Trockenfutter?
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Hallo aura (wink :D) & Co,
ich kann mich aura nur anschließen .
Zum einen decken Katzen ihren Flüssigkeitsbedarf übers Futter, das ist bei TroFu einfach nicht möglich.
Katzen können für längere Zeit ohne Wasser überleben, wenn ihre Nahrung 67-73% Wasser enthält, aber sie dehydrieren, wenn der Wassergehalt unter 63% liegt.
Zudem brauch TroFu noch ne ganze Menge Wasser, um im Magen überhaupt erst zu quellen. Dass heißt, es fehlt nicht nur die (nirmalerweise) durchs Futter aufgenommene Flüssigkeit, sondern es wird dem Körper durchs TroFu noch wieder Wasser entzogen.
Durch zu wenig Flüssigkeit, konzentriert sich der Urin und die Gefahr der Struvitkristalle steigt. (vor allem bei Kastraten, wie schon jemand schrieb)
Laut Merkblatt für TA (die anscheinend aber nur wenige lesen...) wird TroFu auch nur bereits mit Wasser gequollen empfohlen.
5.1. Trinkwasser
Die Katze nimmt von Natur aus den grössten Teil des Wassers zusammen mit der Nahrung
auf. Wird Trockenfutter verabreicht, kompensiert die Katze die geringere „Nahrungswasseraufnahme“
nicht, indem sie mehr säuft. Deshalb sollte Trockenfutter unbedingt mit Flüssigkeit
versetzt werden.
Eine ungenügende Wasseraufnahme führt zu einer Harnkonzentration und begünstigt das
Auftreten der Feline lower urinary tract disease.
tierer.unizh.ch/te_pdf/script_katze.pdf
Aber selbst, wenn dem TroFu noch Wasser zugesetzt wird, enthält es viel zu viele kohlenhydrate. Katzen brauchen kine Kohlenhydrate, da sie ihre Energie aus Protein ziehen (hochwertiges, also tierisches Protein). Aber selbst das beste Trockenfutter besteht zu 40% aus pflanzlichen Bestandteilen! Der pflanzliche Bestandteil von Katzenfuttern sollte eigentlich nicht über 5% liegen. Somit ist TroFu wirklich schon mal alles andere als artgerecht.
Durch den hohen pflanzlichen Anteil wird der Ph Wert jedes Mal erhöht, wenn die Katze frißt. Dies erhöht wiederum die Struvitgefahr.
Wenn die Freßpausen zu klein werden, weil die Katze den ganzen Tag Futter vor der Nase hat, kann sich der Ph Wert nicht mehr richtig regulieren und bleibt in bedrohlichen Höhen. Dies erhöht die Struvitgefahr ganz enorm.
Hat man einen Kater, der kastriert ist und ungern aufs Klo geht, steigt die Gefahr weiter.
Klar kann auch alles ewig gut gehen, aber wer will sich da wirklich auf sein Glück verlassen?
Da die Struvitgefahr mittlerweile auch den Herstellern von TroFu bekannt ist, wird dort immer häufiger ein mittel zur Harnansäuerung zugefügt. Dies hat nun aber zur Folge, dass bei ehemals gesunden Katzen, der Ph Wert so stark sinkt, dass Oxalatkristalle entstehen. Diese entstehen durch den Trend der Firmen wesentlich häufiger als früher.
Obwohl aber ein Urin-pH-Wert von 6.4 oder niedriger mithilft, die Entstehung von Struvitsteinen zu verhindern, ist die Produktion von zu saurem Urin unter Umständen gesundheitsschädlich für die Katze. Wenn ein Tier mehr Säuren aufnimmt als es ausscheiden kann, kommt es zu einer Störung im Säuren-Basen-Haushalt. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass bei manchen Katzen eine Ernährung mit urin-ansäuernder Nahrung über mehrere Monate hinweg eine solche Störung auslöst, sowie zu einer Absenkung des Kaliumspiegels führt. Andere Studien weisen darauf hin, dass bei einigen Katzen eine Langzeitfütterung mit urin-ansäuerndem Futter welches nur geringe Mengen an Kalium enthält, zu einem Kaliummangel und Nierenschäden führen. Z.B. erkrankten 3 von 9 Katzen, die mit einem urin-ansäuernden Futter mit 40% Protein und nur geringem Kaliumgehalt ernährt wurden, innerhalb von 2 Jahren an chronischem Nierenversagen. [J Am Vet Med Assoc 1993 Mar 1;202(5):744-51]
Die basischen Eigenschaften des kohlenhydratreichen Trockenfutters führen dazu, dass der Urin 2 bis 3 mal so stark angesäuert werden muss wie bei Dosenfutter, was das Risiko für Störungen im Säuren-Basen-Haushalt und Nierenschäden entsprechend erhöht.
Frühere Studien berichteten, dass mehr als 95% der Harnsteine bei Katzen aus Struvit bestanden. Die Häufigkeit der Erkrankungen aufgrund dieses Harnsteintyps hat sich allerdings in den letzten zehn Jahren signifikant verändert, seit die ansäuernden, magnesiumarmen Futtersorten auf dem Markt sind. Eine 1981 durchgeführte Studie besagt, dass 78% der im Minnesota Urolith Center analysierten felinen Harnsteine aus Struvit bestanden, und nur 1% aus Kalziumoxalat. Bis zur Mitte der 90er Jahre war der Anteil an Struvitsteinen auf 43% gesunken, während der Anteil an Kalziumoxalatsteinen auf 43% gestiegen war. Struvitkristalle und daraus bestehende Harnsteine können durch Medikamente aufgelöst werden – Kalziumoxalat dagegen nicht, diese Steine erfordern oft eine operative Entfernung.
Also man kann nicht beruhigt sein, wenn der Hersteller schreibt: zur Vorbeugung von Struvitkristallen...
Zudem ist Trockenfutter normal so ungenießbar für Katzen, dass vorverdaute Bestandteile als Geschmacksverstärker bzw Aktzeptanz verstärker eingesetzt werden (müssen). (Fleischhydrolysat bzw autolysat)
TroFu ist sehr fettreich, was im Zusammenhang mit ausreichend Geschmacksverstärkern etc häufig zu einer bevorzugten Aktzeptanz führt. Katzen lieben fettreiche Nahrung. aber aus dem gleichen Grund nehmen die Katzen durch TroFu auch schneller zu. Und wenig TroFu ist oft schon viel. (Ich habe damals dem Kater immer nur ne kleine Hand voll gegeben. Und er hatte immer Gewichtsprobleme. Dann hab ich angefangen abzuwiegen, seit dem sind die Gewichtsprobleme weg. Soll nur zeigen, wie viel auch wenig sein kann)
Habe eben mal geguckt, in meinen TroFu Napf passen über 100g. Ist ne normale Katzenfutterschale. Das sind zwei Tagesrationen füür eine 5kg Katze die kein NaFu bekommt! Das würde also auf zwei\drei Mal auffüllen pro Woche zutreffen...
Wenn die Katze 50:50 bekommt, kommt es mit dem 2-3 Mal auffüllen sehr gut hin. Also ich würde definitiv nicht davon ausgehen, dass die Katze ja so wenig TroFu frißt.
Zu auras 20g denke ich, dass die beste Fütterungsempfehlung für ein TroFu bei 10g pro Kg Katze liegt. Also bei 50g pro Tag (Fütterungsempfehlungen beziehen sich ja immer auf die ausschließliche Fütterung) für die typische 5kg Durchschnittskatze. Da es immer empfehlenswert ist mindestens 50:50 zu füttern, wärst du bei 25g. Da es immer besser ist mehr nass als trocken zu füttern, hat sie wohl noch etwas niedriger gegriffen. (Denke ich mir mal so).
Klar kommt es aufs Futter an, aber wenn du von einem der besten schon nicht so viel geben solltest, würde ich von einem TroFu mit schlechterer Zusammensetzung nicht mehr füttern. Und wenn schon TroFu, dann doch eins der besten, oder?!
So, lieben Gruß Lea, die leider auch noch etwas TroFu füttert, weil sie es sich nicht anders leisten kann. Die baber gerade sehr erfolgreich dabei ist langsam auf BARF umzustellen um auf das vermaledeite TroFu zu verzichten.Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Schreckenszwerg“ ()
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was is barf!? Is das die rohfütterung? Eine neue Mieze ist zu uns gestoßen, Tommytom.
http://silverincu.zweipage.de
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unsere Schöne - Luna - geboren am 9.4.2005
unsere kleine Maus - Jerry - geboren am 25.05.2005
unser Tommytom - der kleine Mann im Haus - geboren am 10.06.2007 -
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Hallo liebe Lea,
was würde ich nur ohne dich machen. Du ringst das immer so schön auf den Punkt u dann auch nch mit Quellen. *freu*
Ist dir eigentlich auch aufgefallen das der Stoff zum ansäuern nicht mehr Methionin ist?? Also zumindest steht bei den meisten TroFus nun Dl-Nethionin...
Oder ist das ein bewußter Rechtschreibfehler??
Nochmal zum Thema ein Handvoll. Also Zwergi du sats ja, dass du es als Nebenmahlzeit gibst so eher als Leckerlie. Aber ich finde, das eine Portion die mehr als 20g beträgt schon eine komplette Mahlzeit ist.
Es kommt natürlich darauf an wieviel NaFu er bekommt.
Aber es ist halt immer so lustig wenn gesat wir ich gebe nur eine Handvoll u wenn man dann mal nach wiet...
Muß aber natürlich nich sein.
VG----------- -
@ Schreckenszwerg
hach, man lernt halt nie aus.Eine neue Mieze ist zu uns gestoßen, Tommytom.
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@ Schreckenszwerg
danke vielmals für die Info- Antwort
Lady
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so also ich habe dann gestern mal nachgewogen und es waren doch knapp 30g
hab dann gleich auf 20 reduziert und es ihm hingestellt.
allerdings habe ich bisher auch immer das fit+fun TroFu aus dem FN gekauft. ist natürlich schön billig, aber ich habe halt gedacht, naja wenns ja nur mal so dazu gibt dann wird es schon nicht schlimm sein, wenn er da kein hochwertiges bekommt.
also von NaFu bekommt er immer morgens 100g und abends auch nochmal 100g. (ich fütter animonda)
wie ist das eigentlich bei euren katzen:
fressen die ihr futter gleich auf oder wird es aufgeteilt? meiner stürzt sich gleich über das futter wenn ich es ihm hinstelle und es wird aber im regelfall nur nen drittel etwa gegessen und dann nach paar stunden noch etwas usw. also so schön verteilt.Liebe Grüße
ZwergiDieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Zwerghamster“ ()
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Schreckenszwerg hat schon wunderbar begründet.
Das gesündeste ist immer, wenn man ein Tier so naturnah wie möglich ernährt, alles andere kann jahrelang gutgehen, früher oder später rächt es sich aber immer.
Katzen stammen von Wüstentieren ab. Das heißt (fast) kein Wasser, sondern Flüssigkeitsbedarf decken durch Beute, auf die sie hochspezialisiert sind. Katzen gehören naturgemäß zu den schlechten Trinkern. Eine Trockenfutterernährte Katze müsste 250 ml Wasser am Tag trinken (eine große Tasse voll!), das schafft keine. Die Folgen wurden ja schon genannt: leichte Dehydrierung, Kristalle, Nierenschäden.
Oft wird das auch mit Hunden verglichen, Hunden sind nicht so beutespezialisiert, kommen also auch mit einem breiteren Nahrungsspektrum klar und vor allem: sie stammen aus Wasserreichen Gegenden, einem Hund liegt das saufen viel eher in den Genen als einer Katze. Außerdem ist ein Hund ein anderer Fresstyp, er reißt große Beute, haut sich voll und fastet dann tagelang, eine Katze nimmt über den Tag verteilt mehrere kleine Tiere zu sich. Man kann es einfach nicht vergleichen.
Um so ärgerlicher, daß mancher Tierarzt sich als Ernährungsexperte aufspielt, wenn man weiß, daß das Thema Ernährung im Studium grad mal oberflächlich gestreift wird.
Trockenfutter hat nur einen einzigen Vorteil: es ist bequem für den Halter weil es die Näpfe nicht so einsaut und lange haltbar ist (Stichwort stehenlassen, siehe auch oben).
Grüße
TinaDieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „TinaFÜ“ ()
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ich seh es auch so wie ihr mit dem TroFu.
allerdings wenn einige hier von ihrem TA gesagt bekommen, sie sollen TroFu füttern, dann muss da doch wenigstens etwas gutes dran sein.
Oder sagen die das nur weil sie wissen davon werden die katzen krank und die leute müssen öfters kommen und dann bekommt der TA mehr Geld in die Kasse? Das glaub ich dann nämlich nicht... es hat doch bestimmt einen sinn warum es überhaupt TroFu gibt. vllt. als Nahrungsergänzung für bestimmte Fälle??Liebe Grüße
Zwergi -
Ich habs schon angedeutet: Im Studium ist Ernährung nur ein Randthema. Das Wissen über Tierfutter bekommen Tierärzte durch Herstellerschulungen und Prospekte. Wenn man Futter über den Tierarzt bezieht bekommt er gute Provisionen dafür. Es ist ein gutes Geschäft, nicht mehr und nicht weniger.
Grüße
Tina -
Huhu Zwergi,
wir wollen hier jan iemanden an den Prnager stellen aber manchmal glaube ich das wirklich das das TÄ mit absicht machen.
Oder sie wissen es einfach nicht besser. Die gehen da zu Seminaren von Hill´s und Co u bekommen eingetrichert wie gut doch das TroFu ist. Wir wissen doch alle wie überzeugend die Fakten auf der Verpackung sind.
Für mich steht fest: Kein TroFu
Selbst in einem Buch über Katzenernährung wird darauf hingewiesen das TroFu nicht so das optimale ist...
VG----------- -
mich wunderts dann wie jemand auf die idee kam Trockenfutter für Katzen herzustellen wenns ja eigentlich totaler mist ist?
hat der oder die sich das vom hundefutter abgeguckt? (oder ist das beim hund genauso unnütz?)
weil ich denk immer, wenns das futter für die katzen gibt, dann ist es auch (mehr oder weniger) artgerecht.
ich les halt auf der verpackung und denke das ist schon gut so. ..wie man sich täuschen kann!
aber man lernt ja nie aus
Liebe Grüße
Zwergi -
@Zwerghamster: Bei meinen Katzen ist es immer Unterschiedlich, mal schlingen sie als hätten sie schon Tage nichts mehr bekommen und das andere mal schnuppern sie nur am Futter und hauen wieder ab... Sie sind manchmal echt sehr wählerisch.
Hm, da tut mein Kollege seiner Katze aber nichts gutes. Das ist auch noch ein Kater. Aber ich glaube ich schaffe es auch nicht ihm das mit dem TroFu auszureden
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@zwergi:
Bei uns ist es so, dass sie drei Mahlzeiten bekommen.
Die hauen sie dann in etwa 10 Minuten weg. nach 20 - 30 min wird der Napf weggeräumt. Ob leer oder nicht, aber in 95% der Fälle ist er leer.
Lg Lea
@Tina: Es hat auch den großen Vorteil (für den halter natürlich), dass es temporär sehr günsitg ist, das TroFu. Wenn die KAtze krank wird, ist es was anderes... -
Original von Zwerghamster
mich wunderts dann wie jemand auf die idee kam Trockenfutter für Katzen herzustellen wenns ja eigentlich totaler mist ist?
Es ist praktisch, also wird verkauft und wofür es einem Markt gibt gibts eben passende Produkte. Rauchen hat auch keinen Vorteil oder Nutzen und trotzdem werden Zigaretten hergestellt.
hat der oder die sich das vom hundefutter abgeguckt? (oder ist das beim hund genauso unnütz?)
Man hat sich viel bei Hundenahrung abgeschaut, in alten Büchern liest man z.B. auch bei Katzen, man solle einen Fatentag pro Woche einlegen was ernährungstechnisch völliger Quatsch ist, weil eine Katze in freier Wildbahn nie hungert. Bei Hunden ist Trockennahrung auch nicht das gelbe vom Ei, aber weil Hunde die besseren Trinker sind ist es nicht so schlimm.
@Tina: Es hat auch den großen Vorteil (für den halter natürlich), dass es temporär sehr günsitg ist, das TroFu.
Es ist nur deshalb günstig, weil man prima billige Füllstoffe reinpanschen kann wie den immer vorhandenen pflanzlichen Anteil. Außerdem ist Verpackung, Transport und Lagerung etwas einfacher.
Grüße
Tina -
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