Retro-Mops

      Hallo!

      Ich treibe mich eigentlich mehr im Katzenforum herum, spiele jedoch mit dem Gedanken, in nicht so sehr naher Zukunft einen Mops zu adoptieren.. Warum ein Mops? Ich finde die Rasse zum Knutschen und glaube, dass so ein Exemplar auch und vor allem mit seinem Wesen sehr zu uns passen würde.

      Mir ist allerdings immer etwas sauer aufgestoßen, dass die Tiere doch nicht zu knapp unter den rassetypischen Merkmalen leiden und dadurch oft Atem- und Augenprobleme bekommen.

      Nun bin ich auf die Seite retro-mops.de gestoßen, und was dort geschildert wird, ist ja fast zu schön, um wahr zu sein :)

      Ich hätte jetzt gern eine Einschätzung von euch Fach-Foris, was davon zu halten ist, ob so etwas geht, ein Mops ganz ohne Beschwerden...

      Lieben Dank schonmal für eure Mühe und ganz liebe Grüße

      Plüschwurst
      also jennys mops hat ne platte nase und keine atembeschwerden so viel ich weiß :wink:

      ich weiß nicht ob der retromops wirklich keine gesundheitlichen probleme mehr hat, nur weil die nase etwas länger ist, die falten,die augenprobleme verursachen hat er ja trotzdem und die atemprobleme sind eher auf chronisch zu fette möpse zu schieben, ich kenne leider keinen einzigen Mops persönlich der ein normales gewicht hat
      BARFen ist gefährlich! Meine Hunde jagen mich jeden morgen in die Küche! :wink:
      Nichts ist so gerecht verteilt wie der Verstand, jeder denkt er hat genug davon :D
      Hallo,

      die Atemprobleme bestehen auch bei Normalgewicht, nur sind sie dann nicht so ausgeprägt. Jenny schrieb ja auch mal, dass Gizmo bei warmen Wetter im Gegensatz zu anderen Hunden eingeschränkt ist.

      Sicher ist Übergewicht immer ungesund und man sollte bei jedem Hund darauf achten, dass er rank und schlank bleibt. Dennoch finde ich es bedenklich, wenn für einen Hund ein paar Pfund zu viel auf den Rippen gleich zur Katastrophe wird.

      Ich würde mir keinen Mops kaufen und die Zucht solcher Tiere niemals unterstützen.
      Ich habe auch noch was in Petto... Nämlich das man dem Mops ein wichtiges ausdrucksmittel genommen hat: Einen normlenFang.
      Er kann m it seinem platten Gesicht einfach nicht so grimassieren wie ein "normaler" Hund.
      Abgesehen vom gesundheitlichen Aspekt ist das allein für mich schon ein No-Go.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      Dazu kann ich anmerken, dass meine Schäfernasen Möpse, am. Bullterrier und franz. Bulldoggen nicht mögen. Sie verstehen sie nicht wirklich. Das ewige Gegrunze und Geröchele hat Fox schon als Knurren interpretiert und einen vermeintlich friedlichen Mops ordentlich gemaßregelt.
      Das breite Grinsen eines am Bulldogmannes, der einfach nur nach Luft rang, beantworte unser Dreiergespann schon mit einem üblen Kläffkonzert inkl. Scheinangriff. Klar, im Rudel ist man auch eher bereit, dicke Arme zu machen und sucht nach dem ein oder anderen vergnüglichen Gepöbel. Wenn die Körpersprache bzw. Mimik dann noch fehlinterpretiert wird, heißt's gleich, dass die weißen Zicken nicht friedlich wären...mir tat der Bulldoggenmann samt seines nur oberflächlich informierten Herren sehr leid...


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
      ... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...
      Hm, ich möchte dazu sagen:

      Ich habe einen Rüden, der sich mit so gut wie jedem Hund versteht,
      ich habe einen Hund, der so manch großen Hund unterbuttert,
      gerade heute haben wir einen 10 Monate jungen Rowdy getroffen,
      der bestimmt schon so seine 60cm hatte.. Der ist auf ihn zu und hat gekläfft und geknurrt, sein älterer Terrierkumpel hinter ihm her. Vielleicht so ähnlich wie es die Wießen Zicken getan hätten :think: :wink:?!
      Und das Ende vom Lied?
      Gizmo blieb in Imponierpose stehen und beide sind vor ihm abgebremst,
      der junge Riese hatte einen Stock, den hat Gizmo ihn dann noch mit über den Fang beißen und anrempeln sowie Knurrfauchen abgenommen,
      damit ist er dann Imponiertragend zu mir gelaufen und ich habe ihn gelobt.
      Dann kam der Terrier und ist aufgeritten, Gizmo hat ihn kurzum auf den Rücken gelegt. Mein Hund KANN kommunizieren. Mein Hund wird verstanden und entwickelt sich zu meinem Entzücken zu einem sich seinem Status bewusstem, selbstbewusstem Rüden vor dem so gut wie jeder andere Rüde, mag er noch so groß oder natürlich aussehen Respekt hat. Gizmo versteht sich auch mit einem recht wölfisch anmutenem Schäfermix, der Kleinhunde verabscheut. Bei den eiden kam es nie zu aggressiven Auseinandersetungen, sie wissen, dass sie gleich "stark" sind und respektieren sich, laufen nebeneinander und tauschen auch schon mal Schnauzenzärtlichkeiten aus, der Besitzer ist jeden Mal aufs Neue hochgradig verzückt und war eigentlich auch davon überzeugt, ein Mops könne nicht kommunizieren.. Die Gründe, warum, kann ich ja nachvollziehen,aber ich weiß, DASS sie es können, wenn sie ordentlich groß werden können sie wunderbaren souveränen Hunden werden die überdes auch noch grandiose Familienhunde sind aufgrund ihres so herrlichem Temperant Kindern gegenüber.
      Meine Tochter kann mit Gizmo spielen, ihm ihre Hand zum beknabbern geben und er ist so zart und vorsichtig, das es eine wahre Freude ist.
      Ich liebe die Rasse, dennoch weiß ich um ihre Beeinträchtigungen und das macht mir zu schaffen, ob ich nochmal einen Mops vom Züchter kaufen würde, weiß ich nicht.
      Aber ich weiß, dass viee Retro-Möpse aus Jack Russel Mixen bestehen,
      somit geht es nur um diäußerliche Veränderung der längeren Nase,
      meiner Meinung nach aus dem Grund ein anderes Kliente anzusprechen:
      Die Leute, die sagen wollen: Mein Hund ist ein Retro-Mops,
      alle anderen sind Tierquäler, ICH nicht.
      Damit sage ich nicht, dass alle Menschen mit sogenanntem Retro-Mops so denken, aber ich unterstelle dass die Zucht darauf ausgelegt ist.
      Gesundheitlich sind diese Möpse schienbar nicht besser dran,
      ich habe schon viele Berichte gelesen, wo das Gegenteil stand.
      Wer einmal erlebt hat,wie in ein "altes Hundegesicht" das Lachen zurückkehrt,
      nur der kann nachvollziehen,dass es nicht traurig ist, wenn man die Welpen-Zeit nicht mit seinem Hund verbracht hat..
      Wuselrudel=Mopsmom :wink:
      Ich muss mich meiner Vorrednerin mal anschließen.

      Unser Mops, hatte auch bis zum heutigen Tag kein Mal ein Kommunikationsproblem mit irgendeinem anderen Hund. Ich kann von meinem Mops auch sagen, dass sie kommunizieren kann.

      Ich finde es auch immer wieder bedeutend wenn Leute meinen sie kennen keinen einzig " normalgewichtigen" Mops.
      Wie viele Möpse kennt ihr?

      Auf dem letzten Treffen waren 250 Halter samt Möpsen...davon waren vielleicht 20 viel zu dick.
      Wer mal einen Mops, einen agilen Mops in Action gesehen hat kann einfach nicht behaupten, dass sie nicht hündisch kommunizieren können..
      Ich möchte es gerne mal schaffen, die verschiedenen Ausdrücke meines Hundes einzufangen mit der Kamera..

      Frau Dr. Dorit Feddersen Petersen, die ja, ich weiß, genau das behauptet, was Thora auch schreibt und deren Meinung ich sehr schätze schreibt aber auch etwas anderes. Und zwar, dass nicht immer der Endruck der Ausdruck ist, dass der GESAMTAUSDRUCK zählt und den scheine ich und auch andere Hunde bei meinem Mops zu verstehen.
      Keine Frage, ein Mops hat einfach nicht das Gesicht eines stehohrigen Hundes mit normalem Fang, es sicht anders aus, auch wenn er knurrt und droht, oder sich freut. Dennoch erkläre ich es mir so, dass dieses Gesicht, dessen Ausdrücke anders aussehen aben im Kontext mit dem Körper verstanden wird und da wird die Sprache wieder deutlich.
      Wenn Gizmo breitbeinig mit gerade ausgestreckter Rute, gestreubtem Fell und knurrend über seiner Beute steht verstehen ihn andere Hunde sehr gut :wink: Das einzige was andere Hunde manchmal nicht versteh ist sein etwas rabiates Spiel, das von einer herrlichen Geräuschkulisse verbunden ist, das fängt bei knurren und wuffen an, steigert sich bis zum Quietschen..

      Wenn ich einem Hund Probleme mit dem Ausdruck zuspreche denke ich daeher an einen ChowChow, der mit dem ganzen Fell und dem gar nicht erkennbarem Gesicht vielleicht wirklich nicht richtig kommunizieren kann-ich habe noch keinen in Action erlebt.. :think:

      Wenn ich sage, ich kenne kaum normalgewichtige Möpse, muss ich sagen, dass es hier auch nicht so viele gibt.. :wink:
      Und die die ich hier sehe sind zu dick.
      Manche nur ein bischen, manche heftig.
      Einen einzigen Mops habe ich hr mal getroffen, er so schlank ist, wie mein Hund.. Aber von dem sagt auch Jeder er sei zu dünn.. :rolleyes:
      Wer einmal erlebt hat,wie in ein "altes Hundegesicht" das Lachen zurückkehrt,
      nur der kann nachvollziehen,dass es nicht traurig ist, wenn man die Welpen-Zeit nicht mit seinem Hund verbracht hat..
      Wuselrudel=Mopsmom :wink:
      Naja, die mir bekannten Möpse bzw. Bullies waren allesamt sozial unsichere "Blödler" mit keiner gradlinigen Körpersprache. Nen Mops mit gerade ausgestreckter Rute habe ich noch nie gesehen, wusste nicht, dass das gekringelte Etwas sich auch ausstrecken kann...

      Meine Weibsen kommunizieren haargenau und sehr fein. Sie interpretieren schon von Weitem sehr geschickt die Körpersprache entgegenkommender Hunde. Ihnen generell den Stempel Pöbler aufzudrücken ist nicht richtig, denn ihre Art der Kontaktaufnahme ist nie die selbe. Ich denke, dass es bei den von mir genannten Rassen eher um die fehlende Prägung meiner Weiber geht. Bzw. die Prägung von Beauty und Fox, die plattnasige Rassen erst spät kennen gelert haben. Carry kennt alles aus der Welpenspielgruppe, die macht auch nicht so'n Geschiß. Fox und gerade Beauty lebten lange im Schäferrudel - mit langnasigen, voll(steh)ohrigen Hunden kommunizieren sie am sichersten.

      Wie dem auch sei - es ging ja nicht nur darum, ob Möpse und Co kommunizieren können. Thora (und Gabi H.) gab ja zu bedenken, dass es Probleme beim Entschlüsseln geben könnte. Mit meinem Beitrag wollte ich lediglich anmerken, dass Hunde den Mops eben nicht in jedem Fall astrein "entschlüsseln" können.


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
      ... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Rudeltier“ ()

      Nochmal vielen Dank für die Antworten, der Kommunikationsaspekt ist völlig an mir vorbeigegangen, leuchtet mir aber ein.
      Primär stünde für mich im Vordergrund, dass mein Hund alle Voraussetzungen hat, die ihn glücklich und zufrieden durch sein Leben wackeln lassen. Allerdings fällt mir spontan keine kleine Rasse ein, die ein nur annähernd angenehmes Wesen hat, wie der Mops. Die Bindung an eine Bezugsperson und dabei trotzdem anderen so ausgeglichen und freundlich gegenüber, das habe ich noch nie bei einem kleinen Hund gesehen, lediglich bei großen Mixen, Berner Sennenhunden usw.

      Schade, ich dachte, die "Entdeckung" des Retro-Mopses könnte all meine Bedenken zerstreuen :)
      Original von Plüschwurst:
      Die Bindung an eine Bezugsperson und dabei trotzdem anderen so ausgeglichen und freundlich gegenüber, das habe ich noch nie bei einem kleinen Hund gesehen,


      Ich schon: bei meinem Rauhhaardackel, beim Malteser-Mix meiner Tochter, bei unserem Dackelmix damals zu hause .....

      Also es ist doch nicht so, dass nur Möpse ausgeglichen und freundlich sind :rolleyes: