Hilfe, mein Findelkater hat FIV

      Hilfe, mein Findelkater hat FIV

      Hallo alle zusammen,

      bitte gebt mir einen Rat.

      Mein mir vor kurzem zugelaufener Kater Carlo hat FIV (Katzenaids).
      Ich habe aber immer noch Krümel und Lillyfee.

      Was soll ich nur tun. Der Kater hat soviel Vertrauen zu mir und fühlt sich wohl hier.
      Der TA hat mir geraten, den Kater wegzugeben, weil er die anderen anstecken kann (allerdings nur durch Bisse).

      Er war, als er zu mir kam (er kommt schon seit Jahren und holt sich bei mir sein Futter) schwer verletzt durch einen Biss, was man aber nicht gesehen hat. Der Biss ist letzten Samstag aufgegangen und es hatte sich schon alles entzündet. Er war dann drei Tage in der Klinik und dort wurde dann ein spezieller Test gemacht, der positiv war. Ausserdem ist er Freigänger (verwilderter Hauskater).

      Mittlerweile ist er so verschmust und ich weine schon seit Montag, weil ich nicht weiss, was ich tun soll.

      Bitte helft mir, eine Lösung zu finden, die Carlo, Krümel und Lillyfee hilft.
      Ich habe einfach Angst, dass es vielleicht doch mal eine Kabbelei gibt und meine und auch die anderen, die hier herumlaufen, sich anstecken.

      Liebe Grüße
      katzendoro und die 3 Fellnasen
      (Doris)
      [img]katzendoro mit Krümel und Lillyfee

      [COLOR=darkblue][I][B][FONT=comic sans ms]Nicht die Menschen erziehen die Katzen, sondern die Katzen erziehen sich ihre Menschen.[/FONT][/B][/I][/COLOR][/img]

      Mein Findelkater Carlo hat FIV

      Hallo Foxhunter,

      danke für Deine Antwort.
      Ich versuche ja verzweifelt, ein neues, gutes Zuhause für ihn zu finden. Aber wer nimmt schont einen Kater, der Katzen-Aids hat.

      Ausserdem weiss ich nicht, ob er zu jemand anderem soviel Vertrauen aufbaut wie zu mir. Er kennt mich ja schon seit Jahren. Vielleicht hätte ich ihn früher kastrieren lassen sollen und einfach in der Wohnung halten sollen. Aber er wollte das nicht. So habe ich ihn immer wieder ziehen lassen.

      Jetzt ist es zu spät. Aber die Krankheit muss nicht ausbrechen.

      Tja, ich muss nun mit einem schlechten Gewissen leben, egal, was ich tue.

      Am liebsten würde ich ihn ja behalten, aber dann kommt wieder die Angst.

      Seit Montage wein ich mir die Augen aus dem Kopf, weil mir der arme Kerl so leid tut und ich ihn ganz doll lieb habe. Und wenn der mich mit seinen hübschen Augen so vertrauensvoll ansieht, kommen mir wieder die Tränen.

      Wie ich es drehe und wende, alles ist falsch.

      Ganz liebe Grüsse von den drei Fellnasen und Doris
      [img]katzendoro mit Krümel und Lillyfee

      [COLOR=darkblue][I][B][FONT=comic sans ms]Nicht die Menschen erziehen die Katzen, sondern die Katzen erziehen sich ihre Menschen.[/FONT][/B][/I][/COLOR][/img]
      Kann ich schon verstehen und klar sie muss nicht ausbrechen aber wenn...?

      Und mein Herz würde sicherlich das selbe durch machen wie du gerade, aber mein Kopf sagt mir dann 2 (Gesunde) Katzen "riskieren" und dem einem Kater ein schönes Heim geben. Oder "riskieren" das eine Katze ein nicht ganz so schönes Heim bekommt & 2 Katzen (Gesund) behalten.

      Aber wie gesagt ich kann dich schon verstehen. :hug:
      Eddy: *08.12.08 :kiss: :kiss: :kiss:
      Hey :hug: :hug:

      Mensch, das ist alles andere als schön, der arme :sad:

      Ist jetzt einfach eine Sch***situation.

      Eine Möglichkeit wäre, dass du dich mit dem örtlichen Tierschutz in Verbindung setzt, wenns in Mülheim nichts bringt, versuchs mit den umliegenden Städten ( Essen, Duisburg, Gelsenkirche usw ).

      Manchmal gibt es so eine Art Auffangstationen für FIV- oder FIP-Katzen. Teilweise gibt es auch Privathaushalte die es sich zur Aufgabe gemacht haben, sich um diese kranken Tiere zu kümmern und somit auch Erfahrungen haben.

      Leicht ist es nicht, aber in Anbetracht der Tatsache, dasse du noch zwei gesunde Fellis bei dir rumflitzen hast, wäre es zumindest die einzig sichere Alternative.

      Vielleicht könnte ihn auch jemand aus deinem Bekanntenkreis nehmen?
      Mit Aufklärungsarbeit könnte es vielleicht klappen, viele sind ja doch recht negativ eingestellt, wenn es um eine FIV-Katze geht.

      Unter Umständen wäre es vielleicht auch ratsam deine anderen beiden testen zu lassen - nicht, dass sie sich schon angesteckt haben.

      Mit dem Freigang ist es natürlich nun auch so eine Sache.
      Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben. Eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben!
      Original von Willow
      Manchmal gibt es so eine Art Auffangstationen für FIV- oder FIP-Katzen. Teilweise gibt es auch Privathaushalte die es sich zur Aufgabe gemacht haben, sich um diese kranken Tiere zu kümmern und somit auch Erfahrungen haben.


      Hallo katzendoro, schau mal hier

      notfallkatzen.de

      das ist eine spezielle Seite für FIP- und FIV-positive und chronisch kranke Tiere. Sie können dir sicher bei der Vermittlung helfen, es gibt außerdem ein Forum dort, in das Notfälle eingestellt werden können. Die Krankheit wird leider irgendwann mal ausbrechen, auch wenn man es mit Medis herauszögern kann. FIV-positive Katzen haben dann oft chronische Zahnfleischentzündungen d.h. das Zahnfleisch blutet leicht und da haben es bei einem Biss die Viren natürlich leicht :sad:, dann ist die Infektionsgefahr für deine anderen Katzen schon ziemlich hoch.

      Ich wünsch Dir ganz viel Glück und Kraft!

      Liebe Grüße von Christine mit Minnie und Miro von der Katzenhilfe in und um Würzburg
      Hallo Doris,

      ich kann Deinen Zwiespalt gut verstehen. Unser Kater Muckel, der von einer privaten Katzeninitiative kam, wurde kurz nach seiner Ankunft bei uns sehr krank und in diesem Zusammenhang FIP positiv getestet.

      Gottseidank war er nach einem Jahr der Rekonvaleszenz wieder ein gesundes und lebensfrohes Katerchen. Muckel ist ein Freigänger & wir konnten ihn nicht im Haus halten. Raufen tut er allerdings nicht.

      Ehrlich gesagt, ich hatte nie ein schlechtes Gewissen, Muckel rauszulassen. Er hat nichts Böses getan und verdient definitiv kein lebenslang im Knast. Es ist ja nicht so, dass er das Böse über die Katzenwelt bringt. Ich bin mir im Klaren, dass er eine andere Katze anstecken könnte, aber wenn ich den Gedanken weiterdenke, sollte ich per sofort nie wieder in ein Auto steigen, um auszuschliessen, dass ich mal eine Katze totfahre.

      Zwischenzeitlich haben wir 6 Katzen, davon eine blinde und eine mit einem angeborenen Herzfehler. Da ich möchte, dass sie den bestmöglichen Schutz haben, wurden sie geimpft gegen alles übliche plus FIP und Leukose. Muckel ist leider im Februar entlaufen - würde ihn endlich jemand zurückbringen, wir würden ihn sofort wieder aufnehmen.

      Unseren Katzen geht es sichtbar und laut TA bestens, das verhältnismässig kleine Risiko, dass sie sich anstecken, habe ich ihnen zugemutet und würde ich ihnen weiterhin zumuten. Soll ich sie unter einer Glasglocke halten? Sobald sie irgendwelche Kontakte nach aussen haben, sind sie Gefahren ausgesetzt - that's life!

      Ich tue alles, damit sie fit sind und ein gutes Immunsystem haben. Natürlich sollen sie alle mindestens 20 Jahre alt werden.

      Soll ich dem herzkranken Pinocchio verbieten, stundenlang Fangen zu spielen, weil das seinem Herzen schaden könnte? Soll meine blinde kleine Serafina nicht mehr klettern dürfen, was ihr soviel Spass macht, nur weil sie fallen und sich dabei verletzen kann? Und wenn ich doch all diese Risiken eingehe, ist es dann nicht heuchlerisch, Muckel abzuschieben, weil er ganz furchtbar vielleicht mal jemanden infizieren könnte?

      Meine Meinung zu dem Thema: behalte Kater Carlo. Pflege ihn so gut wie irgend möglich und ebenso Deine anderen Katzen. Er vertraut Dir. Du kannst Krümel und Lillyfee nicht vor allem Übel beschützen. Solange Carlo nicht aggressiv auf sie reagiert (oder umgekehrt) ist das ein überschaubares Risiko.

      Es gibt so viele Leute, die ihre Katze jeden Tag ohne mit der Wimper zu zucken der Gefahr des Überfahrenwerdens aussetzen. Die nicht wissen, welche Krankheiten die Katzen haben, denen ihr Freigänger so täglich oder nächtlich begegnet. Aber eine kranke Katze in den Haushalt aufnehmen würden sie niemals... und ich kann das nicht verstehen. :think: :think: :think:
      Alisea mit Amélie, Serafina, Ninette, Lucas, Pinocchio und Caruso www.sieben-katzenleben.de
      Original von alisea1403
      Ehrlich gesagt, ich hatte nie ein schlechtes Gewissen, Muckel rauszulassen. Er hat nichts Böses getan und verdient definitiv kein lebenslang im Knast. Es ist ja nicht so, dass er das Böse über die Katzenwelt bringt. Ich bin mir im Klaren, dass er eine andere Katze anstecken könnte, aber wenn ich den Gedanken weiterdenke, sollte ich per sofort nie wieder in ein Auto steigen, um auszuschliessen, dass ich mal eine Katze totfahre.


      Quatsch.
      Wenn du ins Auto steigst, fährst du ( hoffentlich ) vorausschauend.
      Klar, kann immer was passieren, aber du legst es ja nicht darauf an. Dir ist das Risiko bewusst, wenn du in ein Auto steigst und dementsprechend verhälst du dich dann auch.
      Der Kater weiß nicht, dass er die Krankheit hat und dass er andere anstecken kann, indem er sie beißt.
      Wenn du infiziert wärst, würdest du ja auch geschützten Geschlechtsverkehr haben, einfach WEIL du WEIßt, wie es um dich steht.
      Der Kater weiß es nunmal nicht und demzufolge ist es ihm auch egal, ob er jemanden während einer Rauferei beißt oder nicht.


      Original von alisea1403
      Ich tue alles, damit sie fit sind und ein gutes Immunsystem haben. Natürlich sollen sie alle mindestens 20 Jahre alt werden.
      Soll ich dem herzkranken Pinocchio verbieten, stundenlang Fangen zu spielen, weil das seinem Herzen schaden könnte? Soll meine blinde kleine Serafina nicht mehr klettern dürfen, was ihr soviel Spass macht, nur weil sie fallen und sich dabei verletzen kann? Und wenn ich doch all diese Risiken eingehe, ist es dann nicht heuchlerisch, Muckel abzuschieben, weil er ganz furchtbar vielleicht mal jemanden infizieren könnte?


      Ich denke, dass kannst du nicht wirklich miteinander vergleichen.
      Wenn er rausgelassen wird, besteht ja noch eine Gefahr für andere Katzen, deren Halter zum größten Teil auch alles erdenkliche für deren Immunsystem getan haben, damit sie nicht ernsthaft krank werden.
      Indem du Pincchio erlaubst fagen zu spielen oder Serafina zu klettern, schadest du im Ernstfall keinen anderen damit außer ihnen selbst. Das ist deine Sache, weil es dann auch dein Problem ist, da es sich nunmal um deine Katzen handelt.


      Original von alisea1403
      Es gibt so viele Leute, die ihre Katze jeden Tag ohne mit der Wimper zu zucken der Gefahr des Überfahrenwerdens aussetzen. Die nicht wissen, welche Krankheiten die Katzen haben, denen ihr Freigänger so täglich oder nächtlich begegnet. Aber eine kranke Katze in den Haushalt aufnehmen würden sie niemals... und ich kann das nicht verstehen. :think: :think: :think:


      In erster Linie wollen sie ihrer Katze aber was Gutes tun, indem sie sie rauslassen.
      Ich muss dazu sagen, dass ich selbst kein großer Freund von Freigängern bin, deren Familien in einer vielbefahrenden Gegend leben.
      Aus diesem Grund bleiben meine beiden auch in der Wohnung. Versuche mit einem Geschirr und einer Leine auf den Hof zu gehen sind gescheitert - nicht wegen dem Geschirr, einfach wegen der Angst.
      Ich würde mich jederzeit dazu bereit erklären, eine kranke Katze aufzunehmen, gerade weil ich weiß, wie schlecht die Vermittlungschancen sind. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich es nicht tun würde, wenn es so eine Krankheit wie in diesem Fall ist und ich hier zwei gesunde Fellis rumlaufen habe.

      Natürlich wissen die Besitzer nicht, welche Krankheiten die Katzen haben, denen ihre Katzen nachts begegnen.

      Aber man hofft doch, dass es sich bei den anderen Besitzern um verantwotungsbewusste Menschen handelt die versuchen, dass Risiko einzudämmen.

      Stell dir mal vor, du würdest erfahren, dass sich dein kerngesunder Kater mit FIV bei der Nachbarskatze angesteckt hat.
      Da würdest du bestimmt nicht sagen
      " Ach, macht ja nichts, kann ja mal passieren"
      Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben. Eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben!

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Willow“ ()

      Natürlich fahre ich vorausschauend und natürlich lassen die meisten Katzenbesitzer ihre Fellnasen raus, um ihnen etwas Gutes zu tun. Aber so wenig Katzen wissen, dass sie mit FIV infiziert sind, verstehen sie das Risiko von Autoreifen, da hilft alle menschliche Vorausschau wenig. Ich habe letzte Woche bei meiner Mutter auf dem Land beobachtet, wie unser Caruso dem in Schrittgeschwindigkeit fahrenden Nachbarn (die kennen alle unsere Miezen und fahren extrem vorsichtig) genau vor den Hinterreifen gelaufen ist, weil er meinte, unter dem fahrenden Auto durch genau in dem Augenblick auf die andere Strassenseite laufen zu müssen. Der Nachbar hat ihn gesehen und gestoppt - es ging wirklich um 1-2 cm, dann hätten wir Caruso begraben können. Er hat nochmal Glück gehabt. Sein Vater Maxi, sein Buder Pauli und der Bruder von Pinocchio hatten das Glück nicht, alle drei wurden nur wenige 100m vom Grundstück meiner Mutter entfernt seit Ostern totgefahren. Maxi war 3 Jahre alt, die beiden anderem 10 bzw. 8 Monate. Womit unser herzkrankes Katerchen jetzt schon 2 seiner gesunden Bruder überlebt hat (der andere wurde im Alter von 4 Monaten überrollt).

      Meine 3 Kleinen dürfen nur auf dem Land raus und zwar einzeln und unter Aufsicht. Ich weiss auch: wenn sie losrennen, kurz bevor das Auto da ist, habe ich und haben sie keine Chance. Sorry - tot ist tot, Absicht hin oder her. Und das Risiko an FIV zu sterben ist für eine Katze Peanuts im Vergleich zu dem Risiko totgefahren zu werden.

      Es ist unbestreitbar, dass es Katzen gibt, die an FIV sterben, nur ist insgesamt diese Krankheit und ihre Auswirkung auf Katzenpopulationen völlig unklar. So weiss man z.B. dass heute 100% des Löwenbestandes in der Serengeti FIV positiv sind, ohne dass dies auf ihre Population signifikante Auswirkungen zu haben scheint.

      Es sind sicher auch viele normale Hauskatzen Träger, ohne dass dies jemand erfährt, weil sie nie erkranken, respektive einer sogenannten konkurrierenden Todesursache zum Opfer fallen. Eine Nachbarin meiner Mutter hat vor 10 Jahren eine streunende Katze aufgenommen, die seither immer wegen ihrer schlechten Zähne behandelt wurde. Erst jetzt wurde sie auf FIV untersucht und siehe, sie ist positiv. Ihre Co-Katze Schnucki ist jetzt 18 Jahre alt - seitdem Lilli da ist streiten sich die beiden, kratzen, beissen, spucken... Schnucki ist negativ. Lilli hat auch regen Kontakt zu allen anderen Nachbarskatzen, u.a. Muckel - keine hat sich angesteckt.

      Last not least: 2002 kam ein Impfstoff auf den Markt, der zwar keinen 100%igen Schutz verspricht, doch alles andere als unwirksam ist. Wenn ich mich recht entsinne wurden 100 Katzen geimpft und dann mit FIV infiziert. Nur 33 von ihnen wurden FIV positiv. In der ungeimpften Vergleichsgruppe waren es 74 positive.

      Ich halte den Ausschluss von infizierten Tieren für unmenschlich. Soll ich mein Kind nicht mit einem HIV positiven Kind spielen lassen, nur weil Kinder halt Kinder sind, die Gefahr ev. nicht richtig abschätzen können und ein Restrisiko besteht, dass es sich ansteckt?
      Alisea mit Amélie, Serafina, Ninette, Lucas, Pinocchio und Caruso www.sieben-katzenleben.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „alisea1403“ ()

      @alisea ich muss Willow recht geben. Klar kann alles gut gehen oder auch nicht. Du musst dich aber auch nicht zwangsweise mit HIV anstecken wenn du ungeschützt mit einem Infizierten schläfst. Würdest du es trotzdem tun???? Stell dir mal die frage!!! Das kommt aufs selbe raus. Und mein leben lang geschützten Geschlechtsverkehr halte ich auch für Unmenschlich :biggrin: :biggrin: :biggrin: und ich würde es trotzdem tun.

      Hier sagt ja keiner sie soll den armen in einen Käfig sperren, sondern nur das er in ein schönes zuhause kommt damit die Gefahr für die Gesunden Tiere MÖGLICHST klein bleibt sich mit FIV anzustecken.

      Schließlich unterscheidet uns von allen anderen Tieren das wir "Denken" können! ( die meisten ) :wink: Und das ist auch das worauf Willow hinaus will denke ich.
      Eddy: *08.12.08 :kiss: :kiss: :kiss:

      FIV-Kater Carlo

      Hallo alle zusammen,

      erst einmal ganz lieben Dank für Eure Ratschläge.

      Ich melde mich heute Abend, wenn ich von der Arbeit zurück bin. Muss nämlich jetzt gleich los und muss vorher noch mit Carlo schmusen. Der fühlt sich sonst so einsam.

      Bis heuteAbend

      Doris und die 3 Fellnasen
      [img]katzendoro mit Krümel und Lillyfee

      [COLOR=darkblue][I][B][FONT=comic sans ms]Nicht die Menschen erziehen die Katzen, sondern die Katzen erziehen sich ihre Menschen.[/FONT][/B][/I][/COLOR][/img]
      @alisea

      du kannst FIP nicht mit FIV vergleichen und dein Kater war auch nicht FIP-positiv, sondern hatte einen auffällig hohen Titer. Die richtige FIP hätte er überhaupt nicht überlebt, sie endet immer tödlich.
      Auch scheidet eine kranke Katze nur Coronaviren aus - das krankmachende FIP-Virus entsteht erst bei einer Mutation in der Katze. Das FIV-Virus bleibt immer gleich und ist in ausreichender Menge immer krankheitsauslösend (von ein paar Ausnahmen abgesehen - es gibt auch Menschen, die sich trotz höchster Gefährdung einfach nicht mit HIV infizieren, ist aber wohl kein Grund, es darauf anzulegen). Außerdem ist der Durchseuchungsgrad mit Corona so hoch, dass du kaum eine Katze davor beschützen kannst, sich einmal im Leben mit Corona anzustecken - weshalb die Impfung auch ziemlich sinnlos ist.

      Zum Impfstoff Fel-O-Vax FIV: er wurde in Deutschland nie zugelassen und das ist auch gut so. Eine geimpfte Katze kann nicht so einfach von einer infizierten unterschieden werden - in den USA wurden deshalb massenhaft Katzen in Tierheimen eingeschläfert, weil man aufgrund unbekannter Herkunft nicht ausmachen konnte, ob sie nur geimpft oder infiziert waren. Und er deckt auch gar nicht alle Virenarten ab. Aus diesen Gründen wird er auch in den USA nicht empfohlen.

      Liebe Grüße von Christine mit Minnie und Miro von der Katzenhilfe in und um Würzburg
      @Minnie

      Mein TA meinte damals, mit einem derart hohen Titer wird er mit Sicherheit FIP entwickeln, man könne das nur durch Behandlung herauszögern. Mittlerweile weiss ich, dass man bezüglich FIP nicht wirklich viel weiss und das gilt auch für FIV, da sich die Forschung so ziemlich auf die Frage beschränkt inwieweit man von FIV auf HIV schliessen kann und man hofft, dass man über den Umweg Katze ev. an einen Impfstoff für Menschen kommt.

      FIV scheint alles in allem weniger ansteckend zu sein als HIV, das Virus existiert überall auf der Welt und man schätzt, dass ca. 1,5% des Weltkatzenbestandes infiziert sind. (Zum Vergleich, derzeit sind ca 33 Mio Menschen mit HIV infiziert, und das, obwohl wir denken können :sad: ) So wie beim Menschen kann auch bei der Katze die Vermehrung der Viren durch die Gabe von verschiedenen Medikamenten verlangsamt werden. So dauert es bei einer gut gepflegten Katze i.d. Regel Jahre, bis ein Krankheitsbild entsteht. Da die meiste Katzenbesitzer während dieser Zeit aufgrund mangelnder Anzeichen bezüglich der Ansteckung ihrer Lieblinge völlig ahnungslos sind, entfallen hier auch alle Schutzmassnahmen. Es ist übrigens wissenschaftlich keineswegs gesichert, dass eine FIV positive Katze lebenslänglich ansteckend ist.

      Da, wie alle Katzenhalter wissen, Tests auf FIP, FIV und FeLV nicht gerade spottbillig sind, werden Tests an Hauskatzen hauptsächlich bei Anfangsverdacht vorgenommen, so dass keinerlei verlässliche Daten über die Durchseuchung des Katzenbestandes egal wo vorliegen. Man hat meines Wissens nach Versuchsreihen mit Tierheimkatzen gemacht, wobei die Frage ist, wie aussagekräftig die nun wieder sind, da Katzen, die in Heimen landen aufgrund ihrer wenig erfreulichen Lebensumstände deutlich immungeschwächt sind und sich daher auch vermehrt anstecken.

      Die häufigste Todesursache bei Katzen ist übrigens Leukose, obwohl es gegen diese Krankheit eine sichere Impfung gibt. Leider lassen viel zu wenige Katzeninhaber ihre Miezen gegen diese schreckliche Krankheit impfen (Kosten? Impfmuffel?) sonst hätten wir dieses Problem längst im Griff :sad: :sad: :sad:

      Was die USA betrifft, so neigt man dort gegenüber kranken und infizierten Menschen wie Tieren zu einer gewissen Hysterie, die gottseidank auf Europa nicht übertragen werden kann.. Ich finde es schade, dass der Impfstoff in Deutschland nicht zugelassen wurde. Wundern tut es mich allerdings nicht, angesichts der Tatsache, dass bei jedem Ausbruch etwa von Schweinepest lieber zigtausende Tiere 'gekeult'werden, obwohl ein effektiver Impfstoff existiert.

      Ich finde es nicht o.k., dass man 'positive' Tiere ausgrenzt, mit der Begründung, gesunde Tiere schützen zu wollen, während man gerade diese gesunden Tiere andererseits viel grösseren Risiken für Leib und Leben täglich mehr oder weniger bedenkenlos aussetzt.

      Wieviele von uns haben eigentlich ihre Katzen auf FIV, FIP und FeLV testen lassen und können so sicher ausschliessen, dass von ihnen keine Gefahr für andere Katzen ausgeht? :think: :think: :think:
      Alisea mit Amélie, Serafina, Ninette, Lucas, Pinocchio und Caruso www.sieben-katzenleben.de
      ich gerade diese Woche! :angel: :angel: :angel:

      Und trotzdem bin ich der meinung sie sollte für den kleinen ein schönes zuhause suchen. Sicher ist sicher.

      Und auch auf die gefahr hin das ich mir jetzt Feinde mache... :shhh:

      Mir wären nunmal MEINE 2 gesunden Katzen wichtiger als eine kranke zugelaufene.
      So leid einem das Tier auch tut, und es würde mir leid tun.
      Bin ja nicht Gefühls tot. :zustimm:
      Eddy: *08.12.08 :kiss: :kiss: :kiss:
      Original von alisea1403
      Ich finde es nicht o.k., dass man 'positive' Tiere ausgrenzt, mit der Begründung, gesunde Tiere schützen zu wollen, während man gerade diese gesunden Tiere andererseits viel grösseren Risiken für Leib und Leben täglich mehr oder weniger bedenkenlos aussetzt. :


      Schon wieder muss ich dir widersprechen
      Der Fall der Ausgrenzung würde bestehen, wenn wir sagen würden

      " Sperr das die Tier in den Keller und lass es da nicht mehr raus "

      Sagen wir aber nicht!
      Wir bzw ich habe lediglich den Ratschlag erteilt, dass sie sich vielleicht doch nach einem netten zu Hause umschauen soll und dass es halt auch Familien gibt, die nur solch kranke Katzen haben. Somit wäre er nicht ausgegrenzt, sondern immer noch mit anderen Katzen zusammen. Die Tatsache, dass die anderen Katzen die gleiche Krankheit haben, wird den Kater nicht interessieren.
      Es wird keinen Unterschied für ihn machen, ob er mit einem gesunden oder kranken Tier balgen kann.


      Original von alisea1403
      Aber so wenig Katzen wissen, dass sie mit FIV infiziert sind, verstehen sie das Risiko von Autoreifen, da hilft alle menschliche Vorausschau wenig. Ich habe letzte Woche bei meiner Mutter auf dem Land beobachtet, wie unser Caruso dem in Schrittgeschwindigkeit fahrenden Nachbarn (die kennen alle unsere Miezen und fahren extrem vorsichtig) genau vor den Hinterreifen gelaufen ist, weil er meinte, unter dem fahrenden Auto durch genau in dem Augenblick auf die andere Strassenseite laufen zu müssen. Der Nachbar hat ihn gesehen und gestoppt - es ging wirklich um 1-2 cm, dann hätten wir Caruso begraben können. Er hat nochmal Glück gehabt.:


      Du kannst Äpfel nicht mir Birnen vergleichen.
      Es gibt immer noch Unterschiede. Da ist es nunmal, auch wenn es traurig ist, ein Zusammenspiel von Mensch und Tier. Tiere sind nunmal auch nicht unfehlbar und neigen zu Fehleinschätzungen wie der Mensch auch.

      Ein durchschnittlich intelligenter Mensch würde ein Tier aber nicht vorsätzlich anfahren. Und da kommen wir nämlich zu dem Punkt.
      Wenn man den kranken Kater weiterhin rauslässt, geht man das Risiko ein, weitere Katzen VORSÄTZLICH anzustecken - und das ist meiner Meinung nicht richtig.
      Der Rat sein krankes Tier trotz gesunder Tiere zu behalten - schön und gut.
      Der Rat sein krankes und leider auch ansteckendes Tier doch einfach weiter durch die Weltgeschichte Tigern zu lassen - :silenced:

      Original von alisea1403
      Last not least: 2002 kam ein Impfstoff auf den Markt, der zwar keinen 100%igen Schutz verspricht, doch alles andere als unwirksam ist. Wenn ich mich recht entsinne wurden 100 Katzen geimpft und dann mit FIV infiziert. Nur 33 von ihnen wurden FIV positiv. In der ungeimpften Vergleichsgruppe waren es 74 positive.:


      Alles ganz toll, wenn man bedenkt, dass dieser "Impfschutz" hier nicht zugelassen ist.
      Aus den U.S.A kommen ja immer so tolle Dinge... von diversen ( todbringenden ) Schlankheitsmitteln bis hin zum Schwulenbekehrer der Stufe II ist alles dabei.

      Unabstreitbar, dass auch gute Dinge dabei sind. Aber in diesem Fall wohl eher weniger.
      Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben. Eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben!
      Original von Willow
      Wenn man den kranken Kater weiterhin rauslässt, geht man das Risiko ein, weitere Katzen VORSÄTZLICH anzustecken - und das ist meiner Meinung nicht richtig.

      [...]

      Der Rat sein krankes und leider auch ansteckendes Tier doch einfach weiter durch die Weltgeschichte Tigern zu lassen - :silenced:


      Da muss ich Willow zustimmen. Man wünscht sich für seine Tiere dass sie nicht krank werden. Natürlich möchte man trotzdem ein halbwegs natürliches Umfeld schaffen und ihnen den Freigang gewähren, man nimmt eine Menge Gefahren in Kauf und wir haben auch schon eine Katze verloren - aber bei aller Tierliebe (bei uns geht vom Straßenmix bis zum Coonie alles raus, ganz egal, und natürlich geimpft) würde eine kranke Katze die andere infizieren kann Hausarrest bekommen. Im Interesse meiner Mitmenschen die auch geliebte Freigänger halten. Alles Andere wäre fahrlässig seitens des Halters und ich wäre dafür wenig dankbar wenn durch das Verhalten meiner Mitmenschen eine meiner Katzen krank würde. Da hilft es nichts sich mit einer niedrigen Übertragungsrate zu trösten; wenn nur ein Tier durch Fahrlässigkeit Anderer krank wird ist es ein Tier zu viel.

      Das ist nicht böse gemeint - sondern ganz im Gegenteil ein gut gemeinter Denkanstoß.
      "A reader lives a thousand lives before he dies.
      The man who never reads lives only one." (George R. R. Martin)

      Fiv-kranker Kater Carlo

      Hallo zusammen,

      ich habe es geschafft. Bin von der Arbeit zu Hause, wo ich schon sehnsuchtig von 3 Fellnasen erwartet wurde.

      Danke für die vielen Ratschläge.

      Wenn ich Eure Beiträge so lese, muss ich sagen, Ihr habt alle recht. Man kann es drehen und wenden wie man will, es kommt eigentlich nie das wirklich Richtige dabei heraus.
      Egal, was man tut, irgendeine Fellnase leidet darunter. Entweder Kater Carlo, weil ich ihn abgebe oder aber vielleicht ein anderes Kätzchen, was sich vielleicht ansteckt, wenn ich ihn behalte.
      Während ich sagen muss, dass der Kater seit mindestens 6 Jahren hier herumläuft und sich bei mir sein Futter holt. Wann er sich angesteckt hat, weiss man nicht. Und meine Katzen kennen ihn mindestens schon genauso lange. Vielleicht hat sich mein Kater bereits angesteckt und ich weiss es gar nicht. Aber soviel ich weiss, haben die beiden Kater sich noch nie gebissen. Krümel hat Carlo höchstens mit nach Hause gebracht, damit ich ihm Futter gebe. Er ist sehr sozial eingestellt.
      Was kann in den 6 Jahren bereits alles passiert sein.
      Andererseits ist mein Kater Krümel mittlerweile 12 Jahre alt. Wenn er irgendwas hätte, hätte man es sicher schon bemerkt.

      Übrigens, in den meisten Fällen trifft es ältere unkastrierte Kater. Und Carlo ist zwischen 8 und 10 Jahre alt. Ich habe ihn im März einfangen und kastrieren lassen.

      Nichtsdestotrotz werde ich weiter versuchen, einen guten Platz für ihn zu bekommen, auch wenn mich das unendlich traurig macht.

      Aber ich habe da wenig Hoffnung.

      Liebe, traurige Grüsse
      Doris und die 3 Fellnasen
      [img]katzendoro mit Krümel und Lillyfee

      [COLOR=darkblue][I][B][FONT=comic sans ms]Nicht die Menschen erziehen die Katzen, sondern die Katzen erziehen sich ihre Menschen.[/FONT][/B][/I][/COLOR][/img]

      Fiv-kranker Kater Carlo

      Übrigens meine beiden Tiger sind gegen alles geimpft, was möglich ist.
      Ob Leukose, Tollwut oder Katzenschnupfen. Da die Beiden Freigänger sind, halte ich im Gegensatz vielleiht zu vielen anderen Menschen für enorm wichtig.
      Und wenn Carlo wieder auf dem Damm ist, wird er auch geimpft. Koste es was es wolle.
      Ich konnte auch die Tierarzt-Rechnung von der schlimmen Verletzung, die er jetzt hat, nicht auf einmal bezahlen. Soviel kann ich gar nicht verdienen.

      Doris, Krümel, Carlo und Lillyfee

      Die Katzen haben mich ganz schön im Griff :lol:
      [img]katzendoro mit Krümel und Lillyfee

      [COLOR=darkblue][I][B][FONT=comic sans ms]Nicht die Menschen erziehen die Katzen, sondern die Katzen erziehen sich ihre Menschen.[/FONT][/B][/I][/COLOR][/img]
      @willow

      Also:

      Wenn man sagt, ein infiziertes Tier darf keinerlei Umgang mehr mit nicht infizierten Tieren haben, so grenzt man es sehr wohl aus. Mit anderen Worten: man nimmt ihm alles, was sein bisheriges Leben ausgemacht hat. Ich sage nicht, dass es nicht Fälle gibt, in denen zu einer solchen drastische Maßnahme gegriffen werden muss. Ich bin aber der Ansicht, dass man sehr sorgfältig abwägen muss, bevor man so etwas tut. Ist eine Krankheit etwa in eine klinische Phase eingetreten, ist ein Tier also wirklich hoch ansteckend wäre es m.E. mehr als fahrlässig, es auf ungeschützte Dritte loszulassen. Kater Carlo zeigt bisher jedoch offenbar keine klinischen Symptome.

      Wenn man sich Deiner Argumentation anschliesst, darf man FIV positive Katzen NIEMALS zusammen halten. FIV ist wie HIV II ein sehr mutantes Virus, daher finden sich selten mehrere Katzen, die genau diesselbe Virusform haben. Würde die Katze A mit FIV A infiziert von der Katze B, die Trägerin von FIV B ist, gebissen, so bestünde die Gefahr, dass sie künftig Trägerin von FIV A und B ist und das würde ihren Gesundheitszustand verschlechtern. Aus demselben Grund sollen ja auch 2 HIV positive Menschen niemals ungeschützten Geschlechtsverkehr miteinander haben. Und das bedeutet, dass FIV positive Katzen immer allein gehalten werden müssten.

      Ich habe niemals davon gesprochen, andere Tiere VORSÄTZLICH zu infizieren, das würde nämlich bedeuten, dass ich meine infizierte Katze rausschicke, DAMIT sie andere Katzen infiziert. In der Tat gehe ich aber davon aus, dass sie sie NICHT infiziert, weil ich das Ansteckungsrisiko als äußerst gering einschätze. Ich handle also im schlimmsten Falle FAHRLÄSSIG aber nicht VORSÄTZLICH.

      Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen älteren Kater, der sich schon fast sein ganzes Leben lang in der Umgebung von Doris aufhält. Sie beschreibt ihn als verwilderten Freigänger. Jetzt hat er sich ihr angeschlossen, nachdem er schon lange von ihr gefüttert wird. Zwischenzeitlich hat er sich bei ihr eingewöhnt und fühlt sich augenscheinlich wohl. (Alle diese Infos waren schon im ersten Posting).

      Selbst wenn für diesen Kater nun eine neue, liebevolle Stelle gefunden werden könnte, so bedeutet dies für das arme Tier erstmal nichts anderes als aus seiner gewohnten Umgebung und seinem gewohnten Lebensablauf völlig herausgerissen zu werden. Er wäre bei völlig fremden Leuten, und plötzlich ein einsamer Wohnungskater. Es dürfte unschwer festzustellen sein, dass dies eine Situation ist, die bei der betroffenen Katze grossen Stress hervorruft. Und Stress fördert den Ausbruch von FIP, Katzenaids oder anderen, sich langsam entwickelnden Krankheiten ungemein. Und das heisst nichts anderes, als dass die Maßnahme, zu der u.a Du rätst für das Leben von Kater Carlo sehr gefährlich sein kann, ggf. gefährlicher als es das Belassen des Katers in seiner gewohnte Umgebung für die anderen Katzen wäre.

      Da wo ich ich in Kauf nehme, dass eventuell eine andere Katze von Carlo angesteckt werden könnte, nimmst Du in Kauf, dass sich Carlos Gesundheitszustand durch die ihm aufgezwungene völlige Veränderung Schaden nimmt. Katzen sind keine Gegenstände, die man einfach von einem Regal ins andere legen kann. Carlo hat genauso viel Anspruch auf Schutz, wie alle anderen Katzen auch.

      M.E. ist es im vorliegenden Fall sinnvoller, die Gefahrenpunkte zu entschärfen. Im Klartext hiesse das z.B.: solange Carlo keine klinischen Symptome entwickelt (und das kann durchaus für sein ganzes Leben so bleiben) darf er zwar weiterhin raus, allerdings nicht zu den Zeiten, in den Kater besonders gern kämpfen, nämlich nachts, um das Risiko einer Ansteckung Dritter weiter zu minimieren.
      Alisea mit Amélie, Serafina, Ninette, Lucas, Pinocchio und Caruso www.sieben-katzenleben.de

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      Original von alisea1403
      Kater Carlo zeigt bisher jedoch offenbar keine klinischen Symptome.


      Sollte die Verletzung von Carlo nicht gut oder gar nicht abheilen, wäre das aber schon ein Zeichen, dass das Immunsystem schon geschwächt ist. Die Infektion kann ja auch schon länger zurücklegen, es war bestimmt nicht sein erster Kampf.

      Original von alisea1403
      . FIV ist wie HIV II ein sehr mutantes Virus, daher finden sich selten mehrere Katzen, die genau diesselbe Virusform haben. Würde die Katze A mit FIV A infiziert von der Katze B, die Trägerin von FIV B ist, gebissen, so bestünde die Gefahr, dass sie künftig Trägerin von FIV A und B ist und das würde ihren Gesundheitszustand verschlechtern.


      Jetzt frag ich mich aber, wie du bei solchen erweiterten Kenntnissen jede Impfung befürworten kannst. Aufgrund Kenntnissen von Wirksamkeit und Erregerarten kann man auf einige ja ganz gut verzichten oder sie kommen für bestimmte Katzen gar nicht in Frage. Aber das ist ein anderes Thema...

      Original von alisea1403
      M.E. ist es im vorliegenden Fall sinnvoller, die Gefahrenpunkte zu entschärfen. Im Klartext hiesse das z.B.: solange Carlo keine klinischen Symptome entwickelt (und das kann durchaus für sein ganzes Leben so bleiben) darf er zwar weiterhin raus, allerdings nicht zu den Zeiten, in den Kater besonders gern kämpfen, nämlich nachts, um das Risiko einer Ansteckung Dritter weiter zu minimieren.


      Kater Carlo ist aber nicht kastriert, er stellt also auch ein Risiko für unkastrierte Kätzinnen dar. Und wieviele es nicht auf die Reihe bringen, die Katzen rechtzeitig oder überhaupt kastrieren zu lassen, brauch ich ja nicht zu erwähnen :confused:
      Und diese Katzen können nichts für die Verantwotungslosigkeit ihrer Besitzer...denn so könnte man das Risiko auch minimieren und tut auch noch was gutes für den Tierschutz.
      Tja, und eine Kastration wäre dann auch wieder Stress und könnte das Ausbrechen anderer Krankheiten fördern.

      Und als HIV-infizierter Mensch müsste ich mich auch nicht isolieren, weil ich dazu in der Lage wäre, eigenverantwortlich jedes Risiko für meine Mitmenschen zu vermeiden. Ein Tier kann das nicht.

      Liebe Grüße von Christine mit Minnie und Miro von der Katzenhilfe in und um Würzburg