...wenn ich bibo schnurrend auf der fensterbank liegend (oder auch mal sitzend zwecks besserem überblick und gerade nicht ausgesprochener faulheit) beobachtet habe, wie er seinerseits im herbst das spiel der blätter beobachtete, dann hatte ich nie das gefühl, er sei neidisch...sondern interessiert und aufmerksam *lächel* gerade dieser flausenkopf wird vermutlich am meisten angst vor der eigenen courage haben, wenn es ab ca. mai tatsächlich nach draußen geht *schmunzel*
und ob eine wohnung im 5. stock in der stadt oder im erdgeschoss auf dem land liegt... macht für mich keinen unterschied in der haltung von wohnungskatzen... oder assozierst du stadtwohnung mit räumlicher enge? ich habe hier in der stadt 98 qm... genug platz sich aus dem weg zu gehen, wenn die samtpfoten mögen.
trotzdem ziehe ich um... aber das hängt mit meiner katze zusammen, die ich hier aufgenommen habe weil sie bei den vorbesitzern nicht bleiben konnte... und JA, sie ist mehr als verhaltensauffällig gewesen, als ich sie bekam... aber das hing wohl eher mit ihrer vorgeschichte zusammen, denn sie hat sich trotz immer noch andauernder reiner wohnungshaltung bestens entwickelt... und das, obwohl sie aufgrund ihrer verhaltensauffälligkeiten beinahe eingeschläfert werden musste... jacky ist für außenstehende vermutlich auch immer noch verhaltensauffällig... denn niemand, der sie vorher nicht kannte kann ermessen, wieviel innere ruhe sie inzwischen erlangt hat - ich gönne ihr noch viel mehr davon!
artgerechte haltung... das klingt immer so nett! aber heißt das auch, dass freigänger sich ausschließlich selbst ernähren müssen, weil das ja eigentlich ihrer art entspricht? dass sie auch mal hungern müssen, wenn sie nichts fangen? dass sie sich mit flöhen und würmern und anderen krankheiten rumschlagen müssen, weil die natur nunmal artgerecht grausam ist? ich denke nein... wir bieten unseren fellnasen, was wir eben können... an gutem futter, medizinischer versorgung, liebe, beschäftigung, fürsorge und räumlicher ausstattung... und ich finde, dass finja sich schon eine menge gedanken um ihre tiere macht... diejenigen, die sich keine gedanken machen, findest du auch nicht (lange) hier im forum... es sei denn, sie versuchen ihre katze loszuwerden... so wie jackys vorbesitzerin!
ich gebe zu, dass ich auch manchmal neidisch bin, wenn ich berichte über australien und afrika sehe... auf die menschen, die sich einen langen aufenthalt, um leute und land kennen zu lernen, leisten (können) - aber geht es mir schlecht, weil ich das nicht kann? nein... im grunde bin ich sehr zufrieden mit meinem leben... auch wenn ich nicht alles menschenmögliche im leben machen kann

wir neigen vielleicht manchmal dazu päpstlicher zu sein als der pabst... statt uns über menschen zu freuen, denen ihre tiere am herzen liegen... die sorge dafür tragen wollen, dass es ihnen gut geht... die zeit, geld und gefühle investieren um ihrer übernommenen verantwortung gerecht zu werden...
mein motto steht nicht ohne grund da... wir orientieren uns an den idealen, auch wenn wir sie nicht immer erreichen können

liebe grüße an freigängerbesitzerInnen und wohnungskatzenhalterInnen von gaby und ihrem trio

Ideale sind wie Sterne: Man kann sie nicht erreichen, aber man kann sich an ihnen orientieren. (Carl Schulz)



Peppels +14.02.2006


das z. B. meinte ich...
Gute Nacht!
claudi, ich verstehe schon was du meinst und muss zugeben, dass ich mich stets schlecht fühle, weil ich denke, dass auch meine kater raus sollen. andererseits tröste ich mich damit, wie sie aufgeblüht sind, seit wir sie aus dem TH geholt haben... und, oh wunder