Kieselerde oder lieber Biotin

      Kieselerde oder lieber Biotin

      huhu ihr lieben.
      Wollte mich auch mal zu euch gesellen,habe seid einer Woche eine 12 jährige Hannoveranerstute und bin stolz wie bolle.Hier kann man richtig von verliebt sein sprechen,dieses gefühl hatte ich damals nur bei meinem wallach der nun aber leider schon seid 7 Jahren nicht mehr unter uns weilt.

      Nun zu meiner Frage.
      Das Stütchen hat ziemlich weiche Hufe die schnell brechen. Sie ist nur vorne beschlagen gewesen,wollte sie jetzt auch hinten beschlagen lassen damit der Huf mal etwas stabilität bekommt. zusätzlich wollte ich ihr noch Kieselerde oder Biotin geben.Viele im Stall schwören auf Kieselerde. was habt ihr für Erfahrungen gemacht? kieselerde oder doch lieber Biotin?

      Danke für eure antworten :angel:


      Schaut doch mal rein Lucien würde sich freuen.
      www.lucienjoel.milupa-webchen.de
      Huhu,

      also erstmal : herzlichen Glückwunsch zu Deiner Stute....

      Was die Hufe der Stute angeht....hm....also generell bin ich nur für Beschlag, wenn wirklich Spezialeisen nötig sind, z.B. Reheeisen....oder ein durchgehender Spalt vorhanden ist....oder das Pferde sehr viel auf Asphalt gehen muss...

      Weiches Horn kann man sicherlich durch zufüttern von Biotin etwas stärken, jedoch dauert es bis zu einem Jahr, bis man tatsächlich etwas davon merkt, da das Biotin im Hufwachstum wirkt und somit der Huf erst 1 x komplett raus gewachsen sein muss....

      Im übrigen ist Kieselerde eigentlich nix anderes, als Biotin....zumindest von der Wirkungsweise her....nur dass Kieselerde im Reformhaus wesentlich günstiger ist, als Biotin aus dem Fachhandel *lächel*

      Mein Neri hat auch so weiches Horn und ich habe echt schon alles ausprobiert und nix hat wirklich geholfen, bis mir mein TA etwas gab.

      Eine Kombination aus Futterzusatz und einem Mittel, was man auf die Hufe schmiert....und dann war schon nach 8 Wochen ( der nächste Schmiedetermin ) schon gut zu erkennen, dass das Horn wesentlich besser wurde.

      Das Zeug heisst : Hoof Support von der Firma NutriLabs und ist nur über den TA zu bekommen. Ist nicht ganz billig....ich habe zusammen knapp 100 € dafür bezahlt.

      Das Pulver reicht ungefähr für 3 Monate und die Paste ungefähr ein halbes Jahr, wenn man es täglich anwendet.

      LG, Sanni
      Die Natur findet einen Weg...und die Heilkunst folgt ihm...
      Das Horn wird durch Eisen nicht unbedingt härter !

      Belastung, Reizung und Beanspruchung des Horns sind direkt mit der Härte und dem Wachstum des Horns verbunden. Wenn man etwas darüber nachdenkt, wird auch klar, daß das so sein muß, denn sonst hätten wildlebende Pferde keine Chance. Es gibt so viel verschiedene Böden, die dann auch unterschiedliches Horn brauchen.

      Wenn Schäden im Horn sind, oder das Horn so abgelaufen ist, das ein Bodenkontakt weh tut, dann können Eisen in der Übergangszeit helfen. Aber generell gilt : Haltungsbedingungen, Boden, Feuchtigkeit haben viel mehr Einfluß auf das Hornwachstum, als Eisen oder Fütterung.

      Ich denke Biotin und Kieselerde sind beide gut. Ebenso ist es möglich silicea auch homöopatisch zu geben, um die Prozesse im Körper in Gang zu bringen.

      Weiches Horn : Stand Deine Stute bisher in einer hoch eingestreuten Box ? Mit wenig Weidegang und wenn vorwiegend auf nassen Koppeln ? Gab' es einen Platz oder einen asphaltierten Weg, der täglich betreten wurde ?

      Klingt vielleicht merkwürdig, aber harter Boden fördert hartes Horn.