Monsterkater in der Nachbarschaft

      Monsterkater in der Nachbarschaft

      Hallo,

      ich wende mich mal mit einer Frage im Namen meiner Nachbarn an Euch. Unsere lieben (wirklich !!) Nachbarn haben einen Kater der Freigänger ist und noch andere Nachbarn die wir nicht so gut kennen auch, also 2 Kater die wir ein bisschen kennen. Diese beiden Kater mag ich sehr gerne, der eine ist schon recht zutraulich zu mir und sie haben ihr Revier bei uns. Alles schön und gut.

      ABER: seit einiger Zeit weilt bei uns ein Monster zu dem niemand den Besitzer kennt. Dieser Kater (klein und schwarz) macht den beiden das Leben zur Hölle. Er nistet sich hier einfach ein und verletzt regelmässig unsere beliebten NAchbarkater. Hierbei handelt es sich leider nicht nur um kleine Kratzer sondern um extrem heftige Wunden. Der eine Kater hat momentan eine riesenstelle auf dem Kopf, dem anderen wurde neulich die eine Pfote durchgebissen (!!) und beide tun mir unendlich leid. Da man natürlich nie weiss wann dieser doofe Kater bei uns herumtobt stelle ich es mir schwierig vor eine Art Tierrettung einzuschalten. Das Tierheim hat meiner Nachbarin immerhin gesagt, daß sie ihn (den bösen Kater) im TH abliefern könnte falls sie ihn selbst gefangen bekommt, aber ganz ehrlich: ich möchte nicht so ein Tier versuchen zu fangen.

      Hat jemand Erfahrung mit solchen bedrohenden Monstern in der näheren Umgebung? Fernwaffen mit Schlafmitteln stehen uns logischerweise leider nicht zur Verfügung aber ich halte es für keinen haltbaren Zustand, daß so ein Tier alles kurz und kleinbeisst bei uns und man nichts machen kann. Evtl. hat er ja sogar Tollwut, denn ich finde so ein aggressives Verhalten doch schon sonderbar.

      LG Myrielle
      Wie kann man ein Tier nur Monster nennen, nur weil es keine Schmusekatze ist? Hallo? :rolleyes:

      Wenn es ein Streuner ist, wird er aller wahrscheinlichkeit nach nicht kastriert sein- das würde das Verhalten erklären.

      Es wäre ratsamm, einen Besitzer ausfindig zu machen- zB in dem man Plakate aushängt. Meldet sich niemand, dann mit dem Tierschutz in verbindung setzen, damit das arme Tier wenigstens kastiret wird.
      Ist es ein zu sehr verwildertes Tier, wird es dort wieder ausgesetzt, wo es gefunden wurde- kann man ihn doch vermitteln, kommt er in eine Pflegefamilie oder TH....
      :dance: :cool:
      ... es könnte auch sein, dass der fremde Kater zwar andere Kater angreift (so sind sie nun mal, die unkastrierten Kater - die dulden nix Artgenössisches in "ihrem" Revier) und im Gegenzug zu Menschen ganz neutral sind.
      Muss also für Menschen keine aggressionsgeladene Begegnung mit dem Kater werden - denn ihr seid ja keine Konkurrenz für ihn... :wink:
      Also: erstmal Kater begutachten und dann weitersehen!
      (aber mein Mitleid für den Kater mit der durchgebissenen (?!) Pfote)

      Dann Tipp von Bianca mit den Plakaten finde ich auch ziemlich gut.
      Vielleicht auch einen beim örtlichen TH abgeben - falls sich die Besitzer des wilden Katers dort melden.
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      Danke für die Antworten. Und sorry, daß ich ihn Monster nenne.
      Ich bin ihm bisher nie nah genug gekommen um schauen zu können ob er kastriert ist oder nicht. Ich werde mal mein Teleobjektiv bereitlegen und versuchen ihn zu fotografieren, aber er ist Menschen gegenüber bisher recht scheu. Gegenüber ist natürlich auch eine perfekte Wiese mit so viel Grünzeugs, daß man ihn schwer komplett sehen oder gar fotografieren kann :doh:

      Aber wenn ich irgendwie den Katern unserer Nachbarn helfen kann werde ich das tun.

      LG Myrielle
      Original von Myrielle

      Aber wenn ich irgendwie den Katern unserer Nachbarn helfen kann werde ich das tun.

      LG Myrielle


      Das ist ja löblich- noch schöner wäre es, irgendwie dem Streuner zu helfen- kastra wäre da ganz wichtig und Du mußt ihn dazu auch nicht selber fangen, das macht idR der Tierschutz. Die haben spezielle Fangkäfige und Erfahrungen...
      :dance: :cool:
      Original von *Bianca*

      Das ist ja löblich- noch schöner wäre es, irgendwie dem Streuner zu helfen- kastra wäre da ganz wichtig und Du mußt ihn dazu auch nicht selber fangen, das macht idR der Tierschutz. Die haben spezielle Fangkäfige und Erfahrungen...


      Genau das wollte ich auch vorschlagen. Bei uns kommt der Tierschutz in solchen Fällen vorbei. Die schalten meist auch eine Anzeige in der Zeitung, dass das Tier aufgegriffen wurde und dort abgeholt werden kann.

      LG
      Nadine

      Glücklich ist das Haus mit mindesten einer Katze.
      Italienisches Sprichwort
      Theoretisch klingt das mit dem Abholen lassen ja toll, nur der Kater ist ja nicht immer da. Wie timen die so etwas? Selbst wenn man ihn sieht und sofort anruft kann er ja bis die da sind längst über alle Berge (besser gesagt Hinterhöfe) verschwunden sein.

      Ich bin heute Abend eh bei den bewussten Nachbarn und werde denen das auf jeden Fall mal vorschlagen.

      Danke für Eure Tips.

      Myrielle
      Es werden spezielle Fangkäfige mit Futterköder aufgestellt und wenn der Kater da rein tappt, geht die Tür zu- man muß halt regelmäßig schauen, ob und wer gefangen wurde. Das würdest Du doch bestimmt übernehmen, nicht?
      Dann, wenn er gefangen ist anrufen und es kommt jemand, um ihn abzuholen. Dann wird er untersucht, ggf versorgt und vor allem kastriert, wenn es es noch nicht ist.
      Und wie es dann weiter geht muß man halt schauen...
      :dance: :cool:
      @ Bianca
      Verstehe, ich werde direkt mal beim TH anrufen bzw auch mit der Nachbarin nochmal sprechen die ja noch direkter involviert ist als ich.

      Gestern Abend haben wir erstmal schlimmeres mit einer Wasserpistole zu verhindern versucht. Es war natürlich dunkel und man wusste nicht mal wo die zwei sich gerade streiten, aber das gekreische klang furchterregend. Dummerweise ist ihr Kater auch ein sehr freiliebendes Tier, den kann sie nicht mal eben für ein paar Tage einsperren.

      LG Myrielle
      Mal kurz das positive Ende berichten will:

      Der Kater wurde, nach langem hin und her mit den Tierheim Hamburg, eingefangen und kastriert. Die Vermutung, daß er nicht kastriert war war insofern richtig. Da er zu der Zeit nicht vermittelbar war aufgrund seines Verhaltens wurde er wieder in unserer Nachbarschaft ausgesetzt. Nach einiger Zeit schien er ruhiger zu werden, die Kämpfe wurden weniger heftig als früher. Dann kam der Winter und unsere Nachbarin hatte, obwohl dieser Kater ihren eigenenen Kater nun schon 2 x Krankenhausreif gebissen hatten, Mitleid mit ihm. Sie fing an ihn zu füttern indem sie unter deren Balkon ab und zu etwas Nahrung hinstellte. Tja, so kam was kommen musste: der wilde Kater hatte Hunger und Liebe geht ja durch den Magen ^^. Er kam immer regelmässiger zur Fütterung, war wohl auch sehr dankbar dafür und wurde zutraulicher. Es wurde eine Kiste aufgestellt in der er sich aufwärmen konnte und seine Ruhe hatte. Tja, je länger dieser wirklich fiese Winter dauerte desto zutraulicher wurde der KAter und das Herz der Nachbarin immer weicher.
      Irgendwann wartete Katerchen schon vor der Balkontür auf Frauchen und Futter und jetzt im Frühling waren die 2 soweit, daß er auch in die Wohnung durfte, immerhin hat er immer weniger gebissen und gekratzt, auch den eigenen Kater hat er immer weniger gehauen.
      Letztes Wochenende war ich wieder bei den NAchbarn und da lag das ehemalige Monster schnurrend auf deren Couch und wurde betüddelt. :clap:
      Eine katzenerfahrene Abnehmerin wurde nun noch organisiert und sie hat an diesem Wochenende das Katerchen mit sich genommen und er hat, wenn er nicht wegläuft, nun ein eigenes Zuhause und eine eigene Katzenmutti. Na wenn das nicht toll ist, dann weiss ich auch nicht.

      Bin zwar gespannt was er von 3 Wochen in der Bude nun erstmal halten wird, aber damit er nicht gleich wieder fortläuft und eventuell zu uns zurück (ist nicht sooooo weit weg), soll er erstmal drin bleiben. Später bekommt er natürlich wieder Freigang.

      Ich wünsch dem Streuner alles gute.

      Myrielle
      Nochmal nen Nachtrag:

      Der ehemalige Monster-Kater ist total happy bei seiner neuen Mutti und obwohl er dort inzwischen längst wieder Freigang hat bleibt er lieber drinnen.

      Ich finde es wirkich erstaunlich wie er sich verändert hat und bin froh, daß er sich ein daheim ergaunert hat und sich dort wohlfühlt.