Rüde trifft Rüde

      Rüde trifft Rüde

      Hallo

      Ich möchte gern wissen, wie ich mich am besten verhalte:

      eben kam der "komische" hund vom nachbarn, der ist bestimmt ausgebückst, wie auch immer?! eigentlich lebt der nur an der kette draußen, viellt. hat er sich losgerissen?
      hab meinen und den anderen hund eben bei uns im "Garten" zusammengelassen...mein gott..hab überhaupt keine ahnung, ob ich das richtig gemacht habe, weil meiner wieder nur auf dem rücken lag und versucht hat den hund von sich runter zu bekommen. der spitz beißt nicht, nur das er triumphierend über meinem hund steht und ihn an seinen genitalien beleckt. Der Hund (irgendeine spitzart, vermute ich) ist halb so groß wie meiner. Mein Hund legt sich von sich aus auf den Rücken, versucht aber dennoch, wenn der andere Hund über ihm ist, sich aufzurappeln.

      mir wurde das jedenfalls irgendwie zu viel und hab die beiden dann getrennt, so daß der Nachbarshund wieder hinterm "Garten"zaun ist.

      War das richtig? Soll ich die beiden nochmal zusammenführen? wann greife ich ein? undundund :confused:

      LG Sappi

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)
      Hey,

      es hört sich also so an als wenn der andere Hund über deinem steht und deiner sich untergiebt und der andere nicht beißt oder?
      Dann würde ich die beiden beim nächsten Mal ohne Leine einfach machen lassen,bis sie keine Lust mehr haben ,dannach wissen sie wahrscheinlich wer wo steht.

      Viele Grüße OLI
      Hei oli
      erstmal vielen Dank!

      Gebissen haben die sich nicht.
      Dann würde ich die beiden beim nächsten Mal ohne Leine einfach machen lassen,bis sie keine Lust mehr haben


      @oli : den anderen Hund hab ich in unseren "Garten" gelassen. Mein Hund und der Andere (es ist ein Elchhund, klein und dick) waren ohne Leine.
      Da mein Hund aber noch Schonfrist hat, wollte ich auch nicht, daß er sich so auspowert und sich eventuell nochmal eine Verletzung zuzieht. Auch aus diesem Grund habe ich die beiden dann getrennt und den Elchhund wieder hinter den Zaun geschickt. Übrigens blieb der noch bei uns, hinterm Zaun, 2 Stunden lang, bis ich dann dem Besitzer Bescheid gegeben habe.

      Du meinst also, wenn die beiden sich nichts tun, soll mein Hund alleine rausfinden, wie er sich behaupten kann?

      LG Sappi

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Sappi“ ()

      Hi Sappi!

      Also aus dem Bauch heraus würde ich jetzt mal spontan sagen, war das ne ganz schön heikle Situation. Bei Deinem Garten handelt es sich ja um das Revier Deines Hundes, sein zu Hause, ein Fleckchen, wo er sich vollkommen sicher fühlen sollte. Wenn der Nachbarshund nun Zoff angefangen hätte und sich Deinen frecherweise vorgenommen hätte...
      Aber es ist ja nichts passiert, wie Du schreibst, ausser nen paar Dominanzgesten.
      Ich bin kein Experte für solche Geschichten, wahrscheinlich urteile ich wieder zu vorsichtig. Beim nächsten Mal würde ich die Hunde, die sich ja anscheinend gut verstehen, lieber auf neutralem Boden spielen lassen.
      Dein Hund ist ja, wenn ich mich recht erinnere, auch in der Pubertät. Wenn er einen starken Territorialinstinkt hat, könnte das schonmal Zoff um sein "Revier" geben, und Du müsstest flink eingreifen.

      Liebe Grüße - Tine


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
      ... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...
      @Rudeltier/ Tine :wink: : Dir auch erstmal danke für Deine Meinung!
      Ich hab auch gedacht, daß mein Hund ihm nun ein wenig zeigt, daß das sein Terrain ist, aber das tat er nicht. Und eigentlich bin ich auch froh, das mein Hund (noch) keinen starken Territorialinstinkt hat. Lernt mein Hund von alleine, daß er auf unserem Terrain das sagen hat/haben sollte? Und wann greife ich ein? Ich muß gestehen, daß ich jetzt etwas übervorsichtig bin, seit mein Hund das mit dem Ellenbogen hat. (deswegen Schonfrist)

      mal nebenbei: vor ca.2 Monaten, haben die sich das erste mal auf dem Hof des Elchhundes getroffen, war meine Schuld. :rolleyes: zu dem Zeitpunkt war mein Hund gleichgroß.

      liebe Grüße Kati

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)
      Hhhmmm, schwer zu sagen...
      Meine Hunde sind fremden Hunden gegenüber, die in unseren Garten kommen grundsätzlich freundlich. Aber zuerst einmal werden die laut angebelt, dann stürmen die in Imponierhaltung auf den fremden zu. Der fremde Hund wird wichtigtuerisch umkreist und dann ... zum Spiel aufgefordert. Ganz fremd sind die Hunde aber nie, die hier zu uns in den Garten kommen. Das ist entweder die Hündin meiner Schwiegereltern oder der Rüde meiner Schwester. Die Bande kennt sich also schon. Es wird nur kurz erklärt, wer hier "Hausrecht" hat und dann sind alle friedlich und spielen, oder liegen rum, oder nagen am Stöckchen...
      Grundsätzlich kann man nur schwer sagen, ab wann beim Hund der Territorialinstinkt erwacht. Carry (meine Schäferhündin) passt kaum auf, Drago, mein Rüde dafür sehr.
      Wie alt ist Dein Rüde denn? Hebt er schon das Bein? Ws war das noch gleich für eine Rasse? Davon hängt sehr viel ab. Der Territorialinstinkt ist von Rasse zu Rasse unterschiedlich - vergleicht man z.B. den Hovawart mit nem Labrador oder Goldie...

      Liebe Grüße - Tine


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
      ... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...
      Original von Rudeltier
      Wie alt ist Dein Rüde denn? Hebt er schon das Bein? Ws war das noch gleich für eine Rasse? Davon hängt sehr viel ab. Der Territorialinstinkt ist von Rasse zu Rasse unterschiedlich - vergleicht man z.B. den Hovawart mit nem Labrador oder Goldie...

      Liebe Grüße - Tine


      mein Hund wird am Freitag 10 Monate alt. Er hat am 15.Juni das erste Mal das Bein gehoben und kurz gepieselt/markiert? (schreib mir alles wichtige auf :D )
      Er ist ein Leonberger.

      Liebe Grüße Kati

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)
      Hallo Kati!

      Glückwunsch, dann erwacht so langsam der Mann in ihm :lol: !
      Leonberger kenne ich keinen und weiß auch nicht wirklich, wozu de gezüchtet werden. Sind Wachhunde, oder?
      Meiner Carry (auch 10 Monate) habe ich gezielt beigebracht, dass sie niemanden anzubellen braucht, der in unsere Wohnung oder in den Garten kommt. Menschen habe ich überschwenglich freudig begrüßt habe alle umarmt und geherzt, habe ihr also gezeigt: Frauchen freut sich, Besuch= freundlich. Hunde, die zu uns in den Garten kommen, begrüße ich genauso freundlich. Sie kann also an meiner Reaktion ablesen, dass es ok ist, wenn einer in unser Revier kommt.
      Dies habe ich gezielt so eingeübt, da unser Althund ganz schön verkorkst ist, was Fremde angeht. Als wir ihn damals aus dem TH holten, glaubte er, entscheiden zu können, ob der Mann von den Stadtwerken nun die Heizung ablesen darf, oder nicht. Hat lange gedauert, bis er auf unser Urteil vertraute.
      So einem Theater wie mit Drago wollte ich mit Carry nicht noch einmal ausgesetzt sein.
      Aus Rasseportraits über den Leonberger solltest Du entnehmen können, wie Dein Hundi einzuschätzen ist und dann immer entsprechend Entscheidungen treffen.

      Übrigens, Carry war gerade zum ersten Mal läufig :cry: sie werden einfach viel zu schnell "erwachsen"!! :rolleyes: :zustimm:

      Liebe Grüße - Tine


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
      ... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...
      :D ,danke Tine!

      weiß auch nicht wirklich, wozu de gezüchtet werden. Sind Wachhunde, oder?


      ich sag mal, es sind gute familienhunde, mit einem guten wachinstinkt. bin gespannt wann das anfängt.

      mein hund Pepper zeigte bisher wenig interesse für andere hunde und besuch ist ein freudenfest für ihn. ich glaube aber so allmählich bekommt mein hund mehr lust auf andere hunde, da er in den letzten 3 wochen mehr getroffen hat als die monate zuvor.
      als ich den elchhund in unseren "garten" gelassen hatte, war Pepper in der stube und tür zu, so daß der elchhund erstmal kurz überall schnubbern konnte, dann hab ich Pepper rausgeholt und ganz langsam, Pepper rechts - elchhund links von mir, die beiden beschnubbern lassen, dann hab ich beide freigegeben. aber wie gesagt, meiner lag unten und hat versucht sich aufzurappeln und wegen seinem Ellenbogen wollte ich nicht, das es wieder schlimmer wird.

      Liebe Grüße Kati

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Sappi“ ()

      RE: Rüde trifft Rüde

      Hallo Sappi!

      Eigentlich ist alles gut verlaufen.

      Mit 10 Monaten wird Dein Leonberger noch nicht wirklich sein Territorium verteidigen, vor allem nicht gegen einen älteren Rüden.

      Wie alt ist denn der Elchhund?

      Leonberger sind gerade was die soziale Reife angeht "Spätzünder", ich kenne einen, der hat sich noch mit 2 Jahren unterworfen, aber dann hats "Klick" gemacht und er war der "Boss".

      Normalerweise sehen Hunde das mit dem Revier gar nicht so eng, wie wir Menschen uns immer einreden. Ist der Hund gut sozialisiert, ist ihm Sozialkontakt wesentlich wichtiger als "sein Territorium".
      Im Gegensatz zu Wölfen, scheren sich die meisten Hunde auch nicht wirklich um die Reviere der anderen, ist ja völlig unmöglich, wenn sie alle an der gleichen Stelle Gassi gehen.
      Die sehen das meiner Beobachtungen nach, wesentlich großzügiger als wir Menschen.
      Lassen wir also die extremen Ausnahmen mal außen vor.

      Der Elchhund hat sich wahrscheinlich riesig gefreut, endlich mal von der Kette zu kommen.
      Solange er Deinen nur unterwirft und Deiner das nicht allzu ernst sieht, lass die beiden nur machen.

      Selbst wenn der Elchhund mal grober wird, wird bei dem Größenverhältnis Deinem Hund nicht viel passieren.

      Ich persönlich würde nicht Eingreifen.

      Wenn Du glaubst es ist notwendig, wie, hängt davon ab, wie viel Du Dir zutraust und wie der andere Hund vom Wesen so ist.
      Entweder Du packst ihn mit der Hand, was dann unter Umständen zu einem Zwicker führt, oder Du nimmst zur Sicherheit den Gartenschlauch.

      Ciao Mimi
      ..........
      @Mimi : danke Mimi für deine Meinung!!
      Wie alt ist denn der Elchhund?


      gute Frage, ich glaube der ist so 9 Jahre alt, weiß das nicht mehr genau.
      Den Elchhund, hatte ich in unseren "Garten" geholt, weil der schon über eine halbe Stunde am Zaun hin und herlief und beide Interesse für einander zeigten.
      Der Elchhund war erstaunlich zutraulicher zu mir als vor knapp 2 Monaten, daß hat mich dazu veranlaßt ihn rein zulassen. Vielleicht hat der sich gedacht," wenn ich ganz brav bin, läßt sie mich bestimmt rein." :lol:

      Als ich die beiden getrennt hab, war der Elchhund ganz lieb und ist von meinem runter. Er hat sich anständig benommen.Nur mein Hund wollte immer noch weiter schnubbern und hatte noch nicht genug von der Gesellschaft.

      Als ich dem Besitzer dann endlich informiert hatte, daß sein Hund bei uns ist und wir an unserem "Garten" angekommen waren, kam der Elchhund zuerst zu mir, statt zu seinem Besitzer :lol: Ich glaube, daß die beiden uns jetzt als Spaßverderber betrachten. :rolleyes:

      Ein Wiedersehen werden die beiden auf Fälle nochmal haben!

      LG Sappi

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)
      Na ja wenn das so unproblematisch ist könntest du ja den Elchhund vielleicht mal öfters zu dir mitnehmen oder mal mit beiden zusammen spazieren gehn(später)?
      Der Hund würde sich bestimmt sehr freuen, die Frage ist bloß wie das der Besitzer sieht und ob er das, wenn er sieht wie sich sein Hund mehr über dich als über ihn freut, nicht schnell wieder unterbindet.
      LG Marly
      Hallo ,

      auch wenn das Thema schon länger zurückliegt, nochmal ein Dankeschön für die Antworten.
      Ein Treffen wird es nicht mehr geben, weil der Besitzer verstorben ist. Was mit dem Elchhund passiert ist, weiß ich leider nicht - ich nehme an, daß er entweder zu jemand anderen gebracht wurde oder meine schlimmste Vermutung, daß er eingeschläfert wurde.

      Vielleicht gibt es ja noch mehrere Hundebesitzer, die ein Treffen mit Rüden hier schildern möchten. Ich könnte diesbezüglich noch etwas Lernstoff gebrauchen, weil mein Hund leider aufgrund unserer Wohnlage sehr wenigen Hunden begegnet.

      Liebe Grüße Sappi

      In zweifelhaften Fällen sollte man sich stets für das richtige entscheiden.
      (Karl Kraus)
      also ich bin erst vor kurzem her mitglied geworden und hab erst jetzt den beitrag entdeckt. ich würd mal folgendes dazu sagen wollen :wink: :

      territorialverhalten / revierverhalten hin oder her, meiner meinung nach zeugt es von einem guten sozialverhalten wenn dein hund sich nicht mit aller gewalt gegen eine unterwerfung wehrt.

      warum auch ? die hunde klären doch das alles untereinander. wohlgemerkt gilt das halt aber nur für hunde die gut sozialisiert sind (zumindest hat man mirs so erklärt :D). will heissen, wenn dein wauzi sich bereits hier unterwirft wirst wahrscheinlich bei einer echten auseinandersetzung das glück haben dass er das auch macht, und damit ist die geschichte dann vorbei. eingreifen würd ich in solchen fällen nur, wenn gar nichts anderes mehr geht bzw. wenn keine andere möglichkeit mehr besteht.
      ich denke diese unterwerfungsgeschichten gehören einfach dazu, so wie bei den wölfen. und oft genug gehen diese aktionen richtig ab (knurren, zähne fletschen, bellen, was weiss ich alles) und das sieht alles ganz fürchterlich aus, ist aber eigentlich harmlos. gut sozialisierte hunde klären so die rangordnung ohne probleme.

      blöd wirds nur dann wenn dein schatz auf einen nicht oder schlecht sozialisierten hund trifft, denn dann kanns wirklich zu problemen kommen.

      wenn sich so hunde treffen muss man eben behutsam diese begegnung vorbereiten (gleiche voraussetzungen schaffen). wenn z.b der fremde hund ohne leine kommt dann sollte man seinen eigenen auch ableinen, etc..

      aber wie gesagt, selbst eingreifen würd ich nur im allergrößten notfall, da ein solcher eingriff auch erhebliche gefahren für dich selbst beinhaltet.

      das ganze thema ist ausgesprochen umfangreich und sehr komplex, gerade diese dominanzgeschichten. ich hab einen husky/akita mix und beschäftige mich deshalb schon geraume zeit mit dieser dominanzgeschichte. und was ich dabei als erstes lernen musste ist, dass fast alle eine unterschiedliche meinung dazu haben :wink:

      die meisten begegnungen jedenfalls verlaufen trotz getöse recht problemlos. besser ist eas natürlich wenn man vorab schon einschätzen kann was für ein hund auf einen zukommt und das ist das größte problem von allen. denn hier die körpersprache des hundes richtig zu deuten ist wirklich die hohe schule. und bis man soweit ist gehen wahrscheinlich viele viele jahre ins land ^^. ich hab auch jetzt erst versch. sachen verstanden und entdecke jeden tag was neues (is echt wahr :wink:).
      und wenn ich alles richtig verstanden habe und mich richtig einschätze dann bin wahrscheinlich immer noch ein ganz kleines licht wenns um das "verstehen" geht (vmtl. hab ich gerade mal den obersten zipfel der eisbergpitze angekratzt *löl*)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „geisterpfote“ ()