Zwingerhunde

      hi nochmal!
      also wie ihr sicher schon alle wisst, bekomme ich (hoffentlich!!!) nächste sommerferien einen hund. aber schade ist, dass meine mama ihn leider nicht in der wohnung haben möchte, er würde dann praktisch ein zmingerhund sein. würde der hund dass aushalten, wenn ich mich total viel um ihn kümmere oder würde er eingehen?
      postet ma schön:cool:!
      mfG lilli:wink::biggrin::smile::eek::rolleyes:
      Hi Lilli!

      Naja, grundsätzlich gilt, daß Hunde nicht gerne außerhalb ihres Rudels leben.
      Ich finde Zwingerhaltung nicht in Ordnung muß ich ehrlich zugeben und daher kann ich deine Frage ob sich der Hund wohlfühlen würde auch wenn du dich total viel um ihn kümmerst, nicht beantworten, weil Hunde eben grundsätzlich lieber bei ihrem Herrchen oder Frauchen sind!

      Vielleicht kannst du mit deiner Mutter ja noch verhandeln - Hunde im Haus sind garnicht so schlimm. Ich hab drei davon, und alle im Haus.
      Wenns deiner Mutter um den Dreck geht, dann entscheide dich lieber für einen kleinen, kurzhaarigen Hund oder einen mit kurzen Locken. Die machen am wenigsten Dreck.

      Außerdem kostet es eine Menge einen wirklich artgerechten Zwinger zu bauen.
      Im Prinzip braucht ein Hund ein großes Zimmer für sich und darin noch eine Hütte die zugfrei ist und je nach Hund und wetter in eurer Gegend auch noch beheizbar sein sollte.

      Hm, na ich weiß nicht...

      Tini
      die haltung eines einzelnen hundes in einem zwinger ist m.e. tierschutzrelevant.

      der hund ist ein rudeltier, wenn er im zwinger wohnt, ist er die meiste zeit alleine. klar beschäftigst du dich ein paar stunden am tag, aber wenn du dich 6 stunden am tag (und das ist viel, du musst zur schule, du musst schlafen, essen, hausübungen machen, du hast sicher auch andere hobbies, triffst freunde, etc. und der tag hat nur 24 std.) mit ihm beschäftigst, heisst das, dass er die anderen 18 stunden alleine ist!! das ist für einen hund einfach inakzeptabel.

      im sinne des hundes (!) solltest du von einer hundehaltung abstand nehmen. alles andere ist schlicht egoistisch.
      grüße von johanna & dimmi
      Ich weiß garnicht, was ihr alle gegen Zwingerhaltung habt. Ich kenne 3 Hunde in meiner Familie, die im Zwinger leben und sich total wohl fühlen. Der Eine (4 Monate) wird z.Zt. dran gewöhnt, seine Vorgängerin hatte kein Problem als Hofhund. Naja, vielleicht besteht ja noch ein Unterschied zwischen Hof- und Zwingerhund. Die Hunde, die ich kenne dürfen ins Haus bzw. in den Anbau. Die zwei Malamuten werden auch zusammen im Zwinger gehalten, der DSH nicht. Jedenfalls haben alle dieser Hunde Familienanschluss und fühlen sich wohl. Wenn er tagsüber ins Haus kann oder wenigstens in den Garten und ihr auch dort sein, ist das schon okay! Ihr müsst nur viel mit dem Hund machen und der Hund braucht eine Aufgabe (z.B. Haus bewachen) Naja, trotzdem haben die beiden Malamuten eine Schlittenhundeausbildung hinter sich und sind bis vor einem Jahr auch noch jeden Tag 10km mit dem Karren gefahren. Der DSH geht auch spazieren und geht zur Hundeschule. Sowas darfst du dann halt nicht vernachlässigen.

      Bei einem TH-Hund musste drauf achten, dass der an Zwingerhaltung gewöhnt ist, vorallem wenn er schon älter ist!!

      LG:smile:
      ich habe einiges gegen die zwingerhaltung. u.a. einen hund mit einem schweren knacks aufgrund von zwingerhaltung im th...

      es ist ein riesen unterschied ob es 1 hund im zwinger ist oder ob es 2 hunde sind. es ist auch für 2 hunde nicht ideal aber dann ist er wenigstens nicht allein.

      es ist nicht nur so, dass hunde "nicht gern ausserhalb des rudels leben" - soziale isolation/ignorieren ist die schlimmste (!) strafe die hunde sich gegenseitig antun. denk mal daran! wie fändest du es, jeden tag 18 stunden alleine im garten ausgesperrt zu werden, während deine mama schlafen geht?

      klar, der hund lernt, sich damit zu arrangieren, aber nur, weil er nicht gleich neurotisch wird, heisst es noch lange nicht, dass er glücklich ist oder kein problem damit hat! das heisst nur, dass die menschen wie so oft nicht fähig sind, es zu sehen!

      "haus bewachen" ist "herumliegen-und-drauf-warten-dass-jemand-kommt" wo ist da die aufgabe?? klar, der hund ist für etwas da, aber weiß das der hund auch? nein! er weiß nur, dass er herumliegt und sich langweilt. und das viele stunden jeden tag.

      ich persönlich bin der meinung, wenn ich etwas tue wie z.b. mit einem hund leben, dann ganz und mit allen kosequenzen. ich kann mir nicht ein wehrloses tier anschaffen und dann nur die schönen seiten geniessen aber die wohnung muss sauber bleiben, deswegen sperr ich ihn aus...

      über so viel egoismus kann ich nur den kopf schütteln!

      möge dein zukünftiger hund eine robuste natur haben und möge er nicht zu viel leiden... nicht so viel wie meiner.
      grüße von johanna & dimmi
      Naja, ich denke so wie es Islandhunde beschreibt ist es an und für sich in Ordnung.
      Meine Bekannten haben auch einen Hofhund. Der ist tagsüber im Hof (alter Bauernhof, ein paar Tiere) und die Leute sind auf Grund der Tiere auch öfters im Hof. Schlafen tut er in der Waschküche. Aber ich muß sagen der Hund macht einen tollen Eindruck und die Leute lieben ihn auch sehr, machen Hundeschule und beschäftigen sich mit ihm.

      Ich denke es gibt solche und solche Zwingerhaltung.
      Für einen Neufundländer mit seinem Megafell oder einen Malamut ist es oft angenehmer draußen zu sein. Und ich hab schon oft gehört daß diese Hunde freiwillig nach draußen gehen.

      Es kommt drauf an wie der Hund in das Leben mit einbezogen werden kann.
      Ich habe immer den Eindruck daß es Zwingerhunden die viel vom Hofleben mitbekommen eigentlich richtig gut geht.
      Liegte der Zwinger aber abseits wird kritisch.
      Es kommt immer auch auf die Details an.

      Ich denke, wenn Lilli sich bemüht kann sie ihre Mutter vielleicht noch überzeugen ihren Hund drinnen zu halten. Bis zu den Sommerferien ist noch lang Zeit.

      Tierheime vermitteln normalerweise übrigends sowiso nicht in Zwingerhaltung. Und das besagt halt schon einiges. Ich finde, bei Zwingerhaltung ist man immer versucht den Hund wenns halt grad nicht passt wegzusperren.

      Zwingerhaltung fordert fast noch mehr Verantwortung wie Wohnungshaltung weil ich dann selber an den Hund halten kann. Sind die Hunde bei mir in der Wohnung, machen sie mich schon drauf aufmerksam wenn sie rausmüssen etc...

      Man kann da sehr geteilter Meinung sein.
      Hunde die sehr einsam im Zwinger leben müssen sind kaum noch resozialisierbar und haben den Zwingerkoller..

      Tini
      man kann IMMER geteilter meinung sein.

      es gibt ein einfaches rezept: hör auf deinen hund. er sagt dir alles. du musst nur fähig sein, es zu hören und du musst mutig genug sein, viel unangenehme wahrheit zu vertragen!

      daran scheitert es leider meistens... nicht an den geteilten meinungen - an der wahrheit! und daran, dass menschen sie nicht wahrnehmen wollen.
      grüße von johanna & dimmi
      Liebe ´Johanna,

      genau das nur etwas zarter wollte ich das ausdrücken.
      Und wenn ich mir die unterschiedlichen Hunde anschaue dann gibt es unterschiedliche Lösungen für diese Hunde.

      Was du meiner Meinung nach vertrittst ist, Hunde gehören immer zu seinem Menschen in die Wohnung.

      Du sagst zwar du hörst auf deinen Hund, aber im Grunde genommen hast du eine Meinung die du vertrittst.
      Nicht mehr und nicht weniger.

      Und ich sage, so unterschiedlich wie Hunde sind so Viele unterschiedliche Haltungs- und Erziehungsmöglichkeiten gibt es!

      Jeder Hundehalter muß sich mit Hunden insgesamt, aber ganz speziell mit seinem Hund auseinandersetzen und dessen Bedürfnisse können ganz schön von der Norm abweichen!

      Tini
      natürlich gibt es unterschiedliche hunde und unterschiedliche bedürfnisse. ich kenne u.a. eine hundehalterin mit 6 huskys (die u.a. auch rennen laufen), die im zwinger leben und vermutlich nicht besonders unglücklich darüber sind.

      ich bin nicht der meinung, dass alle hunde immer in die wohnung gehören.
      herdenschutzhunde, hütehunde oder hofhunde beispielsweise ("beruflich" gemeint), die nichts anderes gewohnt sind, als bei ihrer schafherde bzw auf ihrem hof zu leben und ihrer aufgabe nachzukommen, werden sich wohl "etwas" wundern, wenn sie plötzlich in der wohnung und als familienhunde leben soll. aber das sind auch keine familienhunde. sondern hütehunde oder herdenschutzhunde oder hofhunde.

      ich bin in diesem fall von einem familienhund ausgegangen, da ich nicht annehme, dass der hund eine herde oder einen hof zu bewachen hat. und ich bin von einem einzelnen hund ausgegangen.

      ich finde es egoistisch sich einen familienhund anzuschaffen und ihn dann alleine in einen zwinger zu sperren, nur weil die wohnung sauber bleiben soll! DAS finde ich inakzeptabel. hier sollte man dem hund zuliebe von der hundehaltung absehen.

      (gestörte bzw vorgeschädigte hunde ausgenommen, das ist eine andere geschichte)
      grüße von johanna & dimmi
      Ich denke, dass der Hund durchaus ein Familienhund sein kann - auch wenn er im Zwinger lebt. Ich glaube, du verstehst unter "Zwingerhaltung", dass der Hund den ganzen Tag im Zwinger ist, der winzig ist und dann einmal am Tag kurz rauskommt.
      Ich denke, Lilli kümmert sich auch so um den Hund. Wenn der Hund den ganzen Tag über Familien und Hofanschluß hat, wird es ihm sicher gut gehen. Viele Hunde schlafen gerne draußen, wenn sie es von Anfang an kennen. Dana würde z.B. am liebsten die ganze Nacht draußen sein und das Haus bewachen. Sie liegt auch immer vor unserer Tür und ist beim kleinsten Geräuscht total wachsam. ABer das kommt auf den Hund an. Ich würde einem Border Collie, der als Familienhund gehalten wird (nicht als Hütehund) z.B. nie in den Zwinger tun, die brauchen im Normalfall zuviel Aufmerksamkeit, sind sehr sensibel. Aber einem robusten Schäferhund oder Malamuten kann man das ruhig "zumuten". Wie gesagt, wenn sie sich 'nen Hund aus dem TH holt muss sie gucken, ob er's gewohnt ist, darum geht es lilli doch eigentlich! Ich denke, wir sollten sie da nicht mit unseren verschiedenen Meinungen nicht verunsichern.
      Wenn er's gewohnt ist, sollte sie's weiter machen, wenn nicht, dann nicht.
      Im TH Bocholt werden z.B. 80% der Hunde ausschließlich draußen gehalten. Also die können auch rein, aber die meisten schlafen freiwillig draußen.

      LG:smile:
      Hi Johanna,

      der Meinung bin ich grundsätzlich auch.
      Ich denke, so wie sich lilli im Moment auf eine Hundehaltung vorbereitet will sie das Beste für ihren Hund.

      Und einen Familienhund im Zwinger zu halten ist nicht ok - ganz klar.

      Rein um des Sauberkeitsaspektes willen oder weil die Mutter es nicht aushält einen Haushund zu haben darf man keinen Hund im Zwinger halten.

      Dann lieber einen kleinen Hund anschaffen der wenig Dreck macht und nicht so "auffällt" - dann lässt sich auch die Mutter sicher breitschlagen.

      Meistens haben Eltern sowiso nur strenge Grundsätze die sie dann in den Wind schlagen wenn sie dann das auserwählte Tier sehen.

      So wars bei mir und meinen früheren Katzen immer. Zuerst sollten sie im Keller wohnen - schwupps, kaum war ein Tag vergangen war das Kätzchen schon im Hausflur, und ein paar Stunden später in der Wohnung...

      Lilli will sich ja erstmal orientieren was ein Hund braucht - darum gehts ja hier in diesem Beitrag...

      Tini
      nein, ich verstehe unter zwingerhaltung, dass der hund mehr als die hälfte des tages (24h) im zwinger verbringen muss.

      alleine zu sein IST für den hund definitiv schlimm. er kann sich damit arrangieren, glücklich werden wird er damit sicher nicht. ein hund ist und bleibt ein rudeltier.

      zu mehrt ist es schon etwas anderes. also wenn zwingerhunde, dann mindestens 2!

      lilly wird den hund sicher nicht nur 30min täglich beschäftigen. das vermute ich nicht. aber wie viel zeit muss sie für schlafen, essen, hausaufgaben, hausarbeit etc aufwenden? diese ganze zeit (das sind viele, viele stunden - und alleine erscheinen sie noch viel länger) muss der hund alleine sein!

      ja, sie wird sich mehrere stunden täglich mit ihm beschäftigen. im sommer ist das auch kein problem!
      aber den menschen zeigst du mir, der freiwillig bei -10° mindestens 12 stunden täglich bei seinem hund draussen bleibt!! bei eis und schnee, gewitter und sturm! ja der mensch zieht sich ins haus zurück, da het ers warm und gemütlich... denkt jetzt noch jemand an den hund? freieren wird er womöglich nicht, aber er wird ganz schön einam sein...

      ein border collie ist ein hütehund. "natürlicherweise" (wofür er gezüchtet wurde) verbringt er den ganzen tag und die nacht draussen bei der herde, zusammen mit seinen rudelkollegen. er ist eigentlich ein klassischer hund für "draussen"...

      mein dimmi schläft auch am liebsten im wohnzimmer auf der couch. er dürfte auch ins bett, will aber nicht die ganze nacht dort bleiben. schön, er soll es sich aussuchen. ABER er hat die wahl. er ist jederzeit bei mir willkommen. ich sperre ihn nicht aus ... und das ist ein nicht unerheblicher faktor.

      warum sollen wir lilly nicht verunsichern??
      ich möchte, dass leute, die meinen text lesen, über sich und ihre tierhaltung nachdenken. keiner muss mit mir übereinstimmen. ABER wir menschen machen uns es oft viel zu leicht. wir denken "das hält er schon aus" - klar, WIR haben kein problem. denn WIR gehen ins haus, legen uns hin und schlafen geschützt und zufrieden in unserem bett ein. sa lässt es sich leicht vergessen, wie es dem hund gehen muss... einem rudeltier, ausgestoßen von seinem rudel. unter umständen leidet er unfassbare seeleisch qualen. und wir wollen es nicht merken und sehen es daher nicht. aber wen interessierts? ist doch eh ein hund - was braucht der eine familie???

      ich möchte am leibsten alle hier mit meinen beiträgen stark verunsichern und zum nachdenken anregen. denn wir als mächtigere machen es uns ohnehin viel zu oft viel zu leicht. ein hund - gute idee. aber NUR, wenn die halstungsbedingungen stimmen! alles andere ist purer egoismus.
      grüße von johanna & dimmi