Auto fahren

      Hallo Ihr lieben,

      ich habe ein Problem mit Benny, wenn er mit uns Auto fährt fängt er total an zu hecheln und zu zittern. Eigentlich klappte das auto fahren bis jetzt immer gut, er jault auch nicht oder so...
      Kann es ein das er Angst hat???
      Wenn ja was kann ich machen damit er versteht das nichts schlimmes passiert.Er ist 7 Monate alt und springt auch freiwillig ins auto...

      LG jasmina

      RE: Auto fahren

      HEcheln ist meist ein ZEichen von Erregung/Aufregung/Unwohlsein - ebenso das Zittern.
      Zittern kan nauf freudige Erregung hindeuten oder aber auf Angst.

      Meine HÜndin zittert z.B. kurz bevor sie losspurten darf. Thorin zittert nur aus Angst, niemals aus Vorfreude.

      Du solltest herausfinden, um welche Art von Aufregung und Gemütsbewegung es sich bei Deinem HUnd handelt.

      Hilfreich könnte die BEantwortung mehrerer Fragen sein:

      Welche ZIele steuerst Du mit dem Hund an? Bzw. was waren so Deine ersten Ziele?
      Waren dies "schöne " Ziele wie WIese und Wald? ODer eher unangenehme wie TA oder vielleicht ein BEsuch bei Leuten, die sie nicht kannte, und die sie nicht mochte? Hundeschule? Hundesitter?

      WIe lange warst Du auf den ersten Fahrten unterwegs?
      Man sollte einen jungen, oder generell autounerfahrenen Hund niemals zu lange in der Gegend herumkutschieren.

      Ich ging wie folgt vor:

      ICh zwang meine nicht zum Einsteigen sondern wartete, bis sie von selbst einstiegen.(setzte mich auch rein, warf Leckerchen rein umn das Auto interessanter zu machen) Dann bekamen sie was. Ich setzte mich rein, machte die Tür zu. Verharrte so. Stieg wieder aus. (man muss wiossen, dass beide Hunde Panik vor Autos hatten).
      So ging das hin und her. Dann lies ich irgendwann den Motor an und wieder aus. LEckerchen. Aussteigen.
      IRgendwann fuhr ich dann ca. 5 Minuten bis zum nächsten Grünen Fleck : Spielen und toben auf der Wiese.
      Dann kam es vor, dass der Hund nicht gleich wieder einsteigen wollte. ich wartete geduldig. Tür auf, Tür zu. Bis der HUnd freiwillig reinging : Dann ab nach Hause und LEckerchen.
      Die ersten Monate besuchte ich mit dem Auto stets positive Ziele! Fuhr nie weit. Verlängerte die Fahrten aber von mal zu mal - je besser das FAhren klappte.
      Heute schlafen beide souverän im Auto. MAnchmal gucken sie sich die Gegend an. KEin HEcheln, kein Zittern. Talba hat am Anfang auch gehechelt und ihr ist der Sabber von der Zungenspitze getropft, so aufgeregt war MAdame.

      Gruß
      Thora
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      Hallo Jasmina,

      eigentlich gibst Du Dir selber schon eine Antwort auf Deine Frage...
      ...natürlich hat Benny Angst.
      Hecheln und Zittern sind ein überdeutliches Zeichen für Stress. Also versuch ihm den Stress zu nehmen (da ich nicht weiß, wie groß Benny ist, hier erst einmal ein Vorschlag):
      lass Benny während der Fahrt nicht aus dem Auto schauen. Dies kannst Du mit Hilfe einer abgedeckten oder geschlossenen Transportbox erreichen, oder aber Dein Hund sitzt auf der Rücksitzbank (bitte angeschnallt) und Du hängst die Fenster zu.

      Ach ja, mach das Thema nicht wichtig für den Hund. Je unemotionaler Du mit der Situation, also eben auch mit Benny umgehst, umso einfacher wird es für Benny UND Dich.

      Schöne Grüße
      Nora-Baby
      Gewalt fängt da an, wo der Verstand aufhört!
      Hallo Jasmina,
      wie meine vorgänger schon geschrieben haben, ist herauszufinden, weshalb sie nun zittert und hechelt, was vorher ja eigentlich kein problem war.

      das autofahren auf positive weise bzw. durch positive erlebnisse schmackhaft zu machen, sehe ich auch als angebracht, ein vorschlag gab Thora bereits.

      mein hund mag es zb. aus dem offenen fenster zu schauen. dieses erlaube ich ihm auch zu dieser kalten jahreszeit. er darf die strecke bis zur hauptstraße immer rausschauen (schneckentempo). wir fahren einkaufen (belohnung für das im auto warten), gehen nach der autofahrt spazieren und toben. längere autofahrten mag er genauso wenig wie ich, deshalb wird regelmäßig pause gemacht.

      @Nora-Baby: :eh: wieso fenster verhängen bzw. den hund abschirmen??? dann kriegt er ja nooch mehr angst.

      LG Sappi

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)
      Hi Sappi,

      Auslöser für das o.g. Verhalten ist häufig die hohe Reizzuführung beim Herausschauen. Für Hunde mit starkem Jagdtrieb wird beispielsweise durch das "Vorbeihuschen" von Objekten der Hetz- und Jagdtrieb so stak angeregt, dass der Hund zu diesem Stressverhalten neigt. Nehme ich ihm den Reiz, Abdecken der Transportbox, NICHT verdunkeln!!!, so kann der Hund ruhig bleiben.

      Angst bekommt der Hund in diesem Fall nur, wenn solche Veränderungen abrupt und nicht "Übungsmäßig" vonstatten gehen.

      So long

      Nora-Baby
      Gewalt fängt da an, wo der Verstand aufhört!
      Original von Nora-Baby
      Für Hunde mit starkem Jagdtrieb wird beispielsweise durch das "Vorbeihuschen" von Objekten der Hetz- und Jagdtrieb so stak angeregt, dass der Hund zu diesem Stressverhalten neigt. Nehme ich ihm den Reiz, Abdecken der Transportbox, NICHT verdunkeln!!!, so kann der Hund ruhig bleiben.

      Angst bekommt der Hund in diesem Fall nur, wenn solche Veränderungen abrupt und nicht "Übungsmäßig" vonstatten gehen.
      Nora-Baby



      ich habe mir mal Jasmins alte beiträge durchgelesen. :angel:
      " ein mischlingshund aus spanien; und wie von den usern vermutet wurde, ein hund bei dem evtl. der jagttrieb noch kommt"

      du könntest recht haben @Nora-Baby :think:

      Grüße Sappi

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)
      ... Hat der Hund denn Jagdtrieb? Das würde mich schon sehr interessieren. Denn meine Hündin hat auch Jagdtrieb. Komischerweise weiß sie aber ganz genau, dass die KAtze draußen eben draußen ist und guckt nur, wohingegen sie, befände sie sich nicht hinter Autoscheiben, hinterherfegen würde, würde ich es nicht unterbinden.

      Außerdem wiederspricht doch die "Zittern ist ein Eindeutiges Zeichen von Angst-Theorie" der " Reiz-Theorie". Diese beiden Theorien ergänzen sich auch nicht, wie ich finde. Entweder der Hund hat Angst oder er möchte die Büsche und Hecken jagen :think: :confused:

      Ich glaube, man sollte einen Hund und sein Wahrnehmungsvermögen nicht unterschätzen.
      Hunde sind keine blind von ihren Instinkten getriebenen "Maschinen" - mir klingt das zu behavioristisch.
      ICh glaube nicht an stark nach reinen Instinkt-Mechanismen ablaufenden VErhaltensäußerungen.

      Im Thread-ERöffner-FAll glaube ich an Angst/ starke Erregung.

      Thora
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      ich würde den hund auf keinen fall zwingen wie andere schon geschrieben haben setzt dich im auto und zeig ihm das es nicht schlimm ist er muss es von alleine machen und er sollte beim fahren auch nicht so viel sehen das verängstigt ihn noch mehr du solltest ihn auch niemals dafür bestrafen sondern alles in ruhe machen und ihn loben es könnte etwas länger dauern wen du eine trainingsmetode gefunden hast die haubtsache ist das er sich wohl fühlt ein kleiner tipp noch du solltest vieleicht eine decke die ihm vertraut ist wo er sich rauflegen kann halt ürgendetwas vertrautes in dein auto mit hinein legen so fühlt er sich wohler und die länge der fahrt sollte sich nur lansam erhöhen setz dich wenn es geht mit hinten rin un lass einen anderen fahren sezsihn auch nicht auf den beifahrersitz
      ich hoffe es hilft dir viel glück :smile:
      mein hund ist mein ein und alles

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „hannymoon“ ()

      Hallo Ihr lieben,

      also Benny kommt aus spanien und ist ein galgo-bardino mix...
      Jagdtrieb hat er bis jetzt noch nicht...Ich denke das es die Angst ist, wobei ich ihn alleine ins Auto springen lasse Ihn ein Leckerchen gebe, danach macht er platz auf seiner decke und wird angeschnallt, dann dauert es so 5 min. und er hechelt und zittert, zwischendurch gähnt er auch...nur wann ist der richtige zeitpunkt ihn zu loben mit lekerchen oder so? Wir haben ihn jetzt immer ignoriert wenn er zitterte...

      Vielen Dank....

      Jasmina
      Hallo!!

      Ich würde Benny auf keinen Fall anschnallen. Benny fühlt sich dadurch behindert und bekommt natürlich Angst vor allem, weil er Auto fahren sowieso schon nicht mag.
      Der Hund kann selber stehen oder liegen, er braucht keine Hilfe dazu.
      Du wirst bestimmt nicht so rasant um die Kurven fahren, dass er im AUto hin und her fliegt, oder? :wink:
      Du könntest auch die Scheiben mit Karton überkleben, damit sieht er die Welt draußen auch nicht "vorbei fliegen".
      Außerdem ist es so auch dunkler.

      Das würde ich mal versuchen!

      Lg Andrea
      Hallo Andrea,
      ich habe es auch schon ohne anschnallen versucht nur 1. hechelt und zittertb er dann genauso und 2. springt er mir dann immer nach vorne und wenn ich bremse ist das einfach zu gefährlich, wenn mann nur nur durch ein Missgeschick oder so stark bremsen muss würde er gleich nach vorne fliegen.Er wiegt ja nur 10 kg....

      LG jasmina
      Hallo Zusammen!

      @Bingo

      Sorry, dass ich Dir da widersprechen muss, hier geht es leider nicht darum, ob Hund Autofahren mag oder nicht, hier geht es um Fakten:

      Muss ein Hund im Auto angeschnallt sein? Gibt es für Hunde eine Anschnallpflicht?
      Eine Anschnallpflicht im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Aber ein Hund muss im Fahrzeug gesichert sein.

      Nach § 23 der Straßenverkehrsordnung hat der Fahrer eines Kfz dafür zu sorgen, dass die Ladung gesichert ist.
      Hunde geltend verkehrsrechtlich als Ladung und müssen entsprechend gesichert sein.
      Ein Verstoß wird mit 35 Euro und bei einer Gefährdung mit 50 Euro und 3 Punkten geahndet.

      Für Hunde existieren verschiedene Sicherungsarten. Transportbox oder Trenngitter zwischen Fahrraum und Ladebereich sind eine Möglichkeit, um zu verhindern, dass der Hund bei einem Bremsmanöver wie ein Geschoss durch den Fahrzeuginnenraum schießt.
      Eine andere Möglichkeit sind spezielle Sicherheitsgurte für Hunde zum Anschnallen auf der Rückbank. Wählt man diese Sicherungsform, ist dies letztlich doch eine Art Anschnallpflicht für den geliebten Vierbeiner.


      Quelle: auto-und-verkehr.de/archiv.php?inc=anschnallpflicht-hunde

      Abgesehen davon ist es mir lieber, meinem Hund bei einem Unfall eine Chance zum Überleben zu geben, eben durch Anschnallen, als dass der Hund durch die Scheibe fliegt o.ä.!

      Was das Zuhängen oder Abdunkeln etc. betrifft halte ich dies für eine gute Idee (siehe oben).


      @ Kitty:

      Versuche doch Folgendes: Erstmal die Sache "im Trocknen" üben. Das heißt mit Ruhe den Gurt anlegen wieder ablegen. Immer wieder loben, vielleicht auch mal ein Leckerchen. Wenn der Hund das Anschnallen akzeptiert, machst Du nur den Motor an, Freund/Freundin sitz hinten beim Hund und klopft immer mal wieder auf die Schulter und signalisiert so (ohne zu reden) alles OK!
      Das ganze baust Du Schritt für Schritt weiter aus. Hab Geduld, denn Dein Hund muß auch erst mal wissen, was Du von ihm willst. Vergiß das Loben nicht. Denn auch wir Menschen sind motiviertzer, wenn wir Lob bekommen, oder etwa nicht???

      Schöne Grüße

      Nora-Baby
      Gewalt fängt da an, wo der Verstand aufhört!
      Hallo, also so würde ich auch rangehen und vor allem müssen die Fahrziele Begeisterung hervorrufen, das ist die Belohnung und der Grund für diese Art der Fortbewgung.
      Meine Hunde sind auch lieber am festen Boden aber Autofahren verspricht Unterhaltung und Acker. (Egal ob zum TA oder auf Arbeit; Acker oder Wald muß sein)
      Eine Frage habe ich auch-Die Sache mit den Scheiben abkleben ist mir nicht ganz klar. Meine DK muß immer rausschauhen, er legt sich fast nie sonder sitzt und erträgt lange Fahrten. Sicheres Zeichen für Entspannung ist wenn der Hund während der Fahrt leckerlies nimmt.
      Er beobachtet alles drausen kommentarlos, doch wenn ich den Blinker an einem Waldrand oder Acker setze wird er unruhig, daran merke ich daß der Hund bei der Sache ist durch visuelle Reize zu dem gefordert wird.
      Ich denke sogar über einen Geländewagen nach weil sie dann noch besse schauhen können und dabei liegen.
      Macht denn das Abschotten wirklich Sinn?

      Grüße Friebo

      Ich kenne auch Hunde die zusammengerollt im Fußraum schlafen.
      Hi Friebo,

      so einfach kann das sein... Jeder Hund ist eben anders. Für den einen Hund ist das Autofahren purer Stress, und Deine Hündin genießt es rauszuschauen.

      Das "Verdunkeln" hilft den Hunden, die durch die optischen Reize erheblichen Stress aufbauen. Frei nach dem Motto: Was ich nicht sehe, kann mich nicht beunruhigen bzw. stressen.

      Es grüßt

      Nora-Baby
      Gewalt fängt da an, wo der Verstand aufhört!