als ich dich gestern auf dem Weg vor unserem Haus sitzen sah, wusste ich schon, dass es dir nicht gut geht. Du hast dich kaum bewegt und nicht von der Stelle gerührt. Ich konnte sehen, dass eines deiner Augen blind war und du einen ganz schlimmen Schnupfen hattest. Als du miaut hast, konnte ich sehen, dass auch dein Mäulchen ganz blutig war. Obwohl du vermutlich nicht sehen und kaum riechen konntest, hast du dich auf das Katzenfutter und die Katzenmilch gestürzt, die ich dir schnell geholt hatte. Vermutlich hast du noch nie so etwas Feines, extra für dich bekommen.
Als du dich dann ins Stroh gekuschelt hat, sahst du einigermaßen friedlich aus. Heute morgen als ich nach dir schaute, war dein ganzes Gesicht verklebt und du konntest weder fressen noch trinken. Da wusste ich, dass ich nur noch eines für dich tun kann.
Ich habe den Tierarzt gerufen und er hat dich friedlich einschlafen lassen. Auch er hat gesagt, dass du keinerlei Chancen hattest und wir dich nur noch erlösen konnten.
Wir haben dich in unserem Garten bei den Tieren begraben, die uns auch schon verlassen mussten.
Obwohl wir dich nicht einmal einen Tag lang kannten, wollten wir dir einen würdigen Abschied bereiten und ich weiß, dass es dir dort, wo du jetzt bist, deutlich besser geht, als dort wo du hergekommen bist.
Ich wünsche dir, dass du im Regenbogenland all die glücklichen Dinge erfährst, die für ein Katzenleben selbstverständlich sein sollten. In deinem irdischen Leben kanntest du all dies ja nicht, hier solltest du nur deinen "Zweck" erfüllen.
Alles Gute, kleiner Fellpopo!
Traurige Grüße
Tanja






