Bellen aus Freude... wie abgewöhnen?

      Bellen aus Freude... wie abgewöhnen?

      Hallo Ihr Lieben,

      ich brauche mal Eure Hilfe.

      Ich würde mich selbst als relativ erfahren im Umgang mit Hunden einstufen; aber jetzt stosse ich gerade in absolutes Neuland vor: meine Hündin bellt, aus Freude, zum Begrüssen und natürlich, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen und es wird immer schlimmer.
      Ich arbeite als Tagesmutter, habe viel Kommen und Gehen und Türklingeln und meine Loona kläfft und kläfft und ich kann mich mit den ankommenden Leuten gar nicht unterhalten. Ich habe schon einiges versucht: zunächst ignorieren (ich habe das Gefühl, dass es nur schlimmer wurde?!), dann schimpfen, dann ins Körbchen schicken und nun nach Clicker-Methode mit Belohnung wenn sie still hält (das funktioniert, aber wehe ich konzentriere mich nicht mehr auf sie, dann geht es munter weiter.)

      Weiss jemand Rat?
      Gruss, Julia
      Sorry, dass ich das sagen muss aber ich gaube, zwischen dir und Loona ist die Rangfolge in eurem "Rudel" nicht ganz klar. So wie du es beschrieben hast, denke ich das sie sich als Ranghöher sieht und auf ihre Art die Besucher begrüßt. Leider kann ich dir bei genau diesem Problem leider nicht so viel weiter helfen, da wir einen Hund hatten der in einem halben Jahr nur 2 mal gebellt hat! :angel:
      Aber ich kann dir zwei sehr gute Bücher empfehlen, wo dein Problem und auch viele andere Probleme drin stehen.
      Die Bücher sind von Jan Fennell und heißen "mit Hunden leben" und "mit Hunden sprechen"

      Guck doch einfach mal ob du dir die Bücher vielleicht ausleihen kannst, wenn du sie nicht direkt kaufen willst! Die sind wirklich hilfreich und auch interessant geschrieben.Vor allem so, das man auch nachvollziehen kann, wieso man in einer bestimmten Situation so und so reagieren sollte.

      Liebe Grüße Jule :tongue:

      RE: Bellen aus Freude... wie abgewöhnen?

      ich habe mit meinem hund das gleiche problem er bellt ständig habe alles versucht nix hilft es zerrt an den nerven kann es sehr gut nachvollziehen.
      ne bekannte gab mir den rat ein halsband zu kaufen habe ich getan es passiert nix schlimmes nur das,es piepst oder vibriert man hat ne fernbdeienung hat die man betätigt.
      nun habe ich eins hier liegen wo er einen leichten stromstoss mit bekommt das hilft ganz gut.
      habe mich vergewissert das da wirklich nichts schlimmes passieren kann und das beste daran ist es geht von selbst
      Tipp- und Rechtschreibfehler sind absichtlich eingebaut und dienen der Belustigung des Lesers.
      Hallo Jule,
      das mit der Rangordnung kann ich definitiv ausschliessen, nach all den Hundeschulen und Erfahrungen mit drei Hunden, weiss ich, dass es das nicht ist. Loona ist auch sonst super folgsam und kennt ihren Platz im Rudel. Wenn ich sie beim Bellen ins Körbchen schicke, dass ausserhalb des Sichtbereiches der Haustür ist, geht sie da auch artig rein, ...bellt aber weiter.
      Aber danke trotzdem für den Gedanken! Prinzipiell ist der Ansatz an der Rangordnung ja eigentlich häufig der richtige Beginn.
      Vielleicht hast Du recht und ich sollte mal wieder ein Erziehungsbuch aufschlagen (habe ja genug davon), ich dachte nur, dass ich hier im Forum vielleicht einen bereits erprobten guten Rat bekommen kann.
      Danke und bis bald mal wieder, Julia

      RE: Bellen aus Freude... wie abgewöhnen?

      Danke, doerkeline, doch leider ist Loona für soetwas meines Erachtens zu sensibel. Neulich ist sie an einen Viehzaun gekommen und leidet Höllenqualen, wenn wir nun diese Gassistrecke laufen. Ich habe Angst, dass sie Deine Methode nur verschrecken würde, sie aber nicht den Zusammenhang mit ihrem Bellen sehen könnte??
      Liebe Grüsse, Julia

      RE: Bellen aus Freude... wie abgewöhnen?

      Hallo!

      Zuerst mal: Ich finds lustig, dass Leute, die schon mehrere Hunde hatten immer wieder glauben, man sei damit automatisch hundeerfahren... Ich beobachte, dass es häufig nicht der FAll ist. ..
      ABer lassen wir das.
      Ein Hund der super folgt ist noch langek ein HUnd, der sich als "rangniedriger" einstuft.
      Das mit dem Gekläffe hört sich für mich nach "enormem Geltungsdrang" an.
      Sie hat bemerkt, dass Du dann sogar anfängst zu klickern und ihr ein LEckerchen gibst. Du schenkst ihr also Aufmerksamkeit mit diesem ollen Klicker und einem Leckerchen. Dann hat sie doch genau das, was sie will. Aufmerksamkeit!
      Sie will, dass man sich auf sie konzentriert. Das erreicht auch ein Hund mit gutem Gehorsam. Er fixiert einen und zwingt einen, mit ihm was zu tun. Da ist dann nichts mit Chef sein oder so... Da hat einen der folgsame Hund sowas von im Griff. Manche Hunde bekommen ja schon ein LEckerchen, wenn sie sich bloß schmachtend vor Frauchen setzten.

      Ich würde den Hund eiskalt ignorieren und alle Besucher bitten, es ebenso zu tun. Nicht mal einen Blick würde ich der guten Loona schenken. Allerdings braucht es Zeit, bis Loona merkt, dass jetzt nichts mehr mit Clicker und LEcker ist - und auch nichts mehr mit Körbchen-Befehlen (die ja auch eine Art aufmerksamkeit darstellen).
      Ignoranz ist auch hier das Zauberwort! Nur musst Du dich jetzt als hartnäckiger als Loona erweisen. Und da Loona schon gelernt hat, wie sie erfolg haben kann und auch Erfolg hatte - so wird es vielleicht ganz schön lange dauern, biss sie kapiert, dass ihr Gekläffe nichts mehr bringt.

      @doerkeline: Ich will ja nicht aus dem Forum fliegen... - aBer das mit dem Stromstoß ist ja wohl das aller - aller - aller hinterletzte und zeigt deutlich deine Unfähigkeit selbst mit so kleinen Problemchen wie Kläfferei fertig zu werden. Was machst Du dann erst, wenn Dein Hund mal zum Jäger mutiert? Ich finde es traurig, dass selbst bei solchen "Kleinigkeiten" solche Hammerschlag Methoden zum tragen kommen.... Übrigens: Solche Geräte sind verboten und Nutzer davon können gerichtlich belangt werden.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Thora“ ()

      Ihr seid aber ganz schön gemein mit Euren Mitteln. Ihr habt es Euren Hunden doch erst beigebracht. Wer hat denn angefangen, den Hund so zu begrüssen als sie noch klein waren und man sie mal allein gelassen
      hat ? Überbeschwengliche Begrüssung oder ? Oder wenn viele Besucher
      kommen, wie sind die bisher bzw. damit umgegangen ? Ich möchte wetten, der Hund wurde zuerst begrüsst etc. nun fordern sie es ein.
      Das dies nervig ist, kann ich gut verstehen aber mit brutaleln Mitteln dies selbst geschaffene Problem wieder in den Griff zu bekommen, find
      ich nicht ok. Macht doch einmal den Selbstversuch.
      Es dauert vielleicht aber die Ansätze mit dem Clicker find ich gut und vielleicht auch eine Absprache mit Besuchern, zu treffen, den Hund garnicht zu begrüssen.
      Thora war etwas schneller - aber ich find, die Sache harmloser - nicht alles sind Dominanzprobleme.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „monty.P“ ()

      @MontyP.: Ich glaube auch nicht ,dass es sich hierbei um ein sog. Dominanzproblem im allgemeinen handelt. Ich glaube nur, der Hund hat eine Möglichkeit gefunden, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, zu einem Zeitpunkt da er sich sonst irgendwie nicht so toll beachtet fühlte... wenn der Besuch quasi wichtiger war als sie selbst.. und darum kläfft sie. Ich glaube nicht, dass es was mit Freude zu tun hat ,wie der titel des Threads vermuten lässt.

      - Um es nochmal zu betonen: Ich finde die Clicker-Methode im Falle Loona nicht gut, weil sie dann bekommt, was sie will: Aufmerksamkeit. Loonas Halter hat doch geschrieben: Sobald sie sich nicht mehr mit dem Clicker auf Loona konzentriert, geht der gleiche Zauber von vorn los. Ich würde es nicht mit dem Clicker machen ---

      Andererseits, was weiß ich schon? Habe immerhin in Talba meine allererste ureigenste Eigen-eigenhündin geholt. Zuvor war ich nur mit anderer Leuts Hunden draußen. Komischerweise habe ich mit keinem meiner hunde solche Probleme wie viele ach so erfahrene, jahrelang geprüfte Hundehalter...
      (sorry, dass ich hier so schnippisch werde, aber Mimi weiß, warum ich jetzt so schreibe! Hehehe.... Nur so viel: Hier im ORt gibts jemanden, der sich auch für sooo ultra erfahren hält, weil schon mehrere Hunde gehalten und so, und dessen Hund den Halter nur nur und nochmal nur verarscht... )
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Thora“ ()

      Im Grunde waren wir uns doch einig - also versteh ich Deinen Kommentar nicht. Manchmal wird hier anscheindend nicht so ganz aufs Thema geantwortet. Die Beschreibung - das die Fragestellende meint,
      Hundeerfahrung zu besitzen treibt Deinen Kommentar - ab vom Thema.
      Klar wer mehrere Hunde gehabt hat, meint Hundeerfahrung zu haben
      und treibt dies merkwürdige Früchte ab und zu a b e r zum Thema tut es nichts. Zudem wer kann schon behaupten, von einem Thema, die Ahnung zu haben ? Das wäre ja, die Vermessenheit, die Du gerade bemängelst.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „monty.P“ ()

      RE: Bellen aus Freude... wie abgewöhnen?

      Hallo Thora, danke für die Zurechtweisung. So wie es klingt hast Du recht?!

      Naja, eines habe ich auf jeden Fall gelernt: dieses Forum ist nichts für mich. Ich bin nicht zartbesaitet und mag das offene Wort, aber die Stimung hier gefällt mir gar nicht. Klar ist IMMER der Halter Schuld am Problem des Hundes, aber herrgott, hier findet man sich nicht ein, um zu hören wie blöd man ist, sondern um aufgebaut zu werden, oder?
      Wie dem auch sei... belehre andere, Julia

      RE: Bellen aus Freude... wie abgewöhnen?

      @MontyP.: Entschuldige bitte, ich habe mal wieder schlampig gelesen.

      @unsere-kleine-farm: Ich wollte Dich nicht beleidigen und auch nicht als dumm darstellen. Ich meinte diese Aussage ganz allgemein. Übrigens habe ich Dir einen Tip gegeben, wie Du eventuell mit diesem Problem umgehen kannst.
      Wie sollte ich Dich aufbauen: Das wird schon wieder? Ja! Das wird auch schon wieder! Man muss sich aber auch mal was "anhören" können.
      Himmel! Habe ich mich schon wieder unbewusst im Ton vergriffen?
      Dann tus mir leid. Ehrlich.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      RE: Bellen aus Freude... wie abgewöhnen?

      Schwamm drüber, habe es wohl in den falschen Hals bekommen, tut mir auch leid !!
      Ich meinte es ehrlich, dass Du vermutlich recht hast.. und ich einfach nicht konsequent genug ignoriert habe. Ich werde das in einem neuen Angehen mal sturer machen. Ignorieren war ja auch meine erste Idee, aber naja, es fällt mir wirklich nicht sehr leicht...
      Sorry nochmal, Grüsse Julia

      RE: Bellen aus Freude... wie abgewöhnen?

      @unsere-kleine-farm: Da bin ich jetzt aber beruhigt :dance: dass ich doch nicht ganz so unmöglich war, wie ich mir eben vorgekommen bin :oops:

      WEißt Du, ich habe derzeit eben so ein pirvates, kleines Problemchen mit einem Hundehalter, der mich dermaßen auf die Palme bringt, aber immer wieder herauskehrt, wie erfahren er wäre...

      Ich glaube, da würden sich auch Dir die Haare zu Berge stellen. Aber dies ist ja nicht Thema des Threads... :silenced:


      Bin mal gespannt, was von anderen Foris noch für Ratschläge eintrudeln.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      RE: Bellen aus Freude... wie abgewöhnen?

      Vielleicht werden wir ja doch noch Freundinnen :kiss: ?

      Ich fange mit dem neuen Ignoranz-Versuch gleich morgen an und berichte dann von den Erfolgen.
      Du sagst, man muss geduldig sein, weisst Du in etwa wie lange Loona braucht um das zu verstehen, nur damit ich einschätzen kann, ob wir nach einer Woche vielleicht auf dem richtigen Weg sind?

      RE: Bellen aus Freude... wie abgewöhnen?

      Das ist aber lieb!

      - Leider kann ich Dir nicht sagen, wie lange das dauern wird. Es kommt auf die Hartnäckigkeit Deiner Hündin Loona an. Du musst sie besser einschätzen können als ich. Ist sie eher ein sturer Hund? Oder ein Hund der sehr schnell und gern lern? (ich schätze ja eher letzteres)
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      RE: Bellen aus Freude... wie abgewöhnen?

      Ja, im Grunde würde ich sie als schnell-lernenden Hund einschätzen.

      Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr sehe ich, dass Loona sich wirklich zurückgesetzt fühlen kann und somit mehr Aufmerksamkeit einfordert.
      Nicht nur, dass ich definitiv weniger Zeit mit ihr verbringe, als sie gewohnt war während der Grund-Erziehung, nein, ich bin nun auch noch jeden Tag mit anderen Kindern beschäftigt (neben unseren 3 eigenen, mit denen sie ja schon teilen gelernt hat) und vor 2 Monaten haben wir ihr auch noch einen kleinen Kater vor die Nase gesetzt, mit dem sie auch noch unsere Aufmerksamkeit teilen muss...

      Das führt mich zu dem Schluss, so verrückt es auch klingen mag, ..dass ich wieder anfangen muss zu joggen, damit der Hund etwas mehr Zeit mit Frauchen alleine hat (und mir kann das ja auch nur guttun :lol:) und ansonsten strikte Ignoranz beim Bellen. Die Besucher muss ich nicht gross briefen, denn einem kläffendem Hund schenken Fremde sowieso nur ungern Aufmerksamkeit, die über einen Blcik hinausgeht..
      Hallöchen!

      Die ignorieren Sache wäre für mich nur ein halber Schritt in Richtung Erfolg - weil - hinrennen und mitlaufen wenn jemand kommt tut sie ja trotzdem nocht.

      Ich würde es ein wenig anders aufbauen - und zwar kombiniert mit einem Platzbefehl.

      Wenn du Tagesmutter bist - hast du ja ein Kommen und Gehen - und immer einen Hibbelhund zwischen den Beinen der Aufmerksamkeit haben will :eek:...

      Ich bin auch im pädagogischen Bereich tätig und kann mir die Situation daher bildlich vorstellen - lach.

      Ich würde ihr ein festes Plätzchen richten auf das sie sich legen soll - und dort soll sie bleiben egal was passiert. Ob ein Kind kreischt, die Türe klingelt oder das Haus zusammenbricht.

      Das kannst du mit bleib und Belohnung aufbauen - und kannst sie letztendlich sogar auf deine Klingel konditionieren - also dass sie nicht hochstürzt wenn jemand kommt - sondern dass sie die Klingel in Zukunft hört - und sich auf ihren Platz verkrümelt.

      Sprich - zum Einüben solltest du zu zweit sein - einer klingelt - du nimmst deine Kleine und führst sie auf ihren Platz, ignorierst sie dabei, sie soll sich hinlegen du machst bleib und belohnst sie und diese Belohnung bekommt sie nur wenn sie liegt und ruhig ist.

      So in der Art würde ich das versuchen...

      Dauert halt seine Zeit... Übung macht den Meister...

      Was ist es denn für eine Art Hund?
      Oder hab ich das überlesen?

      Grüßle

      Hilde