Hund bellt uns an

      @ Neon: Wenn sich die fremden Menschen denn auch wirklich so verhalten würde, wie man sie drum bittet... wie oft habe ich schon sagen müssen, dass sie Maja am besten nicht angucken sollen, sondern stattdessen mich, dass sie bitte weitergehen und einfach nichts sagen sollen... es ist unfassbar, was für belehrungsresistente Menschen durch die Welt laufen... :evil:
      Das Leben ist ungewiss - iss den Nachtisch zuerst!
      Kurzer Zwischenbericht :

      Uns bellt er nicht mehr nicht .

      Draußen nach wie vor - gestern z.B war mein Vater den ganzen Tag bei uns . Dann sind wir mit den Autos zum Spaziergehgebiet aufgebrochen - haben dort meinen Vater getroffen und er hat gebellt .

      Oder er wurde von einer Person gestreichelt.
      Die Person kam wenige Minuten später noch mal und sprach ihn an und er bellte sie aus.

      Gehen an einer Hecke vorbei - dort ist ein Durchgang - kommt grade jemand raus - er bellt.

      Liegt im Platz auf dem Bürgersteig ab - kommt ein kleines Schulkind auf der anderen Straßenseite - er blafft sie an während ich mich unterhalten habe.

      Das mit dem Bellen ist ja auch nur die Spitze vom Eisberg.
      Er macht ganz viel kaputt und ist sehr hektisch und bleibt schlecht alleine .

      Gruß Oli
      Hallo,

      Original von oli
      Das mit dem Bellen ist ja auch nur die Spitze vom Eisberg.


      Dann wünsche ich dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.

      Original von oli
      Er macht ganz viel kaputt und ist sehr hektisch und bleibt schlecht alleine .


      Je hektischer dein Hund ist, desto ruhiger solltest du und deine Familie sein. Dein Hund scheint viel Streß zu haben, bitte mach dich schlau, belese dich, eigne dir Fachwissen an.
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)
      Hallo Oli,

      bin ganz neu hier... Hatte mich neulich nur angemeldet, um schnell einen Beitrag zu einem ganz anderen Thema zu schreiben :wink:

      Habe aber auch eine Idee zu eurem bzw. deinem Problem: Ich kann mir vorstellen, dass der Hund vorher bei Leuten war, die ihn nicht richtig beschäftigt haben, und vielleicht auch nicht viel mit ihm unterwegs waren. Nach deiner Beschreibung des Verhaltens scheint es mir so, als hätte der Hund nie sinnvolle, spaßbringende Beschäftigungsmöglichkeiten kennengelernt. Und auch so, als hätte man ihm diesbezüglich gar keine Angebote gemacht. Außerdem scheint er noch nicht besonders viel zu kennen, sonst wäre er draussen nicht so nervös.

      Was er bisher gelernt hat ist: Er baut Mist, bekommt negative Aufmerksamkeit = in seinen Augen wenigstens etwas, weil er ja sonst nicht beachtet/beschäftigt wird, also immer weiter so... :sad:

      Ich würde ihn völlig ignorieren, wenn er mich selber anbellt. Die drei A's: Nicht anfassen, nicht ansprechen, nicht angucken. Wortlos umdrehen, ihm den Rücken zuwenden, ihn einfach stehenlassen, notfalls den Raum verlassen. Wenn er Sachen klaut oder kaputt macht: Ruhig und wortlos wegnehmen, hochlegen, dass er nicht mehr dran kommt, sich abwenden, ihn ignorieren. So wenig Aufmerksamkeit wie möglich darauf geben. Das dauert etwas, bis er das kapiert, aber es ist wichtig, dass er nicht mehr auf diese Art versucht, (negative, sprich für ihn positive) Zuwendung zu erhalten. Wenn er ins Bett springt obwohl das nicht erwünscht ist: Ruhig und wortlos 'rausschubsen', eventuell wiederholen, immer ruhig bleiben, nur kurz schubsen. Wenn er weint oder bellt, sobald man den Raum verlässt: Ignorieren. Die Tür erst dann wieder öffnen, wenn er ruhig ist. Auch wenn das dauern kann... :whistle: Alleine bleiben generell unbedingt schrittweise trainieren (evt. Hundetrainer, Bücher).

      In der Wohnung insgesamt wenig Aufmerksamkeit geben, immer dann loben, wenn er ruhig auf seinem (festen) Platz liegt und entspannt ist. Draußen, bei sinnvoller Beschäftigung umso mehr Aufmerksamkeit geben. Richtig mit ihm toben, seine Körpersprache aufnehmen, mit ihm laufen und springen, auch wenn's bescheuert aussieht. :wink:

      Wenn er andere Leute anbellt: Verhalten abbrechen. Das ist nicht erwünscht! Aber auch nur kurz und knapp, keine langen Vorträge, so wenig Aufmerksamkeit wie möglich. Generell in reizarmer Umgebung Grundsignale üben. Mit viel Lob und Spaß, nie zu lange eine Trainingseinheit, nicht zu ehrgeizig oder schnell vorgehen. Wenn er sich dann gut abrufen lässt: Beim Anbellen fremder Leute sofort (!) Abrufen und in deiner Nähe Ablegen lassen. Wenn er dann ruhig bleibt und seine Aufmerksamkeit bei dir ist: Belohnen. Generell immer dann loben, wenn sein Verhalten trotz plötzlich auftauchender Menschen ruhig und entspannt ist. Sonst kann sich schnell eine neue Verhaltenskette bilden...

      Und dann, wichtig: Draussen unterwegs sein und viel sinnvolle Beschäftigung geben. Jeden Tag. Da bekommt er dann ganz viel Aufmerksamkeit und auch Liebe, kann sich auspowern, wird glücklich. Gucken, was gefällt ihm? Apportieren? Suchspiele? Zerrspiele? Gemeinsam Joggen gehen? Guck mal unter 'Spaß mit Hund', da sind viele Ideen.

      Ich glaube, dass damit die Hektik vergeht, er ausgeglichener wird und auch keinen Mist mehr baut. Solche Leute, die ihn bisher hatten, sollten eigentlich keinen Hund halten. Meine Meinung. Da ist so ziemlich alles schief gelaufen wie es scheint. Der Arme weiß gar nicht, wo oben und unten ist. Aber er ist noch jung, ich denke, das müsste zu schaffen sein.

      Alles Gute, und viel Spaß beim Spielen und Beschäftigen :)
      Rübennase
      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „rübennase“ ()

      Hi Oli,

      hoffe, ich hab dich nicht verschreckt mit meinem ellenlangen Beitrag... :oops:

      Es ist nur so, dass ein Freund von mir einen Hund mit ähnlichen Problemen übernommen hatte. Damals hatte ich viel über Ignoranztraining von ihm gelernt. Bei seinem Hund hats auch geklappt, ihn drinnen möglichst zu ignorieren und immer dann zu loben, wenn er entspannt auf seinem Platz liegt. Und ihn draussen dann mit Austoben und Kopfarbeit zu beschäftigen...

      Hoffe, ich hab dich mit dem Beitrag nicht 'erschlagen'. Das war nicht meine Absicht!

      Viele Grüße
      Lena
      Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast