Tyrannus Thorinus! Ein Zwerg erwacht

      Tyrannus Thorinus! Ein Zwerg erwacht

      Hallo ihr Lieben! Einige von euch "kennen" jetzt schon den kleinen Thorin, und wie er sich so benimmt.
      Neuerdings schleicht sich bei ihm so ein Verhalten ein, dass ich stümperhaftes Frauchen nicht so recht deuten kann.

      Er wehrt, wenn ein fremder Hund kommt, meist sofort nach kurzem beriechen mit leicht gekrausten Leftzen, steifen Ohren und hoch erhobener Rute ab.
      Spielt meine Große dann mit dem Hund, richtet er sich provisorisch eine Kuhle im Gras und verteidigt diesen Platz auf einen Umkreis von ca. 3 oder mehr Metern. mIt Erfolg! Auch kommt es immer häufiger vor, dass er dazwischen geht, wenn Talba spielt und diese Hunde ihm generell zu nahe kommen.
      Dann mutiert der ehemals schüchterne Zwerg zum Spielverderber. Eifersucht? Oder einfach nur "Großkotzigkeit" - denn er scheint mir sehr darauf bedacht, dass Hunde seine Individualdistanz unter keinen Umständen übertreten, nach dem sie sich mal beschnuppert haben.

      Jetzt war es vo rkurzem so, dass er einen daherpreschenden Hund verjagte, und das Frauchen des Hundes zu mir sagte, sie bekäme ANgst vor der Thorin, wenn der so knurre.

      Ich würde dieses Verhalten jetzt weder bestrafen noch erzieherisch abgewöhnen, da er ja nicht beißt, sondern nur warnt und eigentlich alle Hunde dies respektieren.

      Früher hat er sich immer duckmäuserisch hingelegt oder hingesetzt, hat "alles mit sich machen lassen" - und jetzt das?! Hat er mehr Selbstbewusstesein bekommen?

      Eure Meinung dazu würde mich dennoch interessieren.

      WArum tut er das so exzessiv?
      Würdet ihr es aberziehen oder lassen?
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Thora“ ()

      Ich denke das du da unbedingt erziehrisch etwas tun solltest, vorallem wenn sich ein Mensch schon von ihm fürchtet (egal ob diese angst begründet ist oder nicht, die angst ist da).
      Und du sagst ja selber das er früher nicht so war. Und wenn er merkt das er mit dieser Masche erfolg hat, dann wird er seine "strategie" weiter ausbauen und irgendwann wird er zum problem.
      Wenn da tatsächlich ein Wolf mitgemischt hat, dann würd ich dir dringend anraten etwas dagegen zu tun, denn das kann böse folgen haben.
      Shizo

      Ein kleiner Einblick in meinen Zoo .................. i'm not deaf, i'm ignoring you
      ja! auf jedenfall eingreifen!

      am besten wenn er knurrt mal an der leine zupfen und ein deutliches nein...

      denn er merkt jetzt schon, dass jeder respekt hat und ausweicht und das nutzt er dann zum vorteil und baut das immer weiter aus, wie schon von meinem vorredner gesagt...unbedingt! alles mit maß und ziel natürlich
      lg Kev
      Mh, ich gebe ja zu, dass ich ihn bereits einmal desswegen an die LEine genommen habe, weil die Leute komisch gucken.

      Die Frau, die sagte, sie habe Angst vor ihm, hatte zu Anfang auch vor Talba Angst, weil Talba zur Spielaufforderung manchmal bellt. (ich glaube, sie hat null und gar kein Plan von Hundesprache)

      An der Leine zupfen geht schlecht, da er meist nicht an der Leine ist. ..

      Desshalb will ich ihn aber auch nicht anleinen, weil er an der Leine ganz komisch auf Fremde reagiert. Er ist dann viel schüchterner, geht auch nicht schnuppern, was er ohne Leine immer häufiger tut.

      Er macht das auch nicht bei generell allen Hunden, sondern meist bei Hunden die er nicht so gut kennt.

      Ich weiß echt nicht, was das von ihm soll. Ob ich das nur negativ werten darf, weiß ich allerdings auch nicht, da ich es eher als positiv empfinde, dass er kein ganz so großer SChisser mehr ist. Klar, der raufende Gegenpart zum Schisser soll er auch nicht w erden, da tun mir sonst die anderen Hunde leid.

      mh... blöde Situation.

      Übrigens verträgt er keinerlei Härte von Menschenseite aus. Im Grunde ist er ganz sensibel und versteht sich eigentlich prächtig auf Hundesprache.

      Einmal zupfte ich ihn am Halsband, als ich ihn von der liegenden in die sitzende Position bringen wollte - da hat er schon geschrieen.
      Obwohl ich nur sanft war.
      IN letzer Zeit runzel ic hnur die Stirn, wenn ich ihm was verbieten will oder räuspere mich. Das reicht in der Regel schon. Nur beim andere Hunde anpöbeln reicht es nicht -
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"
      Hallo Thora!

      Tja, schwer zu sagen was wirklich richtig ist.

      Ich hab immer so ein Spatzenhirn, ich glaube Du hast mal geschrieben, dass Thorin ungefähr 2 Jahre sein soll, wie lange hast Du ihn jetzt schon?

      Diese beiden Zahlen sind immer wichtig. Mit ca. 2 Jahren wird Thorin langsam seine soziale Reife erreichen, was ihn selbstbewusster macht, ich denke mal das ist auch so, obwohl er kastriert ist.
      Je nachdem wie lange er jetzt schon bei Dir ist, ist Eure Beziehung jetzt klar, er kennt Dich, Du kennst ihn, dadurch weiß Thorin jetzt auch ganz genau, wo seine Grenzen sind, aber auch wie weit er versuchen kann sie auszutesten, was er offenbar auch tut.

      Was dann noch dazu kommt, Talba ist SEIN Rudel, wenn sie "fremdgeht" passt ihm das verständlicherweise nicht und seine Versuche, sie von dem "Störenfried" zu trennen sind als völlig normal zu werten, vor allem dann, wenn er ein sehr rudelbezogener Hund ist, der mit anderen Hunden nicht viel anfangen kann.
      Er wird in solchen Situationen unter Stress stehen und auch die Spielchen die er treibt, mit dem "Graskuhle" verteidigen, sind so ne Art Übersprungshandlung und signalisieren gleichzeitig seine Unsicherheit und auch Unfähigkeit, sich einfach in das Sozialspiel einzuklinken.

      Da er eher ein unsicherer Hund ist, würde ich mir allerdings nicht so viele Sorgen machen, dass Thorin einem Hund gefährlich werden könnte, eher wird passieren, dass ein fremder Hund sich sein fehlerhaftes Verhalten nicht gefallen lassen wird und ihn mal ordentlich watscht.

      Ach ja, sollte bei Thorin Wolf mit drin sein, hat das auf keinen Fall negative Auswirkungen, eher positive.

      Jetzt habe ich viel Verhalten erklärt, weiß aber nicht recht, was ich Dir raten soll. Nachdem Deine Hunde viel frei laufen, was absolut klasse ist, wirst Du immer Hundebegegnungen haben und Talba zu verbieten, mit fremden Hunden zu spielen, aus Rücksicht auf Thorin ist auch unfair.

      Also entweder weiter machen lassen und beobachten, wie sich Thorin und die Situationen entwickeln, dann besteht die Gefahr, dass er sich in dieses Verhalten reinsteigert, weißt ja, ich bin eher der abwartende Typ, der die Hunde das meistens regeln lässt.

      Oder so daran arbeiten, dass während Talba spielt, MUSS Thorin bei Dir bleiben, nicht zwangsläufig mit Leine, sondern ohne, dass Du in dieser Situation einfach entscheidest, was das beste für das Rudel ist. Thorin muss in dieser Zeit bei Dir liegen und zuschauen, er sollte auch etwas positives damit verknüpfen, besondere Aufmerksamkeit von Dir zum Beispiel.

      Ciao Mimi
      ..........
      Thorin ist jetzt seit 7 Monaten bei mir.

      In der Regel lässt er die Hunde in Frieden spielen, sofern sie ihn nicht anrempeln oder ihm generell zu nahe kommen.

      Aber es stimmt schon: Er spielt eigentlich gar nicht mit fremden Hunden, nur mit Talba und mir. Sowas kannte ich von Talba gar nicht-. Sie spielt nach Sympathie sehr gerne und wild mit anderen Hunden.

      Ich dachte auch immer, dass ich mir keine Sorgen machen muss - er macht keinerlei Anstalten beschädigend zu beissen sondern verwarnt nur. Allerdings hat er damit ERfolg. Seine Körpersprache drückt eigentlich auch keine große Unsicherheit aus. Auf mich wirkt er eher souverän - solange ihm keine fremden MEnschen zu nahe kommen.

      Kann es sein, dass er versucht hier im Ort zu klären, wo er steht? Ich kann mich an eine Zeit erinnern, da motze Talba auch ein bisschen mehr rum.


      Seine Kuhle macht er sich immer an einer Stelle, von der aus er alles überblicken kann.
      Hat das wirklich was mit Unsicherheit zu tun??? Ein unsicherer Hund versteckt sich doch eher beim BEsitzer - das hat er am Anfang nämlich gemacht. Da hat er sich hinter oder zwischen meinen Beinen versteckt...

      Es kam auch vor, dass er geschrieen hat, wenn ein anderer Hund ihm zu grob wurde, hat sich aber null und gar nicht gewehrt. Er hat sich auf den Boden gedrückt und ist da starr liegen geblieben. Sowas macht er nur noch gaaanz selten, nämlich dann, wenn ein Hund auffällig gestört daher kommt und ihn gleich packen möchte.

      Bissher hat er sich gar nicht reingesteigert. Er lässt die Hunde sofort in Frieden, sobald sie ihn in Ruhe lassen.

      Er wollt übrigens auch schon mich vor einem Hund verteitigen, der an mir hochspringen wollte. Klar, streichel ich Hunde wann ich das möchte - dass habe ich ihm auch klar gemacht.

      Hat er nicht ein REcht darauf, sich vor Hunden zu verteidigen??

      Ich komme etwas blöde vor, dass ich hier solche Fragen stelle. Aber mich interssiert einfach eure Meinung.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Thora“ ()

      Hallo Thora!

      Am Wochende bin ich ein richtiger Nachtsurfer :D, aber schon sooo müde, wenn Deine Beiträge nicht immer so interessant wären.

      Seine Körpersprache drückt eigentlich auch keine große Unsicherheit aus.


      Das hat leider ganz wenig zu sagen, Hunde sind Meister des Bluffs.
      Erst heute am Hundeplatz war wieder so ne Situation. Wir haben einen Groenendaelrüden, der leider ein sehr inkonsequentes Frauchen hat und er fühlt sich richtig groß, wohlgemerkt fühlt sich nur so. Die Belgier an sich, sind relativ unsichere Hunde, aufgedreht und nervös.
      Auf jeden Fall hat der nix besseres zu tun, wie erhobenen Schwanzes und gesträubter Nackenhaare, wie der größte Macho auf der Welt auf den Platz zu marschieren, auch noch in die Vereinshütte, ja und da saß gerade ich mit Ricco, bevor ich noch zu Ende gedacht hatte: "großer Fehler von Dir Belgier!", hatte Ricco ihn schon aus der Hütte gejagt und ihn ordentlich unter die Biertischgarnitur draußen gedroschen. Das arme Tier! :evil:
      Plötzlich war der Schwanz wieder da, wo er sein sollte, nämlich unter dem Bauch, ich weiß, klingt mächtig fies, aber wenn die Halter dem Hund keinen sozialen Anstand beibringen können, dann erledigen das bei uns eben die Hunde.

      Ricco weiß mittlerweile ganz genau, welcher Hund blufft und welcher nicht. Mit einem Rüden, der auch meint, wonach er aussieht, würde Ricco sich NIE anlegen. Aber einen Blender durchschaut er sofort, zumal der Belgier eben auch die Sorte Hund ist, die vor den großen kuscht, aber dann meint nach Welpen schnappen zu müssen, wenn die ihm zu nahe kommen, das würde Ricco, so ein Raufer er auch ist, nie tun.

      Hat das wirklich was mit Unsicherheit zu tun??? Ein unsicherer Hund versteckt sich doch eher beim BEsitzer - das hat er am Anfang nämlich gemacht.


      Einfach so, kann ich natürlich nicht sagen, ob es definitiv Unsicherheit ist oder nicht, dazu müsste ich Thorin live erleben.
      Es könnte aber durchaus sein. Ich meine mit Unsicherheit auch nicht einfach Angst, soweit geht das nicht.
      Er braucht sich da auch nicht hinter Dir verstecken, denn er ist ja mittlerweile bei Dir schon geistig gewachsen.

      Ich meine eher soziale Unsicherheit. Er ist mit der Situation an sich überfordert, sie gefällt ihm nicht, er hat Stress, wie auch immer, so in diese Richtung. Er gräbt sich daher SEINE Kuhle, vielleicht wirklich nur um einen Grund zu haben ne Show abzuziehen, wenn ihm jemand zu nahe kommt.

      Bloch hat mal eine ähnliche Situation in einem seiner Wolfsvideos gezeigt:

      Der erfahrene Alpha stand am Kadaver und fraß, da kam seine jüngere Gefährtin und wollte auch. Sie hat sich angebiedert und eingeschleimt, total unterwürfig, richtig "golihaft". Der Alpha, hat sie nicht fressen lassen, hat sie davongeschnappt und immer weiter gefressen, der wäre fast geplatzt, nur damit seine Wölfin nicht rankommt.
      Bloch erklärte dann, dass die alte Alphawölfin, die früher im Rudel war, einfach hingegangen wäre und gefressen hätte, sie hätte ihren Mann nicht eines Blickes gewürdigt, aber die junge Alphawölfin weiß das noch nicht, sie ist sozial noch zu unsicher, zu unerfahren und hat sich durch dieses Aufführen und Anbiedern selber ein Eigentor geschossen.

      An dieses Beispiel musste ich bei Deinem Thorin denken. Zum einen kommt er eben langsam in das Alter wo er wirklich Erwachsen wird und auch mehr Selbstbewusstsein zeigt und auch zeigen möchte, zum anderen fehlt ihm aber immernoch viel Erfahrung und Wissen.
      Er kann mit fremden Hunden insgesamt nicht gut umgehen und versucht sein Problem zu bewältigen, indem er auf Show macht, Ersatzhandlungen vollführt, seine Unsicherheit kaschiert.

      Ist jetzt meine Theorie, kann Dir natürlich keine Garantie geben, das es wirklich so ist, müsste ich sehen. Ist für mich aber das naheliegendste aus Deinen Schilderungen heraus.
      Daher glaube ich persönlich auch, das es eher besser wird, je älter Dein Hund wird.
      Was Du auch noch machen könntest, weiß ja nicht, wie das bei Dir geht, dass Du mit Thorin ab und zu kurz alleine spazieren gehst, wo viele Hunde gehen, dann MUSS er sich ohne Talba mit den Hunden auseinandersetzen, hat auch keinen Grund sich einzumischen.
      Zumindest hättest Du aber einen Vergleich wie sich Thorin ohne Talba verhält, wahrscheinlich wieder unsicherer, weil er dann selber bei Kontakten im Mittelpunkt steht.

      Ja, ja, könnte man wahrscheinlich noch viel mehr drüber grübeln, aber ich bin hundemüde, schreibe deshalb frühestens morgen, gute Nacht.

      Ciao Mimi
      ..........
      Ich werde nun versuchen nach Möglichkeit mal ab und zu die mittäglichen Spaziergänge getrennt zu absolvieren.
      Zu Anfang habe ich das schon manchmal so gemacht um die Bindung Isa-Thorin zu festigen.
      Es war dann auch tatsächlich so, dass er rein gar nichts von anderen Hunden wissen wollte, wo er mit Talba gemeinsam hingegangen wäre.
      Mittlerweile ist es jedoch folgendermaßen:
      Lasse ich ihn zuerst zu anderen Hunden vor, geht er auch ohne das Talba direkt mit ihm mitgeht, sondern Talba bei mir am Bein Sitz oder Platz macht.

      Thorin ist jedoch in Hunderudeln aufgewachsen und ich kann mir seine eventuelle soziale Unsicherheit vielleicht nur so erklären, dass er durch seine Angst im Erlernen normaler Prozesse verhindert war.

      Vielleicht liegt sein manchmal seltsames Verhalten auch an der ANwesenheit von anderen Hundebesitzern. Denn er ist eher bei Menschen als bei Hunden unsicher, wie ich finde und mag das Gebrüll und sich ständige EInmischen anderer Menschen gar nicht.

      Jedoch werde ich nie versuchen können, wie es ohne andere Menschen abläuft. Ich könnte mir aber fast denken,d ass es besser wäre.

      Die Hundebesitzer hier im Ort snid zwar teilweise sehr nett und aufgeschlossen, meinen aber dennoch, dass Hundeerziehung hauptsächlich über Menschliches GEschrei funktioniert.
      Zitat Dr. Dorit Feddersen-Petersen "Wo das Beziehungsgefüge stimmt, funktioniert das aufeinander bezogene Verhalten - und die Leine ist eigentlich überflüssig"