Sprühhalsband akzeptabel ?

      Womit wir wieder bei dem Thema wären, was eigentlich Tierschutz ist, welcher Tierschutz falsch ist, wo der Tierschutz aufhört, etc. etc.

      Ich unterschreibe einiges.

      Wenn viele Menschen ehrlich zu sich wären und auf bestimmte Hunde/Katzen, etc, verzichten würden, säßen sehr viel weniger Hunde in den Tierheimen.

      Da schreien dann natürlich welche: Aber nun sind die Hunde nur mal da, irgendwer muss sie doch nehmen, die Hunde können da nichts dafür. Besser bei mir, als im Tierheim, auch wenns bei mir nicht ideal ist. Besser als im Tierheim verenden, usw.


      Die anderen schreien: Dann ist man mit schuld, auf diese Art und Weise wird sich nie was ändern, man muss diesen Teufelskreislauf durchbrechen, es muss sich grundsätzlich was ändern, ein Hund aus Mitleid aufnehmen geht garnicht, usw.


      Ich sags mal bissl grob, das erste wäre dann in diesem Fall Sindbads Meinung und die zweite, die Meinung von thallus.
      Ich hoffe, dass ich jetzt niemandem was unterstelle... ist nicht meine Absicht.

      Ich wollte damit nur sagen, ich finde es schwierig die Grenze zu ziehen. Denn relativieren muss man wohl so oder so. Es ist schwierig.

      Für mich ist das wie mit dem veganer/Vegetarier sein. Wenn man alle Tiere schützen, nicht ausbeuten, etc. will, dürfte man ja nicht mehr laufen, weil man vielleicht eine Ameise zertritt und man dürfte keine Häuser mehr bauen, weil es den Lebensraum der Tiere nimmt, um es jetzt mal auf die Spitze zu treiben.

      Irgendwo fangen die Kompromisse an zum Nachteil der Tiere an.

      Ich gebe zu Thallus, als du eben geschrieben hast, wie es wäre, dass mir einer ohne Vorwarnung dieses Zeug ins Gesicht spritzen würde, immer wenn ich es nicht erwarte, da ist mir besser klar geworden, wie der Hund sich fühlt und warum das Halsband an sich eine denkbar schlechte Erziehungsmethode ist. dank dafür, sehr anschaulich. Ich werde übrigens schnell sehr wütend, wenn ich erschreckt werde, was mir wiederum klar gemacht hat, wei sehr das Ding bei einem Hund nach hinten losgehen kann. (Ich weiß, kein Mensch-Hund-Vergleich, aber denkbar ists doch, dass auch der Hund dadurch eventuell angstaggressiv wird).

      Dabei habe ich dann daran gedacht, dass wenn es vielleicht keine Möglichkeit gäbe mir etwas zu erklären, und ich die Wahl hätte zwischen diesem "Psychoterror" für ein paar Wochen und einem Leben in nur einem Raum (nur ein beispiel) doch das Halsband auswählen würde. Nachteilig nur, dass ich das im Nachhinein verstünde, der Hund aber nicht wirklich.

      Ja, es ist in der tat schwer die Grenze zu ziehen. Und Vergleiche sind sehr mühsam.

      Ein OT noch:

      Ich habe mich diesmal :wink: nicht angesprochen gefühlt, es ist mir einfach aufgefallen und wollts halt einfach sagen. Wenn ich mich mit jemanden unterhalte und der rollt bei meinen Ansichten dauernd die Augen, dann finde ich das eben irgendwie einfach unhöflich. Mal rutscht einem da raus, klar, aber nicht so offensichtlich, mit Absicht und andauernd. Ebenso wenn einer im Gespräch mit mehreren sagt: "Der Anna ist wohl einiges nicht ganz klar". Und das hier ist ja ein wenig wie ein Gespräch, wenn auch die Antworten nicht so prompt kommen können.
      LG Anna



      *** Tadler und Spötter lass ich lachen - wünsch nur , dass sie`s besser machen ***

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Peanut“ ()

      Hallo!


      Original von Peanut
      Ich werde übrigens schnell sehr wütend, wenn ich erschreckt werde, was mir wiederum klar gemacht hat, wei sehr das Ding bei einem Hund nach hinten losgehen kann. (Ich weiß, kein Mensch-Hund-Vergleich, aber denkbar ists doch, dass auch der Hund dadurch eventuell angstaggressiv wird).

      Das ist einer der Gründe, warum der Halter nicht in der Nähe sein sollte...

      Vielleicht wird Dir auch klar, warum ich diese Methode für feige halte!
      Und man kann diese Methode noch nicht einmal abgestuft/vermindert anwenden!
      Jagdtrieb ist etwas Extremes, das bestreite ich keinesfalls. Aber man MUSS ihn sich ja nicht unbedingt antun!


      Original von Peanut
      Wenn ich mich mit jemanden unterhalte und der rollt bei meinen Ansichten dauernd die Augen, dann finde ich das eben irgendwie einfach unhöflich.

      Das Augenrollen ist bei mir schon so etwas wie ein Markenzeichen!
      :rolleyes: :wink:

      Du kannst mir glauben, daß ich mir selber wesentlich häufiger in den Allerwertesten trete, als Euch! :D


      Thallus.
      Original von Thallus:
      Wobei das Umlenken ja auch nur eine Notlösung darstellt!


      Na ja, jeder Hund hat einen Jagdtrieb und die einzige Nicht-Notlösung wäre, dem Hund das Jagen zu erlauben. Andernfalls bleibt es eben nur, für entsprechenden Ersatz zu sorgen. :think:

      Dass es eigentlich Augenwischerei ist, ein Sprühhalsband an sich selbst auszuprobieren und dann für "nicht schlimm" zu befinden, habe ich ja auch schon geschrieben. Mit einer "nicht schlimmen" Methode lässt sich kein Trieb unterdrücken - das widerspricht sich.
      Um die Wirkung annähernd selbst zu erleben, sollte man eine Person bitten, einen immer mal wieder ohne Vorwarnung extrem mit einem tösenden Geräusch zu erschrecken. Das alles am besten mal ein paar Tage durchziehen und man wird merken, dass nicht nur das eigentliche Erschrecktwerden ziemlich fies ist, sondern erst recht die zermürbende Warterei, wenn es wieder so weit ist, die wahrscheinlich noch schlimmer als der Schreck an sich ist. Man kennt das vielleicht, wenn man nachts wegen einem unregelmäßigen Geräusch nicht schlafen kann: man wartet regelrecht drauf, dass es wiederkommt und um dann wieder ein wenig Ruhe zu haben. Und dann kommt lange nichts und dann geht es irgendwann wieder los ..... das ist schon fies.

      Auf der anderen Seite .... mein Hund hat schon beim ersten Mal geschnallt, dass mit einem Elektrozaun nicht gut Kirschen essen ist. War das nun Zufall, dass er das richtig verknüpft hat und sich fortan von Elektrozäunen fern hält, Schafe an sich aber immer noch interessant findet? Und auch vor anderen Zäunen keine Angst hat? :think:
      Erstens bin ich keine dieser millkitanten Tierschützer und zweitens kann man es auch ja mal anders herum sehen: indem ich keinen Hund vom Züchter hole, steigere ich die Nachfrage und damit die Produktion von Welpen nicht. Die Pharmaunternehmen werden immer Hunde verwenden, ob ich einen dann hinterher nehme oder nicht. Da unterstütze ich nichts, da verändere ich nichts - außer für den Hund.

      Daß ich das non plus ultra bin, habe ich auch nicht behauptet. Aber wenn gesagt wird, ich hätte den Hund im TH lassen sollen, damit vielleicht ein kompetenterer Mensch ihn holt, sollte man auch mal bedenken, es hätten genauso gut inkompetentere sein können. Aber dies wird nicht bedacht, nein, schlimmer - ignoriert.

      Und auch wenn ich dieses Ding benutzt habe: ich habe es NIE als die perfekte und supertollste Lösung angepriesen. Und das ich lieber eine andere Methode verwendet hätte, müßte man eigentlcih auch aus den Beiträgen verstehen können.

      Und ich finde es sehr, sehr schade, daß mein Hund an einem einzigen Problem und unser Zusammenleben an eben diesem Problem gemessen wird. Daß dieser tolle Hund als Problemhund beschrieben wird, aber alles andere außer acht gelassen wird. Ein Problem, und der Hund paßt nicht, und daß ich ihn geholt habe, war ein riesiges Versagen. wie unser Leben aussieht, ist ja egal: Wichtig ist nur das Problem, daß vor 6 oder 7 Jahren bestanden hat. Auch ist es egal, daß wir unseren Hund gut nach Methoden erzogen haben, die die meisten verwenden und gutheißen. Ein Problem haben wir nicht so gelöst, daran wird jetzt alles gemessen.


      Hier geht es auch mittlerweile nicht mehr um das Sprühhalsband und die Auseinandersetzung damit, sondern ich werde hier hingestellt, wie der letzte Tierquäler, der seinem Tier nur Unglück bringt und nichts anderes kann als mit brachialer Gewalt seinen Hund zu unterdrücken.
      Keiner hier hat mir erklärt, welche andere Methode wir noch hätten anwenden können, um den Sprüher zu vermeiden. Nirgendwo konnte ich etwas neues lesen. Statt dessen geht man den einfachen Weg und sagt, es war ein Fehler, diesen Hund zu nehmen.
      Wenn aber keiner einen anderen Tip hat, einen guten Rat, wie wir es hätten anders machen können, wenn selbst ein Profi da wenig Hoffnung sieht: Wer sollte so eine Hund dann nehmen?
      Wo sind Eure Ratschläge? In einem früheren Beitrag habe ich beschrieben, was wir versucht haben. Was noch?
      Aber da kommt nichts. Statt dessen wird dann einfach erklärt, es war unser Fehler, den Hund überhaupt zu nehmen.

      Immer wieder höre ich, daß ich es gut finde, daß Teil benutzt zu haben. Ja - es hat geholfen. Aber wo habe ich geschrieben, ich bin glücklich darüber gewesen?

      Und bevor es jetzt wieder heißt, wir hätten uns diese Gedanken früher machen sollen: Haben wir. Aber das interessiert ja eh keinen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Sindbad“ ()

      Hey Sindbad,

      ich sehe es nicht als falsch an, dass du den Hund genommen hast. Du hats alles versucht, hast eben zu dieser Methode gegriffen. Du fandest es auch nciht perfekt, aber ihr habt seit jahren ein gutes Verhältnis zu eurem Hund.

      Es ist ja auch gut, dass sich hier mal jemand zu Wort meldet, der es tatsächlich verwendet hat.

      Ich persönlich wüßte keine Lösung, weil ich das Thema aber sehr interessant finde, werde ich meine Trainerin im Januar bei unserer nächsten Stunde mal fragem wie hier vorgegangen wird. Ich glaube, sie macht Schleppleinentraining und unterbindet den trieb ja somit auch.

      Es wäre sicher besser, wenn es heutzutage keine oder zu wenige Jagdhunde geben würde - wer kann seinem Hund das schon bieten, außer eben die Jäger. Selbst wenn man seinen Hund mit falschen Ködern seinen trieb auszuleben erlaubt, heißt das whl nicht, dass der Hund ohne Leine laufen kann und das finde ich mit eines der wichtigsten Dinge für den Hund ein gewisses Maß an freiheit eben.

      Du darfst dir das nicht so zu Herzen nehmen, ich habe ja auch einen Hund aus Spanien und hier wird sehr oft kritisiert Hunde aus dem Ausland zu nehmen. Ich weiß auf Grund der Argumente hier nicht, ob ich das nochmal tun würde. Die Argumente gegen Auslandshunde finde ich recht gut. Trotzdem liebe ich meine Mona und bereue es nicht. Trotzdem hat sich meine Meinung, was diese Hunde betrifft geändert. Und das ist doch was wirklich postives dieses Forums.

      Ich fühle mich nciht, als Tierquäler oder Möchtegern-Tierschützer, weil ich eine Spanierin habe aber ich habe dazugelernt. Das kann man ja mitnehmen und beim nächsten hund zB ändern oder an andere Dinge denken, wenn man nochmal einen Hund kauft. Auf jeden Fall aber bekommt man Denkstoff, wenn man andere Meinungen vertritt und das finde ich ganz gut.

      Also, ruhig Blut :hug: :biggrin:
      LG Anna



      *** Tadler und Spötter lass ich lachen - wünsch nur , dass sie`s besser machen ***
      Sindbad, nimm es nicht so persönlich :hug:

      Vom Prinzip her sehe ich es schon auch so, dass man als Konsument eine große Macht hat, die leider sehr oft verkannt wird. Würde jeder nur noch Dinge kaufen, die ohne Tierversuche produziert wurden, müsste der Markt dementsprechend reagieren. Das gilt auch für die Ausbeutung von Menschen und Tieren usw.
      Würde kein Tierschützer mehr die ausländischen Tierheime und Tötungsstationen leerfegen, müssten die entsprechenden Länder reagieren und selbst Maßnahmen entwickeln.
      Würde niemand mehr Hunde unüberlegt beim Vermehrer kaufen, würde der Markt zusammenbrechen.
      Würde sich jeder nur wohlüberlegt einen Hund zulegen, am besten erst nach psychologischer Testung, dann würden viel weniger Tiere im Tierheim landen.
      Würden sich alle Menshen davon freimachen, Macht ausüben zu wollen, wäre Anarchie die wohl beste Staatsform. :D

      Theoretisch ist alles möglich, die Praxis sieht nun doch anders aus.
      Und wie gesagt, ich differenziere da schon zwischen Leuten, die ach so edel sind, einen Angsthund aus dem Ausland aufnehmen und sich damit profilieren, wie gut sie doch sind, sich ein Tier aufgenommen zu haben und wie schwer es ist, aber dass Zeit und Liebe alles regeln werden - und gleichzeitig ignorant und merkbefreit sind, und eben Leute wie Sindbad, die sich bewusst einen "schwierigen" Hund holen und sich der Aufforderung stellen, die Situation zu meistern. Ich wage das mal damit zu vergleichen, dass man bewusst ein behindertetes Kind adoptiert und dann alles unternimmt, um es zu fördern.

      Die Methode Sprühhalsband finde ich auch nicht toll, aber ich habe auch schon gesagt, dass es z.B. in der Psychologie in meinen Augen fragwürdige Methoden gibt (z.B. Primärtherapie), die aber, das muss man zugeben, auch schon Menschen wieder zu einem besseren Leben verholfen haben, was andere Therapien nicht geschafft hatten.
      Sindbad hat alles andere ausprobiert und zusammen mit einer Fachfrau den "brachialen" Weg beschritten. Sie stellt sich nicht hin und preist das Teil als Wundergerät an und ich kann damit gut leben. Sprich: ihr würde ich meine Adresse fürs Wanderpaket geben :biggrin:
      Hallo!


      Original von Sindbad
      Hier geht es auch mittlerweile nicht mehr um das Sprühhalsband und die Auseinandersetzung damit, sondern ich werde hier hingestellt, wie der letzte Tierquäler, der seinem Tier nur Unglück bringt und nichts anderes kann als mit brachialer Gewalt seinen Hund zu unterdrücken.

      Ich sage jetzt einmal ganz ehrlich, daß ich, als ich mich hier "eingemischt" habe, Deine Beiträge gar nicht gelesen habe.
      Ich habe Mimi zitiert und meine (bereits bekannte) Meinung zu diesen Fernbedienungen kund getan.
      Das kannst Du gerne hier überprüfen:
      Sprühhalsband akzeptabel ?
      Dadurch hast Du Dich gleich sehr getroffen gefühlt (von wegen Schuh anziehen und so...) und Deinerseits Stellung bezogen.

      Es kann und darf jeder nachlesen und nachvollziehen!

      Ich mache gerne meine Scherze und ziehe mancherlei Sachverhalte "durch den Kakao", im Grunde genommen sehe ich das aber sehr sachlich!

      Wo liegt eigentlich das Problem?
      Du hast das Halsband angewendet und hältst es (zumindest in Deinem Fall) für richtig!
      Deine Methode hat ja (angeblich) auch funktioniert!
      Für mich (und auch für andere) kommt diese Methode nicht in Betracht - eher würden "wir" auf einen Hund mit so extremen Jagdambitionen verzichten.
      So what?

      Wenn das ein Problem für Dich ist, dann mußt Du sehen, wie Du damit fertig wirst!

      Ich persönlich (->meine Meinung<-) frage mich des öfteren, wie jemand, der sich so leicht beeinflussen läßt, der so von der Meinung anderer abhängig zu sein scheint, überhaupt einen Hund halten kann.
      Ich halte soetwas für einen Mangel an Souveränität!
      Aber damit muß ich halt (auch) leben!

      Ich verurteile Dich nicht, sondern habe nur geschrieben, warum ich von dieser Methode, den Fernbedienungen nichts halte! Ich denke mir aber öfter meinen Teil, bei der Art und Weise, WIE manche reagieren!

      Btw.: Das Sprühhalsband war u.a. das Standardwerkzeug dieser "Hundenanny".
      Vielleicht haben das einige auch gesehen.
      Ich fand es sehr bezeichnend, wie die Halter diese Methode (unter Anleitung wohlgemerkt!) angewendet haben:
      "Die Töle hat uns wochen- nein - mooonaaatelang genervt! Jetzt geben wir es ihr zurück! Jaaaa! Und gleich noch einmal!!"
      Und das mit einer schadenfrohen Genugtuung!


      Original von Sindbad
      Sprich: ihr würde ich meine Adresse fürs Wanderpaket geben :biggrin:

      Aber nicht doch! Sie bekommt es sicher hin, daß ihr Hund ALLES frißt! :wink:


      Thallus.
      Original von Thallus:
      Aber nicht doch! Sie bekommt es sicher hin, daß ihr Hund ALLES frißt!


      Thallus, also echt! :snooty: :wink:

      Übrigens musste ich heute in der Tat an das Wanderpaket und an das Sprühhalsband denken, nämlich als mein Mann trotz seiner vollmundigen Ansagen, dass er (wieder mal) abspecken möchte, im Supermarkt eine Großpackung "Mon Cherie" in den Wagen legte. :oops:

      Sorry, OT.

      Und wer oder was ist die Hundenanny?
      Danke @Tammi H.

      Diplom-Tierpsychologin? Wie soll das gehen? Tierpsychologie ist kein staatlicher anerkannter Studiengang und der Zusatz "Dipl(om)- ...." ist meines Wissens nach nur als akademischer Grad zulässig, also nur für Absolventen einer Hochschule, die ihr Studium mit einer Diplomarbeit abgeschlossen haben :think:

      Aber vielleicht gibts inzwischen auch schon Diplom-WünschelrutengängerInnen und Diplom-HandauflegerInnen :rolleyes:

      Ich weiß schon, warum ich fast nie TV schaue und bestimmte Sender so gut wie gar nicht :lol:
      Hallo,

      Original von Peanut
      Die Aussage von den Tierheimhunden kam aber erst NACH Thallus Aussage, dass ihr einiges nicht klar ist.


      Na und, das macht ja nichts, es bestätigt diese Aussage ja nur noch universeller.

      Original von Thallus
      Deine Beiträge gar nicht gelesen habe. Ich habe Mimi zitiert und meine (bereits bekannte) Meinung zu diesen Fernbedienungen kund getan.


      uäähhh :cry:, jetzt bin ich wieder Schuld. :D :D :D


      Also diesen "Beruf" der "Diplom-Tierpsychologin" gibt es nicht, jeder könnte sich so bezeichnen, genauso wie Hundetrainer und Hundepsychologe usw., wobei ich Tierpsychologe noch ein ganzes Stück arroganter finde, Zoologen studieren Jahre und spezialisieren sich dann auch noch auf Verhalten und wissen trotzdem nicht alles über jedes Tier, da sie sich meistens auch noch auf bestimmte Tiergruppen spezialisieren.

      Und sich mit einem Diplom zu brüsten, das es gar nicht gibt, ist denen gegenüber ne Sauerei, die dafür geackert haben.

      Ciao Mimi
      ..........
      Irgendein Diplom kann die Dame durchaus haben. Ich könnte Dir auch eines rausschreiben @Mimi :lol:

      Nur, wie gesagt, ich bin mir sicher, dass man in seiner Berufsbezeichnung die Bezeichnung "Diplom" nur dann voranstellen darf, wenn sie einen akademischen Grad angibt, wie bei Dipl.-Ingenieur oder Dipl.-Psychologe usw.
      Die Bezeichnung "Diplom-Tierpsychologin" ist nicht erlaubt, da sie eine Irreführung darstellt bzw. da sie mit dem akademischen Grad verwechselt werden kann und man annehmen könnte, es würde ein Hochschulabschluss vorliegen.

      Ich bin ja mal gespannt, ob die Bezeichung "Tierpsychologe" irgendwann auch mal geschützt wird. Bei den Psychotherapeuten war das ja auch so ein Unding, dass sich jeder esoterische Hinz und Kunz so nennen durfte.
      Bei den Kunststherapeuten ist es ja aber auch das gleiche, jeder darf sich so nennen ..... das finde ich mitunter auch zum Erbrechen, aber was soll's. Man sollte sich halt immer genau die Referenzen erklären lassen, bevor man bestimmte Dienstleistungen in Anspruch nimmt :wink:
      @Thallus:
      Daß Du meine Beiträge nicht gelesen hast, kann ich ja nicht ahnen, da ist - denke ich - verständlich, wenn ich deine Aussagen auch auf meine beziehe.

      Wo mein Problem liegt ist einfach: Wenn jede meiner Aussagen so kritisiert wird, daß man mir die Frage stellt, ob ich das ein oder andere denn bedacht habe, oder daß man meine Ansicht nicht gut findet oder es anders sieht etc, ist das ok. Aber wenn jemand ständig mit den Augen rollt, vermittelt das, daß man einen ins Lächerliche ziehen will, ihm seine Überlegungen nicht glaubt oder als dumme Ausreden hinstellt und verhöhnt. Das Du so rüberkommst und daß das nicht korrekt ist, haben ja auch andere hier schon bemerkt. Das ist nicht in Ordnung. Aber egal. Ich werde versuchen, es zu ignorieren, versprochen. :zustimm: (die Art - nicht die Aussagen!!!!!)

      Was mangelende Souveränität angeht: Das kann man nicht an einem einzelnen Punkt messen. Wenn ich im Dienst bei einem Problem einen Kollegen frage und seinen Rat umsetze, kann man ja auch nicht behaupten, ich sei ansonsten inkompetent, nur weil ich in einer Sache nach Unterstützung gefragt habe. Und ich persönlich finde es besser, nach kompetenter Hilfe zu schauen, als im dunklen Kämmerchen allein vor mich "hinzudoktern". Zu sagen "Da habe ich ein Problem, da brauche ich Unterstützung" erscheint mir persönlich souveräner als so zu tun, als wäre alles in bester Ordnung.
      Bei uns laufen viele Hunde rum, denen es gut tun würde, wenn ihre Besitzer nicht erklären, sie hätten ja schon immer Hunde gehabt und Erfahrung, sondern die sich mal beraten lassen und registrieren, daß sich in den letzten Jahren doch das ein oder andere getan hat......

      Interessant ist nur, daß es niemanden interessiert, ob ich das - stünde ich heute vor dem Problem - es wieder so machen würde......

      Aber nochmal meine Frage: Wir hatten den Hund, ob das gut oder schlecht war, ihn zu holen, sei jetzt mal dahingestellt, der jagt.

      Probiert haben wir:
      - intensive Bindungsarbeit
      - apportieren
      - Training auf Pfiff
      - "Versteckspiele"
      - Spuren und Köder ausgelegt, die er dann auf unsere Freigabe hin "jagen" durfte
      - Schleppleine
      - nicht lachen :oops: aber auch Quietscheball zur Ablenkung
      (kann sein, daß ich was vergessen habe. Wie gesagt - ist 6 Jahre her)

      Der Hund ließ sich über Bindungsarbeit und Motivation (Lob, Ball und Leckerchen) sehr gut führen, hörte ansonsten wirklich sehr gut.
      Das Jagdverhalten sah so aus, daß er einen Hasen gesehen hat oder seine Witterung in der Nase hatte und von jetzt auf gleich losgespurtet ist.

      Was haben wir vergessen? Was hätten wir noch tun können? Welche Methode haben wir außer Acht gelassen? Kann man das hier bearbeiten, oder sollte ich dafür ein neues Theam öffnen?

      Und wenn niemanden was einfällt: hätten wir statt Sprüher besser aufgeben und in an die Leine legen sollen? Toben mit befreundeten Hunden hääte er auch im Garten können. An Stellen, z.B. links Fluß, rechts Mauer, die "sicher" gewesen wären, oder im Spiel mit anderen Hunden hätte ich ihn dann ja frei machen können, obwohl er uns auch einmal - mitten im Spiel mit anderen Hunden - "ab" ist.

      Mich würde da jetzt mal eure Meinung interessiern. Ich habe auch den Eindruck, der ein oder andere hier ist Profi - wie hättet ihr mit uns gearbeitet, wenn wir zu Euch gekommen wären?

      @ peanut und susa: Danke. Und ja - auch ich habe hier, auch bei anderen Themen, viel gewonnen!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sindbad“ ()

      Sindbad, ich erzähle Dir einfach mal meine Jagdtrieb-Erfahrungen :wink:

      Ich hatte mal eine Rauhhaardackelin und der Vater meiner Freundin, der Jäger war, hatte mir den Rat gegeben, mit meinem Hund zusammen Mäuse zu jagen. Und ja - ich habe das gemacht. Es mag sich vielleicht seltsam anhören, aber ich habe schon immer auf dem flachen Land gewohnt, wo es viele Mäuse gab. Wir haben in Omas Garten angefangen und es so ausgebaut, dass ich bestimmt hatte, ob und wann gejagt wird. Auf meine Freigabe hin, durfte sich der Hund eine Maus fangen und dann auch fressen. Oder auch eine Schnecke, wobei es da nicht so viel zum Jagen gab.

      Auf Spaziergängen war es dann fast immer so, dass sie mich, wenn sie einen Mäusebau entdeckte, mich anschaute und auf eine Freigabe wartete. Sobald die kam, hat sie sich ihre Beute geschnappt.
      Wir wurden auch manchmal zu Leuten gebeten, die eine Maus im Haus hatten ... nach ein paar Minuten war der Fall erledigt.

      Wir haben auch Jagdspiele mit Ersatzbeute gemacht, also nach einer vermeintlichen Maus gebuddelt und gesucht, gewartet, wieder gebuddelt und gesucht .... und am Ende stand dann das Leckerlie des Lebens. Mein Dackel war extrem verfressen, da war es einfach.

      Es kam aber dennoch vor, dass sie mir ab und an abgehauen ist, wenn auch selten. Im Nachhinein denke ich, dass es immer dann passierte, wenn ich nicht ganz so viel Zeit in Jagdspielchen stecken konnte oder an sich nicht so viel Zeit für sie hatte, weil ich Kinder bekommen hatte oder eine Prüfung anstand usw. :think:
      Größtenteils aber hat sie sich abrufen lassen, wenn sie eine Fährte aufgenommen hatte. Als Belohnung gab es dann eine Mäusejagd oder ein Jagdersatzspielchen.
      Ich denke, es hat so gut geklappt, da mein Hund auf seine Kosten gekommen ist, auch wenn ich ihm die eine oder andere Jagd untersagt habe.

      Einen Jagdhund habe ich mir aber dennoch nie wieder geholt :wink:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Susa65“ ()

      Hallo!


      Original von Sindbad
      Mich würde da jetzt mal eure Meinung interessiern. Ich habe auch den Eindruck, der ein oder andere hier ist Profi - wie hättet ihr mit uns gearbeitet, wenn wir zu Euch gekommen wären?

      Ich kann mich da auch nur noch einmal wiederholen:
      Jagdtrieb kann eine äußerst hartnäckige Pest sein!
      Ein Trieb sitzt i.d.R. ganz tief im Gehirn und kann deshalb nicht einmal willentlich vom Hund gesteuert werden!
      Das sollte sich jeder einmal klarmachen!
      Selbst wenn es möglich wäre, dem Hund argumentativ zu vermitteln, daß er nicht jagen darf, würde er es ungeachtet dessen dennoch tun.
      Daß es ihm Spaß macht, ist eine Begleiterscheinung dessen!

      So gesehen "verdreht" man so einiges bei solch einem Individuum, wenn man ihm diesen Trieb mit definitiv massiven Mitteln "verleidet"!
      Ob er dadurch einen Schaden erlitten hat oder nicht, das werde ich bestimmt nicht behaupten, verneinen oder definieren wollen!

      Was macht Dich eigentlich außerdem so sicher, daß das Halsband die Ursache der Besserung war?

      Man kann schlecht sagen, Du hättest so oder ganz anders handeln sollen, wenn Du sagst, Du hättest ALLES versucht!
      Es gibt Leute, die es nicht einmal schaffen, einem Hund ein "Sitz" beizubringen, während es bei anderen von selber funktioniert!
      (Jetzt beziehe das bitte nicht wieder gleich auf Dich! :eek: )

      Und es kann auch am Charakter des Hundes liegen!
      Es gibt Vertreter sogar der eigenen Lieblingsrasse, mit denen man einfach nicht warm werden kann, die mit einem speziell nicht "richtig funktionieren"!


      Original von Susa65
      Wir haben auch Jagdspiele mit Ersatzbeute gemacht, also nach einer vermeintlichen Maus gebuddelt und gesucht, gewartet, wieder gebuddelt und gesucht .... und am Ende stand dann das Leckerlie des Lebens. Mein Dackel war extrem verfressen, da war es einfach.

      Aus meiner Sicht war das aber auch nur bedingt eine Ersatzbeschäftigung!
      Der Hund hat definitiv genau diesen Trieb befriedigt!

      Was tut der Beaglemix aber jetzt mit diesem Trieb?
      Der gesunde Menschenverstand sagt einem doch bereits, daß da etwas übrig bleiben muß, wenn man einen Trieb bzw. etwas so Massives einfach so "beseitigt"!


      Thallus.
      @ Thallus: mit dem alles versucht miente ich, alles ,was uns eingefallen ist oder was - wie gesagt, wir haben uns Hilfe gesucht - von fachlich da doch versierterer Seite kam. Deshalb interessiert es mich ja auch so, was wir nicht probiert haben und noch zur Debatte stehen würde.

      Das mit dem kontrolliert jagen finde ich eigentlich ganz gut. Wir haben es nur "in Teilen" versucht: einer von uns hat eine Spur gelegt, am Ende war dann "was fleischiges", als Leckerli. Auf die Mäuse sind wir nicht gekommen! Interessanterweise konnte ein Reh über das Feld laufen - da hat er nur geschaut. Mäuse ging, da hat er eher selten mal gebuddelt. Das Problem waren echt die Hasen.

      Was von dem Trieb übrig geblieben ist, ist eine gute Frage. Ich kann es Dir - ehrlich gesagt - nicht beantworten. Wir spielen nach wie vor viel mit ihm, werfen sein geliebtes Bällchen, wobei er das direkt einfangen darf oder, wenn er vorher den Sitz- oder Bleibbefehl bekommt, erst nach Freigabe losdarf. Das haben wir beibehalten. Und ich lege immer noch Leckerli aus und mache mich vielleicht ein wenig zum Affen, wenn ich sie zusammen mit meinem Hund "aufspüre".
      Wenn er einen Hasen sieht, bleibt er stehen und schaut zu mir. Ich sage dann laut und streng "nein". Dann geht er weiter und ignoriert den Hasen.

      Wobei ich noch eine Frage hätte: alle sagen, sie würden sich nie so einen Hund mit Jagdtrieb holen. Jäger tun es auch nicht - die holen sich Hunde von Züchtern, deren Hunde die entsprechenden Jagdpapiere haben oder deren Qualität in der Jagd bekannt ist. Über unverantwortliches Züchten brauchen wir uns hier wohl nicht zu unterhalten. Aber was geschieht dann mit solch einem Hund?
      Original von Thallus:

      Aus meiner Sicht war das aber auch nur bedingt eine Ersatzbeschäftigung! Der Hund hat definitiv genau diesen Trieb befriedigt!


      Natürlich war es eine Ersatzbeschäftigung, mit dem der Hund seinen Jagdtrieb befriedigt hatte. Das war ja auch der Sinn der Übung.
      Oder was meinst Du?

      Manchmal ging es nicht, dass wir Mäuse jagen konnten und darum stand manchmal am Ende der Jagd keine Maus, sondern ein Leckerlie - als Ersatzmaus sozusagen.

      Mein Hund stand auch auf Hasen. Er hat auch schon Hasen gerissen .... die Kaninchen meiner Tochter. Und die frei fliegenden Zebrafinken meiner Oma hat er auch erbeutet und gefressen. Wir hatten uns damit abgefunden, dass Käfigtiere und unser Dackel keine gute Kombination sind.

      Original von Sindbad:
      Wobei ich noch eine Frage hätte: alle sagen, sie würden sich nie so einen Hund mit Jagdtrieb holen. Jäger tun es auch nicht - die holen sich Hunde von Züchtern, deren Hunde die entsprechenden Jagdpapiere haben oder deren Qualität in der Jagd bekannt ist. Über unverantwortliches Züchten brauchen wir uns hier wohl nicht zu unterhalten. Aber was geschieht dann mit solch einem Hund?


      Jäger bevorzugen durchaus Rassen, bei denen der Jagdtrieb stärker ausgeprägt ist. Er wird nicht als Spielgefährte oder Kuschelfreund angeschafft, sondern als Arbeitshund, der entsprechend ausgebildet wird.
      Nicht dass ich jetzt Jäger und deren Ausbildungsmethoden in den Himmel loben möchte, aber ich meine, dass ein Jagdhund als Arbeitshund besser aufgehoben ist denn als Familienhund. Bzw. muss man bei einer Haltung als Familienhund einiges anstellen um den Jagdtrieb zu befriedigen und/oder umzuleiten. Sie sind arbeitsintensiver als ein Hund ohne sonderlich ausgeprägten Jagdtrieb. In gewisser Weise kann man das auch mit der Haltung eines Hundes mit ausgeprägtem Hütetrieb vergleichen.

      Die Zeit mit meinem Dackele war sehr schön, sie war ein toller Hund mit einem wunderbaren Charakter. Wir denken oft an sie und sprechen von ihr. Sie war lustig und hat uns wunderbare Momente beschert.
      Aber es war auch anstrengend und herausfordernd. Wir sind sicher alle an ihr gewachsen - aber ich möchte nun keine Mäuse mehr jagen :wink:
      Darum habe ich mein Schaf ... der jagt nicht, der spricht mit anderen Tieren :D
      Ja, ne, also ja.......
      Ist jetzt nicht so wirklich ne Antwort..... :think:
      Warum und wieso und nach welchen Kriterien ein Jäger seinen Hund wählt, habe ich bei meinem Schwager ja mitbekommen. Aber Tierheimhund stand grundsätzlich nie zur Debatte, eher die Art des Jagdtriebes (Meute, Vorstehen,.....) und die Wahl des Züchters und welche Jagdtauglichkeit die Hunde in der Regel hervorbringen.

      Unser Hund ist ein Mix von Ischia, den man nach Deutschland gebracht hat. Saß im Tierheim und war sehr unsicher, unterernährt und vorsichtig.
      Das mit dem Jagdtrieb mußte man in Erwägung ziehen, da vom Aussehen her Beagle und vermutlich auch Labrador bei der "Familiengeschichte" eine Rolle gespielt haben.

      Hier sagen alle, obwohl sie sich intensiv mit Hunden beschäftigen, sie hätten ihn nie geholt. Ein Jäger würde ihn aus oben genannten Gründen, da er ja in gewisser Weise eine Art Gewähr braucht, daß sein Hund ein guter Jagdhund wird, nicht aus dem Tierheim nehmen.
      Wir haben ihn genommen, aber das wird hier als Fehler gesehen, obwohl wir uns damit viel auseinandergesetzt haben.
      Was sollte dann mit einem solchen Hund passieren? Ich glaube, susa hat mal gesagt, man kann diese Hunde ja schlecht erschießen.

      p.s.: glaub mir,susa, ich wünsche mir auch mal ein Tier, das absolut problemfrei ist. Aber irgendwie..... selbst mein Pferd kam in einem schlechten Zustand zu mir..... Und dennoch habe ich es nie bereut, egel wieviel Schweiß, Mühe und so manche Nerven es gekostet hat. Dennoch habe ich die Wahl nie bereut. Ich fand meine Tiere immer klasse! Etwas anders vielleicht manchmal, aber das störte mich nie. Und ich denke, soooooooo schlecht haben sie es bei uns auch nicht getroffen......
      Tauschen wir????? (Ne, war`n Scherz... :wink: . Ich würde doch meinen Kimbo nicht weggeben! :zustimm: ....und mein Mann würde mich lynchen.... :whistle:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Sindbad“ ()

      Ach so Sindbad, da hatte ich Dich falsch verstanden :oops:
      Ich dachte, Du wolltest wissen, warum überhaupt Jagdhunde gezüchtet werden, wenn sie niemand braucht.
      Jäger holen sich keine Hunde aus dem Tierheim, weil diese nicht entsprechend ausgebildet werden können. Blinden- und Assistenzhunde stammen eigentlich auch nie aus dem Tierheim, weil es unmöglich oder zumindest äußerst schwierig wäre, sie dementsprechen auszubilden.

      Original von Sindbad:

      Unser Hund ist ein Mix von Ischia, den man nach Deutschland gebracht hat.


      Und hier mache ich mich jetzt mal unbeliebt: man entnimmt einen Jagdhund seiner Umgebung, holt ihn aus seinem Rudel und bringt ihn nach Deutschland in eine wildreiche Gegend - und stellt fest, dass sein Jagdtrieb weg muss, weil er nicht passend ist. :rolleyes:

      Nichts gegen Dich Sindbad, aber mit dieser Art Tierschutz kann ich nichts anfangen. Für mich ist das eher ein weiteres Zeichen dafür, dass das menschliche Verständnis für Natur (und Tiere) immer seltsamere Formen annimmt.

      Ich hätte den Hund erst gar nicht aus Ischia geholt. Und aus dem Tierheim wahrscheinlich auch nicht, weil ich weiß, was es bedeutet, einen Jagdhund zu haben.
      Was mit diesen Tieren passieren soll? Man sollte sie da leben lassen, wo sie sind und nicht in deutsche Städte karren, wo sie dann erstmal passend "umgebaut" werden müssen. Manche Menschen meinen, sie müssten immer und ständig regulierend eingreifen. Fragt sich nur, was ein Tier wirklich davon hält, wenn es zwangsweise in ein "besseres" Leben gebracht wird.

      Absolut problemfrei ist kein Tier, aber eigentlich sollte man die Eigenheiten von Tieren auch gar nicht als Problem betrachten. Der Mensch macht eigentlich die Probleme, nicht der Hund. Er wird zum Problem, wenn er nicht in das Leben des Menschen passt - dafür kann der Hund ja nicht wirklich etwas.

      Ich unterstelle Dir nur lautere Absichten, Sindbad, und Du gibst Dir wirklich Mühe und ich zähle Dich auch nicht zu den Gutmenschen, die ein Tierheimtier nur aus Eigennutz halten - ganz bestimmt nicht.
      Auch verurteile ich Dich nicht wegen Deinem Auslandshund und ich hoffe, Du kannst meine Einstellung trotzdem ein wenig nachvollziehen? :hug: