Es ist nun eine Woche her, dass Du die Reise ins Regenbogenland angetreten hast. Ganz genau kann ich Deine letzten Atemzüge und die letzten Schläge Deines Herzen an meinem Körper spüren. Ich weiß nicht, wer von uns beiden mehr geweint hat, aber um Dich zu trösten habe ich Dir natürlich erzählt wie gut es da ist, wo Du hinkommst, die Legende vom Regenbogenland kannte ich da noch nicht, aber ich habe es Dir genauso beschrieben. Einen Satz habe ich Dir mit auf die Reise gegeben, der jetzt mich tröstet, obwohl er eigentlich Dich trösten sollte. Es ändert sich nicht viel, wir haben uns genauso lieb wie immer, nur dass wir uns nicht mehr sehen können.
Ich danke Dir für 17 schöne Jahre, in denen Du mir zugehört hast, wenn ich reden mußte; Du mich zum Lachen gebracht hast, wenn ich traurig war; Du mit mir geschmust hast, wenn ich Wärme brauchte; Du mich beruhigt hast, wenn ich mich geärgert habe; danke, dass Du mich als Deinen Menschen ausgesucht hast; und so vieles mehr wofür ich Dir Danke sagen möchte. Auch dafür, dass Du so ein liebenswerter sturer Esel warst, mit dem außer mir niemand klar kam.
Auch danken möchte ich Dir, dass ich Dich bei Deiner letzten Reise begleiten durfte, dass ich Dich im Arm halten durfte, dass ich Dich trösten durfte, ich weiß Du wolltest so gern noch ein bißchen bei uns bleiben, aber Deine Kraft hat nicht mehr gereicht. Danke, dass Du uns bei Deinem Abschied dabei haben wolltest. Danke, dass ich Deinen letzten Atemzug spüren durfte. Danke, dass ich Dich streicheln und halten durfte, bis Du ins Regenbogenland gegangen bist. Danke, dass Du so friedlich, mit den Ohren nach vorne, einfach für immer eingeschlafen bist. Du sahst aus wie immer, glücklich und zufrieden, ein bißchen schelmisch.
Seid einer Woche brennt nun eine Kerze für Dich an diesem Ort, den Du Dir ausgesucht hast, um nie wieder aufzustehen. Heute abend werde ich ein Holzkreuz an diese Stelle stellen, heute abend zu der Zeit zu der Du letzte Woche aufgebrochen bist.
Ich danke Dir auch für den Traum, den n ich glaube ganz fest, dass Du mir sagen wolltest wie gut es Dir im Pferdehimmel geht.
Es war genau Dein Wetter, ein warmer Frühlingstag, strahlender Sonnenschein, saftiges Gras, aber nicht zu heiß. Ich war so unendlich traurig, dass Du diesen tollen Tag nicht mehr erleben konntest. Plötzlich hörte ich aus der Ferne Hufgetrappel und Du bist vorbeigaloppiert, jung und stark, gesund und vollkommen glücklich.
Und ich glaube fest daran, dass wir uns irgendwann genauso wiedertreffen werden.
Wir lieben und vermissen Dich
Tomke und die anderen
PS: Falls ihr noch ein bißchen mehr von meiner Crinni lesen wollt, schaut doch mal unter meinem Eintrag bei "Farins letzter Wanderung", der Gedanke, dass die beiden zusammen das Regenbogenland aufmischen läßt mich unter Tränen lächeln.

das tut mir soo leid!
my Hü 4-ever !