noch gejagt hat und nun plötzlich Panik vor hat...? Was habe ich da erzieherisch falsch gemacht? Eine Ente hatte ihn noch nie angefallen oder so. Ich rufe auch nicht Pfui und werde hysterisch wenn er jagd.
      bodytalk - ich glaube mit Deinem Hund wäre hier jeder überfordert.
      Ist ja nun garnicht mehr normal das Ängste auftreten, wovor der Hund keine Angst mehr hatte oder nie hatte.
      Selten das ich direkt zu einem Profi rate aber ich glaube da baucht man Hilfe. Schon um zu klären ob nicht auch was wirklich krankhaftes dahinter stecken könnte.
      Frage am Rande : weshalb kam er schon nach 5 Wochen zu Dir ?
      bodytalk: Wie reagiert man bei einem Hund, der mal ganz entspannt bus fährt, manchmal ängstlich, manchmal nervös ist, manchmal richtig panik hat, und heute nervös rumfiebt, mir auf den Schoß klettert, schreit und zittert und mir auf die Schulter steigt?

      Dabei fragt ihn jemand NAAA du was hast du denn?, es macht RATSCH und die Nase des Mannes ist fast ab?

      Danach springt der Hund auf den Boden, hechelt stark, japst, fiept, schwanz bis an den Bauch geklemmt.

      Und was machst du?
      Wo bleibst du in der Situation?

      Mein Tipp:
      Insgesamt viel mehr die Führung übernehmen.
      Ich würde mit dem Hund üben, dass er während der Fahrt zwischen meinen Beinen sitzt und sich dort auch nicht wegbewegen darf, auch nicht auf meinen Schoß-kein Gehampel.
      Allein das gibt schon mehr Sicherheit, da er weiß, was er zu tun hat.
      Außerdem schirmst du ihn so ab. Fremde Menschen werden schon wenn sie lange gucken angesprochen, dies bitte zu unterlassen und sich dem Hund nicht zu nähern.

      bodytalk: Genauso wie er Enten vor nem Jahr noch gejagt hat und nun plötzlich Panik vor hat...? Was habe ich da erzieherisch falsch gemacht? Eine Ente hatte ihn noch nie angefallen oder so. Ich rufe auch nicht Pfui und werde hysterisch wenn er jagd

      Und wieder:
      Wo bleibt dein Einsatz?
      Du schreibst es so, als wäre es schlimm zu schimpfen, wenn der Hund jagd...?!

      Du musst deinem Hund Hund Grenzen setzen. Grenzen geben auch Sicherheit.
      Der Hund weiß, dass er in sich in einem "sicheren Netz" bewegen kann,
      in dem du sie Situation kontrollierst.


      bodytalk: Ich nehme meinen Hund lieber aus so einer Situation raus, als da zu verharren, mit einem Hund der sich schreihend rückwärts in die Leine wirft und fast einen Herzinfarkt erleidet.

      Das meine ich.
      Wenn du die Situation daraufhin abbrichst bestätigst du den Hund voll in seiner Angst und es wird schlimmer werden. Wenn, dann geh der Situation GANZ aus dem Weg, so dass er erst gar kein Meideverhalten zeigen muss.


      bodytalk: Wir gingen gemütlich zum Seeufer, als mich plötzlich etwas stoppte. Ein heftiger Ruck der Leine in entgegengesetzter Richtung. Der Hund blockierte, die Leine war straff.
      Als ich mich umdrehte, saß da ein Häufchen Elend hinter mir. Das schleckte sich wie wild um den Mund, zitterte, legte die Segelohren auf Halbmast und kniff die Rute bis an den Bauchnabel. Die Augen gleichten einem Reh, dass vor einem Wolf steht.

      -------
      bodytalk: Die Wasserbilder fielen dann aus, und wir verlegten das Shooting in den Wald, in dem keine Enten sind.

      Und genau das Selbe hier.
      Ales ist gut.
      Man geht gemütlich spazieren.
      Dein Hund zeigt plötzlich Meideverhalten.
      Die Situation wird sofort abgebrochen, ihr geht.
      ---Der Hund wurde bestätigt. Es hätte keine große Angst vor Enten entstehen müssen.
      Es war sozusagen die Weggabelung:
      Eine Richtung-Das Meideverhalten wird nicht beachtet und es entsteht keine neue Angst
      Andere Richtung, man steugt voll drauf ein und es entsteht noch mehr Unsicherheit.

      bodytalk: Original von Wuselrudel

      ich habe ihn zu mir geholt, ja regelrecht geschliffen, da er sich so dagegen wehrte. Ich habe mich hingehockt, ihn zwischen meinen Beinen geparkt und festgehalten, bis er sich beruhigte und den Griff immer mehr gelockert.
      Natürlich habe ich darauf geachtet, das kein Hund ihn schikaniert, aber da sein durften sie schon und auch mal freundlich schnuppern.
      Irgendwann kam er von ganz alleine zu mir und bleib tapfer neben mir sitzen.



      Freut mich für deinen Hund, dass er so gelernt hat.
      Mein Hund hätte die anderen in dem Moment heftigst gebissen. Frauchen beschützt ihn ja nicht, als "Führer" somit nimmt er das selbst in die Hand.

      ?
      Ich HABE ihn geschützt.
      Ich habe die Hunde von ihm ferngehalten, aber sie konnten an uns vorbeilaufen.
      Der Hund MUSS es aber alleine in die "Hand" nehmen, wenn Frauchen oder Herrchen immer Ihnen die Entscheidungen überlassen.

      Ich hoffe, du bist nicht böse auf mich,
      aber ich sehe da ganz viel was du ändern könntest.
      Und ich denke, dass dein Hund sehr wohl in den Griff zu bekommen ist.
      Und nicht, dass das eine genetische, unveränderliche Sache ist.

      Wenn du in meiner Nähe wohnst, würde ich dir gerne vorschlagen, mir das mal anzugucken.. :hug:
      Wer einmal erlebt hat,wie in ein "altes Hundegesicht" das Lachen zurückkehrt,
      nur der kann nachvollziehen,dass es nicht traurig ist, wenn man die Welpen-Zeit nicht mit seinem Hund verbracht hat..
      Wuselrudel=Mopsmom :wink:
      Original von Tammi H.
      bodytalk - ich glaube mit Deinem Hund wäre hier jeder überfordert.
      Ist ja nun garnicht mehr normal das Ängste auftreten, wovor der Hund keine Angst mehr hatte oder nie hatte.
      Selten das ich direkt zu einem Profi rate aber ich glaube da baucht man Hilfe. Schon um zu klären ob nicht auch was wirklich krankhaftes dahinter stecken könnte.
      Frage am Rande : weshalb kam er schon nach 5 Wochen zu Dir ?


      Er kam erst mit 8 Wochen zu mir. Konnte ihn aber schon immer mitnehmen zum üben und kennenlernen.

      Ja genau das meine ich auch. Alltägliche Sachen.

      Er hat zB nie eine Innenstadt kennengelernt. Vor ein paar Wochen bin ich in Frankfurt mit ihm über die Zeil gelaufen (wer frankfurt kennt, weis wie voll es da ist). Er verhielt sich super suverän. Keine Spur von Ängsten oder Unsicherheit. Ebenso bei unserer ersten Schifffahrt. Ein super Vorzeigehund. Menschenmengen, alle tatschten ihn an. Und er war sehr entspannt und gelassen. Ihm gefielen diese Tätscheleien sogar sehr.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „bodytalk“ ()

      Original von Wuselrudel
      bodytalk: Wie reagiert man bei einem Hund, der mal ganz entspannt bus fährt, manchmal ängstlich, manchmal nervös ist, manchmal richtig panik hat, und heute nervös rumfiebt, mir auf den Schoß klettert, schreit und zittert und mir auf die Schulter steigt?

      Dabei fragt ihn jemand NAAA du was hast du denn?, es macht RATSCH und die Nase des Mannes ist fast ab?

      Danach springt der Hund auf den Boden, hechelt stark, japst, fiept, schwanz bis an den Bauch geklemmt.

      Und was machst du?
      Wo bleibst du in der Situation?

      Mein Tipp:
      Insgesamt viel mehr die Führung übernehmen.
      Ich würde mit dem Hund üben, dass er während der Fahrt zwischen meinen Beinen sitzt und sich dort auch nicht wegbewegen darf, auch nicht auf meinen Schoß-kein Gehampel.
      Allein das gibt schon mehr Sicherheit, da er weiß, was er zu tun hat.
      Außerdem schirmst du ihn so ab. Fremde Menschen werden schon wenn sie lange gucken angesprochen, dies bitte zu unterlassen und sich dem Hund nicht zu nähern.


      Ich habe genau dieses Versucht. Hund zwischen meine Beine setzen. Da hat er geschriehen wie am Spieß und die Leute haben geguckt, als hätte ich ihn geschlagen.
      Kommandos führt er auch nicht aus im Bus. Ich muss ihm also den hintern runterdrücken.

      Der Mann kam so schnell so nah, das konnte ich so schnell nicht realisieren. Der war auch wohl alkoholisiert, kurz davor war ein Fußballspiel hier.


      Und wieder:
      Wo bleibt dein Einsatz?
      Du schreibst es so, als wäre es schlimm zu schimpfen, wenn der Hund jagd...?!

      Du musst deinem Hund Hund Grenzen setzen. Grenzen geben auch Sicherheit.
      Der Hund weiß, dass er in sich in einem "sicheren Netz" bewegen kann,
      in dem du sie Situation kontrollierst.


      Wenn er jagd, dann pfeife ich einmal. Der ist sofort da. :wink:




      Ich HABE ihn geschützt.
      Ich habe die Hunde von ihm ferngehalten, aber sie konnten an uns vorbeilaufen.
      Der Hund MUSS es aber alleine in die "Hand" nehmen, wenn Frauchen oder Herrchen immer Ihnen die Entscheidungen überlassen.

      Ich hoffe, du bist nicht böse auf mich,
      aber ich sehe da ganz viel was du ändern könntest.
      Und ich denke, dass dein Hund sehr wohl in den Griff zu bekommen ist.
      Und nicht, dass das eine genetische, unveränderliche Sache ist.

      Wenn du in meiner Nähe wohnst, würde ich dir gerne vorschlagen, mir das mal anzugucken.. :hug:


      Mir ist das 2 mal nicht gelungen, ich stand 2 mal daneben als er blutig gebissen wurde.

      Ich komm auch gern zu dir gefahren, mit der Bahn, um ihn dir vorzustellen.
      Also von daher. :wink:


      Vielleicht ist dazuzusagen, dass ich in den letzten 3 Wochen sehr wenig zuhause bin, sich meine Familie um den Hund kümmert, mit denen er maximal 2 mal 10 Minuten spazieren geht, da er meist nach 5 Minuten /nach Erledigung der Geschäfte, wieder nach Hause will. Da kann ihn auch kein Leckerchen überzeugen.

      Zum Ausgleich laufe ich Abends lange mit ihm, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass er damit nicht klar kommt so lange Zeit am Tag von mir getrennt zu sein.

      Und es ist mit ihm in den letzten Tagen wirklich sehr extrem.

      Gesundheitlich wurde alles abgeklärt. Von Kopf bis Fuß gesund, alle Blutwerte sehr gut.
      Ein Hund, der sich auf der Frankfurter Zeil von jedermann begrapschen lässt, hat sicher keine genetisch bedingte Angststörung :wink:

      Mein Hund hat auch "gute" und "schlechte" Tage was seine Angst vor bestimmten Dingen betrifft. Manchmal steigt er von selbst ins Auto, zwar widerwillig, aber immerhin. An einem anderen Tag macht er einen Satz zur Seite, legt sich auf den Boden und winselt :rolleyes:

      Einmal läuft er mit mir mutig an einer ihm verhassten Autoabdeckplane vorbei und ein anderes mal fängt er an zu "dramatisieren".

      Solche Phasen kenne ich allerdings auch von meinem Sohn. Höchstwahrscheinlich spielen ganz viele Komponenten eine Rolle, in welche Richtung bei einer labilen Psyche das Pendel ausschlägt.

      In Bus und Zug sabbert er wie ein Springbrunnen und ich bin froh, die Stoffwindeln meiner Kinder nicht weggeworfen zu haben.

      Aber egal wie - grob gesagt, ziehen wir unser Ding immer durch, auch an "schlechten" Tagen - das gilt für Aaron und auch für mein Kind. Ansonsten ist kein normales Leben möglich, wenn man ständig Aktionen unterbrechen muss, weil Hund (oder Kind) in Panik verfallen.

      So würde ich auch nicht den Hund bestimmen lassen, wann ein Spaziergang beendet wird. Führung geschieht nicht durch Überzeugung mit Leckerlies. Diese Einstelllung habe ich jetzt schon ein paar mal gelesen @bodytalk :think:
      Immer diese Verzärtelei-- wenn er schreit_ na und??? Wenn ich meinen Hund hätte machen lassen hätte der sich nicht mal aus der Wohnung ins Freie gertraut - der hätte in ein Katzennklo geschissen und gut. Er wäre nie Treppen gelaufen
      Hab ihn nach draußen gezerrt - schön war das nicht anzusehen für Fremde: Mir aber egal wenn einem mal die Notwendigkeit von SAchen wie "Alltag leben u nd umsetzten" bewusst wird.
      Das aberwitzige: Niemand will einen panischen Hund sehen der gerade "therapiert" wird , den "ist Zustand" will aber auch keiner sehen oder ertragen - also muss man was machen und besser wird es nicht, wenn man den Hund immer wieder entscheiden lässt was gefährlich ist und was nicht - reitest Du? Ich glaube nicht - befasse dich mal mit Pferden... wenn Du mit einem Pferd so umgehen würdest wie mit Deinem Hund könntest Du bald keinen meter mehr ausreiten gehen..... Es entsteht ein Pferd unter der Käseglocke - und Du hast so einen Hund. bzw. bist auf dem allerbesten wege da hin.

      Ich glaube nicht, das jeder mit dem Hund überfordert wäre: Mir könnte man ihn gern geben. Und eines wäre von anfang an mal klar: Der würd bei mir jedenm Tag enten aufs Auge bekommen. Und vor allem ne schelle, wenn er jemandem ins gesicht schnappt.. da kenn ich gar nichts. Oder aber man reagiert schnell und sagt, dass der Mensch mal besser fern zu bleiben hat - auch hier hast du den Hund allein entscheiden lassen - und er hat entschieden, dass Du das nicht gebacvken bekommst und er darum sogar schnappen muss - Katastropfe, wenn ich das so lese... da tendiert man fast schon zu sagen: gib ihn ab. Hab heut vielleicht auch keinen guten tag, was sicher keine entschudligung für meien rohe, offfene art ist....


      Ich befürchte: wenn ich so direkt sein darf: Du hast es schon etwas in der hand wieviele Phobien dein hund noch so entwickelt. du gehst momentan den Weg des geringsten widerstandes - du lässt den Hund entschieden udn eierst hinter ihm her - immer schön raus aus der breznzlinge situation bis es mal so viele brenzlige Situationen gibt, das man ihn nur noch im Garten lassen kann

      WEnn ein Hudn schreit und sich windet spielt bei den meisten Menschen au ch dieser gedanke mit rein: Oh, Gott, was mögen die ANDEREN denken..... :doh: Das ist doch völlig schnurz, mit Verlaub, was die anderen denken. .

      habe gerade einen FAll da will der Hund partout nicht laufen... man hat es mit locken und Leckerlie versucht bevor ich kam - naja... als ich kam sagte ich: hund hinterherschleifen - und wdas ist: auf einmal konnt das Tier laufen...

      Wer hätte es gedacht................. Ich brutalo mal wieder.... hab das Tier hinter mir hergezogen und ihn dabei nicht mal angesehen.... nach wenigen metern hat er seinen Widerstand aufgegeben denn das schlaue tier hat gelernt: Wenn ich hocken bleibe, gibts was dafür... nämlich eine portion aufmerkamskeit und dick leckerlies.... Bei mir lernte er: Wenn ich nicht gehe werd ich gezogen,w as unangehnehm ist, also lauf ich lieber.... und es ist völlig normal für einen Hund zu laufen und es ist auch völlig normal wenn ein Hund an Enten vorbei geht.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"