Finanzamt - oder die unendliche Geschichte

      Finanzamt - oder die unendliche Geschichte

      Wenn ich so arbeiten würde...

      Gestern habe ich meinen Bescheid bezüglich Einkommenssteuerrückzahlung bekommen.

      Nach fast 6 !!! Monaten. :evil:

      Im Dezember 2007 hatte ich die Unterlagen eingereicht. Nicht online, weil das hier leider noch nicht möglich war.

      Im Gegenzug habe ich vorgestern eine Mahnung vom Finanzamt bekommen. Weil ich meine KFZ Steuer, die am 23.5.08 fällig war noch nicht überwiesen habe. Gleich mit 1,50 Euro Mahngebühr. :rolleyes:

      Vielleicht sollte ich dem FA auch mal Verzugszinsen für mein zinsloses Darlehen berechnen, was ich dem Verein 6 Monate gewährt habe...

      Na ja, wenigstens hat es sich gelohnt. :wink:

      Wartet ihr auch so lange auf eure Bescheide?

      Moritz Felix Barney
      Moritz*Mai 04 †28.08.07 Du fehlst uns:cry:
      Oh ja.

      Letztes Jahr habe ich meinen Bescheid nach zwei Wochen bekommen, Geld war nach einer weiteren Woche auf meinem Konto. Bei meinem Mann hat es damals noch fünf Monate gedauert.... und dieses Jahr haben wir erstmals eine gemeinsame Steuererklärung abgegeben, vor ungefähr sechs Wochen, und ich schätze, weil es dieselbe Dame sein wird die es letztes Jahr bearbeitet hat wird es auch dieses Mal so lange dauern.

      Das ist doch zum Mäusemelken!!!!!
      "A reader lives a thousand lives before he dies.
      The man who never reads lives only one." (George R. R. Martin)
      Sorry, aber meinst du, dass du die einzige bist, deren Erklärung bearbeitet werden soll??
      Gerade zum Jahreswechsel geben sooo viele die Erklärungen ab, weil dann für die Steuerberater die Frist endet.
      Und wenn dann vielleicht nochmal welche krank sind poder Dienststellen unterbesetzt sind, dann gehts halt nicht so fix.

      Und manchmal hilft auch ein freundlicher Anruf und die Erklärung, dass man eine Erstattung erwartet und dringend Geld benötigt. Der ein oder andere wird die Erklärung dann vielleicht vorziehen (ist aber kein Muß)

      Und wenn das ganze zu lange dauert, wird es auch verzinst ... Aber halt erst nach einer gewissen Zeit.

      Du hättest dieses 'Darlehen' ja nicht gewähren müssen. Wenn du Arbeitnehmerin bist, dann lass dir einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen. Wenn du selbständig o.ä. bist, dann passe einfach die Vorauszahlungen an...
      Nicht einfach losschimpfen, sondern auch mal schauen ob es andere Möglichkeiten geben würde ... beim Finanzamt und anderen Behörden sitzen auch nur Menschen!

      Und diese 'Mahngebühren' sind Säumniszuschläge, die nunmal gesetzlich geregelt sind.
      Das Finanzamt hält doch auch die Zahlungstermine ein...

      Du kannst nicht Zahlung mit Festsetzung vergleichen - das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
      ..........
      Zicklein, kann es sein, dass du beim Finanzamt arbeitest? :wink:

      Original von Zicklein
      Sorry, aber meinst du, dass du die einzige bist, deren Erklärung bearbeitet werden soll??


      Natürlich nicht, aber ob einer Krank ist oder der PC nicht geht oder sonst irgendwas, dass interessiert meine Kunden oder vielleicht eventuelle Gläubiger auch nicht. Ich kann auch nicht Rechnungen liegenlassen, weil ich wegen gebrochener Hand die Überweisung nicht ausfüllen kann.


      Und manchmal hilft auch ein freundlicher Anruf und die Erklärung, dass man eine Erstattung erwartet und dringend Geld benötigt. Der ein oder andere wird die Erklärung dann vielleicht vorziehen (ist aber kein Muß)


      Nach 4 Monaten habe höflich und nett nachgefragt. Ich bekam eine wortkarge und mürrische Antwort, dass es halt noch dauern würde. Das war die ganze Erklärung und ich war so schlau wie vorher.

      Und wenn das ganze zu lange dauert, wird es auch verzinst ... Aber halt erst nach einer gewissen Zeit.


      Aha, und wann ist diese gewisse Zeit abgelaufen?

      Nicht einfach losschimpfen, sondern auch mal schauen ob es andere Möglichkeiten geben würde ... beim Finanzamt und anderen Behörden sitzen auch nur Menschen!


      Na ich glaube schon, dass man sich nach 6 Monaten warten mal ein bisschen aufregen darf, oder?

      Und diese 'Mahngebühren' sind Säumniszuschläge, die nunmal gesetzlich geregelt sind.


      Damit kann ich auch beruhigt leben. Ist ja auch gut, dass Vater Staat dem FA bezüglich Säumniszuschläge den Rücken stärkt - Kein Wunder, ist ja auch ne nette Nebeneinnahme für den Staat/die Gemeinde/die Stadt.... :rolleyes:

      Das Finanzamt hält doch auch die Zahlungstermine ein...


      Das mag ja in den meisten Fällen so sein, aber eben nicht bei der EStr-Rückzahlung... :wink:

      Du kannst nicht Zahlung mit Festsetzung vergleichen - das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.


      Genau, der brave Bürger hat zu spurten und das FA lässt sich Zeit.

      Moritz Felix Barney
      Moritz*Mai 04 †28.08.07 Du fehlst uns:cry:
      Ehrlich gesagt finde ich ein halbes Jahr Wartezeit bis aufs Tiefste unverschämt. Möchte mal sehen was meine Kunden sagen wenn ich ihre Dokumente ein halbes Jahr liegen lasse. FRECHHEIT!

      Wir hatten dieses Jahr Glück und haben "nur" knapp zwei Monate gewartet - damit kann man leben. Aber wie letztes Jahr ist einfach der Hammer. Ich kann Zickleins Argumentation nicht nachvollziehen, denn wenn Vater Staat nicht in der Lage ist, Steuererklärungen halbwegs zumutbar zu bearbeiten muss eben ein gewisser Satz der Arbeitslosen eingestellt werden und das Finanzamt unterstützen.
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      Original von Kobold Ich kann Zickleins Argumentation nicht nachvollziehen, denn wenn Vater Staat nicht in der Lage ist, Steuererklärungen halbwegs zumutbar zu bearbeiten muss eben ein gewisser Satz der Arbeitslosen eingestellt werden und das Finanzamt unterstützen.
      Nichts gegen Arbeitslose, aber zu dem Job gehört schon die passende Ausbildung ;)
      Und diese 6 Monate sind ja nicht die Regel.

      Und ja ich arbeite beim Finanzamt... Bei uns werden die Erklärungen auch recht zeitnah bearbeitet, aber sowas kann schnell mal ändern... da muss nur eine Person länger ausfallen ...

      Wie 'schnell' hättet ihrs denn gerne? Am besten heute abgeben und morgen den Bescheid? Das geht so nicht, weil einfach mehrere Dinge dahinterstehen.
      Es kommt einfach auf die Dienststelle an ... einige sind einfach völlig überlastet, weil dort jemand fehlt oder so... die Plätze können nicht sofort nachbesetzt werden, dann würde ja wieder woanders jemand fehlen.

      Das bei dem Anruf der Bearbeiter so mürrisch war ist natürlich nicht schön. Eine nette Erklärung wre sicher schöner gewesen. Da wär ich vielleicht auch etwas stinkig. Aber sowas gibts leider überall.

      Original von BineMaja Natürlich nicht, aber ob einer Krank ist oder der PC nicht geht oder sonst irgendwas, dass interessiert meine Kunden oder vielleicht eventuelle Gläubiger auch nicht. Ich kann auch nicht Rechnungen liegenlassen, weil ich wegen gebrochener Hand die Überweisung nicht ausfüllen kann.
      Ich weiß nciht wo und als was du arbeitest, aber mit sicherheit bist auch du mal krank und deine arbeit macht jemand anderes oder bleibt liegen - oder nicht? Und wenn etwas nicht gezahlt werden kann gibts auch immer ne Lösung. Beim Finanzamt sitzen Menschen und keine Monster!

      Original von BineMaja
      Das Finanzamt hält doch auch die Zahlungstermine ein...


      Das mag ja in den meisten Fällen so sein, aber eben nicht bei der EStr-Rückzahlung...
      Auch da ist das Finanzamt pünktlich ;) es zahlt pünktlich zur Fälligkeit ... die ist nämlich erst nach Bekanntgabe der Festsetzung - vorher weiß es ja gar nicht wieviel es zahlen soll oder ob es Geld bekommt. Bei sowas hilft der Blick ins Gesetz ;)


      Original von BineMaja Genau, der brave Bürger hat zu spurten und das FA lässt sich Zeit.
      Na sowas ist doch Quatsch ... der Bürger UND das Finanzamt haben sich nunmal an die Rechte und Pflichten (also das Gesetz) zu halten.

      Achja, und die Verzinsung beginnt nach 15 Monaten (nach ablauf der Veranlagungszeitraums). Also z.B. für das Kalenderjahr 2007 beginnt die ab April 2009. Eher gehts nicht, weil die Steuerberater erst später die Erklärungen abgeben müssen...


      Also nochmal kurz zusammenfassen:
      So schlimm und böse ist das Finanzamt ar nicht. Es ist für die Steuerzahler nur übel, weil alles angegeben werden muss und weils ans eigene Geld geht. Das einzig üble sind die wirren Seuergesetzte, wo man erstmal durchsteigen muss. Über alles andere kann man reden...
      Einfach mal etwas mehr Verständnis haben.
      ..........
      Zicklein, du hast mich falsch verstanden, sicherlich gibt es auch nette Menschen beim FA. Mein Opa hatte bis zu seiner Rente selbst eine leitende Position im FA. Und das war ein ganz lieber ;). Ich möchte mich auch nicht streiten. Jedoch scheint es hier im Bezirk gang und gebe zu sein, dass die Leute lange auf ihre Erklärung warten müssen. Allein in unserer Familie sind viele Leute, die seit mind. 4 Monaten auf ihre Bescheide warten. Und dass man sich da mal ein bisschen ärgert, ist doch normal.

      Ich arbeite bei einer sehr großen Firma in Schleswig-Holstein in der Exportabteilung. Wenn da die entsprechenden Dokumente nicht rechtzeitig fertig sind, kommt der Kunde in z.B. Indien nicht an seine Ware. Das kann richtig Geld kosten. Und wenn ich Krank bin oder Urlaub habe, vertritt mich jemand, damit es weiter geht. Das ist doch bei euch sicher auch so, oder etwa nicht?

      Na ja, nix für ungut. Ich wollte auch nicht, dass das hier ausartet. Also machen wir einen Kompromiss. Das FA legt nen kleinen Zahn zu und der Bürger gedultet sich ein bisschen mehr. Dann trifft man sich in der Mitte und alles ist gut. :wink: :wink:

      Moritz Felix Barney
      Moritz*Mai 04 †28.08.07 Du fehlst uns:cry:

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      Den Kompromiss find ich gut ;)
      Sicher gibt es Bezirke wo noch die 'typischen' Beamten sitzen, die meinen der Job besteht aus Kaffee trinken... Aber das sind Ausnahmen.

      Sicher werden wir auch vertreten, aber der Vertreter macht dann nur das wichtigste und dazu gehören nicht unbedingt die Erklärungen. Da gibt es noch ne Menge anderer Dinge zu tun.

      Also ich werd mich weiterhin bemühen nach diesem Kompromiss zu arbeiten und gut mit meinen Steuerpflichtigen klarzukommen.
      ..........
      Wie schnell ich es gerne hätte? Also garantiert in weniger als einem halben Jahr, mehr verlange ich ja gar nicht. Wenn man in der freien Wirtschaft arbeitet kennt man das Prinzip ein wenig anders und ich finde so eine lange Bearbeitungszeit schlicht inakzeptabel. Wenn ich an meinem früheren Wohnort meine Unterlagen eingereicht habe war der Bescheid in zwei Wochen da, das Geld eine Woche später. Hier in OB dauert es fünf Monate länger??

      Man braucht eine Ausbildung für den Job? Dann muss man eben ausbilden. Bewerber gibts genug. Einerseits sagst Du, dass die Kollegen überlastet sind (schließe ich auch aus so einer Bearbeitungszeit) und das Einzige was da hilft ist Personalaufstockung. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Mir gehts nicht darum dass ich ohne die paar Moppen verhungern würde und darauf nicht ein paar Wochen verzichten, aber das Prinzip ärgert mich einfach.

      Das hat mit Dir persönlich nichts zu tun, ich bin ziemlich sicher dass unsere Steuererklärung nicht auf Deinem Tisch lag - ich finds trotzdem echt unglaublich.
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      Original von Kobold
      Man braucht eine Ausbildung für den Job? Dann muss man eben ausbilden. Bewerber gibts genug. Einerseits sagst Du, dass die Kollegen überlastet sind (schließe ich auch aus so einer Bearbeitungszeit) und das Einzige was da hilft ist Personalaufstockung. Zwei Fliegen mit einer Klappe.
      Und wer bezahlt das bitte?
      Es werden immer wieder welche ausgebildet, aber die finanziellen Mittel sind nunmal begrenzt. Sonst heißt der nächste Thread 'Vater Staat gibt noch mehr Steuergelder für Beamte aus' In Hamburg alleine wurden in 2007 ca. 75 Anwärter eingestellt... und das ist jedes Jahr so, also ist es nicht so dass niemand eingestellt wird ... aber im Gegenzug gehen auch welche in Pension, Mutterschutz, Berufsunfähig etc.

      Und wie ich bereits sagt, sind die 6 Monate nicht die Regel, kommen aber vor. Wenn der Bescheid innerhalb von 2 Wochen kommt, sollte man mal drüber nachdenken, ob dieses Finanzamt nix zu tun hat ... allein die maschinelle Abwicklung dauert 10 Arbeitstage (und nein, das hat nicht mit Bürokratie zu tun - dazu sollte man die Abläufe kennen, dann versteht man auch die 10 Tage)
      Und auch in der freien Wirtschaft kommen lange Bearbeitungszeiten vor. Ich habe einige Jahre in der freien Wirtschaft gearbeitet und ich merke ja auch im Privatleben dass auch andere lange brauchen und unfreundlich sind...

      Diese ganze Diskussion über Bearbeitungszeiten und Besetzung der Stellen bringt eh nix, weil man dazu einfach die Abläufe kennen muss...
      Beispielsweise ist es im Sommer immer ruhiger, weil da kein Fristende ist und somit weniger Erklärungen kommen. Wenn man für die starke Zeit (Jahresanfang) mehr Leute einstellt - was sollen die im Sommer machen? So ist die Arbeit einigermassen verteilt. Und man hat das ganze Jahr zu tun...
      Und nochmal - einfach etwas mehr Verständnis aufbringen! Wenn ihr meint ihr zahlt zuviel steuern und würdet die mit der Erklärung wiederbekommen, dann lasst euch einfach (wie ja schon geschrieben) einen Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen oder die Vorauszahlungen anpassen... Dann würdet ihr nicht so auf den Bescheid lauern...
      ..........

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Zicklein“ ()

      Wer hat denn gesagt wir zahlen zu viele Steuern? :think: Die paar Kröten konnte ich vorher mit meinem Programm ausrechnen und wenn man weiß was unter dem Strich dabei herauskommen wird lauert man auf gar nichts mehr. Aber darum ging es doch auch gar nicht.

      Lustig wenn ich dreimal freundlich beim Finanzamt anrufe, nach dem Bescheid frage und immer als Antwort bekomme: ja, das macht die Frau Tralala und die ist erst in drei Wochen zurück (nein, Urlaubsvertretung hat sie keine) und dann liegen da erstmal die Sachen vom Jahresanfang (sagtest Du ja schon) und ihr Bescheid wird dann im Laufe August bearbeitet. Dieser erste Anruf war im Mai. Im August habe ich dann nochmal nachgefragt: Tja - mit dem neuen Prüfystem ist das so eine Sache, aber die Frau Tralala ist nicht da, die ist in zwei Wochen wieder da und dann rufen Sie nochmal an. Nach zwei Wochen war Frau Tralala zu erreichen und die sagt dann: wir prüfen noch daran, aber das dauert eine Weile, hier ist ja soviel liegen geblieben..... Grmpf. Oktober/November war der Bescheid da. :clap:

      Soviel dazu, dass es im Sommer ruhiger ist. Ich lass es jetzt einfach, letztlich kenne ich das berühmte Prüfsystem tatsächlich nicht. Aber Verständnis aufbringen kann ich da einfach nicht. Wenn ich einen Kundenauftrag sechs Monate liegen lassen würde wäre derjenige zu Recht sauer, denn der zahlt schließlich dafür. Meine Steuern die ich abdrücke sind in meinen Augen da nichts Anderes, denn das Finanzamt finanziert sich dadurch und dann kann man nicht mal jemanden zur Urlaubsvertretung bereitstellen?

      Och Zicklein. Es ist ja nicht persönlich gemeint.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Kobold“ ()

      Einen hab ich noch: besagte Frau Tralala ließ es sich nicht nehmen, mir vor einem halben Jahr eine Nachforderung angeblich zu viel zurückerstatteter Kirchensteuer zukommen zu lassen. Ich hab das Ding nicht richtig nachvollziehen können, bin ich doch schon vor drei Jahren ausgetreten. Als ich die Dame dann anrief um mich mal im Detail aufklären zu lassen weil ich das Ding nun einfach nicht verstand (sowas kommt vielleicht gelegentlich mal vor) war die Antwort so dermaßen patzig, dass ich es schon fast nicht mehr glauben konnte. Da müssen Sie halt mal LESEN! Aha. Na sowas.

      Lustigerweise rief mich besagte Dame dann am nächsten Tag zuckersüß an und teilte mir mit Engelszungen mit, dass sie sich leider verrechnet habe und sie würde mir dann in den nächsten Tagen einen reduzierten Bescheid schicken…. Och. Aktuell soll mein Gatte eine Bescheinigung nachreichen, die für eine Steuererklärung von vor zwei Jahren aktuell war – wofür weiß der Himmel. Zeit zum Prüfen scheint also ausreichend vorhanden zu sein, allerdings wohl eher im Bereich Nachforderungen. Vielleicht ist unser Finanzamt einfach nur total obermurksig.
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      Gut, der Ton ist sicher nicht in Ordnung. Sowas würde mich auch richtig ärgern. Aber sowas erlebt man leider überall. Auf Kundenfreundlichkeit wird heut leider nicht mehr viel Wert gelegt.

      Zum Rest habe ich meiner Meinung nach genug gesagt. Es hat halt jeder seine Meinung dazu...
      ..........
      Auch ich möchte da noch meinen Senf zu geben, da ich in etwa auch die Vorgänge im Staatsdienst kenne.

      Nachdem auch unsere Steuererklärung erst regelmässig nach drei-vier Monaten zurückkam, habe ich meinen Neffen ( einen Diplom Finanzwirt im Finanzamt )
      angesprochen. Er hat es mir nicht abgenommen, bis ich Ihm die Unterlagen vorgelegt habe. "So lange? das gibt es nicht, was machen die da so lange bei Euch ?" sagte er dann. Aber nun geht es ja.
      Es gab einfach nur eine Auslagerung der Arbeit in ein weniger belastetes Finanzamt, dazu brauchte nicht mal Personal versetzen.

      Original von Zicklein

      Diese ganze Diskussion über Bearbeitungszeiten und Besetzung der Stellen bringt eh nix, weil man dazu einfach die Abläufe kennen muss...

      Besetzung der Stellen,wie in jeder Behörde, die gleichen Probleme.
      Stellen, welche frei werden, weil Mitarbeiter ausscheiden, werden erst dann ausgeschrieben, wenn der alte Mitarbeiter ihn geräumt hat und in der Regel dauert es 4-6 Monate bis zur Wiederbesetzung, wenn er denn nicht gestrichen wird.
      Zudem werden Beamtete MA ( der Großteil der MA sind heute Angestellte) manchmal bis zu 2 Jahren auf den Beförderungsdienstposten eingesetzt, ohne das Gehalt dafür zu bekommen, da spart der Vater Staat auf Kosten der MA geld und alle anderen müssen die Mehrarbeit auf sich nehmen.
      Es ist doch klar,das dann Arbeit vor sich her geschoben werden muss, in nicht unerheblichen Mengen.

      Zicklein Du sagst da sind 75 MA eingestellt worden, das ist eine Zahl, die nicht´s ausagt.
      Eine genaue Gegenüberstellung von Einstellungen, Umsetzungen und Streichung von Stellen so wie unbesetzte Stellen würde erst einen Überblick bringen.
      Auch Arbeitslose könnte man im Finanzamt einsetzen, natürlich nicht überall, klar.
      Ich denke nur an die Zeit, in der Post und Bahnanbeamte bei den Privatisierungsbestreben der Behörden an die Finanzämter ausgeliehen wurden, ohne Ahnung vom Steuerrecht ( ja , Weichen und Signale haben sie elektronisch und mannuel gestellt)
      Und sag nicht, das ich keinen blassen Schimmer davon habe, ich habe sowohl im Kundendienst, Bei der Finanz und Rechtsabteilung und bei der Bahneigenen Krankenkasse gearbeitet, immer wieder angelernt und mit Fortbildungsmassnahmen Qualifiziert ( so ganz nebenbei).

      Ach so , mürrisch ist unser Finanzamt wahrscheinlich nicht, die Telefonzentrale fragt nach der Eingangsnummer und sagt wird bearbeitet oder es sind no so und so viel davor, meinen Sachbearbeiter kenne ich nicht und habe ihn auch noch nicht gesprochen.
      Über Geld und Planung will ich hier nicht sprechen, das ist genauso abendfüllend.


      Gruss Klaus
      Persönlich bin ich immer bereit zu lernen,
      obwohl ich nicht immer belehrt werden möchte.

      Winston Churchill