"von Natur aus" gemütlich

      "von Natur aus" gemütlich

      Huhu,

      ich hatte gestern ein etwas längeres Gespräch mit meiner Mutter (hat ein großes Haus mit Garten, wenig Treppen, Garten uneingezäunt, viele Kinder in der Nachbarschaft) über Hunde. Sie will sich wohl in Zukunft (in ca. 1 Jahr) auch wieder einen Hund kaufen, da sie eventuell nicht mehr arbeiten muss.

      Sie möchte sich nur einen Hund kaufen, wenn sie definitv nicht mehr arbeiten muss (momentan von 8-12 Uhr), weil es dann doch auch ein Welpe sein soll. Da sie schon ein paar Hunde hatte (wir früher), meint sie, es sei besser komplett für den Welpen da zu sein.

      Lange Rede kurzer Sinn: sie meinte, sie möchte gerne eine Rasse, sprich einen Hund vom Züchter und keinen aus dem Tierschutz und er soll "eher" gemütlich sein.

      Meine erste Antwort darauf war "das gibts nicht"

      Sie wiederum meinte, man könne rassemäßig schon einen aussuchen, der eher ruhig ist, ich meinte darauf, das entwickelt sich erst später, durch Erziehung, Tagesablauf und so.

      Desweiteren möchte sie einen Hund, der nicht rassespezifisch gerne bewacht. Groß soll er werden und langes Fell haben.

      Naja, nun wollte ich fragen:

      1.) Können Hunde schon "rassetypsich" gemütlich (ruhig) sein?
      2.) Habt ihr einen Rasse-Tip, den ich ihr vorschlagen könnte?

      Ich glaub das war es erst mal :smile:

      LG Anna
      LG Anna



      *** Tadler und Spötter lass ich lachen - wünsch nur , dass sie`s besser machen ***
      Hallöchen Peanut!

      Also ich weiß zwar nicht hunderprozentig, ob das stimmt... aber mir wurde mal gesagt, dass englische Bulldoggen wohl eher die "gemütlichen" Hunde sind. Hatte mal jm. mit ner englischen Bulldogge getroffen... der erzählte mir das... der lebte seit Jahren schon immer mit der Rasse!

      Aber ob das stimmt... hmmm keine Ahnung... denke das liegt auch oft an der Erziehung und am Tagesrhythmus... ;) - aber das ist das was mir so spontan einfällt ;)!
      I'll be watching you!
      Hallo!

      Mir fällt da ehrlich gesagt auch nur der Neufi so recht ein, die meisten anderen wirklich großen und langhaarigen Rassen (z.B. Bernhardiner, Kuvasz, Kangal, Landseer) sind alle mit einer angewölften Portion Schutztrieb ausgestattet und auch nicht unbedingt alle als gemütlich oder genügsam zu bezeichnen.


      Grüße
      Lorana
      Hallo!


      Hm! Hm! Und noch mal hm!
      Man sollte Rassen nicht so stark pauschalisieren.

      Neufundländer können sehr wohl beschützerisch auftreten und ihre Menschen gegen Fremde verteidigen.

      Neufundländer, Bernhardiner und andere Hunde, die überschwer gezüchtet wurden, sind meist ruhiger, weil sie nicht anders können.

      Die Englische Bulldogge ist ruhiger, weil sie meist schlecht Luft bekommt.

      Diese Hintergründe würden mich vor der Anschaffung einer solchen Rasse eher abschrecken. :rolleyes:

      Wenn mir ein ruhiger Hund wichtig wäre, dann würde ich ihn in dieser Hinsicht erziehen oder mir einen älteren anschaffen.

      Aber eine Garantie auf einen ruhigen Hund wird es nicht geben.
      Deshalb sollte man auch mit einem weniger ruhigen zurechtkommen (können), wenn man unbedingt einen Hund halten will.


      Thallus.
      Ich finde die Idee von Thallus gut, schlag ihr doch vor einen älteren Hund bzw. erwachsenen Hund zu nehmen, bei dem man am Charakter direkt erkennen kann ob er eher ein Wirbelwind ist oder nicht. Ein Welpe ist ja nun immer quirlig, egal welche Rasse.
      Finde das Ganze allerdings schwierig, da wir als Hundeanfänger auch einen ruhigen Hund wollten, Terence aus dem Tierheim geholt haben, er gemütlich und gelassen war, bis er auftaute und ein Wirbelwind erwachte. Tauen Hunde mal richtig auf kann sich der Charakter sehr schnell drehen, ABER auch das kann man hinbekommen. Wir haben mit ihm inzwischen kaum noch Probleme, erziehen war gott sei dank doch noch möglich :zustimm:
      Ich wollte nie erwachsen sein, hab immer mich zur Wehr gesetzt.Von außen wurd' ich hart wie Stein, und doch hat man mich oft verletzt. Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben. Erst dann, wenn ich`s nicht mehr spüren kann,
      weiß ich, es ist für mich zu spät, zu spät, zu spät.
      Ich würde mich da eher mal bei Privatpersonen und Pflegestationen umhören, die Hunde abgeben. Die können den Charakter des Hundes besser beschreiben und beurteilen als jedes Tierheim (weil der Hund sich dort nunmal nicht heimisch fühlt).
      Die Chance, einen bewegungsunfreudigen Welpen zu bekommen, ist gleich Null. Ein älteres Tier wäre da sehr viel angebrachter.
      Es geht ihr eigentlich nicht um die Bewegungsunfreudigkeit. Bewegung wird er sicher bekommen. Wir diskutierten nur darüber, ob einige Hunderassen generell schon ruhiger sind als andere.

      Ich persönlich habe auch ein Hund aus dem Tierschutz vorgeschlagen, aber dass es ein Welpe von einem guten Züchter sein soll, steht für sie in jedem Fall fest. Wir hatten früher unsere Hunde immer von kleinauf und das ist für sie sehr wichtig und ich akzeptiere das dann auch.

      Neufundländer hatte sie auch schon in der engeren Auswahl und einen Golden Retriever.
      Der Berner Sennenhund kommt für sie wohl auch in Frage, da ein Züchter ihr erklärte, sie hätten zwar einen ausgeprägten Wachtrieb, allerdings völlig ohne Aggression.
      Naja, ich denke darüber wird sich noch länger der Kopf zerbrochen. Man möchte sich halt viele Meinungen anhören.

      Aber ich denke, man kann unter jeder Hunderasse einen "wilden" oder einen eher "gemütlichen" Hund antreffen.
      LG Anna



      *** Tadler und Spötter lass ich lachen - wünsch nur , dass sie`s besser machen ***
      irische wolfshunde sind vom gemüt auch sehr ruhig. aber auch von der anschaffung her sehr teuer und bekanntermaßen sehr groß. ansonsten hätte ich auch sofort auf neufi getippt. vllt auch landseer.

      goldis nur von sehr guten züchtern.

      aber thallus einwand ist nicht wirklich falsch. :wink:
      Hunde, die tatsächlich oft ruhiger sind, groß , aber nicht riesig, langes Fell,
      personenbezogen aber nicht übertrieben wachsam sind.
      Dazu fällt mir nur eine Rasse ein : Chow - Chow. Eventuell auch Chow - Mischlinge, Ich hatte mal eine Chow - Schäfer - Collie Mix Hündin, die ging gerne spazieren und begleitete mich hervorragend am Pferd (Hütehund), war extrem auf mich fixiert (eher Chow) und am Fahrrad war sie extrem laangsaaam.

      Ich weiß von Menschen, die reine Chow - Chows halten und die bestätigen, dass die Hunde gerne etwas gemütlicher mit allem sind.

      Elos und Eurasier sind Hunde, die ein Chow Anteil haben und auch als eher gelassen wirken. Hier im Dorf haben wir allerdings einige Elos, die zwar nicht besonders lebhaft, aber schwierig im Umgang mit Geschlechtsgenossen sind. Allerdings liegt das ganz offensichtlich auch an der Erziehung, denn einer von ihnen hat jetzt eine weitere, konsequentere Bezugsperson bekommen und seitdem kann er auch ohne Show und Geknurre an meinem Hund vorbei gehen.
      Klingt ganz gut. Eurasier und Elos kamen noch garnicht in Betracht, da müsste sie sich sicher mal informieren. Ich persönlich weiß fast nichts über diese Rassen.
      Danke schön für eure Rasse-Tips.
      LG Anna



      *** Tadler und Spötter lass ich lachen - wünsch nur , dass sie`s besser machen ***
      so...nun ich :D

      Leonberger..

      @Peanut : bevor ich mich für den Leonberger entschieden habe, ging es mir so, wie es deiner Mama jetzt geht. Ein Hund Ja, aber welcher ist ruhig? Welcher hat nicht diesen intensiven Wachinstinkt?

      Neufundländer oder Leonberger, das war die engere Wahl und glaub mir, ich habe wochenlang in und her überlegt.
      Meine Wahl den Leonberger haben zu wollen, hat sich nach unserem ersten Besuch bei einer Züchterin hier im Lande entschieden. Sie erzählte uns sehr viel über diese Rasse.
      Sicher gibt es hin und wieder den einen oder anderen Welpen, der mehr z.B. Wachinstinkt hat als der Andere. Ich kann nur von den Leonbergern (zwischen 2 Jahren und 8 Jahren alt) sprechen, die ich kennengelernt habe. Die haben sich zwar bemerkbar gemacht, daß jemand aufs Gelände möchte bzw.jmd. sich dem Zaun nähert, dennoch waren sie und sind sie "Schafe im Wolfspelz". Ich setzte das bewußt in Anführungszeichen, weil der Ausdruck nicht von mir stammt.
      Zahm, geduldig und gemütlich, ich möchte fast sagen junge Opi`s. :D
      Aber wie schon erwähnt, hängt das auch mit der liebevollen konsequenten Erziehung zusammen.
      Mein Leonberger nun 1 Jahr alt, ist inzwischen ruhiger geworden, klar die Welpenzeit ist ja auch vorbei, dennoch hat er auch noch seine 5 Minuten die nicht "ohne" sind :rolleyes:

      Also wäre wohl für Deine Mam ein älterer Hund besser als ein Welpe,
      nehme ich an.

      LG Sappi

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sappi“ ()

      Original von Thallus
      Hallo!


      Original von Peanut
      Ich persönlich habe auch ein Hund aus dem Tierschutz vorgeschlagen,...

      Ein älterer Hund muß nicht zwangsläufig vom Tierschutz stammen.
      Nur so am Rande angemerkt! :rolleyes:


      Thallus.


      Naja, da muss man ja nicht gleich den augenrollenden smiley nehmen :wink:
      Das kann man sich als Geste auch sparen.

      Naja, darum gehts auch nicht - wie gesagt der Hund muss kein Opa-Temperament haben. Und sie möchte gerne einen Welpen. Beweggründe nun mal dahingestellt.
      Im Übrigen darf der Hund auch seine 5 Minuten haben, er muss kein batteriegesteuerter Wackeldackel sein.
      Aus den Antworten lese ich soweit heraus, dass man bei einigen Hunderassen doch sagen kann, dass sie etwas gemütlicher als andere sind, es sei denn man erwischt Widererwarten einen Wildfang mit dem man dann schon auch leben können sollte- wenn es zB ein PowerPaket ist. Zum Glück haben wir noch Zeit ausgiebig darüber zu disskutieren (meine Ma und ich).
      LG Anna



      *** Tadler und Spötter lass ich lachen - wünsch nur , dass sie`s besser machen ***

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Peanut“ ()

      Original von Peanut
      Naja, darum gehts auch nicht - wie gesagt der Hund muss kein Opa-Temperament haben. Und sie möchte gerne einen Welpen. Beweggründe nun mal dahingestellt.
      Im Übrigen darf der Hund auch seine 5 Minuten haben, er muss kein batteriegesteuerter Wackeldackel sein.
      Aus den Antworten lese ich soweit heraus, dass man bei einigen Hunderassen doch sagen kann, dass sie etwas gemütlicher als andere sind, es sei denn man erwischt Widererwarten einen Wildfang...


      Peanut...ich kann nur für mich sprechen, deswegen muß ich mal sagen, daß wenn ich mir einen Welpen hole und dieser von Anfang an nicht quirlich wäre, würde mir das zu denken geben.
      Ein Welpe muß "quirlich" oder anders gesagt, interessiert an seiner Umwelt sein.
      Erst wenn ein Hund älter ist, wird man die beschriebenen Rasseeigenschaften sehen und erkennen, aber nicht bei einem Welpen.
      Wenn ich schreibe: ...wie junge Opi`s ... meine ich nicht damit, daß die faul rumliegen oder so! Ich meine damit, daß sie ruhig, angenehm, ausgeglichen, selbstsicher und unkompliziert sind. ( bei ausgewachsenen Hunden versteht sich! )
      Und wenn ich richtig verstanden habe, möchte deine Mam einen solchen Hund. Nur wird sie nicht von Anfang an, einen solchen Hund haben, wenn sie einen Welpen nimmt, aber das weiß sie ja sicher?!

      Nur mal so nebenbei:

      "Der Eurasier,Selbstbewusst, ruhig, ausgeglichen mit hoher Reizschwelle, wach- und aufmerksam ohne lautfreudig zu sein; mit stark ausgeprägter Bindung an seine Familie; Fremden gegenüber zurückhaltend, ohne aggressiv zu sein; ohne Jagdtrieb. Zu vollen Ausbildung dieser Merkmale braucht der Eurasier ständigen, engen häuslichen Kontakt zu seiner Familie.
      Der Eurasier entwickelt seine Eigenschaften jedoch nur dann, wenn ihm eine verständnis- und liebevoll konsequente Erziehung zuteil wird."

      und jetzt nur mal als Gegenüberstellung:

      "Als Familienhund ist der Leonberger unter den heutigen Wohn- und Lebensbedingungen ein angenehmer Partner, der ohne Schwierigkeiten überallhin mitgenommen werden kann und der sich durch ausgesprochene Kinderfreundlichkeit auszeichnet. Er ist weder scheu noch aggressiv. Als Begleithund ist er ein angenehmer, folgsamer und furchtloser Begleiter in allen Lebenssituationen.
      Zur geforderten Wesensfestigkeit gehören insbesondere:
      • Selbstsicherheit und souveräne Gelassenheit,
      • mittleres Temperament (u.a. auch Spieltrieb),
      • Unterordnungsbereitschaft,
      • gute Lern- und Merkfähigkeit,
      • Lärmunempfindlichkeit.

      Elo: ist zwar keine FCI anerkannte Hunderasse,aber dennoch...
      "Der Elo ist ein ruhiger, recht anspruchsloser Familienhund. Er hat eine sehr hohe Reizschwelle. Der Jagdtrieb ist bewusst verkümmert. Gleiches gilt auch für das Hüteverhalten. Er hat ein mittleres Bewegungsverlangen, d. h. regelmäßige Spaziergänge genügen, obwohl er sich auch als Turnierhund eignet."

      Neufundländer:"Der Neufundländer gilt als freundlich, ruhig und ausgeglichen. Anderen Hunden gegenüber ist er nervenstark und friedfertig. Die Erziehung des Neufundländers ist dank seiner Intelligenz und schnellen Auffassungsgabe auf der einen Seite leicht - auf der anderen Seite aufgrund seines Eigensinns und Phlegmatismus auch manchmal schwer. Für diesen bärenstarken, imposanten Hund versteht es sich aber von selbst, dass ihm ein Mindestmaß an Erziehung beigebracht werden muss.
      Insbesondere sein ausgeprägter Beschützerinstinkt, der nicht in Aggressionen ausartet, ist hervorzuheben."

      Landseer: Entsprechend erzogen, ist der Landseer ein absoluter Familienhund. Daher erfordert das Halten eines Landseers eine zwar liebevolle, aber dennoch stets konsequente Erziehung, die möglichst frühzeitig beginnen sollte. Für einen Landseer, insbesondere für einen Rüden, darf seine (untergeordnete) Stellung im 'Rudel Familie' nie in Frage stehen, da er ansonsten versucht sein könnte, selbst die Führung zu beanspruchen. Eine Begleithundausbildung ist sinnvoll und zu empfehlen; für eine besondere Ausbildung als Schutzhund ist er demgegenüber eher ungeeignet, da eine sklavische Unterwerfung seinem Wesen fremd ist.

      Seine vielen hochgeschätzten Eigenschaften entfaltet der Landseer aber nur, wenn er in engem Kontakt mit seiner Familie lebt. Das Wichtigste für den Landseer ist ein fester Platz in seiner Familie - er will überall dabei sein und alles mitmachen. Ideal zur Haltung eines Landseers ist ein Haus mit eingezäuntem Garten, wo sich der Hund frei bewegen kann und er überall Zutritt hat. Bei seinen täglichen Spaziergängen ist er ein aufmerksamer Begleithund. Er ist ein angenehmer und ruhiger Haushund, der nicht ohne Grund bellt. Gäste des Hauses begrüßt er freundlich. Fremden gegenüber verhält er sich wachsam und reserviert.
      Quelle: Wikipedia

      kann leider nicht fett markieren (funktionen gehen nicht), aber wenn du dir das mal durchliest wird dir auffallen, wie viele Hunderasssen (nicht nur die oben aufgeführten), so sind, wie deine Mam sich das wünscht UND das allein, ist von der liebevollen, konsequenten Erziehung abhängig!!!!

      ich hoffe, daß es verständlich ist, was ich ausdrücken möchte. Durch richtige Erziehung enfaltet der Hund seine ihm zugeschriebenen Rasseeigenschaften. Und man kann das Eine oder Andere AN/ bzw. Wegtrainieren.

      Liebe Grüße Sappi

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)

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