Mein Kater ist gestorben. Ich bin so unendlich traurig!

      Mein Kater ist gestorben. Ich bin so unendlich traurig!

      Hallo zusammen,

      Meinen Kater der mich 14 Jahre durch mein Leben begleitet hat, musste ich gestern einschschläfern lassen. Er hatte Katzenaids. Vor 3 Monaten brach es bei ihm aus. Wir haben ihn dann in eine Klinik gebracht, wo sie ihn mit Infusionen, Cortison und Aufbauspritzen wieder einigermaßen hinbekommen haben, aber sie sagten uns glein, dass man das nicht für immer machen könnte. Nach 4 Wochen baute er wieder ab, er bekam dann nochmal eine Spritze, die aber nicht mehr wirklich anschlug.
      Sein Zustand verschlechterte sich immer mehr, er bekam Durchfall, schaffte es auch nicht ins Katzenklo, so ist er oft in die Badewanne gesprungen, um es nicht auf den Fußboden zu machen. Wenn er mal etwas fraß, erbrach er sich sofort wieder. Er wurde immer schächer, es war zu schmerzlich sich das länger anzuschauen. So sind wir dann diesen schweren Schritt gegangen.

      Er fehlt uns so, kein miauen, kein Tapsen auf den Treppenstuffen, kein Schnurren, kein Schmusen, er war ein so liebevoller Kater. Es tut so weh und ich weiß nicht wie ich mit meiner Trauer umgehen soll. Ich habe solche Schuldgefühle, hätte ich ihm nicht doch noch irgendwie helfen können? Vielleicht geht es anderen auch so, wie geht man damit um.
      Eine neue Katze ins Haus zu holen, halte ich noch für viel zu früh, oder wie sieht ihr das!

      Er war wie ein Kind für mich!!
      Viele Grüße Boris95
      Es tut mir so leid für Euch. Dein Kater muss ein gutes Leben gehabt haben, 14 Jahre, das ist nicht schlecht für eine FIV Katze.

      So wie Du es schilderst, habt ihr jede Menge versucht, um ihm zu helfen; ich denke mal, wenn man ein Tier sehr geliebt hat, bleiben am Ende immer Zweifel - man weiss ja, dass man nicht unfehlbar ist.

      Wusstet Ihr, dass er FIV positiv ist, bevor die Krankheit ausgebrochen war? :cry:
      Alisea mit Amélie, Serafina, Ninette, Lucas, Pinocchio und Caruso www.sieben-katzenleben.de
      und das gerade ende dezember :cry: ... tut mir auch sehr leid für dich!

      diese scheiß-krankheit macht mir auch immer wieder angst, gerade weil wir bei unseren auch nicht wissen wo sie herkommen, bzw. wer ihre eltern waren.
      dass es ihnen genauso gehen könnte.

      aber 14 jahre ist schon ein tolles alter. und wenn man sieht, wie sie leiden, sollte man sie auch nicht bis zum ende quälen.

      mit einer neuen katze seh ich das allerdings etwas anders:
      klar tut es weh, ein langjähriges familienmitglied zuverlieren; andererseits schmerzt es mich genauso, dass da draußen so viele kleine kätzchen ebenfalls leiden und sich über ein zu hause, in dem sie geliebt werden, bestimmt wahnsinnig freuen. aber das muss jeder für sich wissen.
      Nein, das wußten wir nicht. Von einem Tag auf den Anderen, baute er plötzlich ab. Er ging nicht mehr raus, wurde mit dem Fressen immer wählerischer, obwohl es ihm früher sowas von egal war. Er machte nebens Klo. und sonderte sich ab, was wir von ihm gar nicht kannten. Als wir in die Klinik brachten, tippten die auf Nierenversagen, aber herausgestellt hat sich dann FIV. Die Ärzte sagen er hat sich das von irgendeinem Kampf geholt. Es ging dann alles sehr schnell, innerhalb von 2 Monaten war er nicht mehr er selbst. Es war beängstigend diesen Verfall so mitzuerleben.
      Viele Grüße und Danke für soviel Anteilnahme!!
      Hallo Boris

      zuerst einmal tut es mir sehr leid, daß Dein Kater nicht mehr bei Dir ist!
      Aber glaub mir-jetzt muß er nicht mehr leiden, und das ist gut. Er hatte es sicher sehr schön bei Dir.
      Zu Deiner Frage.
      Jeder Mensch trauert anders. Manche brauchen viel Zeit, andere müssen diese Traurigkeit durchbrechen, sonst werden sie verrückt!

      Die Lehrerin meines Sohnes war 3 Tage in der Schule total fertig. Dann erzählte sie endlich was passiert war. Ihr Katerchen wurde von einem Zug getötet.
      Am 5.Tag bat sie die Kinder sich zu melden wenn sie jemanden kennen würden der Kätzchen abzugeben hat.
      Am selben Tag habe ich ihr 2 Katerchen von einer Bekannten vermittelt. Sie nahm die Beiden gleich mit! Liebe auf den 1.Blick!

      Seit diesem Tag in der letzten Woche ist alles wie ausgewechselt.
      Sie ist wieder vergnügt-die beiden Racker stellen die Wohnung auf den Kopf und sie und ihr Freund können sich wieder freuen!

      Für die Beiden war es die richtige Entscheidung schnell wieder Katzen zu sich zu holen. Die leere Wohnung haben sie nicht ertragen.
      Auf keinen Fall darf man sich schuldig fühlen wenn man sich bald wieder ein Tier holt.

      Kopf hoch! :hug:
      Ein guter Witz kann einem die ganze schlechte Laune verderben!
      Hallo Boris,

      ich kann sehr gut nachempfinden was Du momentan durchmachst, bei uns hatten wir damals nur 1 Woche von Diagnose zur hoffnungsvollen OP die dann leider schon das Ende war (Krebs). Es zieht einem den Boden unter den Füssen weg, das kennen hier viele. Entscheiden ob und wann Du Dir wieder eine Katze oder Kater zulegst kannst nur Du indem Du auf Dein Herz hörst. Vielleicht läuft dir das Schicksal schon morgen vor die Füsse und Du weisst: diese und keine andere, vielleicht brauchst Du noch ein paar Wochen oder Monate um ein neues Tier überhaupt wahrzunehmen. Die Schuldgefühle und Schmerzen vergehen mit der Zeit. Da man die Verantwortung hat sucht man im Nachhinein Dinge die man früher hätte merken müssen, besser hätte machen können, aber damit soll man sich nicht quälen. Es klingt als wäre Deinem Kater nicht mehr zu helfen gewesen (aus medizinischer Sicht) und dann muss man loslassen können, so weh es auch tut. Hiermit zeigst Du auch Verständnis, Respekt, Verantwortung für Dein Tier. Es soll sich nicht quälen wenn es keine Hoffnung mehr gibt es es ihm schon so schlecht geht. Nutze die Zeit jetzt für die Trauer, sprich möglichst nur mit ebenfalls Tierbesitzern über diesen Verlust (andere verstehen es einfach nicht!) und schon bald wirst Du mit einem Lächeln an ihn zurückdenken können. Aber auch nach ein paar Jahren überkommt einen noch ab und zu der Schmerz, das zeigt, finde ich, wie sehr man sein Tier geliebt hat und ist eigentich schön.

      Ich wünsche Dir erholsame Feiertage, daß Du etwas zu Dir kommen kannst.

      LG Myrielle
      Hallo Boris,

      es tut mir sehr leid für dich. 14 Jahre sind eine lange Zeit, man hat sich aneinander gewöhnt, hat viel zusammen erlebt. Jetzt ist er nicht mehr da. Und du fragst dich, ob du ihm hättest helfen können, wenn die Krankheit früher erkannt worden wäre. Ob du nicht etwas übersehen hast. Ob das Einschläfern wirklich nötig war. Ich denke du hast ihm durch das Einschläfern viele Schmerzen erspart. Innerhalb eines guten Jahres sind bei uns 2 Katzen gestorben, vevor wir sie einschläfern lassen konnten. Ich weiß nicht ob sie am Schluss arg gelitten haben. Es war Niemand von uns bei ihnen als sie ihren letzten Atemzug gemacht haben. Das werde ich mir immer vorwerfen. WIr haben gewusst dass es ihnen schlecht geht und wir haben nicht neben ihnen gewacht. Du konntest dabei sein, ihm das Pfötchen halten. Mir laufen jetzt schon wieder die Tränen runter, wenn ich nur davon schreibe. Die meiste Zeit kann man es gut verdrängen, aber irgendwann holt einen der Schmerz immer wieder ein. Zum Glück haben wir noch weitere Katzen, die einem das Trauern ein bisschen leichter machen.
      Wir hatten 16 Jahre lang einen Hund und einen Kater. Dann sind beide kurz nacheinander gestorben. WIr wollten zuerst auch keine Tiere mehr, weil der Schmerz einfach so groß war. Aber wir sind einfach Katzenmenschen...Lang haben wir es nicht ausgehalten. Und meine Mutter, die gesagt hat sie will so schnell keine Tiere mehr, konnte sich gar nicht mehr einkriegen vor Freude, als sie heute vor 7 Jahren ihr Weihnachtsgeschenk unterm Weihnachtsbaum gesehen hat: Eine Katze.
      Das wird auf ewig ihr schönstes Weihnachtsgeschenk bleiben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „binat“ ()

      Vielen, vielen Dank für soviel Mitgefühl! Es ist richtig gewesen in so ein Forum zu gehen. Nach jedem Beitrag von Euch Allen geht es mir jetzt schon besser. Gestern sind wir in ein Tierheim gefahren. Ich wollte einfach nur mal schauen wie so das Gefühl ist, andere Katzen zu sehen. 1 Kater und eine Katze die auch ansonsten unzertrennlich sind haben es uns angetan. Es war gleich wieder ein Gefühl da, diese Augen, das rumstreichen um die Beine, das Schnurren, ja, ich wollte die Beiden haben. Jetzt holen wir sie morgen ab und ich bin glücklich, zwei Kätzchen wieder ein zu Hause geben zu können. Danke nochmal für Eure Hilfe es mir leichter zu machen, mich dahingegend zu entscheiden!

      Frohe Weihnachten und ganz liebe Grüsse
      Boris
      Wie schön - ich halte ja sonst nichts von Tieren unter dem Tannenbaum, aber in Deinem Fall beschenkst Du nicht nur Dich (und ich glaube die Beiden werden Dir jetzt unendlich gut tun), sondern auch die zwei bisher heimatlosen Fellis. Ein Haus ohne Pfoten ist leer, nun zieht neues Leben bei Euch ein.

      Das ist doch einmal ein wirklich schönes Weihnachtsgeschenk. Ich wünsche Euch Dreien viele schöne gemeinsame Jahre. :hug:
      "A reader lives a thousand lives before he dies.
      The man who never reads lives only one." (George R. R. Martin)