aber selbst statistiken über deutsche armut (wenn man das überhaupt so nennen will) würden nicht das belegen können was in afrika tagtäglich passiert. bei uns hungert eine absolute minderheit (und die müssten nicht hungern, weil wir x einrichtungen haben, die sich um so etwas kümmert). aber wie du schon so schön gesagt hast "kinderschutzbund, schulen, kindergärten" - institutionen um kinder zu schützen gibt es in 3. welt ländern nicht (bzw. nicht annähernd in dem maße wie es sie bei uns gibt). die kinder haben - dank unseres sozialsystems - die chance auf sofortige hilfe.
Was zum Nachdenken ...
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@ Steffimausy:
auf diese unpassende Aussage komme ich, weil ich den Sinn in solchen, ja, ich weiß gar nicht, wie ich es nennen soll, Moralaposteltexten? Aufrufen? was auch immer, nicht erkennen kann.
Jedes Kleinkind bekommt gesagt, dass die Kinder in Afrika hungern.
Man weiß also, wie schrecklich es ist.
Was will mir der Text dann sagen, will der Verfasser oder Weiterverbreiter sich für sein so tolles sozials Engagement profilieren? Das hier hilft nämlich null. Genausowenig wie Spendengelder, Weizen, Brot oder andere Hilfe dieser Art für Afrika, das lernt man doch in Erdkunde.
Helfen würde Afrika nur Bildung, außerdem bin ich der Meinug, dass Afrika die Chance genommen wird, sich selbst zu helfen!
Wenn du das nie tust, immer glücklich bist, dir immer dessen bewusst bist, wie schlecht es anderen Menschen geht, dann trifft das auf dich nicht zu...
Bist du immer glücklich? Also bist du zu einem schlechtem Gewissen verpflichtet.
Und nein, ich bin auch nicht glücklich, ich bin unzufrieden, zum Beispiel mit der momentanen Lage des Arbeitsmarktes, weil ich Angst habe, später mal keinen Job zu bekommen.
Und es ist doch immer die selbe Leier: Einer spricht das Thema Hunger in Afrika an, und alle "ooh, wie schrecklich, die armen Kinder, fürchterlich!"
Solche Texte sind für den Verfasser nämlich reine Gewissenberuhigung, er denkt sich, dass er ein gutes Werk getan hätte. Was hat er bewirkt? Gar nichts.
Es drückt doch nur die allgemeine Hilflosigkeit der Menschen hier zu diesem Thema aus. Was können wir schon tun?
Ich betone nachdrücklich, dass die Situation in Afrika keine Zufriedenheit in mir auslöst, aber was kann ich tun?
Und sorry, falls sich jetzt jemand auf den Schlips getreten fühlt, das ist nicht meine Absicht.
Bin für Dikussionen freundlicher Art offen!
Die einzige, die sich über einen Muskelkater freut, ist die Katze. -
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@ Isabel,
komm mal wieder runter.
In diesem Text ging es einzig und allein darum sich bewusst zu werden, dass wir in einer sehr privilegierten Gesellschaft und Situation leben. Und das es nur einem kleinen Teil der Menschheit vergönnt ist so "sorglos", gesund und relativ gut informiert zu leben.
Es geht doch gar nicht darum jemandem ein schlechtes Gewissen zu machen oder oder irgendwelche moralinsauren Texte zu verbreiten um sein eigenes Gewissen zu beruhigen.
Du machst dir Gedanken über den Arbeitsmarkt, das ist lobenswert. Sei froh, dass du dir keine Gedanken darüber machen musst wo du morgen etwas Essbares herbekommst oder ob du morgen sauberes Trinkwasser hast - oder ob du für ein bisschen verseuchtes Wasser 10 oder 12 km gehen musst, oder ob du in kurzer Zeit deine Kinder alleine lassen musst weil du an Aids stirbst oder, oder, oder.
Natürlich ist hier auch nicht alles "Gold was glänzt" und auch hier gibt es Missstände, aber im Gegensatz zu 2/3 der Menschheit geht es uns gut.
Darüber sollte man sich freuen und dankbar sein. Keiner verlangt, dass du ein schlechtes Gewissen hast weil du zufällig hier lebst.
Ein bisschen Dankbarkeit und Demut reicht schon.
Gruß KirstinDieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „pallasathene“ ()
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Original von Isabel
Jedes Kleinkind bekommt gesagt, dass die Kinder in Afrika hungern.
Man weiß also, wie schrecklich es ist.
Wenn Du wüsstest, wie es ist, wenn Menschen arm sind und hungern oder es Dir nur annähernd vorstellen könntest würdest Du so etwas nicht schreiben.
Ich empfehle jedem, den so ein Text nicht zum Nachdenken anregt mal ein Jahr in einem Entwicklungsland! Soziales Jahr z.B. - was haltet Ihr davon? Und plötzlich sieht man die Welt mit anderen Augen. Menschen Hungern nicht nur in Afrika - das Elend ist viel viel größer als Du denkst. Stell Dir z.B. mal vor, Du müsstest stehlen um nicht zu verhungern oder Dich prostituieren, um Dir Deinen PC leisten zu können, denn normale Arbeit würdest Du nicht bekommen...... Du fragst einfach Mama und Papa oder suchst Dir einen Ferienjob und schon steht das Ding auf Deinem Tisch. Schön, nicht wahr?
Das heißt jetzt nicht, dass man auf alles verzichten soll oder wer weiß was für Aktionen starten, sondern die Bilder und Eindrücke kommen zwischendurch immer wieder zurück und zumindest in diesen Momenten kann man dann bewusst sagen: Ich weiß, dass ich verdammtes Glück gehabt habe, hier geboren worden zu sein.
Ich kann irgendwo verstehen, dass Du den Text nicht nachvollziehen kannst - aber mach die Augen auf und wenn Du etwas nicht verstehst, dann frag doch nach! Wenn es Dich allerdings nicht weiter interessieren solltest, dann verbuch diesen Text unter "is-mir-wurscht" und kehre zurück zur täglichen Ignoranz und zum Jammern auf hohem Niveau, was wir in good old Germany so hervorragend beherrschen."A reader lives a thousand lives before he dies.
The man who never reads lives only one." (George R. R. Martin)Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Kobold“ ()
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Menschen Hungern nicht nur in Afrika - das Elend ist viel viel größer als Du denkst.
man kann auch von sich einfach mal bewusst ne zeitlang hungern... dazu braucht man nicht nach afrika (vor allem würde man da ja nicht hungern, sondern nur das leid sehen - man kann doch am besten mitfühlen, wenn man das gefühl kennt).
dennoch kann ich isabell schon verstehen. solche texte klingen immer ganz knorke, man liest sie, geht kurz in sich und dann schmeißt man sich doch mal schnell ne pizza in den ofen, weil man doch hunger hat. dann kann man noch motzen, dass die strompreise wieder gestiegen sind und man deshalb sich keine 2 wochen mallorca mehr leisten kann, sondern nur eine....
wie viele leute die hier gerufen haben "toller text" haben sich länger gedanken gemacht ?
kehre zurück zur täglichen Ignoranz und zum Jammern auf hohem Niveau, was wir in good old Germany so hervorragend beherrschen
der war jetzt aber schon ein wenig polemisch, ne
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Ist doch aber so. Es wird so viel gejammert: wir haben nichts, alles wird uns vom Staat weggenommen, die Krankenkassenbeiträge sind so hoch, der Sprit ist so teuer, Bio-Fleisch kann ich mir ja nicht leisten, in Urlaub fahren konnte ich dieses Jahr nur zweimal statt dreimal.... hört man doch täglich. Und das ist es was ich meine. Wir leben im Schlaraffenland - und keiner hats gemerkt."A reader lives a thousand lives before he dies.
The man who never reads lives only one." (George R. R. Martin) -
Mir ging es vorrangig darum ,das man mal aufhört
über zb. : "einen abgebrochenen Fingernagel zu lamentieren"
oder Ereignisse die nicht unbedingt in das gewünschte/angestrebte Lebens-Schema passen ,zu jaulen als ob damit das ganze Leben verpfuscht wäre ...
Wenn es mal wieder knackt und beißt ,dann kurz in sich gehen ,denken :" Man son Mist aber auch,muss das jetzt sein..."
Aber damit hat es sich auch schon ,denn im gleichen Atemzug kann man auch denken: "Ok, ist Mist gerade ,aber mir geht es trotzdem besser als vielen anderen ...ran da und es wird wieder "
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Also ich habe mir den Text jetzt auch mal durchgelesen und ich muss sagen das mich dieser auch zum nachdenken gebracht hat..
Mir ist auch bewusst geworden wie gut ich es doch eigentlich habe im Gegensatz zu anderen Menschen und trotzdem maule ich manchmal auch rum

Naja wer tut das denn nicht? Auf jedenfall ein wirklich schöner Text, wie ich finde
Hat einem, bzw. mir, wirklich mal die Augen geöffnet -
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Das mag sein. Trotzdem finde ich solche Texte gut. Und ich bin durchaus nicht der Meinung, daß wir als einzelne nichts tun können. Viele, viele Menschen in Deutschland und anderswo glauben auch daran, daß das Engagement einzelner hilfreich ist. All jene, die sich ehrenamtlich engagieren, im täglichen Leben Zivilcourage zeigen, oder ihr Geld ausgeben, für Projekte und Stiftungen, die sie für unterstützenswert halten.
z.B. amnesty international setzt sich ein für gerechte Justizverfahren, gegen Folter, gegen Todesstrafe (Wenn jemand hier über Todesstrafe diskutieren will, bitte in einem neuen Thema, ich stelle mich gerne.). amnesty international kennen sehr viele. Die Organisation wird immer wieder auch in Nachrichten erwähnt. Und was soll ich Euch sagen ? Es sind die Taten einzelner. Gut, ai hat sehr viele Mitglieder, weltweit. Aber letztlich sind es einzelne. Braunschweig hat ca. 250 000 Einwohner, genau weiß ich das nicht. Aber die Aktiven in der amnesty Gruppe, das sind 20 - 30 Menschen. Wenn das nicht einzelne sind. Und trotzdem erreicht die Organisation viel. Und es ist erst 42 Jahre her, das die Organisation von 2 Menschen durch einen Leserbrief in einer britischen Zeitung ins Leben gerufen wurde.
Und im alltäglichen Leben ?
Wie ist es zum Beispiel mit Homosexualität ? Verteidige ich das Recht auf freie sexuelle Orientierung oder mache ich Späßchen über die Schwulen und Lesben ?
Und Behinderte ? Hier im Forum sind erfreulicherweise sehr viele Menschen, die sehr offen und gleichberechtigt über Behinderte denken, aber wieso ist "Spast" dann ein Schimpfwort ?
Also ich denke, es kann nur gut sein sich Gedanken darüber zu machen, in welcher Position wir stehen. Und dabei helfen solche Texte. Und ich glaube auch, das sie dabei helfen unsere inneren Trägheiten zu überwinden und aktiv zu werden.
Amber
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