Hund macht in die Wohnung, wenn er allein ist

      Hund macht in die Wohnung, wenn er allein ist

      hallo,

      bitte um ein paar ratschläge, denn mein hund macht immer "pipi" in die wohnung wenn er allein ist. hab mir schon einige threads zum thema stubenreinheit durchgelesen aber komme dennoch nicht weiter.

      mein rüde ist ca. 10 monate, ist jetzt 2 wochen bei uns und kommt aus dem th. mir wurde versichert er sei stubenrein - ha ha.
      wenn wir daheim sind und auch nachts klappt es auch schon ganz gut, bäche und tretminen treten nur noch ganz selten auf. aber wir müssen ja auch etwas futtergeld verdienen und so ist er am tag ca. 1 - 3 stunden allein. ta meinte, es sei noch durch die umstellung vom th zu uns. mir macht es aber sorgen, da er ja schon 10 monate ist, dass wir das nicht mehr rechtzeitig in den griff bekommen. :think:

      kurz bevor er allein ist gehe ich auch spazieren mit ihm und er macht auch alles draußen aber anscheinend hebt er sich extra noch was auf.
      Faustregel besagt, wenn man sich einen neuen Hund holt, egal woher, egal welchen alters, dann nimmt man sich 2-3 Wochen Urlaub und gewöhnt den Hund so gut wie möglich an die neue umgebung und versucht eine bindung zu dem Tier aufzubauen.

      Der Hund ist Stubenrein, da bin ich mir fast 100% sicher.
      Das am anfang etwas schief gehen kann ist denk ich, durch die umstellung normal und kein drama.
      Das er allerdings reinmacht wenn ihr nicht da seit hat absolut nichts mit Stubenreinheit zu tun.
      Man nennt es auch Protest. "Ihr geht und lasst mich alleine, dann könnt ihr auch mit dem leben was ich hinterlasse in solchen situationen" (mal salopp gesagt).
      Man kann sich keinen Hund ausem TH holen und hoffen das es direkt klappt wenn man ihn alleine lässt. Auch wenns blos ne stunde ist.
      Kennt der Hund das alleine sein, seid ihr euch da 100% sicher? Denn so wie es mir den anschein macht kennt er es eben nicht.
      Zudem wird der Hund auch noch nicht das Vertrauen zu euch haben das ihr wieder kommt wenn ihr ihn alleine lasst.
      Somit sind die hinterlassenschaften auch mit Stress in verbindung zu bringen und nicht nur mit Protest.
      Bleibt zu hause, lasst den Hund nichtmehr alleine und gewöhnt ihn langsam schrit für schritt daran. Man kann keinen Hund von jetzt auf gleich alleine lassen in der Hoffnung das alles glat geht.
      Hunde sind Rudeltiere die nicht fürs alleine sein geschaffen sind.
      Und wenn der Mensch es dem Tier aufzwingen möchte, dann sollte er sich wenigstens die Zeit nehmen dem Tier die möglichkeit zu geben sich an diese Situation zu gewöhnen.

      Shizo

      Ein kleiner Einblick in meinen Zoo .................. i'm not deaf, i'm ignoring you
      leider ist es nicht immer möglich alles genau richtig zu machen. uns war es nicht gegeben urlaub zu bekommen obwohl ich das auch für richtig halte. mir war es aber ganz besonders wichtig ihn schon aus dem th zu holen, da es ihm da sehr schlecht ging. er ist etwas "schwierig", da er von menschenhand mißhandelt wurde und nur in einem dunklen keller gehalten wurde. das gebelle im th hat ihn zusätzlich sehr verstört. das nicht alles klappt ist völlig logisch und mir bewusst.

      er wurde allein gelassen allerdings waren seine zwei brüder noch da (die würden aber schon vor ner ganzen weile vermittelt). wir haben noch eine katze, ich weiß, eine katze ist kein hund, aber sie spielen miteinander und kuscheln auch.

      bei einem kleinen welpen verstehe ich die sache mit dem urlaub total. für jeden hund wäre es das schönste wenn frauchen oder herrchen immer daheim ist. dennoch bin ich der meinung, dass es richtig war ihn dort raus zu holen. er hat in den 2 wochen schon große fortschritte gemacht. er fängt an mir zu vertrauen. ich beschäftige mich sehr viel mit ihm aber kann leider nicht verhindern, dass er für ne stunde allein ist. also gibt es vielleicht noch nen tipp gegen protest-pipi?
      Einen Tipp kannst du bekommen " GEDULD". Was anderes kann man nicht raten. Finde es schön das ihr ihn aus so einer Situation rausgeholt habt. Er hat Trennungsschmerz nacgh dieser Vorgeschichte kein Wunder. Versucht doch mal wenn ihr da seit mal 5 Minuten, dann 10 Minuten die Wohnung zu verlassen und gewöhnt ihn dadurch an alleine zu bleiben. Er bekommt ein positives Fitback das ihr wiederkommt. So haben wir es gemacht hatten aber einen Welpen ohne negativ Erfahrungen. Meldet euch wieder wie es läuft bin von Natur aus neugierig.
      Original von Step
      bei einem kleinen welpen verstehe ich die sache mit dem urlaub total. für jeden hund wäre es das schönste wenn frauchen oder herrchen immer daheim ist.


      Hmm wieso verstehst du das nur bei einem Welpe? Jeder Hund der in ein neues zu hause kommt braucht zeit und unterstützung bei der eingewöhnung.
      Egal wie alt das Tier ist.
      Und wenn du so einen Hund aus dem TH holst, dann ist es ein MUSS Urlaub zu haben. Hier werden keine Tiere vermittelt an Menschen die direkt weiter arbeiten. Es ist pflicht urlaub zu nehmen. Aber das ist ma wieder der Unterschied zwischen D-Land und der Schweiz.

      Gegen das Protest-Pipi kannst du nur entgegenwirken in dem du 1. den Hund eingewöhnst, 2. nicht alleine lässt und 3. ans alleine sein gewöhnen.

      Eine Katze ist KEIN Partner der beim alleine sein hilft. Egal wie gut sie sich verstehen. Es ist egal ob da ne Katze ist oder nicht, das fällt absolut nicht ins gewicht. Hunde sind Rudeltiere die ihr rudel brauchen. Sie haben den Menschen als teil des Rudels akzeptiert, aber eine Katze gehört da nicht dazu.
      Das ist das selbe wie mit den Meerschweinchen und den Kaninchen.

      Shizo

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      Das mit den Urlaub nehmen klingt immer super, Mein Mann arbeitet zum Beispiel bei einer privaten Firma, wenn er Urlaub beantragt kann es sein das er ihn nicht bekommt weil gerade jemand krank geworden ist. Was machste da???? Wir sind froh in den neuen Ländern Arbeit zu haben und damit schluckst du jeden Ärger runter und ob du willst oder nicht du gehst auf Arbeit. na klar wenn ich bei unseren Nachbarn sehen, die Arbeit hätte ich auch gern ( Arbeitsamt), genügend Geld, Freitags um 13.30 Uhr Zuhause und Urlaub oder Überstunden absetzen wie man eingereicht hat. Wir haben unsren Welpen ins Haus geholt, weil ich nach einer OP mindestens 6 Wochen Zuhause war, dadurch war er nicht alleine. Wir haben ihn so wie ich es schon beschrieben habe daran gewöhnt alleine zu sein. Klar sind Hunde Rudeltiere, aber es gibt bestimmt über 60% der Hundebesitzer die ihren Hund mehr als 2-3 Stunden alleine lassen, weil es nicht anders geht. Deswegen muß es diesen Hunden nicht schlecht gehen, ich glaube eher das es manchen Hunden besser geht wie manchen Kind.
      Wo steht denn bitte das es dem Hund schlecht geht?
      Zudem sage ich nur wie es bei uns in der Schweiz ist. Mehr nicht. Und das ich das gut finde so wies ist, darf man mir wohl auch nicht ankreiden, denn es ist meine freie Meinung.

      Meiner Meinung nach, und ich weiss das ich damit nicht unbedingt zustimmung ernte (was mir aber auch egal ist), sollte man keinen Hund alleine lassen. Hund sind Rudeltiere. Wenn man keine Zeit für das Tier hat, dann sollte man sich entweder gar keinen anschaffen, oder 2 Hunde. Keiner lässt ne Wohungskatze alleine, die werden auch zu zweit gehalten, aber da ist das irgendwie disskusionlos normal. Nur sieht das beim Hund keiner ein, wieso auch immer.
      Mir ist klar das es situationen gibt in denen der Hund alleine bleiben muss, jedoch sollten das ausnahmen sein und nicht die regel.
      Denn vorallem bei solchen hunden die Misshandet wurden und im Th waren und TH-Stress hatten ist es nicht empfehlenswert ihn ohne eingewöhnung alleine zu lassen.

      Shizo

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      Hallo Step!

      Das TH aus dem ich meine Hunde habe ist zwar in auch nicht in allem meiner Meinung aber sie vermitteln nur dann, wenn man Urlaub hat - Minimum zwei Wochen!!! Und das in D-Land!
      Ich finde es ehrlich gesagt etwas tragisch, dass dieser so verstörte Hund einfach "so vermittelt" wurde, ohne die gebührende Einlebe-Zeit zugestanden zu bekommen.
      Was die Stubenreinheit angeht: Es gibt Hunde aus dem Tierschutz, die machen ihr Leben lang in die Wohnung.
      Und wenn Du sagst, Deiner sei nur im Keller gehalten worden, erklärt das eigentlich alles.
      Er hat nie gelernt, dass es Bäh ist, in einen Raum zu machen. Hunde, die so gehalten wurden mussten meist auch ihre Notdurft darin verrichten.
      Das wäre zumindest ein Ansatz.
      Auch schreibst Du, er sei allein gelassen worden. Bingo! Da haben wir es doch!
      Er ist wieder in einem Raum und wird wieder allein gelassen. Protest Pinkeln? :naughty: :naughty: :naughty:
      Das glaube ich nicht. Ein Tier möchte uns nicht immer ärgern, wenn es was "verbockt" - in den seltensten Fällen ist das so. MEist hat es einfach nur Gründe - und die liegen meist bei uns Menschen begraben.

      Ich verstehe auch nicht, wo der Unterschied zu einem Welpen liegt? Gerade ein so traumatisierter Hund wie Deiner ist anfangs viel anstrengender als irgendein Welpe es sein könnte: Er ist ein erwachsener Hund, der alles komplett neu lernen muss! Zudem ist er noch verkorkst, was ein Welpe zunächst mal nicht ist.
      HOffe, ihr habt genügend Hundegespür und Feinsinn für einen so armen Tropf.

      Hoffe, ihr habt Hundsverstand genug diesen ach so verstörten Hund gerecht zu behandeln. Denn so ein Hund braucht unter Umständen Jahre, bis er einem mal sein ganz wahres Ich zeigt.
      Irgendwer hat es schon geschrieben: GEduld ist das Zauberwort und bitte, bitte nicht zornig sein!
      Was ihr sein müsst: Souveräne, manchmal sogar nachsichtige Menschen.
      Man kann nie wissen, was auf euch noch zukommt.
      Ihr wisst nicht, wie dieser Hund sich noch entwickeln wird. ich dachte auch nie, dass mein blickkontaktscheuer Rüde Thorin zu einer Schmusekatze mutiert, der sogar meine große Hündin vom Sofa wegknurrt... (und der seinen Knochen sogar vor Gozilla verteidigen würde.... Ohne witz... dieser oberscheue Hund gegen den jeder andere Hund für mich ein Witz zu sein schien, entwickelte sich zu einem liebenswürdigen "Tyrannen des Charmes, der weiß, wie er wirklich jeden um die Pfote wickeln kann - Unterwürfig? Keine Spur... Ein Jungehundevermöbler und Rottweileranpöbler ist er geworden.... Oh ja, der graue Zwerg führt ein strenges REgiment :rolleyes: )

      Ich wünsche euch viel GEduld, Liebe (ja, die vor allem!I) und Verständnis - wünsche euch auch, dass alles gut wird.

      Thora

      Edit: Was das Alleine - lassen angeht stimme ich Shizo zu 100 % zu! Und darum sind meine Hunde im Normalfall nie allein. Sogar zur arbeit dürfen sie mit. Hunde sind mein Leben - meine Passion - ich richte mein Leben so ein, dass ich mit Hunden leben kann - und nicht neben Hunden her.
      Ja, ich habe mir extra eine Arbeit gesucht, bei der ich die Hunde mitnehmen kann.
      Und weil das so ist, sind wir ein tolles Team, verstehen uns allein durch Blick- Austausch und ich brauche so gut wie nie eine Leine. Ein so inniges Vertrauen gegenseitiger ARt ist meiner Meinung nach nur möglich, wenn ein Hund nicht allein sein muss und eine Person hat, die er meist rund um die Uhr als "Ansprechpartner" vorfinden kann. Und genau darum ist mein kleiner Schisser auch mehr oder weniger die größte Zeit vom Tag ein total normaler Hund geworden - nicht auszudenken, wenn er völlig allein, ohne anderen Hund - zu MEnschen gekommen wäre, die ihn auch noch Stundenweise allein lassen... Der Knopf wäre nie aus seiner Beklemmung geraten.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      RE: Hund macht in die Wohnung, wenn er allein ist

      Dein Hund macht Pipi in die Wohnung, wenn ihr ihn alleine laßt.

      Durch das Alleine lassen, werden beim Hund Emotionen freigesetzt.

      Emotionen sind sehr komplexe Gemütszustände, die von einer gesteigerten Wahrnehmung (hier Stress, Angst vor Verlassen werden) einer bestimmten Situation (in deinem Fall, das Alleine sein) begleitet sind.
      Durch diese Emotion entsteht eine Art Handlungsdruck: Der zunächst inneren Regung folgt alsbald eine äußere Regung.

      Ich schließe mich der Meinung an, dein Hund muss erst Vertrauen zu Dir fassen.

      Verfügt der Hund über Vertrauen in seine unmittelbare Umwelt (hier bin ich sicher) über Vertrauen in seine Menschen ( Sie sind freundlich zu mir und sorgen für mich) dann kann im Hund auch ein stabiles Vertrauen in sich selbst wachsen.

      Vieleicht kannst Du ihn ja ausgiebig loben wenn er auf den Spaziergängen sein Geschäft erledigt hat. Sozusagen als kleiner Einstieg in euer (später sicher supergutes) Vertrauensverhältnis.

      LG Alex
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)
      als erstes: das mit dem welpen habt ihr falsch verstanden. was ich meinte ist, das ich mir nur einen welpen angeschaft hätte wenn ich auch die sogenannten 2 Wochen zu hause wäre. was der unterschied zu meinem jetzigen rüden ist? - er sollte so schnell wie möglich in ein "normales" leben/umfeld kommen.

      zweitens: ne katze ist kein partner für einen hund-ja, das hatte ich aber auch geschrieben. dennoch macht es einen unterschied, in meinen fall (da bin ich mir sicher), ob er ganz allein ist oder wenigstens ne katze.

      drittens: seid ihr ernsthaft der meinung, das man sich keinen hund anschaffen darf wenn man nicht die 2 wochen einhalten kann? arme tiere der welt - dann müsten viele, viele ohne liebevolles heim leben. denn ich gebe martha recht - es ist nicht oder meist nicht möglich. zudem habe ich extra wegen meinen ersten hund eine stelle angenommen wo ich erst am späten nachmittag anfange und mein hund nur ca. 1 stunde allein war, da dann mein mann zu hause war.

      ja und gerade so ein traumatiesierter hund braucht ein behutsames leben und das bekommt er nicht im th. da wurde er täglich von meheren leuten spazieren geführt - gezogen. ich bin die halbe nacht und fast den ganzen tag nur für ihn da. wenn es uns möglich wäre, dann würde auch nioch ein zweiter hund kommen aber das ist mir finanziell zu riskant. schließlich soll es dem hund ja an nichts fehlen.

      und mal ehrlich - würde ich es mir nicht zutrauen diesen hund wieder an menschen und ein normales leben zu gewöhnen, dann hätte ich ihn sicherlich nicht zu mir geholt. und auch zusätzliche hilfe habe ich auch von einer sehr erfahrenden hundezüchterin. ich habe also nicht unüberlegt gehandelt.

      hätte nicht gedacht, dass ich mich für solch eine "tat" rechtfertigen müsse.
      Huch, du kennst mich noch nicht :wink: Nimms nicht so tragisch - ich bin nur stets etwas arg kritisch und wollte Dir nicht zu nahe treten.

      Ich sehe es eben oft, dass nur die wenigsten Menschen mit echten Problemhunden klar kommen (die meisten kommen noch nicht mal mit normalen Hunden klar)

      Bei mir schrillten eben schon etwas die Alarmglocken als ich las, dass Du Dich über die Stubenunreinheit des Hundes "wunderst" und Dir andererseits einen so "verstörten Fall" zulegst.

      Verstörte Fälle nämlich benötigen absolut erfahrene Hände - sensibel, die Hundesprache sehr gut verstehend, bzw. deutend (klar, niemand weiß immer was im Hund vor sich geht - aber das, was man so weiß, sollte man schon wissen :wink: wenn Du weißt, was ich damit sagen will)


      Übrigens: Wer sagt denn, dass man sofort zwei Wochen Urlaub bekommen muss? Geht ja auch paar Wochen "später" - also ich meine dass so, dass der Hund dann eben noch ein bisschen warten muss.


      Aber in einem verstehe ich das TH nicht: Warum um alles in der Welt wird so ein Hund mit verschiedenen Leuten (wenn ich das recht interpretiere) rausgeschickt? Da bekomme ich ja den absolut dicken Hals... sowas kann nicht gut gehen und einen Hund nur noch mehr verwirren . Insofern war es wohl doch das beste, trotz kein Urlaub, dass der Hund da weg ist - wer weiß,w as unwissende GAssi-Gänger da noch angerichtet hätten (ich weiß, wo sowas enden kann... da ist Wasser-scheu sein noch das klitzekleinste Problem :rolleyes: )

      Übrigens: So kritisch ich auch schreibe, so hat man doch das Gefühl, dass du dir viel Mühe gibst.

      Hoffe, ihr werdet noch ein tolles TEam und er darf für immer bei Dir bleiben.


      Thora
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      ich habs dir nicht übel genommen, ich schreib dann nur halt auch das was ich denke. :smile:

      das th ist die absolute hölle für die tiere - leider. ja und ich glaube oder bin mir fast sicher, er hätte das nicht mehr lange ertragen bzw. hätte es seine angst noch mehr verstärkt.

      ich gebe auch zu, dass es jetzt erst mein zweiter hund ist aber genau deswegen hab ich mich ja auch um entsprechende hilfe gekümmert. und da ich hunden gegenüber besonders einfühlsam und liebevoll etc. bin, trau ich mir das auch vollstens zu. ich mein, mittlerweile frisst er mir auch schon aus der hand und hört auf einige einfache komandos. das vertrauen das er zu menschen nicht hat, hat er um so mehr zu hunden. und auch da habe ich mich drum gekümmert - jedes wochenende gehe ich mit 3 weiteren hunden eine große, große hunderunde.

      was seine stubenreinheit angeht erwarte ich von ihm keine wunder - ist doch klar. dachte nur, vielleicht übersehe etwas und könnt mir helfen. denn auch das gebe ich zu, allwissend bin ich nicht.

      und natürlich bleibt er bei mir, er gehört zur familie und aus der wird keine vertrieben.

      liebe grüße
      .. habe da nochmal eine Frage zwecks Stubenreinheit: WEnn Du gehst, sagst Du, hat er vorher schon mal gemacht.
      Also lässt sich ja stark davon ausgehen , dass es doch irgendwas mit Verlassensangst zu tun hat - gepaart mit einem noch recht zarten Vertrauen, welches erst noch Bestätigung benötigt um ein gutes Vertrauen zu werden, oder ein tiefes Vertrauen.
      Hast du schon mal probiert, dem Hund ein t-Shirt von Dir mit in den Korb zu legen?
      Klingt doof und dilettantisch - aber meine Hündin hat sich anfangs selbst geholfen in dem sie sich getragene Sachen von mir in ihr Körbchen lege, den Kopf drauflegte und so schlief, während ich weg war. Fand das total anrührig.

      JHabe nochmal eine Frage: Wie äußert sich denn die Angst den Hundes?


      Kleine Anmerkung: Es kommt doch oft gar nicht darauf an, wieviele Hunde man vorher schon hatte - es kommt auf den natürlichen Sinn - das Feingespür für tiere an. Manche Menschen haben da so große Begabung, dass alles wie von selbst geht. Und manch "erprobter" Hundehalter, der sein Leben lang schon auf dem Hundsplatz rumbrüllte hält sich für das größte GEnie der Hundehaltung überhaupt....

      Gruß
      Thora
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      morgen thora,

      er macht beides vorher.
      meine shirts (oder eher sämtliche dinge) "klaut" er sich so zusammen. würde ihm auch eins da lassen, nur kaut er darauf rum und da hätte ich bedenken, dass das nicht so gut verdaut wird, wenn er mein shirt frisst.

      jason, das ist sein name, zuckt zusammen wenn man sich normal bewegt. kommt man ihn etwas zu nahe, verkrampft er und nimmt eine abwehrhaltung ein, versucht sein kopf zu verstecken. dabei knurrt er auch. wenn ich ihm die leine anleg tut er das auch, nur mitlerweile reicht es wenn ich kurz "aus" sag und ihn dann lieb anspreche = beruhige. beim gassi läuft er anfangs in der hecke statt daneben. gibt sich aber nach ein paar schritten. schwiedrig wirds wenn uns leute (zu fuss, oder mit fahrrad) entgegenkommen. dann springt er mehr oder weniger zur seite und verkrampft wieder etwas. wird aber auch schon besser. muss dann rechtzeitig vorher ihn ansprechen und versuchen den kontakt so lange zu halten bis die "gefahr" vorbei ist. was ich auch beobachtet hab ist, wenn ich mit jason zu hause bin und mein mann kommt (oder auch umgekehrt) dann zuckt er schon zusammen wenn er nur die tür schließen hört. wenn er z. b. in die küche laufen möchte, sollten wir uns nach möglichkeit nicht oder nur ganz langsam bewegen da er sonst sofort auf sein platz rennt. aber mittlerweile nimmt er nur noch ca. 3 anläufe und dann traut er sich auch. ich setze mich auch meist auf den boden, weil er sich dann öfter traut mit mir kontakt aufzunehmen. man merkt ihm auch an, das er gerne näher bei uns sein möchte aber er sich noch nicht recht traut. hatte ja auch geschrieben, das er mir schon aus der hand frisst. aber ich muss jedes mal auf s neue langsam beginnen. erst ihm das leckerlie in seiner nähe hinlegen, dann wieder hinlegen aber diesmal meine hand am leckerlie lassen und dann nimmt er es mir auch aus der hand - außer sein nassfutter, das nimmt er mir sofort aus der hand.

      was ich mir auch noch nicht so ganz erklären kann ist, das wenn er nachts flur, bad, und schlafzimmer nutzen kann, er auf jedenfall in die wohnung macht. nehm ich ihn aber mit ins schlafzimmer (Tür zu), dann macht er nichts. keine panik, auch wenn die tür verschlossen ist. er legt sich gleich auf sein platz (direkt neben mir), knabbert am kauknochen und kommt immer mal wieder zu mir und beschnuppert mich. er winselt auch nicht, so dass es ihm angst machen würde mit im raum zu sein. seine rute ist auch nicht unterm bauch und ohren stehen aufrecht.

      liebe grüße
      Ach Du schande!

      Das liest sich fast wie mein Thorin, als ich ihn holte! Der arme Kerl!
      Habe Dir vielleicht einen Tip...
      Wohnst Du eher ländlich? Dann wäre es super,w enn Du den Hund anfangs an einer 10 Meter, oder noch längeren Schleppleine führen könntest. So könnte er den Gefahren in seinem Ermessen aus dem Weg gehen.

      Ich würde dem Hund auch nicht zu nahe kommen, wenn es nicht unbedingt sein muss (Leine anlegen). Solch ein Hund muss durch Beobachten lernen, dass ihr nichts Böses seid.
      Bei meinem Rüden hat das 10 Monate gedauert, was meinen Mann anging!

      Ich würde absolut nichts verzwingen - also nicht zwangsstreicheln oder ähnlicher Käse. Würde auch nie zu einer Beinleine raten, die den Hund zum Kontakt verdonnert. Würde dem Hund die Freiheit zugestehen, selbst zu entscheiden, wann er den Kontakt möchte und wann nicht. Bei Thorin habe ich es nicht mal mit Handfütterung gemacht - er wäre vorher lieber verhungert - sondern ich habe ihm das Futter aus sicherer Entfernung irgendwo hingelegt, so dass er es sehen konnte, dass ich es hinlege und habe mich dann entfernt.

      Auch das Pinkelverhalten Deines Hundes it genauso wie bei Thorin - siehe Thread:

      Wie würdet ihr vorgehen, wenn...

      Ich würde mal sagen, dass er sich einfach sicher fühlt in diesem SChlafzimmer mit Dir zusammen. Auch liegt ihr ruhig da und lauft nicht bedrohend herum. Er wird schon wissen, was "Nachtruhe" bedeutet. Kein Herumlaufen, keine Handbewegungen etc.

      Oh je.. ich fühle mich jetzt total versucht alles aufzuschreiben, wie ich es damals mit Thorin gemacht habe.. aber das ist ja nicht Thema des Threads. Aber ist schon auffallend, was es für Parallelen gibt.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      den thread hab ich mir schon durchgelesen (bevor ich meinen eröffnete). hab mir den ratschlag angenommen ihn nicht mehr einen vollen napf wasser anzubieten sondern nur etwas. er kommt damit auch gut zurecht denn morgens ist auch immer noch etwas wasser drin.

      ja, wir wohnen etwas ländlich. er läuft auch schon völlig entspannt, ohne angst "beifuss". lass ihn aber auch genug leine, damit er fröhlich und mit wedelnder rute laufen kann. hatte je geschrieben, das ich wochenende immer mit ihm und einigen hunden spazieren gehe und da lass ich ihn an einer 10 meter leine laufen. ist auch sport für mich, da er wie ein hase hin und her hoppelt - und ich auch :lol:

      ich fasse ihn nur an, wenn ich die leine anleg oder ab mache. dabei beruhige ich ihn und streichel ihn ganz kurz mit einem finger. meinst du, ich sollte das noch lassen?

      zum "pipi-thema", bin gestern für ca. 5 minuten auf den balkon gegeangen (tür zu), er hat die ganze zeit auf sein kissen gegelegen. er hat zwar etwas ängstlich geschaut aber war dennoch ruhig. wenn ich jetzt damit beginne die wohnung für nen moment zu verlassen, in welchen abständen sollte ich die zeiten verlängern?
      Wenn er unbedingt was von dir haben will, trage paar alte Socken und gebe sie Jacko. das ist jedenfalls nicht so teuer wie immer neue T-Shirts. Wir haben das auch so gemacht hatte ich nur vergessen zu erwähnen. Ich ziehe den Hut vor dir, ich würde mir das nicht zutrauen. Bei mir spielt aber auch die Angst mit das er schlechte Erlebnisse hatte mit Kindern und in unserer Familie gibt es viele kleine Hosenscheißer. Ich lasse unseren zwar auch nicht mit den Kindern alleine aber er hat keine Angst und wenn es ihm zuviel wird geht er in eine Ecke wo er seine Ruhe hat. Meistens haben die Hunde aus den TH Erfahrungen gemacht die die Mitarbeiter auch nicht immer wissen und deswegen hatte ich Angst von dort einen zu nehmen.
      war früher auch der meinung, n hund aus dem th ist etwas gefährlich. da sie ja meist nicht mehr im welpenalter sind und man nie weiß, was er vorher erlebt hat. und die th die ich hier kenne, halten die tiere nicht so gut.

      aber da mein erster hund so verdammt krank war und nicht lange leben durfte, er stammte aus ner hobbyzucht, dachte ich, warum keinen armen geschöpf helfen der kein heim hat. welpen aus ner zucht werden doch immer vermittelt. ok, sicherlich ist es anstrengend mit einem "verstörten" hund und auch das spielen und kuscheln fehlt aber ich kann warten bis er soweit ist.

      nun zu den socken: wenn er etwas davon fressen sollte, ist das gefährlich?
      Hallo Step!

      Ich würde den Hund gar nicht soo großartig Schritt für Schritt ans allein lassen gewöhnen - es muss erst mal eine Vertrauensbasis her - dann klappt das eigentlich wie von selbst. Immer mal wieder eine Tür schließen - eine halbe Minute - dann sofort reingehen und Leckerlie hinschmeißen.
      Habe bis jetzt nicht den EIndruck, dass es ein Zerstörer-Hund ist, wenn er allein gelassen wird. Somit macht er es Dir noch recht einfach - Pipi kann man wegmachen. Dennoch sollte man nicht außer Acht lassen, dass es ein anzeichen für Stress ist. Darum musst Du ihm vermitteln, dass Du immer wieder kommst. Man kann das bei arg traumatisierten Hunden über ein bestimmtes Kommando "konditionieren".
      Wenn Du sagst "WArt ma, bin gleich wieder da..." dann ist das zwar ein Bandwurmsatz aber wenn der Hund mal gelernt hat, dass dieser SAtz bedeutet, dass Du gleich wieder kommst und sich dann irgendwann darauf verlässt, dann ist das für den Hund nicht schlecht. Man könnte auch "Banana" oder "Cola" sagen. Dem Hund ist das gleich.
      Mit diesem Kommando allerdings müsste man schon systematisch üben. Will heißen Du gehst kurz in ein anderes Zimmer und machst die Tür zu. Sagst vorher "WArtma" oder was auch immer. DAnn kommst Du fast sofort wieder rein und gibt lecker Belohnung. Irgendwann wird der Hund merken: Sagt Fraule das, ist sie kurz weg, kommt aber gleich wieder. Dieses Training ist aber aufwändig und bedarf viel feingefühl dafür, wann der Hund geschnallt hat um was es geht - und wann man die ABstände verlängern kann.
      Bei einem Hund mit Ängsten die mit Verlassen-Werden zu tun haben, würde ich die Abschnitte am Anfang ganz minimal halten.
      Wie Du die Abschnitte verlängest - in welchen Abständen - ist individuell von HUnd zu Hund verschieden. Kann Dir da leider gar keinen pauschalen Tip geben. Denn: Wenn Du einen Fehler machst, fällst Du unter Umständen wieder auf ein niedrigeres Level zurück. Immer schön geduldig- und lieber zwei Wochen länger nur fünf Minuten Tür zu als nur eine und der Hund ist wieder verstört.



      Ich denke so kurze B erührungen sind ok - so lange sie den Hund nicht überfordern. Da muss man ganz genau auf seine Signale achten. Nur immer so kurz, dass er gerade so merkt - huch, ist ja nicht schlimm - und irgendwann findet er es schön oder nicht mehr tragisch. Thorin wäre anfangs bei der kleinesten BErührung zusammengezuckt und in sich zusammengefallen. Selbst beim Halsband - anlegen lag er platt auf dem Boden... Du musst den Hund einschätzen ob es ok ist oder nicht (ich sehe den Hund ja nicht dabei... ) Du musst ein Gespür für ihn entwickeln und ihm ansehen ob er das jetzt nur erträgt, ob er es kurz registriert und nicht schlimm findet oder ob es ihm sogar richtiges Unbehagen bereitet.

      Das kommt nu alles ein bisschen konfus von mir. Aber ich kann den Hund ja leider nicht sehen und seine Körpersprache nicht deuten.
      Bei Thorin war das alles für mich recht einfach, da ich ihn mehr oder weniger vor mir hatte (anfangs hatte man ihn eher irgendwo, denn er versteckte sich)


      Zu der SAche mit den Socken: Meine beiden müllnasen haben neulich, angeführt von Thorin vermutlich, die Mülltüte gekidnappt. Ende vom Lied war, dass TAlba Papierchen gekackert hat ... gestorben ist sie davon nicht. Gut ist es dennoch nicht. Man wei ß nicht, wie sich das Zeug im Darm legt oder den Darm am Ende noch verschließt. Vieleicht solltest Du ein Spielzeug das benagbar ist (also dem standhält) immer unter Deinem Pulli tragen, bis es nach Dir duftet und mal versuchen, ob er damit auch Vorlieb nimmt.
      Ich bin nicht so der Freund von gegessenen Stoffsachen. Gehe da lieber auf Nummer sicher - bzw. meine Hunde, denn die essen sowas erst gar nicht.
      Auch Stöcke werden nicht gegessen sondern nur so derbe zernagt, dass man manchmal meinen könnte, sie essen es.

      Du kannst ja einen Test machen - ob er nur nagt oder frisst. Nächstes Mal, wenn Du arbeiten gehst, ne kleine Socke da lassen. Ist sie nur zerfestzt - ok - ist sie gegessen...mhm.. dann gut den Stuhl beobachten... Rizinus Öl bereit halten und dann nochmal Kot beobachten...

      Gruß
      Thora
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      hallo,

      vielen dank thora, das sind wirklich gute ratschläge. werd gleich mal "wart ma" ausprobieren. habe schon bemerkt, dass er sehr schnell lernt (nur worte, keine handzeichen), ja glaub, sogar spass daran hat.

      gestern musste er leider :cry: wieder allein bleiben aber er hat nicht in die whg gemacht - bin echt stolz und überrascht :clap:
      und jetzt läuft er mir sogar schon immer hinterher, zwar mit etwas abstand aber er schaut wo ich bin und möcht dabei sein.