Tumor im Auge - entfernen lassen?

      Tumor im Auge - entfernen lassen?

      Hallo,

      unser Kaninchen (erst 1 Jahr alt) hat einen Tumor in der Iris im Auge der auch relativ schnell wächst. Es sind in den letzten 6 Wochen bereits 3 rote Flecken entstanden.
      Der Tierarzt meinte das Auge müsse raus, wobei man nicht ausschließen kann, dass sich woanders schon Metastasen gebildet haben.

      Hatt von Euch schonmal jemand so einen Fall gehabt?
      Wie gut sind die Heilungschancen überhaupt?
      Was kosten eine Augenentfernung?

      Im Moment ist er noch ganz munter, frist normal und auch so merkt man ihm nichts an, wir wollen den armen Kerl aber auch nicht unnötig leiden lassen.

      Sein Bruder ist schon mit einem halben Jahr ohne genaue Diagnose qualvoll verstorben, weil der Tierarzt ständig meinte "das wird schon wieder". Wahrscheinlich stammen die beiden aus einem völlig überzüchteten, schlechten Wurf.

      Über schnelle Antworten wäre ich euch sehr dankbar

      Christina
      Hy, warst du bei einem ganznormalen TA ? bei solchen diagnosen sollte man sich immer wieder eine 2. Diagnose ein holen?
      am besten in einer Tierklinik.
      Man kann ihn auf metastasen testen bzw nachschauen lassen ob sich welche
      gebildet haben...

      und ob überhapt welche da sind.
      denn tumor heisst nicht gleich metastasen.

      Am besten würde ich dir raten, fahre in einer tierklinik. da kannst du dir gleichzeitig
      von verschiednene TA meinen einholen.
      Ich bins nochmal,

      habe mir noch einige TA-Meinungen eingeholt. Die Aussage ist, man sollte das Auge entfernen lassen, wobei nach wie vor niemand weiß, ob dann der Krebs besiegt ist.

      Unserem Hoppel geht es soweit immer noch sehr gut, bis auf auf das Auge, das kneift er manchmal etwas zu.

      Ich bin hin- und hergerissen, was ich nun machen soll.
      Soll ich es ihm die restlichen Wochen seines Lebens ohne schmerzhafte Augen-OP nochmal richtig schön machen. Oder soll ich ihm jetzt die schmerhafte OP zumuten ohne genaue Aussicht auf Heilung.

      Wegen den Kosten ist es mir nicht, die Augen-Entfernung soll nur 45€ kosten, aber ich weiß nicht ob das eine Quälerei für das Tier ist, erst die OP, dann Fäden ziehen und dann quält er sich vielleicht mit weiteren Tumoren herum. Und dann noch das Leben mit nur einem Auge!

      Über schnelle Antworten wäre ich sehr dankbar
      Also ich würde die OP machen lassen. Tiere haben es meistens nicht schwer mit einem Auge die gewöhnen sich schnell dran. Und vielleicht wird er durch diese Augen OP auch gerettet...Also riskieren würde ich es. Wenn der Tumor im Auge bleibt wächst der ja auch und wird dann mit sicherheit auf's Auge und auf's Gehirn drücken und muss dann bestimmt mehr leiden als mit dieser OP.

      Ich wünsche dem Kaninchen alles alles gute und gute besserung und wünsche euch viel kraft. :pray: :pray: :hug:
      Mfg
      Mrs. Rabbit
      also ich denke auch du solltest es dann operieren lassen. meines wissen erholen sich kaninchen schnell (hab im mom auch ein kaninchen was eine hirnhautentzüdnung hat, und im mom dadurch blind ist. und kommt damit auch gut zurecht hoppelt sogar wieder seid zwei tagen :D )

      also ich würde es machen lassen...
      Danke für Eure Antworten,

      wir haben heute nochmal großen Familienrat gehalten und uns entschieden das Auge herausoperieren zu lassen. Ich habe für Freitag, 14:30 Uhr den Termin beim Tierarzt. Hoffentlich geht alles klar - und bringt dann auch den erhofften Erfolg.

      Drückt meinem Hoppel bitte die Daumen, damit er bald wieder mit seiner Hasendame Lucy (zwar dann nur einäugig - ich hoffe er kommt damit klar) herumhoppeln kann.
      Hallo,

      ich bin schon ganz aufgeregt, heute Nachmittag ist es ja dann soweit.. :sad:

      Wir wohnen in der Nähe von Chemnitz in einem kleine Dorf. Die Operation macht unser ganz normaler Kleintierarzt zu dem wir immer gehen. Der hatt allerdings schon 30 Jahre Berufserfahrung mit Kleintieren, und auch einen sehr großen Kundenstamm.

      Im Wohnzimmer ist schon ein kleines Krankenlager eingerichtet, damit sich unser kleiner Patient, wenn ich ihne heute Abend abholen, gleich auf die Fußbodenheizung legen kann. Extra leckeres Futter und Heu habe ich gestern schon geholt, damit ihm das Fressen nach der OP etwas leichter fällt.

      Hatt jemand eine Ahung, ob es ein Schmerzmittel für Ninchen gibt, was mann ihm dann Zuhause geben kann? Denn nach so einer OP, wenn die Narkose dann nachlässt hat er doch bestimmt starke Schmerzen?
      Hallo,

      erstmal vorweg: unser Hoppel hat die OP gut überstanden... :biggrin:

      Und nun der ausführliche Bericht:
      Ich habe ihn am Freitag 14:30 zum TA gebracht. Dort wurde er erstmal gewogen, das Herz abgehört und dann bekam er seine Narkosespritze. Ich habe ihn in der Einschlafphase noch gestreichelt, bis er sich hinlegte. Der Tierarzt erlklärte mit dann, wie die OP abläuft. Ich bin dann erstmal nach Hause gefahren und sollte ihn in einer Stunde wieder abholen.

      Als ich ihn wieder abholte, war er noch in Narkose. Der TA hörte nochmal sein Herz ab, legte ihn in seine Box, gab mir eine Antibiotische Salbe mit, die ich zweimal am Tag auf die Wunde machen sollte und für die Notfälle noch eine Schmerztablette.

      Bin dann nach Hause gefahren und habe ihn dann im Wohnzimmer aus der Box herausgenommen und auf die Fußbodenheizung gelegt. Langsam begann er dann wieder sich zu bewegen und auf meine Streicheleinheiten zu reagieren, die ihm aber vermutlich sehr gut getan haben. Denn sobald ich aufgehört habe ihn zu streicheln, wurde er unruhig.

      Es hatt dann noch bis Abends ca. 19:30 gedauert, bis er wieder richtig wach wurde. Die ersten paar Schritte gingen dann sofort an das Heu, dort hat er allerdings nur 3 Halme gefressen und dann an den Wassernapf, den er fast leer gedrunken hat.

      Gestern war die Wunde erstmal ganz schön angschwollen, und er hat fast den ganzen Tag geruht und nur wenig gefressen. Schmerzen hat er aber wohl kaum (kein Zähneknirchen und in der Ecke hocken), sodass wir, wie schon vom TA vorrausgesagt die Schmerztablette nicht brauchten. Eine Halskrause ist zum Glück auch nicht nötig, er putzt sich wenn, dann nur ganz vorsichtig an der Wunde.

      Gestern abend wurde er dann munter, ist durch das Wohnzimmer gehoppelt, hat ein Mörchen sowie Möhrenkraut gefressen und auch vom Kaninchenfutter probiert.

      Heute sieht die Wunde schon viel besser aus, ist ein wenig abgeschwollen und er ist auch schon wieder rumgesprungen und hat gefressen, zwar noch nicht wieder soviel wie sonst, aber ich denke das ist nach so einem Eingriff auch normal. Jetzt macht er erstmal seine Mittagsruhe.
      Am Dienstag muss ich wieder zum TA zur Kontrolle.

      Mit dem einem Auge kommt er auch recht gut zurecht. Er hatt allerdings jetzt öffter wie sonst die Ohren nach oben, und kontrolliert so seine Umgebung.

      Ich bereue nicht, dass wir den Schritt gewagt haben und hoffe nun natürlich, dass der Krebs nicht so schnell oder am besten garnicht an anderer Stelle auftritt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Christina13“ ()

      Hallo,

      es freut mich sehr wie gut dein kleiner die OP überstanden hat.

      Ich finde es allerdings SEHR verantwortungslos von deinem Tierarzt dir das Tier in Narkose mitzugeben. Normalerweise sollte das unter Aufsicht eines Tierarztes passieren, der sofort merkt wenn was nicht stimmt.

      Als gut verträgliches Schmerzmittel kann ich Metacam empfehlen. Das wirkt wirklich schnell.

      Du schreibst von Hasefutter: Das kannst du guter Dinge weglassen. Kaninchen brauchen nur Frischfutter und Heu. :wink: Trockenfutter mit so manch ungesunder Zutat schadet dagegen.

      Grüße coco
      Grüße von coco
      Unser Ninchen war natürlich nicht mehr komplett in Narkose, er hatt beim TA schon wieder versucht dass Köpfchen zu heben.

      Trockenfutter füttern wir nur sehr gutes, ohne Getreidebeimengungen.
      Es besteht aus gepressten Heu sowie getrockneten Gemüsechips.
      Außerdem kriegen unsere beiden Ninchen immer ausreichend Heu sowie Möhren, Kräuter aus eigenem Anbau, Äste aus dem Garten etc. und im Sommer können Sie auch Gras fressen, welches im Freigehege wächst. :wink: