Hund aus dem Tierheim

      Hund aus dem Tierheim

      Also wir haben uns entschlossen einen Hund aus dem Tierheim zu "adoptieren". Wir waren jetzt auch schon ein paar mal Gassi gehen mit verschiedenen Hunden. Letztendlich gefällt uns ein neun Monate alter Mischling sehr gut. Das Problem ist einfach das wir uns mit so Tierheimgeschichten nicht auskennen. Wir haben mit den Tierheimpflegern beschlossen das wir jetzt regelmäßig vorbeikommen um den Hund besser kennenzulernen. Und so ganz wissen wir jetzt nicht wie es weitergeht. Kennt sich jemand aus wie das so mit dem Tierevermitteln abläuft? Oder ob wir etwas besonderes beachten sollen? Oder hat irgendwer Tipps? Danke schon mal. LG
      Hi
      Also wichtig ist das ihr den Hund mögt, das er euch gefällt, das ihr mit ihm klar kommt und das ihr euch 100% sicher seit diesem Hund 12-15 Jahre (oder länger) euer leben zu widmen.
      Der Hund muss zu euch passen, zu eurer Lebenssituation. Erkundigt euch über alles was ihr wissen wollt. Ist er sozial verträglich, kann er unter umständen alleine bleiben, was hatte er für eine Vorgeschichte (wenn man das weiss), was waren die Gründe für die Abgabe im Tierheim, ist er 100% gesund oder hatte er eine Krankheit, falls ja, ist er dadurch beeinträchtigt, etc. fragt alles was euch in den Sinn kommt.
      Wie die abgabekriterien in D-Land sind weiss ich nicht, aber ich denke das kann auch von Tierheim zu Tierheim Variiren.
      Aber ebe, das eigentlich wichtigste ist das ihr wisst das ihr genau diesen Hund wollt und keinen anderen.

      Liebe Grüsse Shizo

      Ein kleiner Einblick in meinen Zoo .................. i'm not deaf, i'm ignoring you

      RE: Hund aus dem Tierheim

      Hallo,

      ich habe vor 8 Jahren auch einen Hund aus dem Tiereim, bzw. vom Tierschutzverein übernommen. Ich hätte es mit meiner Milly nicht besser treffen können!!!!!!!!!! :smile

      Ich habe dort genau Umstände und Vorstellungen geschildert und da wurde mir gleich gesagt das von den dortigen Hunden nur Milly in Frage kommt.
      Ich habe dann einen Besuchstermin auf der Pflegestelle vereinbart. Als wir dort waren haben wir sie gleich mitgenommen und ich habe es noch keine Sekunde bereut.

      LG und nur Mut
      Ist doch eine super Lösung, sich erstmal bei Spaziergängen kennen zu
      lernen. Ihr könnt den Hund erstmal in Alltagssituationen kennenlernen
      und Euch ein genaueres Bild von ihm machen. Wenn ihr dann sicher seid
      das ihr zueinander passt, teilt ihr es dem Tierheim mit und dem Übernahmevertrag steht nichts mehr im Wege. Ich finde jedes Tierheim gut, die nicht sofort vermitteln.
      Wir haben auch ein Tierheim Hund am Anfang war er sehr lieb aber umso länger wir ihn hatten hat er sich sehr verändert er ist zu anderen Hunden böse geworden und jedes Kleinkind hat er angeknurrt seitdem wir in die Hundeschule gehen ist es besser geworden .Und in der Hundeschule sind auch Hunde aus dem Tierheim und sie haben sich auch verändert zu Hunden und Menschen .
      LG Carolin
      Um so wichtiger erstmal eine Testphase zu machen - aber was möchte man wenn man ins Tierheim geht ? Probleme tauchen immer auf und klar ist auch kommt ein erwachsener Hund ins Haus, sucht er auch erstmal nach seinem Platz in der Familie. Und es kann dann zu Problemen kommen und erstmal Zeit und Geduld in Erziehung etc. fordern. Aber auch ein Welpe braucht erstmal viel Zeit und Geduld...!
      Wenn man den perfekten Hund sucht - sollte es bei der Suche bleiben.
      Hallo!


      Original von caro95
      ... am Anfang war er sehr lieb aber umso länger wir ihn hatten hat er sich sehr verändert er ist zu anderen Hunden böse geworden und jedes Kleinkind hat er angeknurrt seitdem wir in die Hundeschule gehen ist es besser geworden .

      Und was sagt uns das?
      Daß Ihr etwas falsch gemacht habt und Ihr (hoffentlich) durch die Hundeschule etwas dazu gelernt habt!

      Das hätte Euch aber auch mit einem Welpen vom Züchter passieren können! :rolleyes:


      Thallus.
      ..Nun ja.. fragt sich,w as Coro unter böse zu anderen Hunden geworden versteht. Meine Hündin ist auch nicht mehr der alles liebende Flegel von 10 Monaten, der sie war, als ich sie aus dem TH holte. Sie ist wählerisch geworden, was die Hunde angeht, mit denen sie wirklich gern zusammen ist. Die meisten Hündinnen werden erst mal auf Herz und Nieren überprüft. Streitereien mit anderen Hündinnen sind die REgel geworden. Mit Rüden kommt sie dafür in der Regel immer aus.
      habe ich darum etwas falsch gemacht?
      Ich glaube nicht. Mein Hund hat sich entwickelt und gemerkt, dass nicht jeder ein feiner Spielkamerad ist und vor allem sie nicht jeden Hund mögen muss.
      Einige würden jetzt wohl auch behaupten, Talba sei "böse zu anderen Hunden geworden".
      ich würde das nie sagen.

      DAs der Hund Kinder anknurrt kann ebenfalls verschiedenen Ursachen haben und muss nicht am Halter liegen -sondern vielleicht auch am Kind?
      (Vielleicht auch schlechte ERfahurngen? )
      Dachte eigentlich, Thallus, dass Dir Pauschalisierungen fremd sind.

      Meine Hunde haben sich nur stetig verbessert, seit ich sie habe (bei Thorin kleine Rückfälle kaum mitberechnet)
      Sie sind beide selbstsicherer geworden.

      Ich würde mir immer wieder einen Hund aus dem Tierschutz holen - in Zukunft aber mit der Bedingung, dass er / sie nicht kastriert ist und mit der Sicherheit, dass es sich nicht um einen ehem. Straßenhund handelt.

      Ansonsten muss man eines klar sehen: Ein Hund, der im TH der liebste, bravste Kerl ist, muss das im neuen Heim noch lange nicht sein. TH ist eine Ausnahmesituation in der sich Hunde oft völlig anders verhalten, als später, "draußen" nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, die manchmal sogar recht lange dauern kann. (Zudem bildet der neue Herr den Hund in gewisser WEise auch wieder neu...)
      (Hätte z.B. nie gedacht, dass Thorin ein so eigenständiger, selbstdenkender Hund wird - vor allem hätte ich nie gedacht dass der anfangs sogar Blickscheue Hund zu einer Schmusekatze mutiert)


      Gruß
      Thora
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Thora“ ()

      Hallo!


      Original von Thora
      Ansonsten muss man eines klar sehen: Ein Hund, der im TH der liebste, bravste Kerl ist, muss das im neuen Heim noch lange nicht sein. TH ist eine Ausnahmesituation in der sich Hunde oft völlig anders verhalten, als später, "draußen" ...

      Das funktioniert natürlich auch umgekehrt!
      Ein Tierheim ist eine Ausnahmesituation für einen Hund.
      Oft blüht er in einem Zuhause, das ihm Halt gibt, erst so richtig auf!


      Thallus.
      ..und genau mit diesem Aufblühen kommen dann einige leider nicht klar. Man fand den ruhigen unauffälligen Hund so toll. Und den wilden, unbändigen dann eher unangenehm. WAs ich gar nicht verstehen kann... Ich war überglücklich als Thorin das erste Mal rannte - ausgelassen - an mir hochsprang und zum ersten mal bellte! Und wie begeistert war ich, als ich talba, meine Hexe, zum ersten Mal habe wie der Wind jagen sehen.
      Thorin war immer stumm - dass er jetzt seine Stimme entdeckt, ist für mich ein Zeichen dafür, dass er langsam aber sicher auftaut. (Ja... nach über einem Jahr lernt so ein Hund wie er immer noch - wahrscheinlich wird er noch fünf weitere Jahre brauchen.) Und wie er "reden" kann... hell läuten, dunkel Bellen, wie ein Großer, empört knurren, gefährlich knurren... lieb winseln, gelangweilt winseln, beim Einschlafen brummeln wie ein Bär...

      Nichts ist schöner, als ein Hund, der sich selbst wiederfinden darf und nach Jahren hinter Gittern den Wind der Freiheit um die Nase wehen fühlt
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      Hallo!


      Original von Thora
      ..und genau mit diesem Aufblühen kommen dann einige leider nicht klar. Man fand den ruhigen unauffälligen Hund so toll. Und den wilden, unbändigen dann eher unangenehm. WAs ich gar nicht verstehen kann...

      Es ist ja nicht nur das Aufblühen!
      Jedes soziale Wesen testet seine Grenzen aus.
      Und Grenzen sind es, die einem sozialen Wesen Halt geben.

      Leider gibt es viele Leute, die sich nicht trauen, unmißverständlich Grenzen zu setzen.
      Man will ja nicht als Schlagzeile in der "Bild am Sonntag" enden und wirft höchstens einmal mit rosa Wattebällchen! :eek: :wink:


      Thallus.
      Ich selber habe auch einen Hund aus dem Tierheim.
      Meiner war damals 7 Monate alt. Für mich war es kein
      Problem, schließlich hilfst du dem Tier ja auch indem du
      es aus dem Tierheim 'rettest'. Mein Hund wurde nämlich
      nicht gut behandelt. Genau deswegen ist er auch total
      ängstlich. :sad: Aber ich würde es immer wieder tun!