Kastration gegen Aggressionen

      Danke Wuschel87 :hug:

      Nur, was soll ich beobachten? Wie merke ich gesundheitliche Veränderungen in dieser Hinsicht?
      Das einzige was auffällt, ist, dass er halt nur 1 Hoden im Säckle hat. Das sieht ein wenig seltsam aus, fällt aber bei seinem dicken Schafspelz nicht wirklich auf.

      Ertasten kann ich den anderen Hoden nirgendwo, aber ich bin auch keine Medizinerin.

      Laut TA besteht auf Grund der erhöhten Temperatur die Gefahr eines Hodentumors, auch des eines bösartigen.
      Aber dieses Argument wird ja auch angebracht, wenn die Hoden sich am richtigen Platz befinden.
      Gleiches gilt für die Drehung - auch das gibt es bei normalen Hoden :think:

      So ganz überzeugt mich das jetzt nicht.
      Original von Wuschel87

      Kann man sowas nicht vllt. per Ultraschall oder so feststellen, ob, und wenn ja, WO sich der verloren gegangene Hoden befindet?


      Möglich soll es wohl sein, aber nicht garantiert. Laut TA würde sich das auch nur lohnen, wenn ich mich für eine Kastration und der damit verbundenen Entfernung des "steckengebliebenen" Hodens entschieden hätte. Andernfalls würde es keinen Sinn machen zu wissen, wo genau er nun sitzt.

      Auf meine Frage, warum man denn eigentlich nicht nur den "schlimmen" Hoden entfernt und den anderen an Ort und Stelle lässt, wurde mir gesagt, dass man das nicht machen würde.
      Es wäre sinnvoll, solche Hunde unfruchtbar zu machen, da Kryptorchismus vererbbar sei.

      Aaron wird ja aber so oder so nicht zur Zucht eingesetzt :think:
      Hallo Susa,

      ich kenne mich damit nun auch nicht wirklich aus. Es gibt aber auch Männer mit nur einem Hoden. Und die kastriert man meines Wissens auch nicht.

      Ich verstehe nicht ganz, warum man nicht nach dem Hoden der im Körper verblieben ist, "suchen" sollte um ihn zu lokalisieren.

      Habe alles nur überflogen.. aber: Ich würde das schon genau wissen wollen und mich zur Not von nochmals mehreren TAs beraten lassen.
      Mit "des isch halt so" ARgumentationen würde ich mich nicht zufrieden geben.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      Hallo Thora,

      die Kastration wird gemacht, damit der Hund definitiv keinen Nachwuchs zeugt, um die "Sache" nicht weiter zu vererben.

      So wie ich es verstanden habe, liegt der Hoden bei Aaron im Bauchraum, da er nirgendwo zu ertasten ist (in der Leiste z.B.). Die genaue Lage kann wohl nur durch eine Bauchspiegelung festgestellt werden, was aber keinen Sinn machen würde, wenn man ihn nicht auch gleich entfernt, weil es generell ein höheres Tumor-Risiko bedeutet - egal wo genau sich der Hoden nun aufhält.

      Diese Entfernung geht aber wohl immer mit einer Kastration einher, auf etwas anderes würde sich kein TA einlassen :rolleyes:

      Thora, Du bist doch aus dem Stuttgarter Raum - kannst Du mir nicht eine Klinik im Bereich Stuttgart / Ludwigsburg empfehlen?
      Hier in meiner Ecke ist das nicht so toll :confused:

      Danke!
      Aber was ist denn das für ein Blödsinn?
      Nur der Hoden im Bauchraum sei der "Übeltäter" und nur dieser stellt somit ein gesundheitliches Risiko da. Also ist nach dem Tierschuzgesetz auch nur gerechtfertigt diesen Hoden zu entfernen.

      Einen Hoden zu entfernen, weil sich das Tier aufgrund einer genetischen Disposition nicht vermehren soll ist doch haltlos.
      Wer einmal erlebt hat,wie in ein "altes Hundegesicht" das Lachen zurückkehrt,
      nur der kann nachvollziehen,dass es nicht traurig ist, wenn man die Welpen-Zeit nicht mit seinem Hund verbracht hat..
      Wuselrudel=Mopsmom :wink:
      Tja Jenny, das sagst Du und das sage ich.
      Ich habe mal im Netz gestöbert und überall ist zu lesen, dass bei der Entfernung des "Bauchraum-Hodens" gleich der andere Hoden auch entfernt wird.

      Irgendwo habe ich gelesen, dass auch die Möglichkeit besteht, dem Hund "Silikon-Eier" einpflanzen zu lassen, so dass es optisch nicht störend ist, dass er keine Hoden mehr hat :rolleyes:

      Jetzt warte ich mal, ob Thora mit einer guten Tierklinik im Ländle rausrückt :wink:
      Hallo Susa,

      bei Eiko war auch ein Hoden im Bauchraum verblieben. Ich habe ihn entfernen lassen. Der andere Hoden ist da, wo er hingehört und da bleibt er auch.
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)
      Hallo!


      Original von Susa65
      Auf meine Frage, warum man denn eigentlich nicht nur den "schlimmen" Hoden entfernt und den anderen an Ort und Stelle lässt, wurde mir gesagt, dass man das nicht machen würde.
      Es wäre sinnvoll, solche Hunde unfruchtbar zu machen, da Kryptorchismus vererbbar sei.

      Es ist allenfalls wirtschaftlich (für beide Seiten)!
      Ein Eingriff, ein Preis!
      Ich hätte es damit aber auch nicht ZU eilig!

      Ich würde mich nach einem anderen Tierarzt umschauen, der meine Wünsche respektiert und keinen derart begrenzten Horizont hat!
      Die Keimdrüsen haben nicht nur den Zweck der Fortpflanzung! Da hat er wohl bei den Vorlesungen dummerweise gefehlt! :rolleyes:
      Wenn Kryptorchismus vererbbar ist (was ich nicht bestreite), dann müßten die Eltern Deines Hundes aber auch unfruchtbar gemacht werden.
      Gib den Haltern also SOFORT die Adresse Deines Tierarztes! :wink:


      Original von Susa65
      Aaron wird ja aber so oder so nicht zur Zucht eingesetzt :think:

      Wußtest Du denn nicht, daß es bei Hunden Windbestäubung gibt? :wink:



      Thallus.


      Der Verband deutscher Urologen warnt:
      Inkontinenz ist keinesfalls harnlos!

      Original von Thallus:
      Es ist allenfalls wirtschaftlich (für beide Seiten)!
      Ein Eingriff, ein Preis!


      Mir würde für Aaron das kleine Programm allerdings reichen :wink:

      Original von Thallus:
      Ich hätte es damit aber auch nicht ZU eilig!


      Generell mit der OP, also auch der "versteckten" Hodens?


      Original von Thallus:
      Ich würde mich nach einem anderen Tierarzt umschauen, der meine Wünsche respektiert und keinen derart begrenzten Horizont hat!
      Die Keimdrüsen haben nicht nur den Zweck der Fortpflanzung! Da hat er wohl bei den Vorlesungen dummerweise gefehlt!


      Was soll ich sagen - eine Tierärztin wollte Aaron ja gleich, nachdem er sich an der Wolfskralle verletzt hatte, selbige amputieren und ihn dabei gleich kastrieren. Wenn man schon mal die Messer gewetzt hat ... :whistle:

      Original von Thallus:
      Wenn Kryptorchismus vererbbar ist (was ich nicht bestreite), dann müßten die Eltern Deines Hundes aber auch unfruchtbar gemacht werden.
      Gib den Haltern also SOFORT die Adresse Deines Tierarztes!


      Aaron ist ein Unfall und es wird wohl zu keiner Verpaarung der beiden Hübschen mehr kommen. Gesagt habe ich es dennoch mal.


      Original von Thallus:
      Wußtest Du denn nicht, daß es bei Hunden Windbestäubung gibt?


      Ach ja - der Flugsamen. Den hatte ich vergessen.
      Oder es könnte sich ja mal eine läufige Hündin auf seine Decke setzen und schon ist es passiert! :lol:
      Gestern kam irgendeine Tiersendung im TV, die sich meine Tochter manchmal anschaut. Ich habe zufällig mitbekommen, dass ein 1-jähriger Schäfer-Mix aus dem Tierheim kastriert werden sollte und habe mir das dann angeschaut:

      der Hund wurde schon 2 mal vermittelt und zurückgebracht, weil die Halter überfordert waren. Der Hund machte auf mich einen aufgeweckten, aber nicht überdrehten und aggressiven Eindruck. Er war halt null leinenführig und schien noch nie so etwas wie Erziehung genossen zu haben.

      Nun sollte der Hund kastriert werden, damit er besser zu handeln wäre.
      Der TA äußerte sich dahingehend, dass es sein könne, dass der Hund durch Senkung des Testosteron-Spiegels ruhiger wird, aber es müsse nicht so sein. Aber man hätte ja nix zu verlieren!

      "Du nicht - aber der Hund!", dachte ich da nur. Der arme Knopf wurde dann tatsächlich kastriert und kurz nachdem die Narkose nachgelassen hatte - war er wieder hibbelig und hängte sich in die Leine.

      Laut TA-Mitarbeiterin wollte man nun auf die wundersame Ruhigstellung warten, wenn sich der Hormonspiegel senkt. Dann würde er sicher ein gutes Zuhause finden.

      Ich fand das unfassbar :evil:
      Hallo!


      Original von Susa65
      Generell mit der OP, also auch der "versteckten" Hodens?

      Ich behaupte keineswegs, daß ein innenliegender Hoden keine Risiken birgt!
      Aber auf der anderen Seite wird es auch übertrieben.
      Man muß bei solch einem Fall nicht mit Blaulicht zur Notaufnahme!

      Ich habe einmal einen Rüden im zweistelligen Alter kennengelernt.
      Der war Kryptorchide. Weil er aber eine bewegte Vergangenheit hatte, ging wahrscheinlich jeder davon aus, daß er kastriert war.
      Man hätte sich durchaus streiten können, ob er denn nicht doch kastriert wäre.
      Wenn man aber Spermien in seinem Ejakulat nachweisen konnte, dann war das sicher ein "schlagender Beweis"! :smile:


      Original von Susa65
      Was soll ich sagen - eine Tierärztin wollte Aaron ja gleich, nachdem er sich an der Wolfskralle verletzt hatte, selbige amputieren und ihn dabei gleich kastrieren. Wenn man schon mal die Messer gewetzt hat ...

      Ja viele Ärzten denken ja nur an das Wohlergehen ihrer Kunden! Und das natürlich die ganze Zeit! :rolleyes:
      Manchmal ist es ganz schön schwer, einen guten und gleichzeitig vernünftigen Tierarzt zu finden!


      Original von Susa65
      Ach ja - der Flugsamen. Den hatte ich vergessen.
      Oder es könnte sich ja mal eine läufige Hündin auf seine Decke setzen und schon ist es passiert! :lol:

      Pollen und fliegende Spermien! Der nächste Schritt in der Evolution des Haushundes!
      An Decken darfst Du im Zusammenhang mit LÄUFIGEN Hündinnen gar nicht denken - in KEINER Hinsicht! :wink:


      Original von Susa65
      Ich fand das unfassbar :evil:

      Es ist unfaßbar!
      Ich wundere mich schon lange, wieso keine Lobotomien als Erziehungsmaßnahmen durchgeführt werden.
      Die hätten sicher mehr Aussicht auf Erfolg und wären genauso pervers - man bräuchte also kein schlechteres Gewissen haben!


      Thallus.


      Wenn ich gestern abend so müde gewesen wäre, wie ich heute morgen bin, dann wäre ich heute morgen so munter, wie ich gestern abend war.
      Ja Thallus, ich sehe es auch so.
      Eine akute Gefahr besteht sicher nicht und so eine OP birgt eben auch Risiken und stellt eine Gefahrenquelle dar.
      Ich wollte auch noch mal warten, wie es sich mit Aarons Wolfskrallen verhält und sollte er sich daran immer wieder verletzen, könnte man diese "Baustelle" ja auch gleich zusammen mit dem Hoden beheben.
      Schwaben sind sparsam und denken praktisch :lol:

      In allernächster Zeit kommt Aaron nicht unters Messer und ich bin eh niemand, der dauernd Horrorszenarien vor Augen hat, an was der Hund erkranken kann.

      Lobotomie als Erziehungsmaßnahme?
      Na ja, in einer Welt, in der Kinder unter Drogen gesetzt werden, damit sie dem Leistungsdruck ihrer Eltern standhalten können, wäre das so pervers vielleicht gar nicht. Aber jetzt bin ich besser still :silenced:

      Aber mal eine andere Frage:
      Aaron ist ein ziemlich ruhiger Kamerad, an Mädels zwar interessiert, aber er will eher kuscheln denn zur Sache kommen. Könnte das daran liegen, dass ein Hoden im Bauchraum ist und daher der Testosteronspiegel bei ihm niedriger ist als bei "richtig intakten" Rüden? Oder ist das eher Zufall, dass Aaron nicht so arg triebig ist?
      Oder kommt das erst noch mit dem Alter?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Susa65“ ()

      ich hatte bis letzte Woche in unkastriertes Pärchen gehalten und hätte es auch gern noch weiter gemacht, das war immer komplikationslos und auch ihre Läufigkeit war kein Problem, Benny hat sich außerhalb der Stehtag ja nicht mal für sie interessiert

      und das eine geschlossene Gebärmutterentzündung nicht erkannt werden kann stimmt auch nciht, Nami hatte leider eine und ich hab sie nur dank Benny erkannt.
      Jetzt ist Nami kastriertz und ich hab verdammt viel Angst, wie sie sich verändern wird. Sie hat eh schon probleme mit fremden Hunden gehabt, wie soll es jetztnur werden, wenn fremde Hunde sie ganricht mehr einordnen können

      Auch meine zukünftigen Hunde werde ich nur bei medizinischer Indikation kastrieren lassen....

      @ susa
      wenn ein hoden im Bauchraum ist, wäre es für mich eine Indikation , dieses operativ entfernen zu lassen. Durch die warmen Temperaturen im Bauchraum, kann es zu Entartungen kommen
      BARFen ist gefährlich! Meine Hunde jagen mich jeden morgen in die Küche! :wink:
      Nichts ist so gerecht verteilt wie der Verstand, jeder denkt er hat genug davon :D
      Ähm ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich so unter Schock stand, dass ich nicht gefragt hab, ob man Eierstöcke drin lassen kann :oops: Jetzt ist alles draußen :sad: ich bin in solchen momenten etwas emotional und denke nicht mehr wirklich klar :whistle:

      wie will dein TA ganz kastrieren?? wenn du sagst, es soll nur der im Bauchraum entfernt werden und der im Hodensack soll bleiben hat dein TA das zu akzeotiren !
      BARFen ist gefährlich! Meine Hunde jagen mich jeden morgen in die Küche! :wink:
      Nichts ist so gerecht verteilt wie der Verstand, jeder denkt er hat genug davon :D
      Hallo!


      Original von Susa65
      Schwaben sind sparsam und denken praktisch :lol:

      Dann müßte ich ja eigentlich in Heilbronn wohnen. :think:


      Original von Susa65
      Aaron ist ein ziemlich ruhiger Kamerad, an Mädels zwar interessiert, aber er will eher kuscheln denn zur Sache kommen. Könnte das daran liegen, dass ein Hoden im Bauchraum ist und daher der Testosteronspiegel bei ihm niedriger ist als bei "richtig intakten" Rüden? Oder ist das eher Zufall, dass Aaron nicht so arg triebig ist?
      Oder kommt das erst noch mit dem Alter?

      Ein kryptorchide ist eine Wundertüte.
      Es kommt vor, daß der innen liegende Hoden zu viel Testosteron bildet, was sich dann u.U. mittels Verhaltensauffälligkeiten äußern kann.
      Aber das wäre schon ziemlich extrem.


      Thallus.

      Mit zwanzig Jahren hat jeder das Gesicht, das Gott ihm gegeben hat, mit Vierzig das Gesicht, das ihm das Leben gegeben hat, und mit Sechzig das Gesicht, das er verdient.