Koyuki hat mich drauf gebracht diesen Thread zu eröffnen
in dem sie in einem anderen meinte, BEnny sei ihr Seelenhund. Was versteht ihr darunter, und wie äußert sich das? Vor allem, wie handhabt man sowas, wenn man zwei Hunde hat?
Wird nicht jder Hund, mit dem man intensiv lebt automatisch zum Seelenhund?
Ich fange dann mal an, von meinem Seelenhund Thorin zu sprechen.. und von meiner Seelenhündin Talba...

Talba ist mein erster eigener Hund, wie hier schon einige wissen und schon allein das verbindet mächtig.
Dennoch ist sie mein Hund erster Generation. Erziehung lief nach einem einfachen "Konditionierungsmuster" ab was bei außreichend Konsequenz ganz easy bei einem lernwilligen Schäferhundmischling zu einem äußerst beachtlichen "Resultat" an bombensicherem Grundgehorsam führte.
Man sagt, Hund und Halter nähern sich aneinander an.
Wie oft habe ich schong ehört, dass Talba und ich, dass wir uns irgendwie ähnlich sehen
... unser Ausdruck, unsere "Figur" (naja.. der Hund ist unschlagbar schlank, was ich so nicht von mir behaupten könnte) und irgendwie alles... Talba vertritt meine sportliche Seite... sie ist ein Kumpel für jede Lebenslage und wir beide lieben es gemeinsam auszureiten. wir lieben beide den Ausritt und den schnellen Galopp. Talba küsst sogar Pferde auf die Nüstern. Wir lieben beide lange Spaziergänge ohne die wir totunglücklich wären...
Talba ist jedoch sehr zurückhaltend, sich nie aufdrängend. Ein nobles GEschöpf welches nie auf die Idee käme, sich an einen "ranzuwerfen" mit "theatralischen Possen". Zudem spiegelt sie die Seite an mir wieder die im Grunde so gut wie keinen Menschen "wirklich sympathisch" findet. Oftmals, so kommt es mir vor, zeigt sie nach außen, was ich gerade über diesen oder jenen Menschen denke...
Mein Mann hat TAlba ausgesucht, weil ich ihre Schwester für ungeeignet hielt - obwohl sie zu mir allein durchaus sehr gut gepasst hätte - aber nicht für meinen Mann. (der bis DAto keinerlei Erfahurngen mit Hunden gesammelt hatte)
Und nun zu Thorin. Ihn habe ich ausgesucht, da stand es noch gar nicht zur Debatte, einen Rüden zu nehmen.. doch hat er mir schon immer "gefallen" irgendwas an ihm...
Ich liebe ihn einfach... Es war großartig, wie schnell sich dieser kleine Mann, der bisher nur Angst vor Menschen hatte, binnen weniger Tage an mich gewöhnt hatte, sich an mich geschmiegt hat und mich angrinste...
Was mich mit Thorin verbindet lässt sich nur schwer in Worte fassen... Schon bei meinem ersten Spaziergang mit ihm, wie er in der Gülle lag.. mich ansah, mit diesen großen Augen... da war es um mich geschehen.. und als ich ihn dann auch noch nach Hause fuhr... dieser Zwerg, er hat mich die ganze Fahrt über angesehen vom Fußraum des Beifahrersitztes aus - kein Hecheln, keine angeklappten Ohren - einfach nur ultra neugierig... Als würde er mich "ausloten", versuchen, dahinter zu kommen, was denn nu "die da für eine ist".
Am besten eignet sich vielleicht ein Bild von gestern dafür um zu umreißen, was die Sache mit mir und ihm so besonders macht...
Ich lag hundsmüde auf meiner Betthältfte. Thorin lag da, wo sonst mein Mann liegt
Dieser war aber noch mti anderen Dingen am Haus beschäftigt.. Nun lag Thorin mti dem GEsicht zu mir auf einer Pfote gestütz auf Männes kissen und guckte mich halbe Ewigkeiten direkt an.Wir guckten uns einfach so in die Augen ohne das einer wegsah oder darum "verlegen" oder "Unterwüfig" wurde. Es war einfache, schlichte Vertrautheit und VErtrauen. Wir waren fast nase an Nase. Irgendwann, als ich die augen zu machte, spürte ich, wie er die noch freie Pfote auf meinen Arm legte. Als ich blinzelte sah ich, dass er nun die Augen auch zu hatte... ich musste ihn ewig angucken, wie er da lag... und aus der nase stank (Thorin hat Mundgeruch de n man sogar durch die ATemluft riechen kann, wie ich finde) die Pfote auf meinem Arm, friedlich schlummernd.. ja, und so sind wir dann eingeschlafen... Er ist ein Hund, der unglaublich viel Nähe zulassen will und ein Hund, der sehr viel Nähe sucht.
Dieser Hund passt optisch null und gar nicht zu mir - so sagen zumindest die Leute immer...
Aber da ist irgendwas... irgendwas was ich bei noch keinem Hund hatte... Er mag andere Menschen, keine Frage... aber er ist ein Hund, bei dem ich vermute: Er könnt sich nie und nimmer an einen anderen Menschen so binden wie an mich. Das hört sich arrogant an...
Auch ist Thorin der einzige meiner beiden Hunde der mich trösten kommt, sollte ich mal traurig sein... dann kommt er ganz nah und guckt mich direkt an, mit seinen wolfsgelben Augen.
Das macht Talba nicht.
Im Großen und Ganzen kann ich aber nicht behaupten, dass der eine Hund mehr Seelenhund wäre als der andere. Beide haben irgendwie "Eigenschaften von mir". Thorin drückt meine empfindsame Seite aus - und Talba meine "harte, souveräne" Seite die dennoch stets Sensibilität beinhaltet.
Der Hund als Spiegel seines Halters. Und dennoch sind sie trotz des Lebens mit mir Individuen.
Am scönsten ist es, wenn wir zu dritt auf einer Wiese hocken... Ein Hund links, der andere rechts.. wenn wir uns alle Berühren, manchmal auch im "Kreis". Talba steht vor mir und lässt sich den Rücken kraulen wärend Thorin sich an meinen Schenkel lehnt und an Talbas Halskragen schnüffelt.
Ich lernte auch shcon Hunde kennen, von denen ich nicht hätte behaupten können, dass sioe meine "Seelenhunde" waren. Ein MAgyar Vizla Rüde z.B. mit dem ich mich sehr intensiv befasste. Oder eien Dobermann Hündin...
Ich mag im Grunde fast alle Hunde.. aber zu Seelen hunden brauchts schon ein bisschen mehr

Und auch wenn es ganz arg fies klingt... so würden manche sicherlich behaupten, Thorin sei mehr mein Seelenhund wie Talba... auch wenn ich dem so nicht ganz zustimmen kann. Nur so viel: Die Bindung zu beiden Hunden ist komplett anderer Natur - eben weil beide Hunde so unterschiedlich sind.
Edit: Vielleicht könnten wir in diesem Zuge auch jeder ein Bild von sich und seinem Seelenhund einstellen? Ob man da wirklich ähnlichkeiten im Ausdruck usw. sieht?Ok - kann jeder im Netzt sehen... also, ist nur so eine Idee... ich bin da auch immer etwas "schüchtern".
und mach darum meist meinen Kopf weg...Aber ich hab da sooo ein Bild.. da gucken ich und thorin so verdammt ähnlich... das ist schon verblüffend... Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"



Sie war ein Whippet,Pinscher und Colliemix. Zum Schluss hat sie aber MEINE Nähe gesucht...sie lag 2 Tage vor ihrem Tod nur in meinem Bett und lief MIR überall hinterher...als wenn sie es wüsste das sie gehen muss..Sie is letztendlich in meinen Armen gestorben..früh morgens lag sie plötzlich nur noch ganz leicht atment und zuckend neben mir...bis sie schließlich einschlief...TA kam noch...aber sie war tot. Sie starb in meinen Armen obwohl sie eigl an meiner Schwester hing und da aber auch "funktionieren" musste... 


und noch so vieles mehr! Auch mit ihm lebte ich im Selbstverständnis, in einer Beziehung, die nicht von Mensch zu Hund zu definieren war, sondern von Freund zu Freund.
. Sie zog mit meinem Mann in seine erste eigene Wohnung, ging sicher, dass wir das hinkriegen würden und verließ uns vor gut acht Jahren leider nach langer, schwerer Krankheit! Manchmal besucht sie mich noch in meinen Träumen...
