Neo ist fort..

      Neo ist fort..

      Es ist jetzt erst wenige Stunden her...

      Neo, mein Neo wurde vor unserer Einfahrt von einem sorglos daherrasenden Wagen überfahren. An einem wunderschönen Sonntagnachmittag in einer verkehrsberuhigten 30er-Zone. Er hatte gar keine Chance... als ich an die Strasse gelaufen kam, war er schon tot. Mein Neo...

      Es tut so schrecklich weh. Neo war mein Liebling. Er war der beste, liebste, der tollste Kater, den es überhaupt geben konnte. Neo war für mich nicht einfach nur ein Haustier. Er war mein Freund, mein Vertrauter, mein Baby, mein Schutzbefohlener. Jetzt ist er tot, und ich kann es noch gar nicht richtig fassen, dass er jetzt für immer fort ist. Der Schmerz zerreisst mich und ich weiß gar nicht, warum ich das hier schreibe.

      Ich sitze hier vor meinem PC auf meinem Sofa, wo Neo sich jeden Abend und auch gerne mal nachmittags auf meinen Schoß gequetscht hat und schnurrend eingeschlafen ist. Dass mir dabei regelmäßig irgendwann mindestens ein Bein eingeschlafen ist, störte ihn nicht - und mich auch nicht, denn ich hatte ihn gerne bei mir liegen. Jetzt wird er das nie wieder tun... und ich ertrage diesen Gedanken nicht.

      Nie wieder wird er päpend vor der Haustür sitzen, weil er hereingelassen werden möchte. Nie wieder wird er dann schnurrend und mit mir plaudernd um meine Beine streichen und sich das weiche Bäuchlein kraulen lassen. Nie wieder wird er morgens vor dem Aufstehen zu mir unter die Decke krabbeln und sich an mich kuscheln. Nie wieder werde ich ihm über das samtige, schwarze Fell streichen können, nie wieder in seine grünen Murmelaugen sehen können.

      Er ist nur 3 Jahre alt geworden. Ich hatte versprochen, immer für ihn da zu sein, ihn für immer zu beschützen. Jetzt ist er tot - überfahren vor unserem Haus. Ich konnte ihn nicht davor beschützen. Noch kurz vorher war er bei mir im Haus gewesen, und ich mache mir schreckliche Vorwürfe, dass ich ihn nicht drin behalten habe.

      Wir haben noch einen zweiten Kater, Casimir. Er ist genaus alt wie Neo, wir haben die beiden vor 3 Jahren im Alter von 14 Wochen gemeinsam zu uns geholt. Casimir hat es wohl noch gar nicht mitbekommen, dass sein Kumpel jetzt nicht mehr da ist...

      Mein Freund hat Neo von der Strasse geholt und ihn inzwischen in unserem Garten an einem sonnigen Plätzchen begraben. Er leidet unter dem Verlust genauso sehr wie ich. Im Moment kann ich mir gar nicht vorstellen, dass der Schmerz irgendwann wieder aufhört, alles ist anders, als es noch vor einigen Stunden war.

      Neo, mein kleiner Dickie, ich werde dich niemals vergessen!
      Oje das ist ja schrecklich,
      mach dir bitte keine Vorwürfe, es hätte jederzeit passieren können und es hat bestimmt nichts damit zu tun das du ihn an diesem Tag nicht drin behalten hast.
      Er geht jetzt über die Regenbogenbrücke wo es ihm gut geht.
      Fühl dich unbekannterweise mal :hug:

      Mitfühlende Grüße Jenny
      Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
      Es tut mir sehr leid. Habe diese Woche nachts auch eine tote Katze am Straßenrand liegen sehen, die ein netter Mensch aber wenigstens auf eine Zeitung gelegt hat und sich scheinbar vergewissert hat dass da nichts mehr zu machen ist. Mir zerreisst es bei sowas immer das Herz und ich werde für einige Minuten sehr traurig. Genau aus diesem Grund wollte ich nie Freigänger, aber da ich auch immer an Hauptstraßen wohne mit viel Verkehr wäre es ein Spiel mit dem Tod. Ich weiß wie Du Dich fühlst, auch ich habe so einen vollkommen unerwarteten Verlust 2004 erlebt, als die Schwester von meinem Kater mit gerade mal 2 Jahren tötlich verunglückt ist. Man macht sich immense Vorwürfe, obwohl man nichts dafür konnte und der Schock lässt erstmal die Realität kaum zu, dass das geliebte Tier nicht mehr heimkommt. Kümmer Dich ganz doll um Kasimir. Als Felix damals merkte, dass seine Schwester schwer verletzt ist und ich sie wegfahren werde zum Tierarzt, hat er sich Schnauze an Schnauze von ihr verabschiedet, er wusste, sie kommt nicht mehr lebend zurück. Ich habe mich in den Folgetagen ganz doll um ihn gekümmert, geschmust, extra leckeres Fressen und so haben wir den Schmerz gemeinsam überwunden.
      Ich denk an Dich und Deinen Neo, alles Gute :hug:


      Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      Hallo,

      es tut mir sehr leid, was mit Deinem Neo passiert ist. Ich kann Deinen Schmerz gut nachvollziehen.

      Bis August 2006 hatte ich auch zwei Freigänger. Bruder und Schwester. Abends hab ich noch mit beiden draußen gespielt, morgens war nur noch mein Kater da. Alles suchen half nichts, Maxie kam nicht wieder.

      Ich wohne auf dem Land mit wenig Verkehr, allerdings ist mir sehr wohl bewusst, dass ein Auto oder ein Trecker reicht, um mir meine Kleinen zu nehmen.

      Jedes Mal, wenn Max jetzt das Haus verlässt, hoffe ich, dass er wieder kommt! Aber ich sage mir auch jedesmal, dass er so glücklich draußen ist. So stolz, wenn er wieder eine Maus gefangen hat, so verspielt, wenn er hinter einem Schmetterling herjagt.

      Wir schenken unseren Fellnasen ein katzengerechtes Leben, mit ganz viel Liebe und Zuneigung von unserer Seite. Sie werden mit allem versorgt, können aber trotzdem wie eine Katze leben.

      Und ich finde wir müssen uns immer wieder sagen: egal wie kurz das Leben unseres Lieblings leider war, es war ein glückliches Leben!!!

      Vielleicht hilft Dir das ein wenig über Deinen Verlust hinweg. Es bringt Dir Deinen Neo nicht zurück, aber es tröstet vielleicht etwas.

      Liebe Grüße
      Alexandra
      Danke für Euren lieben Zuspruch. Dass Neo ein glückliches Leben hatte und dass er der erste sein wird der mich begrüsst, wenn meine Zeit einmal abgelaufen ist, das sind Gedanken, die mich im Moment ein wenig trösten.

      Neo wird uns wohl immer fehlen; er war wirklich ein ganz besonderer Kater. Und egal, wo im Haus ich mich aufhalte, überall kann ich ihn noch sehen. Wie er sich heimlich das zum Auftauen in der Spüle liegende Fleisch aus der Box geangelt hat, wie er sich dick und breit auf meinem Sofaplatz fläzt, wenn ich nur mal kurz zum Klo gegangen war, wie er gemütlich auf dem Küchentisch liegt und mich beim Kochen beobachtet... :cry:.

      Kasimir schlägt sich auch ganz tapfer. Die ersten Tage war er untypischerweise ganz ruhig, quängelte nicht rum um nach draussen gelassen zu werden, sondern war ganz lieb schmusig und anhänglich, als wollte er uns Trost spenden. Mittlerweile lassen wir ihn wieder raus, wenn auch nicht so lange wie sonst. Aber der Kleine liebt es einfach draussen zu sein, und ich möchte ihm das auch nicht verwehren. Aber das ungute Gefühl bleibt.

      Inzwischen haben wir uns auch etwas gefangen. Wir überlegen, ob wir unser Grundstück nicht einzäunen können, vielleicht wäre das eine Möglichkeit, die uns wieder ruhiger schlafen lässt und für die Katzis ein Kompromiss. So hätten sie zwar eingeschränkten Freigang, dafür aber sicherer.

      Unser Kasimir wird auch wieder neue fellnasige Gesellschaft bekommen. Auf den Internetseiten unseres hiesigen Tierschutzvereines blinzelte uns ein kleiner schwarzer Kater namens Nemo entgegen - klingt vielleicht merkwürdig, aber das kam mir vor wie ein Wink des Schicksals. Wir werden also einem neuen, kleinen Würmchen ein gutes und liebevolles Zuhause geben. Wir haben ihm auch schon ein eigenes, separates Zimmer eingerichtet für den Fall, dass Kasimir mit der neuen Gesellschaft überfordert ist. So werden sich dann beide bzw. wir alle langsam an die neue Situation gewöhnen können.