Angst Hund...

      Wir haben das von Anfang an mit unserem Hund so gemacht: Als die "Vorknallerei" losging, hatten wir immer Leckerchen dabei. Jedesmal, wenn es knallte, haben wir ein riesiges Theater veranstaltet, ihm erzählt, wie toll das sei und gafüttert. Er kam dann irgendwann schon alleine schwanzwedelnd an, wenn es knallte. In der ersten Sylvesternacht hat ihn das Knallen nicht interessiert - Frauchen hatte ja ganz viiele leckere Sachen dabei......
      Seitdem ist unser Hund an Sylvester nicht nur dabei, sondern mittendrin.
      Das einzige Problem, das wir haben: es gibt doch so Teile, die über den Boden hüpfen - mit denen will er immer spielen..........
      Tjaaa, ich muss sagen: Unsere Lucy damals hatte auch furchtbare Angst an Silvester und auch bei Gewitter. Im Nachhinein stelle ich fest, dass wir damals irgendwie einiges falsch gemacht haben *seufz*
      Als Kind habe ich Silvester mit Lucy unter dem Wohnzimmertisch verbracht, um sie zu trösten und ihr zu zeigen "ich beschütze dich". Hätten meine Eltern das mal unterbunden, dann wäre es soweit sicher gar nicht gekommen, denn an sich haben die sich SO falsch nicht verhalten, die haben den Hund nämlich einfach in Ruhe gelassen und alles so selbstverständlich gemacht wie immer.
      Tja, die letzten Jahre war es dann so weit, dass wir auch die tollen Beruhigungstabletten vom Tierarzt bekommen haben... außer dass unser Hund "besoffen" war, haben die nicht so viel geholfen.

      Und jetzt habe ich an Maja gesehen, dass es auch ganz anders geht. Die hat am 30., als schon die ein oder anderen Böller losgelassen wurden, nichtmal mit der Wimper gezuckt.

      Ich stimme hier Thora und Wuselrudel und Susa zu, dass doch zu 98% das Verhalten des Hundes vom Verhalten des Menschen abhängt.
      Wenn man sich das mal in Ruhe durch den Kopf gehen lässt, es in bestimmten Situationen mal ausprobiert, dann ist man auf einem guten Weg, um sich und seinem Hund das Leben einfacher und angstfrei zu gestalten.
      Das Leben ist ungewiss - iss den Nachtisch zuerst!
      @Wusel
      Danke für die Erklärung, werde es mal ausprobieren :biggrin:


      Also wir haben sie komplett in Ruhe gelassen, waren ja Silvester in der Firma und haben gearbeitet, Kathy lag wie verstört im Aufenthalsraum( kalte Ohren und Nase und die Nase tropfte wie verrückt) unter der Sitzecke und hat sich nicht gerührt, nicht mal Knochen wollte sie dort während alle anderen gefressen habe ohne Probleme...
      Als wir raus wollten musste man sie ziehen bzw tragen, dann kroch sie 2 meter und dann war wieder Schluß, sobald es knallte blieb sie stehen und wollt zurück, haben versucht sie zu locken, erst klappte es aber nach dem 3ten Knall war vorbei und es half nix mehr, haben dann eben nen Moment gewartet bis meine 3 fertig waren und sind dann zurück...
      Herrchen versuchte es auch Morgens um 6 noch mal mit dem Gassi gehen aber sie wollt nicht...

      Gott sei Dank sah es gestern Abend wieder besser aus, sie lief ohne Leine ein paar Meter mit meinen mit, kam dann wieder zurück zu Herrchen und lief dann mal wieder ein paar Meter, ich denke also das das gröbste Geschafft is für dieses Jahr, werde aber mit ihrem Herrchen fleißig üben mit Brottüten und beim Gassi gehen mit ein paar Böllern auf Entfernung natürlich und hoffen das es ihr dann dieses Jahr besser geht...
      Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „chaos“ ()

      @Sindbad: Deine Methode funktioniert meiner Meinung nach nur dann, wenn der Hund sowieso keine Angst vor Knallerei hat. Wenn ein Hund sich ängstlich verhält, wenn es knallt, dann wird mit dem Leckerlie eben diese Angst noch verstärkt. Der Hund wird damit regelrecht darauf trainiert, Angst zu zeigen um dann anschließend mit Leckerlie belohnt zu werden :think:
      Wuselrudel - hammerhart ist wenn man das naturell des Hundes nicht einbezieht. Hunde - sind Hunde a b e r wer bestreitet, das die Erziehung anders erfolgen muss - als erziehe man einen Schäferhund als einen Collie, der ist wohl wirklich bald bei einem Tiertrainer Kunde.
      Absatz ( für Koyuki)
      Mein Angstnase heute im Schnee
      Es geht einfach um die Ansprache - Schäferhunde sind Schutzhunde und arbeiten mit dem Mensch anders zusammen als ein Collie. Um jetzt ganz von den Rassen ab zu sehen, ich finde jeder Hund reagiert anders.
      Für mich ist eine gute Hundeerziehung - auch auf das Individium einzugehen und zu fördern. Dazu gehört bestimmt nicht die Einstellung Hund - ist Hund. Der Eine wird glücklich wenn er was zu bewachen hat, der eine wenn er was Suchen darf etc, und da bedarf es der Beobachtung des Halters und die entsprechende Förderung.
      Absatz : da ist Hund nicht gleich Hund
      @Susa: ein Hund der wirklich Angst hat frisst nix. Das muss man erst mal erarbeiten, dass er in einer miesen Lage was zu sich nimmt - und wenn er das mal tut, dann hat man schon viel geschafft. Du kannst also in dem Sinn auch nicht wirkich was falsch machen, wenn Du mit einem Wienerle wedelst. Er wird sich dafür nicht interessieren...


      @TammiH.: Wie der Schäferhund auch wurde der collie für eine Enge Zusammenarbeit mit dem Menschen gezüchtet.

      Und nein, nicht jeder Hund reagiert anders:

      Hunde sind zwar Individuen, wie wir Menschen auch, ein paar Regelsätzte bleiben aber dennoch bestehen.

      Angstsymptome laufen auch meist nach einem ähnlichen Schema ab: Flüchten, verstecken, erstarren.

      Und um dieses Schema zu durchbrechen helfen bestimmte Verhaltensweisen.

      Es gibt, meiner Meinung nach einen Unterschied zwischen Individualität und Symptomatik.

      Nehmen wir mal ein Beispiel: Egal wie individuell der Hund ist, auf der Flucht verhält er sich ähnlich wie ein anderer Hund - egal wie individuell ein Fuchs sein mag - beim Nestbau wendet er mit sicherheit eine Technik an, wie jeder andere Fuchs..

      Ach Mist.. ich kann nicht beschreiben, was ich meine.. blöd.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      So ein signifikanter Unterschied ist zwischen einem DSH und einem Collie doch nun auch nicht. Aber ich stimme zu, dass jeder Hund anders ist. Aber dennoch sollte man bei keinem Hund, egal welcher Rasse, z.B. Angstverhalten fördern. Auch ist die Art, mit Angstverhalten richtg umzugehen, dem Grunde nach bei jedem Hund gleich, egal von welcher Rasse er nun ist.

      Sicher gibt es da Unterschiede in den Feinheiten, beim einen Hund kann man etwas forscher vorgehen als beim anderen usw.
      Mein Hund ist ganz sicher ein sensibler Kamerad und reagiert schneller mit Nervosität als ein anderer. Er hatte z.B. anfangs Angst vor einer im Wind zappelnden Autoplane, an der er ums Verrecken nicht vorbei laufen wollte. Ich habe da nicht wochenlang rumgemacht, sondern ich bin mit ihm an einem Tag immer wieder zu der "bösen" Plane hin, ich hab mich mit ihm davor gesetzt und so getan, als ob ich lese. Ich hab sein Rumgezicke nicht beachtet und ihm auch mal forsch gesagt, er soll jetzt halt mal nicht gar so ein Weichei sein. Abends war das Thema gegessen.

      Jetzt während der Knallerei bin ich auch nicht mit Leckerlies raus, wozu auch? Die Chinaböller sind zwar laut und nervig, aber nicht schlimm und es gibt keinen Grund, meinen Hund deshalb mit Leckerlie zu trösten. Ich stapfe munter weiter, wenn es knallt, weil es eben harmlos ist. Wenn ich merke, dass er nervös ist, dann rennen wir ein Stück oder werfen Stöckchen, er baut Stress ab und gut ist. Allerdings rennen wir auch ohne Knallerei - es bleibt also alles ganz normal.

      Mein sensibles Weichei ist in München Rolltreppe gefahren, weil mein Mann einfach mit ihm dahingestapft ist. Er hat sich in die überfüllte U-Bahn gestellt und ist Tram gefahren. Wir haben ihn da einfach mitgeschleppt, ganz selbstverständlich. Er sah recht skeptisch drein und war ein wenig flattrig - aber er ist halt mit uns mitgetrottet.

      Wie gesagt, wenn ich mit meinem Hund wochenlang ein Angstproblem hätte, dann würde ich ganz stark MEIN Verhalten hinterfragen. Weil das auch bei rassebedingt sensiblen Hunden nicht normal ist - nach meiner Überzeugung.

      Mein Hund war bisher nach jedem für ihn schlimmen Erlebnis wieder ruckzuck auf den Beinen. Heute wurde auch noch geballert und es hat ihn nicht mehr wirklich interessiert, obwohl noch vorgestern irgendwelche Dummköpfe Chinaböller in unser Haus und nach ihm geworfen hatten :whistle:
      Und obwohl er ein sensibler Fast-Collie ist :wink:
      Meine läuft trotz 100 % Collie auch wieder fast normal - aber immer noch nicht verstanden - es ist ziemich egal - welcher Rasse , der Hund angehört, bei dem Umgang muss man Unterschiede machen. Der DH ist mehr darauf aus , die Befehle zu befolgen der allgemeine Collie , ist nun aber auch auf Selbständigkeit aus und befolgt Befehle wenn es einleuchtet - manchmal auch nur der Wille zu gefallen. Mir hat man fast meine Dame im Schnautzer-Club versaut - einfach weil ein Collie oder andere Hunde anders ticken. Wer das nicht akzeptieren kann sollte tunlichst nur bei der Rasse bleiben, die er gerade hat. Ich hatte Schnautzer-Mischling, Dackel, Sheltie und immer wieder Collie - da gibt es nun große Unterschiede. Aber kein Schwarz-Weiß.......
      Was bitte willst du denn sagen?
      Dass es rassebedingte Unterschiede zwischen Hunden gibt?
      Ja, sicher gibt es die.

      Und ja, Kadavergehorsam wie beim Schäfer findest du nicht bei jeder anderen Hunderasse.
      Aber es hat NULL mit Kadavergehorsam zu tun, wenn man an Problemen des Hundes arbeitet.
      Es hat auch nichts damit zu tun, welcher Rasse mein Hund angehört oder was für ein Wesen er hat,
      wenn ich bestimmte Dinge von ihm will, die nichts mit Hundeplatz-schicki-miki zu tun habe, sondern mit Alltagstauglichkeit.

      Hammerhart ist es nicht zu sagen, dass ein Hund eben ein Hund ist.
      Mit genau dieser Aussage habe ich mich lange befasst und sie löst immer wieder bei den gleichen Menschentypen wahres "entsetzen" aus.

      Für mich ist ein Hund ein Hund wie ein Mensch ein Mensch ist.
      Mensch hat bestimmte Bedürfnisse und Hund auch.
      Sie ähneln sich sogar mehr, als so manch Einem wohl lieb ist :whistle:
      So "übertierlich" sind auch wir Menschen nicht.
      Ich- bekennende Individualistin -vermag auch in jedem Hund einen individuellen Charakter entdecken.
      Das heißt aber nicht, dass er deswegen vollkommen anders ist als andere und man ihn komplett "andersrum" behandeln muss. Das heißt lediglich sich auf ihn abzustimmen.

      Ich jedenfalls finde den Hund schon so faszinierend, dass er gerne Hund bleiben kann.
      Er muss kein mysthisches Wesen werden und auch kein besserer Mensch,
      Hund reicht vollkommen.

      Und warum auch immer du nun immer wieder über den DSH redest?! Du hast selber bisher keinen gehabt, warum kennst du "den DSH" dann so gut?! Ich halte auch keinen DSH.
      Ich habe einen Mudi hier sitzen, einen Dackelmix und einen Mops.
      Kadaavergehorsam a la DSH kannst du da lange suchen..

      ps: Und ein Mops hinterfragt mit ziemlicher Sicherheit mehr als ein Collie..
      Wer einmal erlebt hat,wie in ein "altes Hundegesicht" das Lachen zurückkehrt,
      nur der kann nachvollziehen,dass es nicht traurig ist, wenn man die Welpen-Zeit nicht mit seinem Hund verbracht hat..
      Wuselrudel=Mopsmom :wink:
      Tammi H., das stimmt doch jetzt gar nicht, dass ein Collie auf Selbstständigkeit gezüchtet wurde und Befehle hinterfragt. Im Gegenteil - der Collie ist für die enge Zusammenarbeit mit Menschen gezüchtet, mit großer Unterordnungsbereitschaft. Er ist sehr darauf angewiesen, dass er seinem Halter vertrauen kann, wenn das nicht der Fall ist, wird er ängstlich und unsicher - im Gegensatz zu einem Herdenschutzhund, der auf selbstständiges Handeln gezüchtet wurde. Da gehört aber auch ein DSH nicht dazu :wink:

      Und wie kann eine fremde Dame Deinen Hund versauen? Du magst von mir aus viele unterschiedliche Hunde gehabt haben - aber das sagt nun mal gar nichts aus. Wenn ich da so Deine Ausführungen lese, weiß ich auch nicht mehr. Wenn man nicht mal die Rasse richtig schreiben kann, die man mal gehabt hat, denn es heißt Schnauzer ohne "tz" :silenced:

      Aber das hat auch alles gar nichts damit zu tun, dass es nun mal für keine Rasse der Welt normal ist, neurotisch zu sein. Wochenlange diffuse Angst ist kein Rassemerkmal, sondern eine Verhaltensauffälligkeit. Ängste eines Hundes zu fördern ist bei keiner Hunderasse angesagt - in diesem Fall gibts nur schwarz oder weiß.
      Wuselrudel, da gebe ich Dir recht.
      Immerhin hat man es zwischenzeitlich beim Menschen kapiert, dass alle Menschen gleich sind, auch wenn sie sich äußerlich unterscheiden, weshalb die Einteilung in Rassen biologischer Blödsinn ist.
      Auch hat sich ja herausgestellt, dass Menschen einer Rasse eben nicht weitgehend dem gleichen Typus entsprechen, sondern in jeder Bevölkerung viele Individuen sind. Und im Grundgerüst sind wiederum alle Menschen der Welt gleich, sie haben die gleichen Grundbedürfnisse und sogar gemeinsame Wertvorstellungen wie Gerechtigkeit, Fairness und Mitleid - weltweit in jeder Kultur.

      So sehe ich das auch, dass ein Hund immer ein Hund ist - egal welcher Rasse er angehört. Es gibt Unterschiede von Tier zu Tier, auch von Rasse zu Rasse - aber im Grunde sind doch wieder alle gleich.
      Achja Susa Du hattest also auch schon Collies. Weshalb ich auf den Schäferhund dauernd komme - einfach weil ein sehr guter Freund - so wie ich auf Collie stehe er genauso lange Schäferhunde hat. Da sieht man deutschliche Unterschiede vom Welpenalter an. Ein Hund ist ein Hund und in seinen Grundbedürfnissen bestimmt gleich aber dann kommen auch schon die Unterschiede in Bezug auf Haltung, Ausbildung und wer das bestreitet kann nicht viel Ahnung haben. Zudem kenne ich sehr viele Hunde und jeder zweiter hat Probleme mit dieser dummen Knallerei und es sind keine verhaltensauffälligen Hunde 355 Tage im Jahr ! Wie soll man da also Ängste fördern den Satz habe ich ohnehin nicht verstanden - logisch soll man seinen Hund nicht in diesen Situationen nicht bestärken aber auch nicht überbewerten und von schwerwiegenden Problemen sprechen. Vielmehr gilt es dem Hund über diese Zeit zu helfen und das kann nun einmal sehr verschieden sein. Je nach Hund halt - dem einen hilft vielleicht einige Methoden, die hier angesprochen wurden - ich habe guten Erfolg mit meiner und mit meinem Hund. Ich habe aus meiner Erfahrung geschrieben und es nicht als das Ei des Kolumbus beschrieben. P.S Susa wenn hier alles rechtschreibtechnisch bewertet würde, gäbe es höchstens 10% Beiträge und das Forum steht ja wohl für Meinungsaustausch und dazu gehört wohl auch Meinungen anderen zu akzeptieren und nicht auf Rechthaberei. Man kann ja wohl auch Erfahrungen anderer lesen ohne direkt den Leuten die Worte im Munde zu verdrehen - neutrorisch zu sein ist wohl für kein Lebewesen normal.
      Man muss nicht zwingend einen Collie haben, um sich über die generellen Eigenschaften dieser Rasse zu informieren - wie über jede andere Hunderasse auch. Aber wenn Du entgegen jeglicher Literatur der Überzeugung bist, der Collie wäre vom Wesen her wie ein Herdenschutzhund, der Befehle hinterfragt und selbstständig agiert, dann ist das eben so, auch wenn es falsch ist.

      Niemand spricht ab, dass sich von Hund zu Hund die Bedürfnisse in Feinheiten unterscheiden, aber eben nicht grundlegend.

      Auch habe ich nie gesagt, dass ein Hund, der Probleme mit Knallerei hat, zwingend verhaltensauffällig ist. Bitte lies nach: ich habe geschrieben, dass wochenlange diffuse Angst kein typisches Rassemerkmal ist.

      Ängste kann man beim Hund fördern, indem man ihn, wenn er Angst zeigt, versucht zu beruhigen, mit Leckerlie füttert, sich nicht souverän und gelassen verhält, unsicher ist usw.

      Deine Methode ist eben die Verstärkung von Angst, indem Du den Hund mit Leckerlies für seine Ängstlichkeit belohnst (weil nichts anderes ist es für den Hund), oder mit ihm nach 5 Metern beim ersten Anzeichen von Angst wieder umdrehst und reingehst. So verhält sich kein souveräner Rudelführer, sondern jemand, der seinem Hund damit zeigt, dass etwas ganz Furchtbares passiert ist und man ganz schnell wieder in die schützende Höhle flüchten muss ......

      Ich sehe da auch keinen Erfolg Deiner Methode. Zum einen gehst Du zu nachtschlafender Zeit raus, damit Du ja nicht in Gefahr läufst, dass jemand knallt und zum anderen war (ist?) Dein Hund auch noch Tage später verrängstigt.
      Und diesem Umstand begründest Du damit, dass es nun mal Panikhunde per se geben würde.
      Es gibt Panikhunde, die wurden aber so gemacht und kamen nicht so auf die Welt. Es ist schon seltsam, beim Menschen ist man sich einig, dass keiner böse auf die Welt kommt, sondern von seiner Umwelt geprägt wird.
      Beim Hund ist es aber wohl leichter, einfacher zu sagen, sie kommen rassebedingt mit Charakterfehlern auf die Welt, als einzugestehen, dass sich einfach vom Menschen zu dem gemacht wurden, was sie sind :wink:

      Und nein, ich kritisiere bestimmt nicht jeden Rechtschreibfehler, aber wenn jemand vorgibt, er hätte so viele Hunde gehabt und sich so viel informiert, dann sollte man schon erwarten können, dass er weiß, wie sich die Hunderasse schreibt, über die er sich angeblich so viel informiert hat :wink:
      Das hat nichts mit Wort im Mund herumdrehen zu tun.

      Auch akzeptiere ich Deine Meinung und will Dir diese nicht nehmen. Aber ich muss sie ja nicht übernehmen und darf auch sagen, wenn Du Falsches als Tatsache mitteilst? So könnte ich Dir ja auch unterstellen, Du seist rechthaberisch, weil Du Dich an bestimmte Sachen eisern festklammerst, die bar jeglicher Logik sind. :tongue:
      Zu Susa : bitte um die Textzeile wo ich geschrieben habe ein Collie sei wie ein Herdenschutzhund - NACHEINDEND möchtest Du was lesen - Du interpretiertst aber wirklich alles falsch.
      Mein Hund wenn er gerade mehrere Knalle gehört durch garnichts abzulenken. Da bleibt garkeine Zeit ihn zu bestärken oder glaubst Du im Ernst, die würde dann ein Leckerlie nehmen. Es geht um die Tage danach dem Hund, die Spazierggänge wirder schmackhaft zu machen. Die harte Tour hatte ich mal probiert - na das war ein Ergebnis. Bin also ruhig kommentarlos weiter maschiert - die gute Stand quasi jaulend in der Luft und ist sogar aus dem Geschirr. Na - nun hatte ich einen Hund der nicht nur Angst vor der Knallerei hatte. Und nein- nach Deiner Aussage wäre dann wirklich jeder zweite Hund gestört und das weil Sylvester nicht mag ?
      Arg überzogen oder und was habe ich geschrieben von Tagen - am 3.1. schon wieder wälzend im Schnee. Ja und ich stehe für meinen Hund auch auf wenn es ruhig draussen ist, damit sie ihre Geschäfte in Ruhe erledigen kann bevor sie platzt.
      Also bitte mal genau lesen was da steht und nicht was rein zu interprtieren was ziemlich haarsträubend ist !

      Also bitte ich doch sehr darum - hier schreiben zu dürfen ohne, das es so verdreht wird das da schon Unterstellungen raus kommen ! Ich unterstelle ja auch Keinem der von " kleinen Baby"s schreibt dabei Welpen meint, er vermenschlicht Hunde.

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      Original von Tammi H.:

      Zu Susa : bitte um die Textzeile wo ich geschrieben habe ein Collie sei wie ein Herdenschutzhund


      Ich habe geschrieben: "wie ein Herdenschutzhund, der Befehle hinterfragt und selbstständig agiert" und das hast Du mit Deinem Beitrag am 03.01.2010 um 21:26 Uhr behauptet: "der allgemeine Collie , ist nun aber auch auf Selbständigkeit aus und befolgt Befehle wenn es einleuchtet"

      Thora hat da schon recht, dass ein ängstlicher Hund nichts frisst, aber ich meine, man kann da schon etwas falsch machen, wenn man mit dem Wienerle wedelt. Wenn ein Hund begründete Angst hat, dann ist das etwas anderes, als wenn er unter diffusen Ängsten leidet. Besteht die Angst also aus einem konkreten Anlass, weil eine wirkliche Gefahr für den Hund besteht, dann verhält man sich anders, als wenn keine gefährliche Situation besteht und der Hund trotzdem ängstlich ist. In letzterem Fall besteht auch kein Anlass ihn zu beruhigen oder zu trösten oder abzulenken.

      Wieder etwas anderes ist es sicher, wenn ein Hund durch vorausgegangene falsche Behandlungen völlig verstört und verängstigt ist - aber so weit sollte es eigentlich ja auch nie kommen.

      Egal wie - ich finde es dennoch seltsam, dass ein Hund wegen Silvesterknallerei derart verstört ist, dass er tagelang verängstigt ist, nicht mehr raus möchte und sich jaulend aus dem Geschirr winden möchte. Für mich hat das auch rein gar nichts mit der Rasse zu tun, sondern ich halte es für nicht normal. Und selbst wenn 80% der Hunde so wären, dann sind meiner Meinung nach 80% der Hunde durch falsche Behandlung gestört.

      Aaron ist ja nun nicht bei Züchtern, sondern bei Laien geboren, die nie Welpen wollten und sich auch nicht so mit der Aufzucht auskennen. Er wuchs zwar behütet im Haus heran und hat einiges mitbekommen, aber auf der anderen Seite auch viel versäumt. Daher ist er wohl auch ein eher ängstlicher, zurückhaltender, scheuer Hund. Dazu ist er noch relativ sensibel - aber selbst er ist nicht tagelang neben der Spur, wenn er ein einschneidendes, negatives Erlebnis hinter sich gebracht hat. Sei es, dass er von einem Hund angefallen oder mit Silvesterkrachern beworfen wurde - jedes mal war er nach kurzer Zeit wieder der Alte.

      Mag sein, dass andere es normal finden, wenn ein Hund tagelang braucht um ein paar Silvesterkracher zu verdauen, ich finde es eben nicht normal.
      So ist das Leben.
      Also normal ist das nicht, finde ich auch...
      Gestern habe ich mich echt erschrocken als ich mit Kathy vor die Tür bin, Herrchen meinte sie wolle nicht mit, musste sie auch raus tragen... Icdh sie dann angeleint und sie kam bis es wieder knallte, habe sie aber weiter mitgezogen und es klappte mehr oder weniger wieder.
      Aber als wie am Nachmittag noch mal alle raus wollten lag sie zitternt unterm Tisch und man musste sie wieder raus ziehen, echt komisch dieser Hund, denn heute war wieder alles ok und sie rannte mit raus und tobte :rolleyes:
      Da müssenw ir wirklich lange dran arbeiten denke ich :confused:
      Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.
      Wird wieder mit jedem erfreulichen Spaziergang und sich nicht zuviel Unsinn einreden lassen.

      Also doch nichts von Herdenschutzhund ? Lese doch mal was Du geschrieben hast, ist noch nicht solange her, da steht ich hätte behauptet ein Collie sei wie ein Herdenschutzhund , nee wird ja immer toller - genau das ist es
      Verdrehung der Tatsachen - ganz schön übel !

      Ja auch Collies können selbständig arbeiten als (Hütehunde) aber kein langes geschreibseln das wieder falsch ausgelegt wird und ich behaupte wieder was.

      Einfach mal über "den Collie" Haltung, Wesen und Erziehung googeln vielleicht schafft das mehr Erkenntnisse .

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Tammi H.“ ()

      Hallo,

      also ich finde irgendwie den Schäferhund so "herauszustellen" auch nicht richtig, sicher hat die Rasse an sich die Veranlagung bedingt durch die Zucht, sehr menschenbezogen zu sein und "gefallen zu wollen", aber mit Kadavergehorsam hat das nunmal gar nichts zu tun, sondern mit Erziehung.

      Weder mein erster Hund war, noch ist mein Zorro jetzt ein Hund mit Kadavergehorsam und das obwohl diese beiden Hunde vom Charakter VÖLLIG unterschiedlich war/ist.

      Im Gegenteil, mein erster Rüpel war sogar recht stur und hat Befehle von mir oft hinterfragt, also total schäferhunduntypisch, im SV würde man sagen "führerhart" :D.

      Beiden gemein ist aber, dass sie eine gute Erziehung genossen, sicher hat es die Rasse einfacher gemacht, als bei anderen, aber Hütehunde sind sie beide, Collie, wie Schäferund, beide haben die Anlagen zur Zusammenarbeit mit dem Menschen.

      Und wie richtig geschrieben wurde:

      Da sieht man deutschliche Unterschiede vom Welpenalter an. Ein Hund ist ein Hund und in seinen Grundbedürfnissen bestimmt gleich aber dann kommen auch schon die Unterschiede in Bezug auf Haltung, Ausbildung und wer das bestreitet kann nicht viel Ahnung haben.


      Und da ist doch auch schon des Rätsels Lösung, da die genetischen Anlagen weniger ausschlaggebend sind als die Haltung, oder wir hatten es ja schon in nem anderen Thema: die Mensch-Hund-Beziehung.

      Ich kann mir gut vorstellen, dass mein Schnösel bei nem anderen Halter ein richtiger, sorry für den Ausdruck "Arsch" geworden wäre (vielleicht).
      Während mein alter Rüpel so charakterstark war, der hätte sich nur schwer verbiegen lassen.

      Genausogut kann ich mir vorstellen, dass ein Collie bei dem entsprechenden "SV´ler" eine kadavergehorsamsmäßige UO hingelegt hätte.
      Während mein alter Schäferrüpel mir bei sowas die Mittelkralle gezeigt hätte, nach dem Motto: "die tickt doch nicht mehr richtig".

      Ich weiß also gar nicht wo das Problem liegt?! :think:

      Und nein- nach Deiner Aussage wäre dann wirklich jeder zweite Hund gestört und das weil Sylvester nicht mag ?


      Ich glaube, das hat hier keiner behauptet, allerdings spielt es schon eine Rolle wie stark ausgeprägt das "nicht-mögen" und das Folgeverhalten.

      Mein erster Rüpel, mochte es auch nicht wirklich, es hat ihn genervt, aber er ertrug es stoisch, hat es sich aber auch nicht nehmen lassen mittendrin im Getümmel und Gekrache zu stehen, ein echter Kerl halt.

      Mein Schnösel jetzt, das liebenswerte Weichei, findet es einfach blöd, rennt aber nicht weg, sondern kommt zu mir und holt sich "Hilfe", das darf er auch, allerdings mache ich auch solche Spielchen, dass er sich am Abend, wenn es schon etwas knallt mal für ein paar Minuten auf der Wiese hinlegen und zuhören muss und ich ein paar Meter weggehe, damit ER allein sich mit dem Problem auseinandersetzen kann, ich bin ja da.

      Als es dann kurz vor Mitternacht immer stärker wurde, stand er wie ne gichtkranke Vogelspinne im dunklen Flur und glotzte. Da habe ich ihn ZÄRTLICH (sowas muss man hier immer betonen :evil:) am Nackenfell genommen und ins Wohnzimmer auf seine Decke geführt mit Blick zur Terrasse raus und mich dann mit Körperkontakt zu ihm auf den Sessel gehockt und so haben wir den schlimmsten Teil der Knallerei gemeinsam verbracht, ich habe ihn zuschauen lassen und er hat sich auch unerwartet schnell entspannt, den Kopf auf die Decke und seelenruhig zugeschaut und zugehört wie es blitzt und knallt.
      Er hat auch keine echte Angst, er ist etwas verunsichert, aber vor allem genervt, Leckerlies und Spiel geht aber trotzdem noch.

      Ich würde mit meinem Hund aber auch immer IN den Konflikt hineingehen, natürlich je nach Hundetyp muss man auf die Intensität achten und das man den Hund nicht überfordert.

      Aber auf jeden Fall würde ich daran arbeiten, dass der Hund, wie andere schon geschrieben haben, zu MIR kommt und Hilfe sucht und nicht kopflos und in Panik irgendwo hinrast.

      Ciao Mimi
      ..........