Alter Kater frißt nicht mehr

      Alter Kater frißt nicht mehr

      Hallo,

      mein Kater ist 15 1/2 Jahre alt.Er leidet unter Schilddrüsenüberfunktion und muß täglich eine Tablette nehmen.Seit einer Woche ist es ein Kampf, ihm die Tablette geben zu können.Wir haben schon alle mögl.Tricks
      ausprobiert: eingepackt in Leberwurst,Sahnekäse,Nutella ect.(hatte vorher immer geklappt).Der Tierarzt gab mir eine spez.Pipette-nix.Zerkleinert mit etwas Wasser in einer Spritze-nix.Ich weiß einfach nicht mehr weiter!Auch fressen will er nicht mehr so richtig-irgendwie hab ich den Eindruck, daß er nur die Soße aufschlabbert und nicht richtig kauen kann .Feste Nahrung nimmt er kaum zu sich. Viele Zähne hat er nicht mehr,der Tierarzt meinte aber, das würde nicht ausschlaggebend sein,und Halsentzündung hätte er auch nicht.
      Blutspiegel ist auch o.k.-nichts Organisches.Er war immer sehr verschmust, kommt aber auch nicht mehr so zu uns-zieht sich lieber zurück oder schläft auf der Couch.Wer weiß einen Rat? Wir lieben unsere Katze so sehr und sind ziemlich verzweifelt!

      Viele Grüße

      Flo
      Kannst man das Medikament auch spritzen?

      Frisst er nicht uns hat seine Medikamente bekommen oder hast du sie nicht mehrr reinbekommen und jetzt frisst er nicht mehr?

      Also beim Tierarzt warst du schon, ja?

      Weil dein Kater hat schon ein ein gutes Alter erreicht, und wenn ein Tier nicht mehr frisst, ist dies meist ein Indikator um es einschläfern zu lassen... So hart das jetzt auch klingt. :sad: Wie geht es deinem Kater denn sonst so?
      Die einzige, die sich über einen Muskelkater freut, ist die Katze.
      Ich würde auch drüber nachdenken ob Dein Kater vielleicht allmählich von Euch Abschied nimmt. Und ich kann dann nur immer wieder an die tierlieben Menschen appelieren, quält ihn nicht unnötig. Wenn er nicht mehr frisst und auch nicht mehr schmusen will und wenn man merkt er nimmt nicht mehr am Leben teil, dann kann es durchaus sein dass er Euch so klarmachen will, dass seine Zeit gekommen ist. Und geht dann bitte lieber einen Tag früher zum Tierarzt als dass er sich anfängt zu quälen, weil es ihm immer schlechter geht. Das gehört auch zu großer Tierliebe und einem tollen Leben, dass man rechtzeitig erkennt wann man den Liebsten gehen lassen muss. Wenn er nichts organisches hat und sonstiges, würde ich einfach mal vermuten, die Zeit ist nahe, auch wenn das sehr hart und traurig klingt. Bitte lasst ihn nicht leiden und zur Not zum Wochenendnotdienst mit ihm.

      Ich wünsche Euch alles Gute und viel Kraft, sollte Euer Kater wirklich dabei sein, sich auf seinen letzten Weg zu machen. Unterstützt ihn, er braucht Euch dann so sehr wie noch nie.

      Nicky


      Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
      Hallo zusammen,

      was soll denn die Aussage: Alter und nicht fressen sei ein Indikator das Tier einzuschläfern?
      Ich bin absolut dafür ein Tier nicht leiden zu lassen.
      Aber: darf denn ein Tier nicht mehr eines natürlichen Todes sterben?
      Es ist doch ein Prozess, in dem Tier oder Mensch sich vom Leben verabschieden und ich bin der Meinung das es nicht richtig ist, dass wir Menschen bestimmen, wann dieser Zeitpunkt sein soll.
      Um das zu entscheiden bedarf es einer genauen Beobachtung des eigenen Tieres und ich persönlich würde ersteinmal versuchen, ob es eine Behandlungsmöglichkeit gibt, durch die das Tier seine Lebensqualität zurückbekommt.

      Ich möchte mit dieser Aussage keinen von Euch angreifen. Es soll sich keiner auf den Schlips getreten fühlen
      Es war eher spontan und ich wollte Euch nur mal meine Gedanken mitteilen.

      Vielleicht ist für einige der Hintergrund dieser Aussage wichtig.
      Meine Katze ist eine Fundkatze, die ich aus dem Tierheim übernommen habe. Als ich sie etwa 2 Monate bei mir hatte ging es ihr sehr schlecht, der Tierarzt diagnostizierte cronische Niereninsuffizienz und empfahl aufgrund der schlechten Blutwerte sie einzuschläfern. Er sagte jedoch auch sie hätte keine Schmerzen. Ich habe mich dann dagegen entschieden, weil mir schien, dass es noch nicht der richtige Zeitpunkt ist. Und ich hatte Recht. Die Diagnose ist jetzt fast 2 Jahre her. Es geht ihr dank Behandlung gut, was der Tierarzt erst glauben konnte nachdem er die verbesserten Blutwerte gesehen hat.
      Ich freue mich jeden morgen, wenn sie mich mit ihrem lauten Maunzen weckt und zum Aufstehen bewegt. (am WE manchmal etwas weniger :wink:)

      Welche Entscheidung richtig ist muss jeder individuell prüfen. Bitte beobachte Deine Katze ganz genau.

      Gruss Marina

      RE: Alter Kater frißt nicht mehr

      Original von Flo2
      Nutella

      Leider schon die erste Belehrung: Nutella ist überhaupt nicht gut für Katzen (und Hunde), es enthält wie Schokolade Stoffe, die schädlich bis tödlich sein können - natürlich erst in entsprechender Menge, aber gesund ist auch ein ganz kleines bisschen nicht.

      Ich persönlich würde mir überlegen, ob ich den Kater einem zweiten Tierarzt, evt. einer Klinik vorstelle - vielleicht ist bisher etwas übersehen, manchmal fehlt bloß eine zündende Idee um an den richtigen Test zu denken...

      Zum Päppeln gibts beim Tierarzt ganz weiches gehaltvolles Futter (Hills a/d) oder Hochkalorienpaste, die allgemein ganz gern genommen wird. gekochte Hühnchenbrust, Thunfisch im eigenen Saft, zur Not auch den Kram aus dem Supermarkt wenn er es mag und er sonst gar nix frisst.

      Ein Trick eine Tablette in die Katze zu befördern wäre noch in der Apotheke Leerkapseln zu besorgen. Die kann man mit der Tablette (oder der zerstoßenen Tablette) füllen, außen ist sie absolut geschmacksbeutral und läßt sich vielleicht einfacher verstecken.

      Du könntest die Tablette über Nacht in Trockenfutter oder Thunfisch legen, so daß sie den Geruch annimmt. Oder sie zerstoßen und in etwas Joghurt oder ein anderes Leckerchen vermischen.

      Original von Momo1
      Aber: darf denn ein Tier nicht mehr eines natürlichen Todes sterben?
      Es ist doch ein Prozess, in dem Tier oder Mensch sich vom Leben verabschieden und ich bin der Meinung das es nicht richtig ist, dass wir Menschen bestimmen, wann dieser Zeitpunkt sein soll.

      Meistens ist es aber eben so, daß das Tier dem Menschen zeigt wann es so weit ist, letztendlich zeigt das Tier wenn es nicht mehr will und hat den Zeitpunkt selbst bestimmt. In den Fällen, in denen es nicht mehr zeigen kann muss der Mensch die Entscheidung eben treffen.

      Die Einschläferung ist ein sehr wertvolles Geschenk, manche schwerkranke Menschen kämpfen hart darum in Würde und geplant sterben zu dürfen, bevor aus Leid sinnloses Siechum wird.

      Ich persönlich bin der Meinung, man sollte ein Tier lieber einen Tag zu früh als zu spät einschläfern lassen - natürlich nur wenn es absolut kein Zurück mehr gibt, keine Therapie. Alle haben Angst vor der Entscheidung, ich denke keiner macht sich das wirklich leicht, vor allem wenn es in einer langen Krankheit gute Tage und schlechte Tage gibt... trotzdem sind die meisten im Nachinein doch fest davon überzeugt, das Tier hat es ihnen gezeigt, daß es nicht mehr will und sind zufrieden mit dem gewählten Zeitpunkt.

      Natürlich sterben lassen? Halte ich für keine gute Idee. Spätestens wenn etwas nicht absolut ruhig läuft, daß Tier schreit, Atemnot bekommt, Krämpfe oder sonstwas auftreten ist die Panik groß, dann mit einem Tier zur Klinik zu rasen das schon im Sterben liegt ist für die Halter schrecklich, und für das Tier auch. Man hat nicht einfach mal ein Sortiment an Spritzen zuhause (stärkste Schmerzmittel (Betäubungsmittelgesetz, darf auch gar keiner zuhause haben), krampflösend usw.) um nach dem Vorbild der Humanmedizin einzugreifen und den Tod wenigstens zu erleichtern.

      Das alleine zu begleiten und auch in Fällen stark, ruhig und Stütze zu bleiben, in denen das Tier nicht einfach sanft hinwegdämmert ist von den allermeisten Menschen definitiv zuviel verlangt, das kann nicht jeder und schon 10 mal nicht beim eigenen Tier.

      Aber wie gesagt: erst mal absichern, daß es wirklich keine Hilfe mehr gibt.

      Grüße
      Tina
      Hallo Tina,

      ich glaube wir sind beide gar nicht so weit auseinander mit unserer Meinung.
      Es kommt halt immer auf den Einzelfall an und man muss sein Tier genau beobachten.
      Wenn man eine intensive Beziehung zu seinem Tier hat, dann bin ich überzeugt davon, dass man auch merkt wie es dem Tier geht und kann hoffentlich die richtige Entscheidung treffen. Es ist immer eine Gradwanderung.

      Gruss Marina
      Danke für eure zahlreichen Antworten.

      Wir waren gestern noch mal in einer Tierklinik. Die Ärztin dort stellte große, rote und starke Schwellungen im Mandelbereich fest und gab unserem Kater eine von noch zwei folgenden Antibiotikaspritzen gegen die evtl. Entzündung.

      Erfreulicherweise macht unser Kater heute auf uns schon einen wacheren Eindruck. Er kommt mir auch zutraulicher vor als die letzten Tage. Gefressen hat er heute verhältnissmäßig viel, nachdem er die letzten beiden Tage überhaupt kein Futter angerührt hatte. Ob er freiwillig die Tabletten nehmen wird müssen wir allerdings heute Abend noch testen. Wir sind sehr glücklich und hoffen nun, dass es an der Halsentzündung gelegen hat und es ihm stetig besser gehen wird, so dass wir ihn doch noch länger bei uns haben können.

      @Tina: Selbstverständlich ist Nutella alles andere als optimal, aber das Nichteinnehmen der Tablette ist wohl schädlicher. Irgendwann gehen einem eben die "gesundheitsbewussten Ideen" aus.

      Viele Grüße

      Flo
      Hallo Flo

      wie geht es den deinem Kater heute ? Nimmt er langsam wieder Nahrung zu sich :pray: meine Willy hat auch mal eine Mandelentzündung und er hat vorwiegend NAFU ( ganz fein gemacht ) gefressen da es ihm einfacher war beim schlucken :wink:

      Wünsche deinem Kater Gute Besserung :angel: :

      Liebe Grüsse Andrea
      Es gibt kein "Besser" oder "Schlechter", nur Unterschiede.
      Diese müssen respektiert werden, egal ob es sich um die Hautfarbe,
      die Lebensweise oder eine Idee handelt. (Kote Kotah, Chumash)
      Danke Andrea.

      Nach vielen nervenaufreibenden Hochs und Tiefs gestern die bittere Diagnose: Blutkrebs u. Tumore. Wir müssen ihn also enschläfern lassen - nach über 15 Jahren der absolute Horror für uns alle. Heute geht es ihm nicht schlecht und er hat auch etwas gefressen. Wir warten jetzt von Tag zu Tag ab, aber ich weiß nicht was schon morgen um die Zeit sein wird.

      Ich, wir sind untröstlich und unheimlich traurig. Es ist so schrecklich...

      Wie habt ihr so eine schlimme Zeit nur überstanden... :cry:
      Hallo Flo :sad:

      och sorry ich habe es grade erst gelesen :sad: das tut mir sehr leid mit eurem Kater :sad:
      Wie ist den der Allgmeinzustand von ihm ???
      Ich kann mir denken wie ihr auch fühlt :sad: letzen Sommer habe ich meine 16 Jahre alte Krümel einschläfern müssen.
      Es war sehr schwer diesen Schritt zu gehen :sad: doch ich habe mir irgendwann gesagt : Sie hat es nicht verdient sich länger zu quälen - jeder Tag ist nur ein hinaus zögern des Abschiednehmens - manchmal sollte man jemanden gehen den man sehr liebt - auch wenn der Abschied sehr schwer ist :sad: wenn man aber weiss das es ihm besser geht wenn man ihn erlöst ist es der Richtige Weg Abschied zu nehmen :sad:

      Es tut mit sehr leid das euer Kater so krank ist . :sad:
      Liebe Grüße Andrea
      Es gibt kein "Besser" oder "Schlechter", nur Unterschiede.
      Diese müssen respektiert werden, egal ob es sich um die Hautfarbe,
      die Lebensweise oder eine Idee handelt. (Kote Kotah, Chumash)