Wie "bei Fuß" beibringen?

      Wie "bei Fuß" beibringen?

      Hallo zusammen,

      ich war mit Nellie im Welpenkurs in der Hundeschule.
      Von daher kann sie "sitz", "Platz", "komm hier".

      Ich möchte irgnendwann noch den Basiskurs mit ihr machen, habe aber im Moment nicht die Zeit und das Geld dazu. Deswegen übe ich viel einfach so...

      Nellie ist ein Energiebündel und braucht Bewegung und Toben ohne Ende.

      Ich lasse sie die meiste Zeit ohne Leine laufen, was auch ganz gut geht. Aber wenn sie an die Leine muss (vom Haus bis zur Wiese und umgekehrt wieder von der Wiese bis zum Haus, oder auch mal, wenn viele Spaziergänger unterwegs sind, wie z.B. heute), dann zieht sie wie ein Ochse.

      Ich weiß, dass man stehen bleiben soll, bis die Leine wieder locker ist. Aber ich kann das 10 mal machen, auch 50 mal, sie zieht sofort wieder.
      Was kann ich da noch tun?

      Und wie bringe ich ihr "bei Fuß" bei?


      Fragende Grüße,

      Nicola
      Nellie (Kromfohrländer-Mischling) *09/06

      RE: Wie "bei Fuß" beibringen?

      Hallo Nicola!

      Bei Talba ging das wie folgt:

      Ich nahm sie an eine Leine und guckte, dass ich ihre Aufmerksamkeit bekomme. Bei Talba ging das super mit ihrem lieblingsball oder ein paar lieblingsleckerlies. Ich nahm die Leine locker in die linke, der Hund war auch an meiner Linken.. dann ging ich los... ich zeigte ihr mit der rechten den Ball - ging und zwar so, dass sie automatisch dazu gezwungen war, Fuß zu gehen. Während sie am Bein ging, sagte ich Fuß. Ging ein paar meter, blieb stehen, hob ihr den BAll über die Nase, so dass sie sich absetzte. Das wiederholte ich ein paar mal. Wich sie mir vom Bein, korriegierte ich sanft mit der Leine - lobte, wenn sie wieder Fuß ging und wiederholte den Befehl.
      Schnell hatte sie kapiert, was ich wollte. Und dann konnte der Feinschliff beginnen.
      Ich trainierte Geschwindigkeitswechsel, Richtungswechsel dicht am Bein - dann meist ohne Leine.
      mittlerweile läuft sie leinenlos Fuß an anderen Hunden vorbei, setzt sich ab, sobald ich stehen bleibe.
      Fuß war für einen Wirbelwind wie Talba das schwerte Kommando dessen Feinschliff am längsten brauchte.

      Bei Thorin mache ich alles anders. Der kann eigentlich nichts.. hehe... Durch ihn habe ich einen anderen Umgang mit Hunden gelernt, da seine anfängliche Angst es nicht möglich machte auf üblichen Wegen weiterzuschreiten. Jeder Hund ist eben anders. Was bei Talba funktioniert, funktioniert bei anderen noch lange nicht. Vielleicht kannst das ja mal versuchen...

      Leckerlie geht so: Leckerlies in die Rechte und dich am Bein, laufend füttern.. .ist nicht so meine Methode, habe aber schon gesehen,d ass das andere so machen. Befehel Fuß erklingen lassen - schreitend leckerlie am Bein geben.

      Gruß
      Thora
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      Bei meinem Hund habe ich mich sobald sie gezogen hat umgedreht un bin in die andere richtung gelaufen, da sie sich für spielzeug nicht wirklich interessiert hat und selbst leckerlies haben schnell ihr interesse verloren wenn sie sie nicht direkt bekommen hat. Vo aher konnte ich das nicht so machen wie Thora.
      DUrch die Methode die ich angewendet hab sind wir zwar oft nur fünf meter hin und wieder zurück gelaufen, aber irgentwann hatte sie keine Lust mehr und ist "bei Fuß" gegangen

      lg Jule
      Wir haben Rocky deas Kommando "bei" beigebracht mit ner Trainerin.. Ging so:

      der Hund sitzt links neber dir

      du beginnst mit einer linkswendung zu laufen (also nicht grade aus laufen sondern mit den rechten fuß vor eeinen hund setzen und in die entgegengesetzte richtung laufen)
      --> also von der ausgangsposition eine 180° Drehung
      dabei sagst du ihm das kommando "bei" bzw "fuß" oder "bei fuß"

      dann schaust du wenn dein Hund nicht mit *lockerer* Leine neber dir läuft (er darf mit seiner Schulter nicht weiter als bis zu deinem Knie) dann läufst d jedes mal wenn die Leine angespannt ist mit einer Linkswendung gegen deinen Hund...
      Am Anfang sieht das total bescheuert aus weil du wirklich dich als nur drehst und bei einem grossen Hund ist es auch recht anstrengend aber totaaal wirksam.. Nach ein paar Tagen verging das Ziehen bei Rocky immer mehr und er läuft immer besser an der Leine..

      Wenn dein Hund zieht, will er ja im Prinzip dir nur ansagen, dass du dort hin laufen sollst wohin ER es will... Indem du aber (wenn er beginnt zu ziehen) gegen ihn läufst und genau in die andere Richtung läufst signalisierst du ihm, dass er nichts zu bestimmen hat und du die Richtung angibst!

      Wie gesagt bei Rocky hats einwandfrei geklappt auch wenn die ersten Übungsversuche bei seinen 35kg anstrengend waren....
      ..........