Aus der 2006 durchgeführten Studie "Epidemiologische und laborexperimentelle Untersuchungen zur Urolithiasis bei Katzen" von Marina Frenk habe ich mal diese interessante Tabelle herausgezogen:

Ein direkter Zusammenhang zwischen Trockenfutter, also zu geringer Flüssigkeitsaufnahme, und Harnsteinen konnte dort nur bei Oxalat nachgewiesen werden. Die Struvithäuftigkeit scheint völlig unabhängig vom verabreichten Futter aufzutreten.
Die Wissenschaft vermutet bei den jeweiligen Typen folgende Ursachen:
Struvit
Ernährung die zu erhöhtem Harn-pH-Wert führt; Infektion mit harnstoffspaltenden Bakterien; natürliche höhere NH4- Konzentration bei Katzen
Calciumoxalat
Ernährung und geringe Flüssigkeitsaufnahme, Stress, Umwelt
Weiter wurde inzwischen festgestellt, dass ...
1. manche Katzenrassen signifikant zu Struvit, andere wieder zu Oxalatsteinen neigen
2. männliche kastrierte Katzen mit steigendem Alter ein zunehmend höheres Calciumoxalatsteinrisiko aufweisen, wobei gleichzeitig das Struvitsteinbildungsrisiko sank
3. sowohl in der Human- als auch der Tiermedizin die eingeschränkte körperliche Aktivität und das darauf folgende Übergewicht als zusätzlicher Risikofaktor für Harnsteinleiden zugerechnet wird
4. Katzen, die in der Wohnung gehalten werden, eine 3-mal größere Wahrscheinlichkeit haben zu erkranken als die Katzen, die freien Auslauf bekommen
Soll nun aber nicht heißen, dass eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme nicht wichtig wäre. Zur Risikovermeidung einer Oxalatentstehung auf jeden Fall. Bei Struvit wiederum scheinen Infektionen sowie ph-Wert erhöhendes Futter (egal ob Nass oder Trocken) Hauptverursucher zu sein. Ob es nun nur am Magnesiumgehalt oder auch anderen Zusätzen bzw. Mindermengen (wie Fleischanteil) liegt, die den Säuren-Basen-Haushalt zu sehr verschieben, bleibe mal dahingestellt.
LG Lillytiger
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), dass sich hochwertiges (= teureres) Futter am Ende rechnet, da wesentlich weniger Streu benötigt würde. In Bezug auf die dadurch verringerte Kotmenge dürfte es nur minmal sein. Die gebundenen Urinklumpen allerdings, die ja den eigentlichen Verbrauch erst ausmachen, sollten doch wohl keinesfalls derart weniger werden, dass man von einem im Portemonnaie bemerkbaren Spareffekt sprechen könnte.
Wollte nur noch einmal zum Ausdruck bringen, dass wohl niemand darauf eine Antwort hat ... auch die TÄ nicht.


Willst du behaupten, dass es Vermischungen bei Katzen erst seit 100 Jahren gibt?
Wer`s glaubt ...