Homöopathie kontra Schulmedizin

      Homöopathie kontra Schulmedizin

      Hallo,

      ich war gestern mit Aik auf der großen Runde und er hat getobt und gespielt, alles alles wie immer.
      Als wir uns dann auf den Rückweg gemacht haben, konnte er die Schnauze nicht von Pfützen lassen und hat daraus gesoffen.

      Wir waren dann zu Hause und er hat sein Futter bekommen, hat sich auch normal hingelegt, als er plötzlich zu uns gelaufen kam, uns panisch angstubst hat und irgendwie nach Luft rang. Er hat dann auch mehrfach versucht stark abzuhusten und auch alles erbrochen, was er zu sich genommen hat.
      Die Panik blieb, so als ob er keine Luft bekommt. Wir haben ihn dann erstmal flach auf den Boden gelegt und beruhigt, was auch soweit erstmal funktioniert hat, dass er ruhiger geatmet hat und die anfängliche Panik verflog.

      Dann hab ich schnellstens meine Tierärztin angerufen, aber sie konnte sich damit nicht auseinander setzen, da sie wohl privat unterwegs war. Daraufhin hab ich schnell den Notruf bei uns gewählt und die haben mir dann einen Tierarzt gleich bei uns in der Nähe genannt, worüber ich froh war, da ich dort gleich hinkommen sollte. Der Weg dorthin war beschwerlich, vor allem für mich, da er alles fressen wollte, Stöckchen, Gras u.a.

      Nun aber zum Eigentlichen. Was mich sehr verwirrt hat ist die Tatsache, dass er ihn zwar normal untersucht hat, dann aber erklärt hat, dass er auf homöopathischem Weg die Tiere heilt und ihm auch ein solches Mittel verpasst hat.
      Er hat mir dann auch noch einiges erklärt, aber ich war etwas durch den Wind bei der Angelegenheit und vor allem auch deswegen, weil das Mittel tatsächlich anzuschlagen schien.
      Deswegen meine Frage, was ist denn nun besser, ein Tierarzt der Schulmedizin oder ein Tierarzt, welcher Leiden homöopathisch entgegenwirkt.

      LG Andy

      Achso: Er hat wohl beim Saufen aus der Pfütze etwas erwischt, was entweder "in den falschen Hals" gekommen ist oder etwas hat ihn gestochen, dass wurde mir noch gesagt.Fazit für mich ist jetzt, dass ich immer Wasser von zu Hause mitnehmen werde, wenn ich auf Tour gehe, denn so ein Schreck in der Abendstunde brauch ich nicht immer :doh:.
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      Ich bin der Meinung, das es kein entweder oder geben sollte.
      In manchen Sachen kann nur die Schulmedezin helfen aber in
      manchen Fällen kann auch die Homöopatie ausreichen.
      Hatte mal einen Pflegehund mit Augenentzündung, vom Tierschutz
      bekam ich eine ganz natürliche Salbe vom Homöopaten. Die hatten
      es damit schon 1 Woche behandelt - holte mir dann aber doch beim TA
      eine Salbe - innerhalb zwei Tagen war die Sache weg.
      Hallo,

      es gibt viele, die auf Naturheilverfahren wie z.B. der Homöopathie schwören. Das Gute darin ist, dass es bei der Anwendung der Homöopathie zu keinen Nebenwirkungen kommen kann d.h. man kann den Gesundheitszustand des Tieres nicht unmittelbar damit verschlimmern und somit kann sie direkt auch nicht schaden. Beide Behandlungsmethoden haben somit ihre Berechtigung und wenn sich ein gesundheitlicher Erfolg mit der Homöopathier ergibt, dann ist es um so besser. Es wird aber nie so sein, dass einer den anderen verdrängt !

      Grüsse
      Frank


      Lass die Medizin im Gefäß des Apothekers, wenn Du Deine Patienten durch Nahrung heilen kannst. (Hippokrates, berühmter griechischer Arzt des fünften Jahrhunderts)
      Hallo,

      nun, dass es hilft bezweifle ich nicht, denn ich habe ja mitbekommen, dass es ihm recht schnell wieder auf die Beine geholfen hat.

      Ich habe jetzt wirklich überlegt, zu diesem Arzt zu wechseln, aber es hiesse ja, dass ich mir trotzdem ein Türchen bei der anderen Ärztin aufhalten sollte, da dieser Arzt nur auf homöopathischem Wege arbeitet.

      Aber wie gesagt, es hat geholfen und das zählt für mich an erster Stelle, denn man ist ja völlig von den Socken, wenn Hundi plötzlich Atemnot hat.

      Gruß Andy
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      also ich persönlich würde mir beide türen offen behalten. ich halte eigentlich rein gar nichts mehr von der schulmedizin (habe genug schlechte erfahrungen machen müssen). die dürfen mich gerade noch untersuchen und notfalls aufschneiden. aber schlucken tu ich rein gar nichts von denen..

      bei den tieren sehe ich es da etwas anders, da uns die tiere ja nicht sagen können, ob sie sich am morgen oder am abend besser fühlen und so. wenn meine tiere etwas haben, was nicht ein notfall ist, dann bevorzuge ich die homöopathie. wobei die mir bekannten tierhomöopathen in notfällen auch dazu raten gleichzeitig mit schulmedizin zu behandeln. und in notfällen gehe ich also auch von mir aus zu den schulmedizinern..

      wegen der wirkungsdauer: je nach dem dauert die heilung bei der homöopathie länger. das hat aber nichts damit zu tun, dass sie schlechter ist. die schulmedizin 'unterdrückt' die symptome eines problemes und dies schnell und meist zuverlässig. die homöopathie arbeitet gegen das grundsätzliche problem und lässt die dinge auskurieren. daher braucht sie je nach problem auch ihre zeit um zu heilen. zudem gibt es oft eine erstverschlechterung.. und diese dinge sind mir bei tieren und kleinkindern je nach fall einfach zu riskant..

      liebe grüsse, monika
      Die Natur kreiert nichts ohne Bedeutung. (Aristoteles)
      Wenn Dein neuer TA ein TA ist und kein Tierheilpraktiker, dann heißt das, das er ein ganz normales schulmedizinisches Studium erfolgreich angeschlossen hat.
      Er kennt sich also mit beiden Methoden aus. Die Ausbildung zur Homöopathie, sowie eventuell zur Akupressur oder Akupunktur sind Zusatzausbildungen.

      Ich persönlich habe in den jetzt fast 30 Jahren, in denen ich eigenverantwortlich Tiere halte, immer Tierärzte vorgezogen, die gerne mit alternativen Methoden behandeln. Wurden andere Maßnahmen nötig, wie z.B. Infusionen, haben sie nie gezögert die auch anzuwenden.

      Was hältst Du von einem offenen Gespräch mit Deinem eventuellen neuen TA. Könnte sein, dass das Deine Sorgen zerstreut.

      Antibiotika und andere schulmedizinische Mittel führen oft zu sehr schnellen Ergebnissen, aber sie können die Fähigkeit des Körpers zur Selbstheilung schwächen. Naturmedikamente, wie z.B. Kräuter brauchen meistens länger, um ein nachweisbares Ergebnis zu erzielen, vermitteln dem Körper aber eine "Erinnerung" daran, dass es einen Lösungsweg gibt. Stärken also das Immunsystem.

      Die schnellwirkenden Methoden werden von vielen Menschen als Kanonen auf Spatzen empfunden.

      Dennoch wäre auch ich skeptisch, wenn sich ein TA von vornherein gegen alle Schulmedizin aussprechen würde.
      Aber, so war es in Deinem Fall ja nicht. Er vermutete Homöopathie würde helfen und behielt recht.
      Sprich mit ihm ! Könnte sein, er ist das beste was Euch passieren kann.
      Im allgemeinen hören solche Ärzte auch viel mehr auf das, was die Tierhalter zu berichten haben. Weil die Mittel, die sie verabreichen viel spezieller sind und sie dafür so viele Informationen wie möglich brauchen, um das allerpassendste zu finden.

      Amber
      Danke Amber für den Ratschlag, ich glaub, ich werd wohl doch mal ein Gespräch mit ihm führen.

      Als er das Mittel verabreicht hatte, äußerte er den Wunsch, dass ich mit Aik nochmal vorbeischauen sollte, da das Mittel wohl bis dahin wirken würde.

      Insofern hast du Recht, er hat mir ne Menge Löcher in den Bauch gefragt, wo ich gar nicht mehr weiß, was er alles gefragt hat, weil ich einfach viel zu aufgeregt war.
      An eins erinnere ich mich aber auf jeden Fall, weil er mich fragte wie Aik vom Wesen her ist, da es wohl drei verschiedene Richtungen gäbe.

      Bis zur Vorstellung in 4 Wochen soll ich Aik gut beobachten, ob sich auch seine Ängstlichkeit gegenüber Artgenossen gegeben bzw. gebessert hat, da dies wohl eine der drei Richtungen wäre und auch dies unterstützen soll.
      Nun lass ich mich überraschen.

      Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass ich nicht gegen Homöopathie bin, so sollte es nicht rüberkommen.
      Ich denke ein Gespräch wird da einfach noch das Beste sein.

      LG Andy
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      jaja, das ist eben die liebe gute homöopathie: man wird überhäuft mit fragen.. und man muss seine tiere gut kennen, damit man das richtige mittel finden kann. bei den hunden finde ich es noch einigermassen 'einfach', da sie ja ständig um mich herum sind. bei meinen kaninchen ist es da schon schwieriger.. aber auch bei ihnen hatten wir bisher gute erfolge :)

      wäre wirklich perfekt, wenn er veterinärmedizin studiert hätte und einfach nebenbei noch homöopathisch behandelt.. weil dann bist du bei ihm in 100% guten händen. ansonsten musst du ja eben immer beides abwiegen.. seht ihr das in deutschland nicht am TITEL vor dem namen an? weil in der schweiz müsste ja da ein dr. vet. oder so stehen und dann hat er studiert. naturheilpraktiker kann sich dagegen jeder nennen und da gibt es leider auch viele scharlatane..

      lg
      Die Natur kreiert nichts ohne Bedeutung. (Aristoteles)
      Moin,

      also ein Dr. hat er auf jeden Fall davor stehen, so dass ich mal davon ausgehe, dass er kein Tierheilpraktiker ist und das Veterinärfach richtig studiert hat, aber wie gesagt, dass werde ich beim nächsten Besuch auf jeden Fall nochmal mit ihm bereden :wink:.

      Fakt ist ich bin eh ein bischen durcheinander, da er mir einiges gesagt hat, was mit der Meinung der vorherigen TÄ nicht übereinstimmt und denke, dass ich erstmal bei ihm schauen werde.
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      Freut mich, dass Du Dich für ein Gespräch entschieden hast !! :smile:

      Ich hatte es übrigens nicht so aufgefasst, dass Du gegen Homöopathie wärest.
      Nur neugierig und etwas skeptisch und das ist eine gute Ausgangsposition.

      Zwei TÄ haben oft zwei Meinungen. Das ist auch einleuchtend finde ich, weil jeder Mensch ja nur von seinem eigenen Erfahrungsschatz ausgehen kann.

      Es würde mich sehr freuen, wenn Du von Deinem Gespräch berichtest, wenn es soweit ist.

      Amber
      Hallo Amber,

      klar mach ich, wenn es stattgefunden hat.

      Aber zu den zwei Standpunkten nur eine Anmerkung.
      Nachdem wir Aik geholt haben, musste ich, da der Vorbesitzer nie bei einem Tierarzt war, erstmal eine Grunduntersuchung machen lassen.
      Schon weil ich auch auf der sicheren Seite sein wollte, dass es ihm wirklich gut geht.
      Dabei meinte die TÄ, dass bei Aik ein Hoden kaputt wäre, wahrscheinlich durch Kinderhand.
      Soweit so gut, nun war ich ja bei diesem anderen Arzt und der meinte auch nach einer kruzen Untersuchung, dass damit alles in Ordnung ist und nix kaputt.
      Das macht mir jetzt schon ne ganze Weile zu schaffen, weil ich nun nicht weiss, wem ich nun glauben soll, denn rein äußerlich sieht bei ihm alles vollkommen normal aus.

      Aber wie gesagt, dass möchte ich dann mit ihm nochmal abklären und dann werd ich auch berichten, ob ich nun dadurch schlauer geworden bin :smile:.
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      Hallo,

      ich wollte ja von meinem Gespräch berichten.
      Anlass war mal wieder ein weniger erfreulicher, denn Aik hat sich vertreten und humpelt ganz bös.
      Dazu fiept er sehr oft vor sich hin, weil er ziemliche Schmerzen haben muss.
      Ich natürlich gleich zum Arzt, ihm das Problem geschildert und was macht er...er mixt ein homöopathisches Mittel zusammen und sagt in 5 Tagen ist es wieder in Ordnung.
      Darauf habe ich gefragt, ob er ihm denn nix gegen die Schmerzen geben kann und er meinte nur, dass die Natur die Schmerzen bekämpfen muss.

      Toll, denn nun trage ich einen 30 kg schweren Hund (nicht das mich das stört, aber 30 kg sind eben auch ne ganz schöne Last :whistle: ) die Treppe rauf und runter und beim Gassigehen muss er sich ständig ausruhen, weil die Schmerzen wohl sehr stark sind.

      Also ich bin dadurch nicht grad überzeugt, dass die Homöopathie wirklich so etwas heilen kann. Ich vergleiche es nun etwas anders und zwar dass ich sage, die Homöopathie hilft auf lange Sicht bestimmte Dinge zu verbessern und die Schulmedizin ist für mich die "Feuerwehr", wenn wirklich mal akute Schmerzen vorhanden sind, denn im Moment tut es mir selber richtig weh, wenn ich ihn da so humpeln seh.

      LG Andy
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      Hallo Andy,
      zu Deiner letzten Anmerkung möchte ich Dir zustimmen. Ich denke gerade bei einer Verstauchung, oder was auch immer Dein Aik hat, kann es zu einem entzündlichen Prozeß kommen. Ich habe gerade auch so ne "Spielveteranin" zu Hause. War beim "normalen" TA, weil meine Kleine noch im Wachstum ist, und auf absolut Nummer Sicher gehen wollte. Dort bekam ich ein mildes Schmerzmittel, das auch entzündungshemmend wirkt. Ansonsten hilft halt bei diesen ganzen Humpel-Geschichten: ruhig stellen, ruhig stellen und nochmals ruhig stellen. Aber mit nem Rüden ist das ja gar nicht so einfach. Hab selber so einen von der Sorte, der trotz Schmerzen mind. 10 Bäume beehren muss! :rolleyes:

      Zum Saufen lassen aus Pfützen wollte ich noch sagen, dass man herausgefunden hat, dass sich beispielsweise der Staupeerreger 14 Tage bei diesen milden Witterungen in Pfützen, Teichen, Tümpeln etc. halten kann. Bei uns hier gehen ziemlich viele Hunde "Gassi" und ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder Hund geimpft ist. Ausserdem schützt ne Impfe ja auch nicht in jedem Fall.
      Also sollte man es seinem Hund besser nicht erlauben, draussen zu trinken. Ich hab immer ne praktische Hundeflasche dabei.

      Gute Besserung für Aik. :wink:

      Liebe Grüße - Tine


      Seelenhunde hat sie jemand genannt...
      ... jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben,
      die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
      Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum atmen...
      Hallo Tine,

      ja, nachdem es sich jetzt verschlimmert hat, wurde Aik auch strengste Ruhe verordnet, aber bring das mal so einem Wusel bei, dass er ruhig zu liegen hat :wink: . Hab Samstag nochmal einen Termin beim TA und wenn es dann nicht besser ist, werde ich den TA wechseln, denn ehrlich selbst mir tut es weh, wenn ich sehe wie er da so vor sich hinhumpelt. Außerdem, wie schon gesagt, ist es ganz schön schwierig 30 kg mehrmal treppauf und treppab zu tragen, zumal es ihm nicht wirklich gefällt, getragen zu werden.

      Zum Saufen aus Pfützen kann ich nur sagen, dass ich nach dem Vorfall nun auch sehr vorsichtig geworden bin und bei jeder Tour die wir gemacht haben oder wieder machen werden (wenn alles wieder in Ordnung ist) habe ich jetzt auch immer ne Wasserflasche dabei, ist mir einfach sicherer.

      Werd ihm dann mal ne gute Besserung ausrichten :D .

      LG Andy
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