Vom Hund der Angst vor Enten hat....

      Allein mit Rumzerren ist es allerdings nicht getan, denn bei einem Kaliber wie meinem Hund würde man da recht schnell an seine Grenzen kommen. Das gilt ja auch für Pferde, die uns Menschen kräftemäßig noch wesentlich überlegener sind.

      Wenns ums Einsteigen ins Auto geht, da schiebe ich Aaron an, wenn er "zickt". Bei seiner ominösen Autoplane bleibe ich auch mal stehen, schaue mit ihm, wie sie nett wedelt und stapfe dann so bestimmt weiter, dass er von sich mit trottet.

      Ich denke, es kommt im wesentlichen darauf an, dass man als Halter davon überzeugt ist, dass er seinem Hund gewisse Sachen "zumuten" kann und das richtig für ihn ist. So meine ich, dass er auf einem See paddelnde Enten aushalten können muss. Wenn man aber in seinem Hund ein hilfloses Baby sieht, das nach Rettung weint - dann wird es sicher schwer sein, seinen Hund beherzt durch die für ihn schwierige Situation zu begleiten.

      Durch meinen Sohn habe ich da ganz viel gelernt und er würde heute nicht da stehen wo er ist, wenn ich ständig auf seine Behinderung Rücksicht genommen hätte in der Weise, dass ich ihm alle für ihn unangenehme Situationen erspart hätte.

      Und so denke ich auch, dass Aaron sich ganz anders hätte entwickeln können, wenn ich mich damit abgefunden hätte, dass er nicht zu ändern sei oder ich mit seinen Ängsten leben müsste.

      Ich sehe Silvester nun entspannt entgegen :whistle:
      bodytalk: Ich habe genau dieses Versucht. Hund zwischen meine Beine setzen. Da hat er geschriehen wie am Spieß und die Leute haben geguckt, als hätte ich ihn geschlagen.


      Dann kannst du dir in etwa vorstellen, was ich alles zu hören bekommen habe :wink:
      Wieso quälen Sie den Hund so?
      Sind Sie noch zu retten?
      Was um Himmels willen tun Sie denn da?
      Das kann niemals richtig sein!
      Sie Hexe!
      Sie spinnen ja!
      Den Tierschutz sollte man rufen!

      Lächeln und "wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Schn*** halten" denken hat mir dann sehr geholfen.. :oops: :rolleyes:

      Was Thora schrieb finde ich gut,
      dass eben Niemand sehen will, wie ein ängstlicher Hund therapiert wird.
      Bedauern möchte man den Hund, sonst nichts.

      Aber das sollte Einen nicht beeinflussen.




      bodytalk: Zum Ausgleich laufe ich Abends lange mit ihm, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass er damit nicht klar kommt so lange Zeit am Tag von mir getrennt zu sein.

      Das ist natürlich dann auch keine gute Basis zur Zeit..
      Wer einmal erlebt hat,wie in ein "altes Hundegesicht" das Lachen zurückkehrt,
      nur der kann nachvollziehen,dass es nicht traurig ist, wenn man die Welpen-Zeit nicht mit seinem Hund verbracht hat..
      Wuselrudel=Mopsmom :wink:
      Thora, weil ich einmal den Hund nicht durch die Situation gezwungen habe, bin ich keine die ihn auf den Arm nimmt, weil Hund grade unsicher ist oder die Rute nicht aufrecht steht.

      Und abgeben tue ich ihn nicht.

      Nur das man keine Bilder hinkriegt, wenn der Hund in Panik ist, ist klar.
      Wenn schönes Wetter ist, fahr ich mit ihm mal mit dem Fahrrad zum See, lege ne Decke hin und Chill mit dem ne Runde, genau da wo die Enten sind.

      Ich habe in 1 Woche wieder mehr Zeit für ihn.

      Er geht nun nur noch mit mir oder meiner Mutter spazieren, mit allen anderen pisst und kackt der vors Haus und will wieder rein.

      Nur blöd dass meine Mutter sich auch um meine Oma kümmern muss, da diese im Sterben liegt. (Hund kennt die Oma nicht, also zusammenhang glaub ich ausgeschlossen).

      Gab es bei euren Angsthunden, mehr Angst, wenn Unterfordert?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „bodytalk“ ()

      Ich denke da gibt es eine Verbindung. Je mehr der Hund sich selbst überlassen wird, um so mehr kann er sich in seiner Welt fangen.
      Der Hund ist ja nun ein Rudeltier und je mehr er Führung vermissen muss, nimmt er wohl eigene Verhaltensweisen an und das kann bei unsicheren Hunden wohl problematisch werden.
      Dabei spielt die Erziehung auch eine große Rolle weil der Mensch ja dann die Führung übernimmt und dem Hund vorgibt wie er sich verhalten soll. Sprich zuviel Rücksichtsnahme auf den "armen Hund"kann genau zum Gegenteil führen.
      Mir wurde heute gesagt, dass es die Möglichkeit gibt, dass er geistig behindert ist. Das festzustellen ist ein Ding, dass an Unmöglichkeit grenzt.

      ZB. Zu wenig Sauerstoff bei der Geburt.

      Er knallte als Erstgeborener Welpe von der Couch auf die Fliesen, die Mutter öffnete folglich die Fruchtblase nicht sofort.


      Gesundheitlich konnte der TA auch beim CT nichts feststellen.
      Original von bodytalk:
      Mir wurde heute gesagt, dass es die Möglichkeit gibt, dass er geistig behindert ist. Das festzustellen ist ein Ding, dass an Unmöglichkeit grenzt.


      Er könnte auch Autist sein oder Borderline haben. :doh:

      Sei mir nicht böse, aber was soll es bringen, wenn Du immer nach irgendwelchen pathologischen Gründen suchst?
      Ganz ehrlich: Laut deinen Beschreibungen ist dein Weg mit ihm NICHT ideal.
      Ob es pathologische Ursachen für sein Verhalten gibt, oder nicht.
      Das hat damit nichts zu tun.
      Wer einmal erlebt hat,wie in ein "altes Hundegesicht" das Lachen zurückkehrt,
      nur der kann nachvollziehen,dass es nicht traurig ist, wenn man die Welpen-Zeit nicht mit seinem Hund verbracht hat..
      Wuselrudel=Mopsmom :wink:
      Original von bodytalk
      Susa65

      Ich suche eine Erklärung für dieses Abnormale Verhalten... :rolleyes:


      So abnormal ist das Verhalten doch vielleicht auch gar nicht im Hinblick auf seine Lebensumstände.
      Davon abgesehen, beruhen Angststörungen in den allerseltensten Fällen auf Hirnschädigungen. Die moderne Forschung geht davon aus, dass Ängste erlernt sind und somit wieder verlernt werden können.

      Das Mittel der Wahl ist, mit dem Hund verhaltenstherapeutisch zu arbeiten, wenn Du Dich nicht auf irgendeiner Diagnose ausruhen möchtest - wie ich Dich aber auf Grund Deiner bisherigen Beiträge nicht einschätze. :hug:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Susa65“ ()

      Es dreht sich irgentwie im Kreise - habe ja schon zu bedenken gegeben wenn es etwas Krankhaftes ist, bekommen wir es hier nicht raus.

      Ob da was in Haltung und Erziehung falsch läuft, bekommen wir hier auch nicht raus.

      Die Verhaltensweisen sind so unterschiedlich, die beschrieben wurden,
      dass ich denke, ein Profi - ein guter Hundetrainer - kann nur die Lösung sein.
      @Bodytalk: wie ich schon geschrieben habe, sind da wahrscheinlich ganz viele Faktoren beteiligt, wie ein Hund sich individuell verhält. Vielleicht hatte die "Enten-Panik" gar nichts mit den Vögeln zu tun, sondern in den Augen des Hundes ist irgendetwas anderes schief gelaufen? Mein Hund verhält sich auch nicht immer exakt gleich, das tut wohl eh keiner. Allerdings sollten derartige "Ausraster" nicht zum Repertoire gehören. Darum wäre ich gerade bei solchen Panikattacken eher unnachgiebig und würde nicht flüchten, sondern notfalls das Shooting verschieben.

      Das würde auch für den Fall gelten, dass Dein Hund wirklich eine Hirnstörung hätte. Solange er Erfolge mit seinen Ausrastern hat, wird er sie auch immer wieder zeigen.