Partnerschaft belastet durch Kinderwunsch?

      Huhu,
      ich lese schon die ganze Zeit still mit. Darf ich mich mal zu Wort melden?
      Du sagst, die schwache Stelle sei, wenn die Argumente knapp werden. Nein, das stimmt so nicht. Du braucht keine Argumente. Du musst nur wissen was du willst. Ich bin in einer ähnlichen Situation gewesen. Nicht dass ich Angst vor meinem Partner hatte. Ich konnte ihn einfach nicht mehr respektieren. Es bedarf keiner Argumente, keiner logischen Beweisführung sich zu trennen. Wenn du nicht willst, willst du nicht. Schluss.Aus.
      Wenn du schon "fürchtest", dass er sich doch noch auf eine Therapie einlassen könnte... Finde Deinen Weg. :hug:

      Herzliche Grüße,
      Melanie
      Du hast Recht, Melli, es ist eine Herzens- und Willenssache, Beziehungen und Gefühle haben nicht viel mit Logik zu tun. Mangelnder Respekt und das Problem, ihn nicht so hinnehmen zu können, wie er nun mal (leider) ist hätte ich noch anzuführen als Grund. Und das reicht, in der Tat :sad:

      Danke!


      Make the best of it! :D
      Wie du schilderst, ihn nicht so nehmen zu können wie er ist! Spinn den Gedanken mal weiter in die Zukunft! Die Dinge werden sich noch verhärten, was du an ihm nicht magst wird dich immer mehr stören!

      Du könntest ja mal bei nem Therapeuten anfragen ob du erstmal ein Einzelgespräch haben könntest - vielleicht hilft dir das ja bei deiner Entscheidungsfindung!
      Hab ich gestern getan, Brezei, bin in Einzeltherapie. Er meint, es müssten Beide wollen, sonst bringt eine Paarberatung nichts. So wie der Therapeut mich verstanden hat, scheint mein Entschluss aber eher schon festzustehen. Ich hab meinem Freund auch gesagt, dass ich mich intensiv mit dem Thema befasse und dass man professionelle Hilfe braucht. Aber gut, wer nicht will, der hat schon, Pech gehabt, mein Freund :evil: :wink:


      Make the best of it! :D
      Es ist nachvollziehbar, dass es unangenehm ist, eine Beziehung zu beenden. Wer macht so etwas schon gerne?
      Ich würde mir jetzt im Vorfeld auch kein Plädoyer oder eine ausgefeilte Beweisführung zurecht legen, sondern mir stattdessen vornehmen, ruhig und sachlich zu bleiben.
      Erkläre, warum Du die Beziehung für gescheitert erachtest, warum Du nicht mehr daran glaubst, dass Eure Partnerschaft zu retten wäre und dass es für Dich keinen anderen Weg gibt, als Euch zu trennen.

      Und dann warte seine Reaktion ab und wie Du Dich dabei fühlst.
      Vielleicht kommt alles ganz anders, als geplant. Er nimmt es vielleicht ganz ruhig. Und falls Du es Dir auf Grund seiner Reaktion doch noch mal anders überlegen solltest und Euch eine Chance gibst - dann ist da ja auch nichts dabei. :hug:
      Mir ist sau-schlecht, aber ich weiß, es ist das Richtige für mich im Moment :zustimm:

      Edit: Ich hadere noch damit, ob ich morgen gleich seinen Vater (der meinen anderen Kater hat) anrufe und mit ihm kläre, ob er da bleiben kann erstmal und seinen Stiefvater (unseren Vermieter) anrufe, um ihm zu erklären, dass ich ausziehe und was nun... :think:


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      Verschiebe in Zukunft nicht alles auf morgen, was Du auch heute schon erledigen kannst!
      Jedoch: bevor Du mit den Vätern sprichst, solltest mit Deinem zukünftigen Exfreund drüber reden...
      Wäre sonst eine blöde Situation, wenn es alle wissen, nur die betroffene Person nicht.
      :dance: :cool:
      Jaaa, natürlich werde ich erst meinen (Noch-)Freund in Kenntnis setzen, bevor ich Alarm schlage, anders wäre extrem unklug.

      Mag sein, der ein oder andere von Euch hätte dem schon viel früher ein Ende gesetzt... aber es ist ja eine Entscheidung, mit der ich leben und hinter der ich voll stehen muss. Und wenn man nicht direkt in der Situation steckt, ist es leicht zu sagen, mach doch endlich das und das :wink:
      In manchen Sachen überleg ich lieber einmal öfter und bin mir dafür aber wenigstens sicher, anstatt Hals über Kopf zu entscheiden

      ( Aber in gewisser Hinsicht liegst Du mit Deinem Rat ganz allgemein sehr richtig, Bianca! :shhh: :D )


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      Original von dat_melli
      Du sagst, die schwache Stelle sei, wenn die Argumente knapp werden. Nein, das stimmt so nicht. Du braucht keine Argumente. Du musst nur wissen was du willst.


      Und das muss ich jetzt mal in aller Deutlichkeit unterschreiben. Das hier ist kein "Kampf" den man mit den besten Argumenten für sich gewinnt; sondern es ist Deine freie Entscheidung zu tun was für Dich am Besten ist. Und selbst wenn Du einfach plötzlich schweigend Deine Sachen packen und gehen würdest wäre es immer noch Dein Recht dies zu tun. Man kann sich (wie es Brezei getan hat) trennen und bis zum Ende versuchen gemeinsam den Schaden so gering wie möglich zu halten - in dem Fall wurde aber gesprochen und erklärt und damit ist das nur fair und eine gute Lösung für alle. Oder man kann es bis auf die Spitze treiben und einfach kommentarlos gehen; damit stößt man aber mit ziemlicher Sicherheit den Partner sehr vor den Kopf und eigentlich geht sowas nur wenn sich jemand wirklich grob schlimm gegenüber dem Partner verhalten hat. Es macht einen Unterschied in dem Moment in dem man sich trennt.

      Aber man darf sich von den Schwierigkeiten nicht abhalten lassen. Was danach kommt ist entscheidend; nämlich der Neuanfang und alle Deine neuen Möglichkeiten Dein Leben so einzurichten wie Du es Dir wünschst. "Wir" haben es damals so gehalten wie Brezei; ich habe mich getrennt als ich mit meinem Partner in China lebte. Klar dass man sich da irgendwie arrangieren musste, hat ganz gut geklappt auch wenn die Situation unangenehm und merkwürdig war - und das über mehrere Monate bis wir alles in entsprechende Bahnen gelenkt hatten. Schön geht anders.

      Aber auch das Kinderzimmer zuhause kann ein guter Ort sein und manchmal ist es auch für einen Erwachsenen ungemein erleichternd nach so einer Situation wieder "behütet" von den Eltern zu sein. Natürlich ist so eine Wohnsituation nur eine vorübergehende Lösung; aber die Eltern bleiben die Eltern und auch wenn man sich wieder anpassen muss und alle sich über die Zeit ein bisschen zusammenraufen müssen hat man doch im Normalfall eine offene Tür dort, ein offenes Ohr und ein Bett bis es einem wieder gut geht und man sich neu sortiert hat.

      Mein Vater hat immer gesagt: "Wer raus ist ist raus". Aber als es dann kritisch wurde haben sie mir das winzige Kinderzimmer so umgebaut so dass ich es gemütlich hatte mit allem was ich brauchte. Allein dieser Aufwand hat mir schon gezeigt dass Blut dicker ist als Wasser und dass sie mich mit offenen Armen wieder aufnehmen würden. Und das auf einer anderen Ebene als früher, nämlich als Erwachsenen und nicht als unausstehlichen Teenager. :wink:
      "A reader lives a thousand lives before he dies.
      The man who never reads lives only one." (George R. R. Martin)
      Ich habe ihm gesagt, ich möchte ab sofort getrennt schlafen, damit jeder von uns auch verinnerlichen kann, dass es vorbei ist. Nachdem ich ihm beide Möglichkeiten aufgezählt und ihm die Wahl überlassen habe, entschied er sich ad hoc fürs Wohnzimmer, allein schon, weil er abends länger auf ist.

      Letzten Endes sieht er den Kinderwunsch als K.O.-Kriterium an. Er sagt, er hätte nie geglaubt, dass es mir tatsächlich soooo ernst sei damit und dass ich es packen würde mit nem Kind...deswegen hätte er früher immer gesagt "ja, ja, irgendwann mal..." er hat mich einfach - wie so oft - nicht ernst genug genommen. :snooty: Aber in den letzten Monaten hat er dann plötzlich gemerkt "oh, die meint es aber doch verdammt ernst und die würde das packen!" :eek: Und er will definitiv nicht. :naughty:
      Ich habe zu erklären versucht, dass ich ohnehin kein Kind in diese Beziehung hätte setzen können, weil es so mies lief die letzte Zeit. Auch gestern hat er ganz deutlich gesagt, dass er keine Paarberatung machen würde. Er sieht sich selbst als Looser, als Versager, der mich nicht glücklich machen kann und ihm tut das furchtbar leid. Er zählte all das auf, was ich einst an ihm kritisierte und sagte, ER würde es selber so sehen und er wäre todunglücklich damit. Er sieht ein, dass er an sich arbeiten muss, will das aber ohne fremde Hilfe schaffen. Ich habe versucht ihm zu erklären, dass er sich bitte jemandem anvertrauen solle, egal ob Freund/Familie/Therapeut, er hat nämlich niemanden zum reden.
      Da er mir nicht garantieren kann, wann er sich positiv verändert (z.B. in punkto Aggressivität etc.) und irgendwann vielleicht doch auf den Geschmack kommt, ein Kind zu wollen, findet er es nur fair, sich zu trennen. Es tut ihm so leid, dass er es mir nicht eher sagen konnte und sieht unsere Beziehung - für mich - als verschenkte Zeit, die man sich hätte sparen können.

      Letzten Endes ist es für uns Beide wohl das Beste, das sieht er ganz genauso wie ich. Auch sind wir uns einig, dass es keinen Rosenkrieg geben soll und dass wir gütlich und einvernehmlich auseinandergehen möchten, ohne bösen Worte oder Schlammschlacht. Wegen des Katers bei seinem Vater solle ich mir keine Sorgen machen, der würde da bleiben, bis mein Problemkater untergebracht sei. Wir wollen nach und nach Allen Bescheid sagen, und Feiern, zu denen wir bereits vor Längerem eingeladen worden sind und die wir auch zugesagt haben, auch gemeinsam wahrnehmen. Heute oder morgen setzen wir uns wieder zusammen und sprechen über die Kündigung und die "Aufteilung" der Möbel etc... es gibt so vieles zu tun.

      Gestern nacht noch wollte ich am liebsten sterben vor Schmerz... heute früh fühl ich mich zwar immer noch genauso... aber irgendwo in mir drin weiß ich, dass es der e i n z i g richtige Weg ist für mich :sad: :sad: :sad:


      Make the best of it! :D

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      :hug:

      Ich bin ja froh, dass ihr euch ausgesprochen habt und der Schritt nun getan ist!

      Ist ja ein Vortschritt wenn er es einsieht auch Fehler gemacht zu haben!

      Sicher liegt noch eine schwierige Zeit vor dir/euch, aber auch die geht vorbei!

      Es war schon die richtige Entscheidung - wenn man sich unglücklich fühlt muss man eben was ändern!

      Ich drücke ganz fest die Daumen, dass ihr den Rest auch noch mit viel Ruhe und Kraft gemeistert bekommt!
      Du kannst wirklich stolz auf Dich sein, dass Du das durchgezogen hast! Dass Du jetzt leidest wie Tier, ist ja völlig normal und wird bestimmt noch ein Weilchen so gehen... aber wenn auch er die Basis der Beziehung nicht mehr sieht, macht es ja wirklich keinen Sinn und bestätigt ja nur Dein Bauchgefühl!! Jetzt heißt es durch das Tal und auf zu besseren Zeiten! :kiss:

      Zum Glück ist alles so einvernehmlich gelaufen! Vielleicht könnt ihr ja auf der Basis tatsächlich eine Freundschaft aufbauen auf lange Sicht, dann hast Du das, was Du nach wie vor an ihm magst und was Dir die Trennung so schwer gemacht hat, nicht ganz verloren!! Das sind doch gute Aussichten... drücke die Daumen!

      Jetzt habt Ihr erst mal viel zu organisieren, das lenkt ab!! Der Schmerz wird mit Sicherheit noch ein wenig bleiben, und das ist gut so! Du hast eine Lebensphase abgeschlossen, verbunden mit Träumen und Vorstellungen, die Du jetzt revidieren mußt, aber vergiß nie:

      Jedes Ende ist auch ein Anfang!!

      In diesem Sinne liebe Grüße
      Ingrid