exokrine Pankreasinsuffiziens

      exokrine Pankreasinsuffiziens

      Hallo,

      heute brauch ich mal Hilfe und ich hoffe es gibt welche, die sich mit dieser Krankheit auskennen.

      Aik war immer schon ein sehr schlanker Hund und auch sehr mäkelig, was sein Futter betraf.
      Aber in letzter Zeit hatte er sehr oft Durchfall, wobei die Kotmenge immer relativ groß war und hat trotz regelrechtem Heißhunger an Gewicht verloren. Nachts brodelte es in seinem Magen wie ein "Kraftwerk", so dass ich ihn geschnappt habe und zum TA bin. Eine spezielle Blutanalyse brachte dann exokrine Pankreasinsuffiziens an den Tag. So langsam tut das Kerlchen mir echt leid, erst ne schlimme Vorgeschichte und nun das :eh: . Nun bekommt er ein Spezialfutter und Enzyme, die ihm helfen sein Futter richtig zu verdauen.

      Was mir aber viel wichtiger erscheint ist, dass er bald wieder etwas an Gewicht zulegt, da er ja Gewicht verloren hat. Er ist trotz allem ein aktives Kerlchen, der gern mit seinen Hundefreunden rumtollt, was ich ihm auch nicht verbieten möchte, denn ich möchte ihn ja nun auch nicht isolieren.

      Wieviel Bewegung kann man einem Hund mit dieser Krankheit zumuten und wie schafft man es, dass eine Gewichtszunahme erreicht wird.
      Wie gesagt, vielleicht hat ja jemand Erfahrung damit und kann mir auch mit kleinen Tipps weiterhelfen.

      LG Andy
      Mein Gästebuch freut sich über jeden Besucher und ich würde mich über nette Einträge freuen.

      RE: exokrine Pankreasinsuffiziens

      Hi Andi,

      wenn ich mich recht erinnere, wird Aik doch gebarft, oder?

      Kann man da nicht an der Ernährung drehen? Ein Tierheilpraktiker kann Dir bestimmt helfen. Der kennt sich in Ernährungsfragen ja (leider) oft besser aus, als ein Mediziner.

      Leider kenne ich mich nicht mit der Krankheit aus. Vielleicht meldet sich noch jemand, der Dir besser helfen kann!

      Alles Gute für Aik!

      Liebe Grüße - Tine


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
      ... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...
      Hallo,

      sorry, dass ich es nicht gleich richtig erklärt habe, aber ich war erstmal ziemlich erschrocken wegen der Diagnose und muss mich im Moment auch erstmal mit der Situation beschäftigen, dass er ein "Hunde"leben lang Medikamente nehmen muss.

      Nach der Diagnose haben wir unter tierärztlicher Aufsicht erstmal auf Diätfutter umgestellt, welches die Bauchspeicheldrüse entlasstet, deswegen Barfe ich im Moment nicht.

      Bei einer exokrinen Pankreasinsuffiziens arbeitet der Teil der Bauchspeicheldrüse nicht mehr richtig bzw. gar nicht mehr, welcher für die Herstellung des Pankreassaftes notwendig ist, welcher wiederum dafür sorgt, dass das Futter im Magen in die lebensnotwendigen Bausteine aufgespalten wird. Dabei vordergründig geht es um die Verdauung von Fetten, welche ja für Hunde der Hauptenergielieferant sind. Diese kann er mit ePi nicht mehr so verdauen, wodurch der Hund zwar fressen kann wie verrückt, aber sein Magen es nicht mehr verdaut und er die Masse, welche oben reinkommt hinten wieder als Durchfall ausscheidet und als unerwünschte Nebenerscheinung auch noch extrem an Gewicht verliert.

      Durch dieses Fressen, aber dabei immer dünner werden sind wir ja auch erst darauf aufmerksam geworden, dass etwas nicht mehr stimmt und haben darauf testen lassen, leider positiv, wie sich ja nun herausgestellt hat.
      Nun müssen wir ihm ein Leben lang Verdauungsenzyme in Tablettenform zu jedem Fressen geben.

      Für eine Pankreasentzündung gibt es viele Ursachen, aber für ePi wird als Hauptursache genetische Veranlagung gesehen, davon sind vor allem Schäferhunde und eine Collierasse sehr empfänglich. Aber das auch nur am Rande.

      Bei Tablettengabe sollte er alles vertragen, aber um die Bauchspeicheldrüse zu entlassten, sollten es weniger tierische Fette sondern vielmehr hochwertige pflanzliche Fette sein, welche in reduzierten Gaben zugeführt werden.

      Ich hoffe ich konnte es einigermassen erklären, aber mir raucht bei all den Informationen, welche ich im Moment sammle richtig doll der Kopf und manchmal überschlagen sich dann auch ein paar Gedankengänge :confused: .
      Trotzdem hoffe ich vielleicht doch, dass sich damit jemand auskennt und mit ein paar Tipps geben kann, wie ich Aik so gut versorgen kann, dass er auch bald wieder an Gewicht zunimmt.

      LG Andy
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      Hi.

      Ich bin zwar auch nur Laie, muss mich aber aufgrund der Erkrankung (Bauchspeicheldruesen Entzuendung) unseres Hundes auch damit ein wenig beschaeftigen. Die Bauchspeiseldruese (Pankreas) ist ein recht kleines Organ welches direkt mit dem Magen verbunden ist. Die Pankreas produziert und versorgt den Koerper mit Enzymen und Hormonen die zum Abbau bestimmter Energielieferanten angesetzt sind. Bei einer Insuffiziens werden bestimmte Enzyme oder Hormone nicht oder unzureichend produziert, was zur Ursache hat, dass die zu verdauenden ENergielieferanten nicht mehr oder nur unvollstaendig zersetzt werden. Konsequenz daraus ist, wenn das Tier nicht mit den fehlenden Enzymen/HOrmonen substituiert (durch Medikamente versorgt) wird, dass die Energielieferanten wieder ausgeschieden werden. Das Tier muss somit mit von extern mit den Enzymen behandelt werden, ein Gespraech mit dem TA und Ernaehrungstherapeuten duerfte Aufschluss darueber geben welche Ernaehrung die Optimale ist. Doch wuerde ich grundsaetzlich sagen, dass das barfen nicht ausgeschlossen werden kann.

      Gruss Kosh