Wie bestaft ihr eure Pferde?

      Wie bestaft ihr eure Pferde?

      Hallo zusammen,
      bitte nicht falsch verstehen. Natürlich möchte ich nicht, das jemand einfach sein Pferd bestaft, aber auch unsere vierbeinigen Freunde können sich nicht alles leisten. Mein Pferd hat eigentlich nur 3 unarten. 1. Wenn er langeweile beim Putzen oder Halfter anziehen hat, fängt er an zu beißen. Nicht mit angelegten Ohren. Ich glaub nicht, das er das bös meint, aber das tut echt höllisch weh. 2. Er tritt manchmal nach dem Hufe auskratzen nach (er hat aber eine sehr schlechte Vergangenheit wo man ihm die Mauke mit einer harten Bürste blutig geschrubbt hat). Deshalb sage ich da nur, lass das, setzt ab. Und lobe ihn sofort, wenn er das dann auch macht. 3. Manchmal beim Führen meint er, er müsse sich um sich selber drehen oder schneller als ich sein. Da zupf ich kurz am Strick und sage nein. Dreh ihn wieder richtig und gehe wieder neben seiner Schulter. Leider habe ich hierbei sehr viel resprekt vor ihm. Er ist mir, weil er sich mal erschrocken hatte, in die Hacken gerannt. Das er mich dabei nicht überrant hatte, war alles. Ich hatte meine Beine und Hacken ganz blau davon.

      Ich möchte nichts falsch machen, deshalb frage ich lieber nach. Ich möchte aber betonen, das ich mein Pferd nicht unter den Bauch hauen werde oder auf die Schnauze haue, so hat man mir nämlich mein Pferd in den ersten 3 Wochen (als ich ihn gerade hatte) gut versaut. Deshalb habe ich den Stall gewechselt. Midi wurde unter den Bauch getreten und geschlagen, weil er nicht so machen wollte wie die Dame die sich um ihn gekümmert hatte (Vollpensionsstall).

      Dort, wo ich meine Reitunterricht nehmen wollte, war eine Dame auf einem Pferd, die meinte, das Pferd mit ihren Hacken so dermaßen zu treten, dass das Pferd schon schwankte und am Maul rumzuzerren, bis dass das Pferd den Hals fast gerade nach oben gerichtet hatte (Turnierreiterinnen sind die alle so?). Wenn meine Tochter da nicht gerade auf einem Voltigierpferd gesessen hätte, hätte ich losgebrüllt wie ne beklopte. Hab nachher rausgefunden, das die dort fast alle so mit ihrem Pferd umgehen.

      Manchmal frage ich mich, was die Leute von ihrem Pferd halten. Midnight, auch, wenn er mal nicht so macht, wie ich das gerne hätte, bleibt mein absoluter Schatz. Niemals würde ich ihm absichtlich weh tun wollen. Deshalb meine Frage, zum richtigen sanften! bestrafen, wenn er mich mal wieder gebissen hat. Beim Putzen soll er nunmal stehen bleiben und kann nicht rumlaufen. Und beim Halfter anziehen soll er halt seine Birne runter tun, auch wenn er keine Lust dazu hat und lieber Stroh fressen will.

      Liebe Grüße, Susanne.
      Huhu Susanne,

      also jedes Pferd sollte eine solide Erziehung haben, wo ganz klare Grenzen sitzen, denn wenn Pferde machen, was sie wollen, kann das wirklich gefährlich werden.

      "Bestrafung" bedeutet nicht Gewalt gegenüber dem Tier...zumindest sollte es das nicht......sondern sollte immer auf Kommunikationsebene des Pferdes statt finden. Schläge versteht ein Pferd nicht!!!!

      Das Beissen, bzw. Zwicken, gewöhne ich den Pferden ( im jetzigen Fall Melody ) ab, indem ich das tue, was auch die Mutterstute tut : ich bestrafe, indem ich Melody "weg schicke". Das sieht dann so aus, dass ich Melody`s Kopf von mir weg schiebe und NEIN sage. Melody ist allerdings auch erst 3 Monate alt und hat noch keine schlechte Erfahrungen gemacht....

      Beim führen machst Du das schon richtig....ich würde aber sofort, wenn Midi damit anfängt laut NEIN sagen und ihn 2 - 3 Schritte rückwärts gehen lassen, in Position stellen und loben. Dann wieder los gehen.

      Es ist echt ein Geduldsspiel aber Pferde lernen recht schnell....

      Wenn Du Dich mit der Körpersprache von Pferden innerhalb einer Herde beschäftigst, wirst Du vieles entdecken, was Du als Mensch "immitieren" kannst und somit Deinem Pferd verständlich machen kannst, was Du erlaubst und was nicht.

      Wenn Du jedoch Angst vor Deinem Pferd hast, wird Midi das merken und kann Dich als "Herdenchef" nicht mehr ernst nehmen. So entstehen Dominanzprobleme....

      Ich würde Dir empfehlen, Dir einen mobilen Trainer zu suchen, der Natural Horsemenchip anbietet ( überwiegend Westerntrainer aber das ist in dem Fall total egal, weil es ja lediglich um die Kommunikation geht ) und von ihm lernst, wie Du Midi zwar konsequent aber gewaltfrei erziehen kannst.

      Und NEIN....nicht alle Tunierreiter gehen so mit ihren Pferden um *lächel*.....aber leider, leider sehr viele....

      LG, Sanni
      Die Natur findet einen Weg...und die Heilkunst folgt ihm...
      hi
      allso ich kann mich nur sanni anschliessen jedes pferd sollte wissen wo seine grenzen sind.
      was die methoden angeht stimme ich ihr zu udn kanna uch sagen das dass bei meinen pferdne auch seh gut funktioniert.
      bei dem hengst dem ich reite funktioniert das auch immer wieder auf neue der testet seine grenzne tiel weise arg weit udn da darf er teilweise gut 5min nur rückwärts vorwärst udn so bis er sich benimmt und teilweise reicht eine energiche rodrigo auch schon um ihn zu sagen ne so geht das nicht ( wird rody gerufen deshalb weis er das es bei rodrigo schon lang über die grenzen ist)
      und das tuniereiter nicht gut mit ihrne pferden um gehen da bin ich einfach still weil ich selber gern im sport unterwegs bin udn nur den kopfschütteln kann über gewisse methoden
      lg mele
      Ein Herz für Tiere
      Hi,
      Ich empfehle dir ein ganz tolles Buch: Bodenarbeit mit Pferden von Kerstin Diacont (BLV Arbeitsbuch Pferd)
      Es geht hierbei los mit psychologischem Grundwissen und geht über Körpersprache entwickeln überProbleme erkennen und beseitigen über Weiterführende Arbeit usw. Hauptsächlich über das Verhältnis Mensch/Pferd. Es sind gute Tipps enthalten, besser als ich es teilweise gelernt habe.
      Es würde dir auch helfen den übermäßigen Respekt, ich höre da eine kleine Angst über weitere Verletzungen raus, zu lindern oder wie auch immer.
      Ich finde es gut, dass du Probleme anpackst, anstatt sie tot zu hauen.
      LG