Was war denn das? Unsicherheit oder Souveränität?

      Was war denn das? Unsicherheit oder Souveränität?

      Hallo ihr!

      heute hat mich meine Hündin Talba ein bisschen verblüfft. Ich wollte ein wenig mit ihr üben und da ist es geschehen...
      Aber zuerst einmal alles von vorn


      Ich ging in einen Lebensmittelladen einkaufen und legte Talba davor ohne Leine und ohne Halsband ab. Normalerweise bleibt sie problemlos liegen.
      Doch irgendwie hatte ich heute ein mulmiges GEfühl.
      Ich war ganz nervös an der KAsse - dann kam das Ende der Schlange in Sicht und ich konnte draußen, durch die Scheiben meinen Hund vorbildlich daliegen sehen. Wie süß sie aussah, den Kopf platt auf den Boden gelegt, aber jeden Einkäufer beobachtend, der heraus kam - hätte ja ich sein können.
      Draußen veränderte sich das Bild: Ein junges Pärchen mit einem gerade mal laufenden Kind kam heran. Kaum sah das Kind Talba dort liegen wankte es schreiend auf Talba zu: Wau Wau Wau Wau!Rief es ganz verzückt. Konnte noch nciht mal richtig reden, das Kleine. Ich wurde immer nervöser.. oh, bei den Göttern, dacht ich, bleib bloß liegen.. lass es Dir ja nicht einfallen, jetzt wüst zu reagieren. Mit so kleinen Kindern hatte ich sie noch nie konfrontiert.
      Und was macht der Hund? Steht auf, geht dem Kind aus dem WEg und guckt zur Tür. Das Nackenhaar war minimal gestellt. Ein Zeichen von Unsicherheit, ganz klar eigentlich, oder? Dennoch hat sie keine böse Mine gezeigt, bis auf die haare, die nur minimalst gestellt waren, sah sie aus wie immer.
      Toll" DAchte ich im Ersten Moment. Jetzt hat sie selbst das Kommando aufgelöst.
      Dennoch: wäre sie nicht ein arg blöder Hund, wenn sie unter wirklich allen Umständen liegen bleiben würde? Sie ging ja nur aus dem Weg und wartete dennoch auf mich.

      GEärgert hat mich das Ganze dennoch.

      Was hättet ihr von eurem Hund erwartet? Das er / sie liegen bleibt und sich vielleicht antatschen lässt? Talba hasst es, von Fremden angefasst zu werden und mit Kindern hatte sie nie in ihrem ganzen Leben zu schaffen.

      Soll ich stolz auf sie sein ? Oder soll ich nochmal üben, dass sie trotz Kindern liegen bleibt?

      Finde auch die Eltern ganz schön mutig / oder dumm oder beides... dass sie ihr Kind einfach so zu so einem fremden Hudn hinwatscheln lassen.


      Au weia.. die Menschheit ist doch manchmal echt bescheuert. Ich hätte das meinen Kindern (sofern ich welche hätte) nie erlaubt.

      Gruß
      thora
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      Hey hey!!

      Also ich persönlich finde es ziemlich stark von deiner Talba, dass sie trotz des Kindes, das sie ja nicht kannte, so ruhig geblieben ist.
      Ist ja IMMER heikel mit Hund und Kind, sogar, wenn sie sich gegenseitig kennen...

      Wenn ich mal so an die Hunde, die ich kenne, denke, glaube ich, dass keiner so "cool" geblieben wäre.

      Klar, sie hat das Kommando aufgehoben, aber wie du schon geschrieben hast, hat sie trotz allem auf dich gewartet und ist dem Ärger, der ja rein theoretisch hätte entstehen können, aus dem Weg gegangen.
      Sie hatte keinen "Ansprechpartner", der ihr das richtige Verhalten vorgibt und hat (falls Hunde das können :wink: ) alleine so weit "gedacht" woanders auf dich zu warten.


      Hmmm... joa. Eigentlich kannste stolz auf deine Nase sein (auch wenn ihr Fell minimal aufgestellt war), sie hat das Kind nicht angeknurrt oder vielleicht gar geschnappt (hast ja öfter mal geschrieben, dass Talba ja nun auch nicht so der Menschenfreund ist :wink: ). Von daher finde ICH jetzt, dass sie das schon richtig gemacht hat.
      Das Leben ist ungewiss - iss den Nachtisch zuerst!
      seh das auch so.

      Talba ist ja keine maschine^^ sie hat für sich selbst entschieden, weil du nicht da warst und ihr "gesagt" hast was sie tun solle

      und das sie aus dem weg gegangen ist, find ich gut^^

      Benny hätte sich antatschen lassen udn wie blöde gefreut, denn der liebt Kinder
      BARFen ist gefährlich! Meine Hunde jagen mich jeden morgen in die Küche! :wink:
      Nichts ist so gerecht verteilt wie der Verstand, jeder denkt er hat genug davon :D
      Ganz ehrlich - finde ich Deine Anforderungen ziemlich.... nicht das Verhalten von Talba. Ich würde meinem Hund sowas nicht zu muten.
      Du weißt sie wird nicht gerne angefasst aber mit Menschen muss man nun rechnen, die den Hund vielleicht eben so süss finden wie Du und gerade in der Sitation den Hund /fälschlicher Weise trösten wollen.
      Kinder sind so wieso nicht berechenbar - die einen laufen voller Begeisterung daraufzu, die anderen haben (Dank Ihrer Eltern - Panik).
      Den Stress brauch ich nicht und Tammi auch nicht! Ich würde sie zukünftig nicht mehr zum einkaufen mitnehmen, so einfach ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „monty.P“ ()

      Hi Thora,

      ich finde es ehrlich gesagt sehr lobenswert von deiner Talba, dass sie der Situation aus dem Weg gegangen ist, denn gerade so Begegnungen mit unbedarften Kindern können bös ins Auge gehen. An den Haufen Ärger, der mit den Eltern auf dich zu gekommen wäre, will ich mal gar nicht denken.

      Mein Schwiegervater hat das auch immer so gehandhabt, der Hund wurde ohne irgendwelche Hilfsmittel vor dem Laden abgelegt und hat dort gewartet bis er wieder raus kam und dann wurde der Weg fortgesetzt.
      Allerdings ist sein Hund dem Kind nicht aus dem Weg gegangen und hat nach ihm geschnappt, für einen Schäfer sicher nicht doll, aber für das Kind genug, um es zu verletzen.
      Mein Schwiegervater ist aber nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen, weil er dank mehrerer Zeugen nachweisen konnte, dass die Mutter ihre Aufsichtspflicht verletzt hat.
      Ob das dank der heutigen Medienlage noch immer so "easy" wäre..., ich weiß es nicht.

      Wie gesagt, besser so als wenn Talba vielleicht in die Situation gekommen wäre, in der sie sich hätte wehren müssen.
      Allerdings musst du wohl leider immer mal wieder mit solch einer Situation rechnen... die Welt ist voller dummer Leute und manche Eltern sind in Sachen Kind-Hund-Begegnung die reinste Katastrophe.
      Hast du denn den Eltern noch was dazu sagen können?
      Der Hosenscheißer hätte immerhin auch an ein ganz anderes Exemplar von Hund geraten können.
      Manche Eltern denken echt nur von hier bis mittag, man muss den Kindern ja keine Panik einbleuen, aber ein gesunder Anteil Respekt sollte doch wohl machbar sein. Gerade als Mutter regt mich sowas immer tierisch auf.
      Mein Sohn ist mit Hunden aufgewachsen, hat sich quasi das Körbchen mit ner feuchten Nase geteilt, aber deswegen würde der bis heute nicht zu einem wildfremden Hund hin laufen und den betatschen wollen.
      "... und wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!"

      Also hoffen wir das Beste und denken das Schlimmste, LG Anke
      Hallo!

      ich danke euch zunächst mal für eure ehrlichen Antworten.


      Muss noch erwähnen, dass Hundemädi nicht weit gegangen ist sondern nur der "GEfahrenquelle" aus dem Weg.
      OK, ich bin stolz auf sie, dass sie weder geknurrt, noch gefletscht noch gebissen noch geschnappt noch sich sonst wie aufgeführt hat /wenn Fremde sie draußen streicheln wollen ist Knurren Geschichte - sie geht da schon aus dem WEg - wird sie angesprochen guckt sie vielleicht kurz, ignoriert dann aber meist die Menschen -außer es ist mal einer unter Hundert dabei, der ihr wirklich total nett erscheint).

      Habe mir gestern noch überlegt, dass ich nächstes Mal ein Schild bastel und neben den Hund stelle : " NIcht anfassen, bissig" - ob das die Leute abhalten würde, hinzugehen?
      Stellte mir das dann vor, wie Talba-Hex vor einem Laden liegt... mit so einem bösen Schild daneben.


      @MontyP.: WArum findest Du das zu krass? Viele Leute binden ihre Hunde vor dem Laden an, was ich nicht tun will - nicht dass sie mir noch geklaut wird.
      So bekommt sie keiner zu fassen - und wenn er auch die Absicht hat sie mitgehen zu lassen.
      Sollte ich den Hund, der es eigentlich kann, denn zu Hause lassen? Nur weil ein paar Menschen wirklich zu blöde sind?


      @Alle: Leider konnte ich die Leute nicht mehr ansprechen. habe eine WEile draußen auf diese gewartet, geb ich ja zu - aber die haben sich vieeel Zeit gelassen und ich hatte noch ein Verabredung.



      Gruß
      Thora
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Thora“ ()

      also ganz ehrlich ich finds klasse wie sie reagiert hat.

      ich beneide dich ich brauche gar nich dran zu denken lucky vor nem geschäft sitzen zu lassen zumindest nich alleine,er würde alles und jeden anspringen natürlich vor freude,vom bellen weil ich nich da bin mal ganz abgesehen
      Tipp- und Rechtschreibfehler sind absichtlich eingebaut und dienen der Belustigung des Lesers.
      Ich weiss von meiner nur zu gut, das sie nicht angefasst werden möchte
      und wenn sie in einer solchen Situation käme, würde sie es stressen.
      Weshalb soll ich sie dem aussetzen ? Mit dem Hund klauen, wäre mir mal
      fast mit Monty passiert. Glücklicher Weise hat er sich das Halsband über
      Kopf gezogen und ist nachhause gelaufen. Das hatten tatsächlich Leute beobachtet und ich kenne einen Fall da war der Hund wirklich weg.
      Zum Wohle meines Hundes verzichte ich auf die Bequemlichkeit ihn mit zum einkaufen zu nehmen.
      was mir da noch einfällt:

      Thora, du magst keine Hunde, die einen blinden Kadavergehorsam an den Tag legen und legst Wert darauf, dass deine Tiere als selbstständige Individuen gesehen werden... nunja, deine Hündin hat genau das an den Tag gelegt, was du eigentlich von ihr verlangt hast: Selbstständig gehandelt, ohne dabei das "Endziel" (sprich auf dich zu warten) aus den Augen zu verlieren.
      Das Leben ist ungewiss - iss den Nachtisch zuerst!
      @ Wuschel87: Das triffts doch genau! Ich finde es gerade verblüffend, wie "gut" man sich doch in einem Forum kennen lernen kann :lol: .

      @ Thora: Ich finde auch, dass die Talba alles klasse gemacht hat. Kannst zurecht stolz auf die Lütte sein! Dass Kinder sozusagen Menschenwelpen sind, denen man nicht alles krumm nehmen darf, hat sie sich wahrscheinlich selbst zusammengereimt. Ne wirkliche Bedrohung stellt son Kind ja auch selten dar - zumindest son kleines nicht. Daher ist sie einfach der, ja nenne wir es mal "Unannehmlichkeit" aus dem Weg gegangen. Ist doch supi!

      Man kann Hunde unheimlich schnell an kleine Menschen gewöhnen. Ich habe Kinder für Carry einfach schön gefüttert. Die Gefräßigkeit siegt in unserem Fall über die Scheu!
      Der einjährige Sohn meiner Schwester ist ein laufendes Keksarsenal - das schätzen all unsere Familienhunde sehr. Und der Kurze verteilt diese Kekse auch - hin und wieder - meist mampft er sie selbst und die Hunde gucken sabbernd in die Röhre.

      Kann man wirklich schnell konditionieren! Son Hund ist schon verblüffend!!!

      Liebe Grüße

      Tine


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
      ... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...
      Hallo!


      Original von Thora
      Habe mir gestern noch überlegt, dass ich nächstes Mal ein Schild bastel und neben den Hund stelle : " NIcht anfassen, bissig" - ob das die Leute abhalten würde, hinzugehen?

      Dann brauchst Du Dich aber nicht zu wundern, wenn Du richtig Ärger bekommst!
      Dann kann man Dir nämlich vorwerfen, daß Du die Allgemeinheit nicht vor einem bissigen Hund schützst! :eek:
      Laß das lieber!

      Das Verhalten Deiner Talba war eher souverän als unsicher!
      Bei richtiger Unsicherheit hättest Du Deine Hündin sicher suchen müssen.
      Bzw. ein unsicherer Hund hätte eher zugeschnappt! :eek:


      Thallus.
      Original von Thora
      OK, ich bin stolz auf sie, dass sie weder geknurrt, noch gefletscht

      abgesehen davon, dass dein hund souverän reagiert hat: sowohl knurren als auch fletschen sollten absolut ok sein. das ist die ausdrucksweise von hunden. sie haben ein recht "nein" zu sagen und verletzen so niemanden. von derm her, wäre das nichts gewesen wo man dem hund hätte böse sein dürfen - hätte er es getan.

      ansonsten glaube ich, dass hunde (die normal im menschenverband gehalten und liebevoll behandelt werden) sehr gut mit kindern umgehen können. man merkt einfach, obs ein kind ist oder ein erwachsener. ich hab das damals bei meinem kater beobachtet, wie liebevoll er mit der katze und wie liebevoll (vor allem geduldig :D ) er mit dem hund umgegangen ist. und der hund ist draussen auch zu welpen anders als zu erwachsenen hunden (klar, riecht anders) und zu kindern viel vorsichtiger als bei erwachsenen.

      ich glaub ihr unterschätzt eure tiere teilweise ein wenig was souveränität angeht :wink:
      @Thallus: Das war auch ein halbernster SCherz. Würde ich sie anbinden, müsste das doch aber legitim sein? Denn dann schütze ich doch die Allgemeinheit vor diesem Hund?
      :biggrin:

      @Eva: Ich bin die letzte die meinen Hunden böse ist, wenn sie fletschen, knurren usw. Aber im Falle der Begegnung des Kindes war ich einfach nur froh, dass sie es nicht getan hat. Zudem ist das so ganz und gar nicht ihre Art mit Menschen. Nicht draußen jedenfalls, in der Wohnung sieht das anders aus.

      Übrigens habe ichso gut wie keine i Kinder in der Verwandtschaft (und die vorhandenen wohnen sehr weit weg). Meine Hunde kennen Kinder nicht. Absolut gar nicht. Sie kommen nur sehr selten in Berührung damit. - Es sei denn über den rein visuellen FAktor. Kinder, die rumlaufen und Balls spielen z.B.
      Selten mal, dass beide ein Kind aus der NÄhe sehen. Bei Thorin noch seltener, denn er haut einfach ab, wenn er Kinderstimmen bloß hört. (er haut nicht richtig ab - aber er geht einen sehr großen Bogen um diese herum - wird dabei, nach Möglichkeit unsichtbar)
      Talba würde Kinder sicher schnell akzeptieren, wie sie alles verdammt schnell lernt. Aber thorin... der würde wahrscheinlich nach fünf Jahren intensiv Training noch mit Angst und Unwohlfühlen reagierenl.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Thora“ ()

      Hallo!

      Mir ist vorgestern auch was passiert, eine ähnliche Situation.

      War ja auf den Wetzlarer Wolfstagen, allerdings nur gestern, heute nicht mehr.

      Am Freitag saß ich im Biergarten vor dem Hotel, Zorro unterm Tisch, hat geschnarcht, war sehr schwül, kurz vor nem heftigen Gewitter.

      Als es ordentlich geblitzt und gedonnert hat, habe ich zu Zorro gesagt, er solle bleiben und bin ganz schnell ins Zimmer um das Fenster zuzumachen.

      Als ich wieder rauskam, stand Zorro am Eingang zum Hotel und zwei kleine Kinder 1 Jahr und 5 Jahre neben ihm und er hat sie beschnüffelt, die Situation war völlig neutral.

      Wie sich herausstellte haben die selber einen kleineren Hund und Zorro wohl gelockt, der nahm das wahrscheinlich eiskalt zum Anlass aufzustehen und nach mir zu gucken.

      Auf jeden Fall habe ich Zorro zwar nicht geschimpft, aber schon ermahnt, dass er doch auf seinem Platz bleiben sollte, er hat sich gleich wieder unter den Tisch getrollt, aber die Kinder waren jetzt natürlich total scharf auf ihn und haben mich zugequasselt.

      So, sie sind ihm unter den Tisch gefolgt, während das ältere Mädchen für ihn noch akzeptabel war, hat er den Kleinen total argwöhnisch beäugt, es war ihm richtig unangenehm, plötzlich rumpelt er hoch, unterm Tisch vor und rein ins Hotel, ich habe mehrmals, immer energischer gerufen, es war ihm wurscht.
      Ich hinterher und ihn noch an der Rezeption abgepasst.

      Ja, was macht man dann?

      Ich war nicht sauer auf ihn, dass er sich nicht streicheln lassen wollte, ich hätte die Kinder zurückgepfiffen, er kann sich da doch auf mich verlassen.

      Warum ich sauer war, dass er nicht auf mich gehört hat, als er da bleiben sollte, dafür gab es auch nen Anpfiff.
      Danach sah er mich an wie ein "geprügelter Hund" und ich hatte das schlechte Gewissen.

      Ich glaube er ist mit knapp 1 Jahr noch nicht reif genug für kleine Kinder, wobei mir schon aufgefallen ist, dass die kritische Spanne so von 1-4 Jahren geht. Babys sind okay und ältere Kinder mittlerweile auch, ist ein Hund dabei, sind alle Kinder toll, weil sie haben ja einen Hund.

      Ich habe irgendwie das Gefühl, dass er diese tollpatschigen Kinder nicht einschätzen kann, er zeigt deutliches Meideverhalten.
      Bei Hunden gibt es Welpen und dann sind sie gleich Junghunde und körperlich schon sehr weit, bei uns Menschen ist diese Entwicklungsphase so lang und ich glaube damit kommt Zorro noch nicht ganz klar.

      Nachdem ich ihn wieder unter den Tisch gelegt habe, habe ich die Kinder weggeschickt, dann haben sich zwei Erwachsene zu uns gesetzt, da gab es überhaupt kein Problem.

      Als er sich dann gestern beim Seminar wieder von seiner allerbesten Seite gezeigt hat und alle ihn himmelhoch gelobt haben, wie brav und verträglich er ist, war mein schlechtes Gewissen noch größer, dass ich ihn am Tag zuvor geschimpft habe.

      Doch dann kam Bloch mit seinem Vortrag und hat mich wieder darin bestätigt, dass ich eigentlich nix falsch mache, jetzt gehts mir wieder besser und ich habe schon gemerkt, dass es gar keinen Grund gibt, mir das so zu Herzen zu nehmen, denn Zorro hatte das schon längst vergessen.

      Ich bin ja sooooo stolz auf ihn! :dance:

      Ich denke Talba hat absolut souverän reagiert und die Situation gut gemeistert.

      Ciao Mimi
      ..........
      Hallo Thora,
      ich muß zugeben, ich war doch ein wenig verblüfft, als ich deinen Post gelesen habe.

      Ich ging in einen Lebensmittelladen einkaufen und legte Talba davor ohne Leine und ohne Halsband ab. [...]
      Doch irgendwie hatte ich heute ein mulmiges GEfühl.


      Du hattest ein ungutes Gefühl ud hast es dennoch getan?


      Draußen veränderte sich das Bild: Ein junges Pärchen mit einem gerade mal laufenden Kind kam heran.[...] . Mit so kleinen Kindern hatte ich sie noch nie konfrontiert.

      Sie wurde einer solchen Siuation noch nie ausgesetzt und trotzdem lässt du sie ungesichert aus den Augen?

      Und was macht der Hund? Steht auf, geht dem Kind aus dem Weg und guckt zur Tür. Das Nackenhaar war minimal gestellt. Ein Zeichen von Unsicherheit, ganz klar eigentlich, oder? Dennoch hat sie keine böse Mine gezeigt, bis auf die haare, die nur minimalst gestellt waren, sah sie aus wie immer.

      Du bist dir im Unklaren darüber, ob dein Hund nun agressiv oder unsicher reagiert. Eigentlich nicht schlimm, man erfährt ständig neues über seinen Hund. Aber grade bei poteniziellen Risiken nicht Bescheid zu wissen und sie trotzdem einzugehen, find ich ganz schön happig.


      Talba hasst es, von Fremden angefasst zu werden und mit Kindern hatte sie nie in ihrem ganzen Leben zu schaffen.

      Trotzdem bleibt das Tier ohne irgendeine Kontrolle alleine in einer potenziellen Gefahrensiuation?

      Finde auch die Eltern ganz schön mutig / oder dumm oder beides... dass sie ihr Kind einfach so zu so einem fremden Hudn hinwatscheln lassen.
      Au weia.. die Menschheit ist doch manchmal echt bescheuert. Ich hätte das meinen Kindern (sofern ich welche hätte) nie erlaubt.


      Ich denke, trotz aller Tierliebe sollte man den Menschen über das Tier stellen. Nich nur die Nichthundebesitzer haben eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.

      Nimm es mir nicht übel, aber einen Hund, und wenn er noch so alltagserprobt und gelassen ist, sollte man niemals ungesichert aus den Augen lassen. So etwas ist für mich verantwortungslos - vor allem, wenn man sich nicht sicher ist, wie ein Hund in gewissen Situationen reagiert, weil er schlichtweg noch nie damit zu tun hatte.

      Ich habe sowohl Hund als auch Kind, ich würde weder das eine noch das andere von irgendjemanden antatschen lassen, aber man hat als Hundebesitzer IMMER die Pflicht, so viel Risiko wie irgend geht zu vermeiden - auch wenn es so viele doofe Nicht-Hundis gibt. :wink:
      Liebe Angelwitch!

      Ich kenne meinen Hund gut genug, um zu wissen, dass sie das Kind nicht anfällt. Sie ist normalerweise souverän genug, es nicht zu tun - es sei denn, jemand würde ihr weh tun. Das höchste der Gefühle wäre ein Knurr oder Zähnefletsch gewesen. Mehr nicht. Dafür lege ich (bei nicht quälen) meine Hand ins Feuer.
      Wollte nur wissen, ob sie nun aus unsicherheit oder souveränität aufgestanden ist. Nicht mehr, nicht weniger. Normalerweise bleibt sie nämlich liegen - wenn Erwachsene kommen zumindest. Diese könnten sogar über sie drüber steigen.

      Du findest es happig, dass ich den Hund da ungesichert liegen lasse.
      Aha.
      Ein ungesicherter Hund reagiert aber meist aggressionloser als ein angebundener, der einer Situation nicht entfliehen kann. (Dieser Umstand erklärt auch, warum Angsthunde wie Thorin an der Leine noch ängstlicher reagieren - weil sie nicht selbstbestimmt fliehen können) Auch das dürfte jedem klar sein.

      Man kann trainieren, was man möchte, soviel man möchte - aber alle Situationen wird man nie trainiert bekommen.
      Und man wird ein Tier oder einen Menschen (Für mich stellt ohnehin der Mensch die böseste, unberechenbarste Bestie schlechthin dar ... aber das ist auch ein anderes Thema. Nur so viel: Menschen frei herumlaufen zu lassen, ist meist gefährlicher, als Hunde frei herumlaufen zu lassen - dennoch bindet Menschen niemand an... etwas provokant, zugegeben, aber vielleicht denkt man mal drüber nach :wink:) niemals vollkommen einschätzen können. Niemals! Darum den Hund zu Hause zu lassen oder gar bei derHitze im Auto kommt für mich nicht in Frage. Denn wenn ich anfange, nach Risiken zu suchen, muss ich feststellen, dass das ganze Leben ein Risiko ist und kann mich folglich gleich einsargen lassen.

      Das mir mulmig war, hatte wohl seinen Grund. Ich machte mir nicht um meinen Hund direkt Sorgen sondern darum, wie mal wieder das Menschenvolk reagiert. Und ich hatte recht.
      Neulich hatte ich die Hunde im Auto - FEnster geöffnet - da ich zwei Minuten in einen Laden sprang. vom Laden aus hatte ich einen direkten Blick zum Auto, und was muss ich sehen: Ein dreistes Kind schaut zum Auto hinein und macht Geräusche - ich - sofort raus und "Würdest du das bitte lassen, die mögen das nicht! " Der Bub guckte, als hätte ich ihn geschlagen. Ich wette, Talba hat geknurrt und Thorin sich geduckt.
      Ich kann die Menschen einfach nicht vestehen, wie sie solche Signale übersehen oder ignorieren können. Und jedes Erlebnis in diese Richtung, macht mich noch mehr zum "Menschenfeind".

      Und hier sind wir an einem Punkt angelangt, in dem ich mit Dir nicht übereinstimme, und wohl mit den wenigsten anderen..

      Für mich steht der Mensch nicht über dem Tier. WArum auch? WEil er schreiben und lesen kann? Weil er "von Gott ausersehen ist" (woran ich nicht glaube)
      Der Mensch ist äußerst eitel zu glauben, er stünde über dem Tier - und dieser Glauben erlaubt es ihm auch, teilweise skrupellos mit Tieren umzugehen.
      Für mich sind alle Lebewesen gleichwertige Mitgeschöpfe (einzig und allein abgesehen von Zecken... hehe)
      Die GEsellschaft eines Hundes ziehe ich der Gesellschaft von Menschen zu 98 % vor.
      Nun wird man sich vielleicht fragen, warum das so ist? Aber dies würde das Thema des Threads um meilen überflügeln.
      Nur so viel: Tiere, die man einafch sein lässt, sind nicht böse, verlogen oder krank in der Birne, wie die meisten Menschen. Tiere sind immer ehrlich, auf ihre Art und Weise - sie zerstören diesen Planeten, unsere LebensGrundlage, nicht mutwillig und wissentlich.
      tiere haben, sofern sie gesund aufgewachsen sind, keine Vorurteile und beurteilen uns nicht nach der Optik.
      Darum tun uns Tiere auch so gut. Weil sie nicht so heuchlerisch, verlogen, intrigant, eitel, selbstherrlich und psychopathisch sind.
      Tiere kommunizieren einfach ehrlich - leben "Zweckbestimmt" .

      So, mir schmiert hier gerade ständig der Rechner ab.. irgendwas ist da faul. DArum sende ich dem Post mal so ab.. ist noch nicht ganz fertig, aber so what, das wichtigste, ist, denke ich gesagt.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      Hallo!

      Es wird immer eine Situation geben, die ein Hund so oder so noch nicht erlebt hat.
      Ist er aber insgesamt ein sozial gefestigter Hund, mit einem gewissen Erfahrungsschatz, wird er auch auf neue Situationen flexibel reagieren, was ja auch eine der herausragenden Fähigkeiten der Caniden ist.

      Wenn ich Zorro irgendwo ablege (was ich wegen seines Alters, fehlende Erfahrung usw. erst noch eingeschränkt mache), dann auch meist ohne Leine, eben weil ich weiß, er ist sensibel und könnte sich angebunden bedrängt fühlen, zum anderen möchte ich nicht, dass jemand meinen Süßen klaut. An einer Leine zu ziehen ist leichter, als am Hund selbst.

      Ciao Mimi
      ..........
      Hallo Thora,

      nach langem hin und her überlegen, habe ich mich jetzt entschlossen, doch noch auf diesen Thread zu antworten.
      Dein Hund hat genau richtig gehandelt. Er ist der Situation aus dem Weg gegangen.
      Hunde sind die geborenen Konfliktlöser. Sie wollen niemals Streit anfangen. Lieber gehen sie der Situation aus dem Weg. Geknurrt, gebissen wird erst als letzte Lösung. Sicher hat auch dein Hund dem Kind gegenüber Beschwichtigungssignale wie Nasenlecken, Augenzwinkern, Gähnen gezeigt. Als es nichts Nützte ist sie aufgestanden und gegangen.

      Leider hast Du diese Sachen nicht sehen können, da du ja im Laden warst, und da sind wir beim Punkt.
      Ich habe mir mein Wissen angelesen, Workshops besucht, mit Hundetrainer zusammengearbeitet und, und, und...

      unter anderem habe ich auch Bücher von Turid Rugaas gelesen und ihre DVD geschaut, darin erklärt sie sehr anschaulich warum Hunde nicht vor Supermärkten oder ähnlichen abgelegt werden sollen.

      1. die Geräuschkulisse ist enorm hoch
      2. Verlassensängste
      3. keine Kontrolle

      Punkt 3 bezieht sich auf den Menschen, Du hast in dem Moment, wo du den Hund alleine läßt, keine Kontrolle, keinen Einfluß mehr auf das, was da draußen geschieht.
      Und deswegen sollten keine Hunde vor Geschäften abgelegt werden.

      und noch eins...

      Original von Thora
      Ich kann die Menschen einfach nicht vestehen, wie sie solche Signale übersehen oder ignorieren können. Und jedes Erlebnis in diese Richtung, macht mich noch mehr zum "Menschenfeind".


      Ich habe vor einigen Jahren auch nichts über die ,,Sprache der Hunde" gewust. Du warst sicher als Kind auch nicht immer ,,nett" zu Tieren. Auch deine Mutter wuste sicher nicht wie man sich richtig (nach heutigem Wissensstand) einem Hund gegenüber verhält.
      Wir haben uns dieses Wissen angeeignet, dafür brauchten wir aber wieder Leute die dieses Wissen schon hatten und jetzt bist auch du gefragt!
      Teile dein Wissen mit anderen Menschen, kläre sie auf, rede mit ihnen und reg dich nicht auf, wenn sie Fehler machen, sondern sage ihnen wie sie es nächstes mal Besser machen können.

      Mehr wollt ich nicht dazu sagen... :smile:

      LG Alex
      LG Alex

      Der Schlüssel zum Verstehen findet sich oftmals in der Achtsamkeit gegenüber den kleinen Dingen des Lebens. (Dalai Lama)