Schildkrötengedichte (schöne und weniger schöne)

      Schildkrötengedichte (schöne und weniger schöne)

      Die Schildkröte


      In urvergangnen, fernen, fernen Tagen

      da hab’ die Erde ich getragen

      durchs weite Weltentönemeer.

      Und wenn mich nun die Menschenkinder fragen–

      ich kann es selber nicht mehr sagen,

      es ist viel tausend Jahre her.



      Doch später bin ich klein und vielfach worden

      und lebt’ auf Erden manniger Orten

      im Sumpf, am Land und auch im Meer.

      Manch einer fand von mir die leere Schale

      und dachte nichts. Vom Göttermahle

      der findige Hermes kam daher.




      Neugierig hielt er sie an’s Ohr, zu lauschen –

      und hört’ die Weltentöne rauschen.

      Da hat er sich was ausgedacht:

      Kuhhörner steckt’ er zweie dran, gebogen,

      hat Saiten drüber aufgezogen

      und eine Leier draus gemacht.




      Was hat er denn mit einer Leier wollen? –

      O Kind, er schenkte sie Apollen,

      der sang dazu das Sonnenlied.

      Stieg dann vom Himmel, Barden zu erkiesen,

      hat sie im harfen unterwiesen,

      zu stiften Ordnung, Ruh’ und Fried’.



      Weil ich die Weltentöne durfte lehren,

      stand ich bei allen hoch in Ehren,

      wo Saiten klangen hell und klar.

      Doch haben es die Menschen ganz vergessen

      und lassen mich Salat und Würmer essen

      und niemand weiß mehr, was ich einst im Anfang war.





      Ein Gedicht aus "Tierlebens-Bilder" von Wolfgang Schickler, unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg entstanden.
      DIE SCHILDKRÖTE



      SSSS
      SSSSSSS
      SSSSSSSS
      SSSSSS
      SS
      SSSSSSSSSSSSSSSS
      SSSSSSSSSSSSSSSSSSS
      SSSCSSSSSSSSSSSSCSSS
      SSSSSSSSHSSSSSSSSSSHSSSSSSSS
      SSSSSSSSSSISSSSSSSSSSISSSSSSSSSS
      SSSSSSSLSSSSSSSLSSSSSS
      SSSSSSSSSDSSSDSSSSSSSS
      SSSSSSSSSSSKKSSSSSSSSSS
      SSSSSSSSSSRSRSSSSSSSSS
      SSSSSSSSSSSSSÖSSSSÖSSSSSSSSSSSS
      SSSSSSSSSSSTSSSSSSSTSSSSSSSSSS
      SSESSSSSSSSSSESS
      SSSSSSSSSS
      SSSSS
      SS



      erstellt von: Eva Sengstschmid und Anna Zamecnik
      schildi witz
      Sind drei Schildkröten zu einer Quelle unterwegs. Sie plagtnämlich mächtig der Durst. Sie laufen ein Jahr, zwei Jahre, dreiJahre und endlich kommen sie an. Gierig wollen sich die ersten beidenSchildkröten auf das Wasser stürzen, da merkt doch die dritte,daß sie ihre Trinkbecher vergessen haben.
      Ach, das ist doch egal!, sagt die erste Schildkröte.
      Ich habe so einen Durst!, klagt die zweite Schildkröte.
      Nein, nein, sagt die dritte Schildkröte, also ohne Trinkbecher,das geht doch nicht! Wo bleiben denn da die Manieren! Passt auf, ihr wartet hier und ich gehe zurück und hole unsere Trinkbecher!
      Die anderen müssen sich wohl oder übel darauf einlassen, setzensich auf einen Stein und warten. Sie warten ein Jahr, zwei Jahre, drei Jahre...
      Da hält es die eine Schildkröte nicht mehr aus und sagt zuranderen: Also mir ist jetzt alles egal, ich muß jetzt etwas trinken!
      Sie geht zur Quelle und gerade als sie einen Schluck nehmen will, kommt diedritte Schildkröte aus einem Busch und sagt: Also wenn ihr schummelt,gehe ich gar nicht erst los...