Wenn du den Tag ohne Kaffee beginnen kannst...

      Wenn du den Tag ohne Kaffee beginnen kannst...

      Wenn du den Tag ohne Kaffee beginnen kannst, ohne gereizt zu sein;
      Wenn du immer fröhlich bist und Wehwehchen und Schmerzen ignorieren kannst;
      Wenn du jeden Tag dasselbe essen kannst und dafür noch dankbar bist;
      Wenn du Verständnis hast, dass die Menschen, die du liebst, manchmal ohne Grund ihre aggressionen an dir auslassen;
      Wenn du einen reichen Freund nicht besser als einen armen behandelst;
      Wenn du der Welt ohne Lüge und ohne Täuschung gegenüberstehen kannst;
      Wenn du sagen kannst, dass es in deinem Herzen keine Vorurteile gegen die verschiedenen Rassen und Religionen gibt;
      Wenn du bedingungslos lieben kannst, ohne Druck auszuüben oder Erwartungen zu haben;
      Dann, mein Freund, bist du fast so gut wie dein Hund.
      Ein Volk sollte keine Angst vor seiner Regierung haben. Eine Regierung sollte Angst vor ihrem Volk haben!
      eins meiner Lieblingsgedichte:

      An die Liebe

      Liebe! allerliebste Liebe!
      Segne mir mit deinem Triebe.
      Lass mich deinen Reitz empfinden,
      Lass mich deine Glut entzünden,
      Lass mich deinen Zucker schmecken,
      Lass mich durch ein Lied erwecken,
      Wenn ich Zeit und Lust versäume,
      Müßig wach’, und müßig träume.

      Lass mir hübsch durch dein Genießen
      Zeit und Stunden schneller fließen.
      Lass mirs an der Müh zu wählen,
      Aber nie an Schönen fehlen,
      Und damit auch viel Beschwerden
      Durch ein Mittel minder werden,
      Lass mir künftig nur von allen
      Eine schön sein, und gefallen.
      Lehr ihr denn, sich gut zu schicken
      Gut zu spielen, gut zu blicken,
      Lehr ihr meine Neigung kennen,
      Klug zu frieren, klug zu brennen,
      Lehr ihr witzig abzuschlagen,
      Lehr ihr reizend Ja zu sagen.
      Aus den Worten, aus den Werken
      Lass ihr Wunsch und Willen merken;
      Aber lehr ihr, Wunsch und Willen
      Nicht zur Unzeit zu erfüllen,
      Dass sie sich erst artig schäme
      Und sich nicht zu bald bequeme.
      Lehr ihr alle frohe Minen,
      Die der Lust zum Vorteil dienen,
      Lehr ihr alle Fröhlichkeiten,
      Lehr ihr auch, was sie bedeuten,
      Dass sie stets in Unschuld prange,
      Dass sie nie zuviel verlange,
      Dass sie mirs vernünftig klage,
      Wenn ich ihr zuviel versage.
      Lehr ihr, wie man nie veralte,
      Wie man Reitz und Wert behalte,
      Wenn auch einst auf Brust und Wangen
      Aller Rosen Schmuck vergangen.
      Lehr ihr, wenn wir uns vereinen,
      Treu zu sein, und treu zu scheinen,
      Dass sie mich mit nichts betrübe
      Und mich immer stärker liebe.
      Lehr auch mich, durch deine Lehren,
      Solchen Engel zu verehren,
      Dass er, wenn ich ihn vergnüge,
      Keine Lust zum Wechsel kriege.

      Johann Wilhelm Ludwig Gleim, 1719-1803
      "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut." (Goethe)

      Maja und Ihre Rasselbande!

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